AT393587B - Spuelgeraet fuer eimermelkanlagen - Google Patents
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Description
AT 393 587 B
Die Erfindung bezieht sich auf ein Spülgerät für Eimermelkanlagen mit einem Arbeitsraum und einer während des Spülvorganges dauernd mit einer Unterdruckleitung in Verbindung stehenden Unterdruckkammer, die durch ein mit einer Öffnung versehenes Bauteil vom Arbeitsraum getrennt ist, wobei Spülflüssigkeit aus einer Spülwanne durch an das Spülgerät angeschlossene Melkzeuge in das oberhalb der Spülwanne angebrachte, unter Unterdrück stehende Spülgerät eingesaugt wird, in dem sich ein Schwimmer mit einem Schaltgestänge befindet, das an seinem oberen Ende mit einem Dichtkörper versehen ist, wobei nach teilweiser Auffüllung des Spülgerätes und dabei aufsteigendem Schwimmer eine Lufteinströmöffnung geöffnet wird, wodurch die in das Spülgerät eingesaugte Spülflüssigkeit unter dem Einfluß der Schwerkraft wieder in den Behälter zurückfließt
Ein derartiges Spülgerät ist bekannt aus der DE-AS 10 76 991. Bei dem bekannten Spülgerät steht der Arbeitsraum über eine Öffnung dauernd mit der Unterdruckkammer in Verbindung. Zwecks Erzeugung von Atmosphärendruck im Arbeitsraum wird die Unterdruckkammer bei aufsteigendem Schwimmer mit Hilfe des Schaltgestänges und des Dichtkörpers mit der Atmosphäre verbunden. Da aber weiterhin die Verbindung der Unterdruckkammer mit der Unterdruckleitung bestehen bleibt, kann voller Atmosphärendruck weder in der Unterdruckkammer noch über die besagte Öffnung im Arbeitsraum erzeugt worden. Dies wirkt sich nachteilig auf die Strömungsgeschwindigkeit der Reinigungsflüssigkeit beim Entleeren des Arbeitsraumes aus.
Damit überhaupt ein akzeptabler Druck entsteht, muß der Querschnitt der zur Unterdruckleitung führenden Verbindung wesentlich kleiner sein als der zur Atmosphäre führende Querschnitt. Dadurch wird gerade in der wichtigsten Phase des Reinigungsvorganges, nämlich beim Einsaugen von Reinigungsflüssigkeit in den Arbeits-raum, der schnelle Aufbau des wirksamen Differenzdruckes verhindert. Das Spülgerät kann auch nicht, wie es vorteilhaft wäre, vollständig mit Reinigungsflüssigkeit gefüllt werden, da der höchste Flüssigkeitsspiegel im Arbeitsraum die Unterkante der zur Unterdruckkammer führenden Öffnung ist, die unterhalb der oberen Begrenzung des Arbeitsraumes angeordnet ist.
Aus der DE-AS 11 70 189 ist ebenfalls ein Spülgerät bekannt, das einen ähnlichen Aufbau wie das vorbe-schriebene Spülgerät aufweist und daher die gleichen Nachteile hat Auch bei diesem Gerät steht der Unterdruckanschluß über eine Öffnung in der Zwischenwand ständig mit dem Arbeitsraum in Verbindung. Aus dem relativ groß dimensionierten Querschnitt des Unterdruckanschlusses resultiert beim Einströmen von Atmosphärenluft in den Arbeitsraum nur ein teilweiser Abbau des Unterdruckes im Arbeitsraum. Die erzielbaren Ausströmgeschwindigkeiten und damit der Spüleffekt sind dadurch sehr begrenzt
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das gemäß dem Oberbegriff bekannte Spülgerät so zu verbessern, daß bei gleicher Baugröße eine wesentlich erhöhte Strömungsgeschwindigkeit und damit auch ein besserer Reinigungseffekt erzielt wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Dichtkörper beim Aufsteigen des Schwimmers die Öffnung verschließt und daß das die Öffnung enthaltende Bauteil als Membrane ausgebildet ist, die durch eine in der Unterdruckkammer angeordnete Feder in eine Position gedrückt wird, in der sie die in den Arbeitsraum führende Lufteinströmöffnung verschließt.
Durch Verschließen der Öffnung in der Membrane wird die Verbindung des Arbeitsraumes zur Unterdruckleitung unterbrochen, und der Unterdrück im Arbeitsraum wird durch die weiterhin einströmende Spülflüssigkeit abgebaut. Der Differenzdruck zwischen Arbeitsraum und Unterdruckkammer wirkt auf die gesamte Fläche der Membrane und führt zu deren Aufwärtsbewegung und damit zur Freigabe der Lufteinströmöffnung, wodurch der Differenzdruck noch erhöht wird. Über den Dichtkörper, der ebenfalls durch Differenzdruck an der Membrane haftet, und das Schaltgestänge wird der Schwimmer mit der Membrane aufwärts bewegt, bis sich der Dichtkörper letztlich unter dem Einfluß der Gewichtskraft des Schwimmers von der Membrane löst. Für das Öffnen und Schließen der Öffnungen zur Unterdruckleitung und zur Atmosphäre steht somit die gesamte von der Membrane aufgrund des Differenzdruckes erzeugte Kraft zur Verfügung, so daß die Öffnungen großzügig bemessen werden können und der Schwimmer selbst nur eine Steuerfunktion ausüben muß und daher mit äußerst geringen Baumaßen ausgeführt werden kann. Durch die große Turbulenz der mit hoher Strömungsgeschwindigkeit in den Arbeitsraum des Spülgerätes einströmenden Spülflüssigkeit wird auch der Arbeitsraum selbst gut gereinigt
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist in der Unterdruckkammer ein Druckstift vorgesehen, gegen den der Dichtkörper bei der Aufwärtsbewegung der Membrane gedrückt wird und so die Gewichtskraft des am Dichtkörper ziehenden Schwimmers durch die von der Membrane erzeugte Kraft unterstützt wird.
Zur Beeinflussung des Lösezeitpunktes des Dichtkörpers von der Membrane wird vorteilhaft ein druckbelasteter Stift in der Unterdruckkammer vorgesehen. Die Druckbelastung des Stiftes kann beispielsweise mittels einer Membrane erfolgen, die über eine Öffnung mit der Membrankammer und einer weiteren Öffnung mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
Die Druckbelastung kann aber auch über eine Druckfeder erfolgen, deren Vorspannung mittels einer Einstellschraube verändert werden kann.
Zur Beschleunigung der Entleerung des Arbeitsraumes ist der Arbeitsraum mit einem Ablauf versehen, in dem ein Rückschlagventil angeordnet ist, das beim Einsaugen von Reinigungslösung in den Arbeitsraum schließt und bei Belüftung des Arbeitsraumes öffnet
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der Arbeitsraum des Spülgerätes in eine Schwimmerkammer und eine Zwischenkammer unterteilt, die durch einen Kanal verbunden sind, durch den sich das Schaltge- -2-
AT 393 587 B stänge des in der Schwimmerkammer befindlichen Schwimmers bis in die Zwischenkammer erstreckt, wobei das Schaltgestänge im Bereich der Schwimmerkammer von einer axial beweglichen Hülse mit einem daran befestigten Flansch umgeben ist, der in der oberen Position der Hülse den Kanal zwischen Schwimmerkammer und Zwischenkammer verschließt, und das Schaltgestänge im Bereich der Zwischenkammer mit einem Flüssigkeitsabweiser ausgerüstet ist.
Beim Unterdruckaufbau im Arbeitsraum des Spülgerätes wird die Hülse mit ihrem Flansch durch die hohe Luftströmung im Kanal axial aufwärts bewegt und verschließt den Kanal. Die Luftströmung erfolgt jetzt nur noch durch die Hülse selbst, und mitgerissene Flüssigkeitsteilchen werden durch den Flüssigkeitsabweiser abgeschieden und sammeln sich oberhalb des Flansches im Kanal. Wird die Verbindung zur Unterdruckleitung unterbrochen, fällt die Hülse wieder bis auf den Schwimmer herunter, so daß der Kanal wieder freigegeben wird und die angesammelte Flüssigkeit in die Schwimmerkammer fließt Durch diese Ausführungsform wird vermieden, daß Flüssigkeitsteilchen bis in die Unterdruckleitung gelangen können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachstehend näher erläutert Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Spülgerätes,
Fig. 2 den druckbelasteten Stift mit Druckfeder und Regelschraube,
Fig. 3 das Spülgerät mit unterteiltem Arbeitsraum.
In Fig. 1 ist mit (1) das Spülgerät bezeichnet, dessen Arbeitsraum (2) durch eine Membrane (3) mit einer Öffnung (4) von der Unterdruckkammer (5) getrennt ist. Die Membrane (3) wird durch eine Feder (6) in eine Position bewegt, in der sie eine in den Arbeitsraum (2) mündende Lufteinströmöffnung (7) verschließt. Der Schwimmer (8) im Arbeitsraum (2) ist mit einem Schaltgestänge (9) versehen, an dessen oberem Ende sich ein Dichtkörper (10) befindet, der bei der Aufwärtsbewegung des Schwimmers (8) die Öffnung (4) in der Membrane (3) verschließt. In der Unterdruckkammer (5) ist ein Druckstift (11) angeordnet, der mittels Membrane (12), die über Öffnung (13) mit der Unterdruckkammer (5) und über Öffnung (14) mit der Atmosphäre in Verbindung steht, unter Druckbelastung gesetzt wird. Der Arbeitsraum (2) ist mit einem Ablauf (15) versehen, in dem ein Rückschlagventil (16) angeordnet ist. Zum Anschluß der zu reinigenden Melkzeuge ist der Arbeitsraum (2) mit Anschlüssen (17) versehen. Die Unterdruckkammer (5) ist über einen Stutzen (18), Leitung (19) und Ventil (20) mit der Unterdruckleitung (21) verbunden.
Vor der Inbetriebnahme des Spülgerätes (1) werden die nicht dargestellten Milchschläuche der in einer mit Spülflüssigkeit gefüllten Spülwanne liegenden Melkzeuge mit den Anschlüssen (17) verbunden. Anschließend wird das Ventil (20) geöffnet und damit die Verbindung zwischen Unterdruckkammer (5) und Unterdruckleitung (21) hergestellt. Über die Öffnung (4) in der Membrane (3) pflanzt sich der Unterdrück bis in den Arbeitsraum (2) fort, so daß Spülflüssigkeit über die Melkzeuge in den Arbeitsraum (2) angesogen wird. Die in den Arbeitsraum (2) einströmende Spülflüssigkeit hat wegen der großen Querschnitte der Luftwege eine so große Turbulenz, daß der Arbeitsraum (2) ständig mitgespült wird. Mit steigendem Flüssigkeitsspiegel im Arbeitsraum (2) wird der Schwimmer (8) angehoben, bis der Dichtköiper (10) gegen die Öffnung (4) der Membrane (3) anliegt und damit die Luftströmung zur Unterdruckleitung (21) unterbricht. Durch weiterhin in den Arbeitsraum (2) einströ-mende Spülflüssigkeit wird der Unterdrück im Aibeitsraum (2) reduziert und die Membrane (3) durch die Druckdifferenz zwischen Arbeitsraum (2) und Unterdruckkammer (5) von der Lufteinströmöffnung (7) abgehoben, und im Arbeitsraum (2) stellt sich jetzt atmosphärischer Druck ein, und die Spülflüssigkeit fließt nun unter dem Einfluß der Schwerkraft aus dem Arbeitsraum (2) über die Melkzeuge und über das jetzt geöffnete Rückschlagventil (16) in die Spülwanne zurück. Die Membrane (3) wird durch die zunehmende Druckdifferenz noch weiter angehoben, und der an ihr haftende Dichtkörper (10) wird gegen den Druckstift (11) gedrückt, der durch die Membrane (12), die auf ihrer Oberseite mit atmosphärischem Druck und auf ihrer Unterseite mit Unterdrück beaufschlagt wird, gegen den Dichtkörper (10) gepreßt wird. Sobald der Flüssigkeitsspiegel im Arbeitsraum (2) soweit abgesunken ist, daß die Gewichtskraft des Schwimmers (8) zusammen mit der durch den Druckstift (11) auf den Dichtkörper (10) ausgeübten Kraft größer ist als die Haftkraft des Dichtkörpers (10) an der Membrane (3) , löst sich der Dichtkörper von der Membrane (3), und es entsteht durch die Öffnung (4) ein Druckausgleich zwischen Arbeitsraum (2) und der Unterdruckkammer (5), und die Membrane (3) wird dann wieder durch die Feder (6) auf die Lufteinströmöffnung (7) gedrückt und verschließt diese, womit ein erneuter Unterdruckaufbau im Arbeitsraum (2) erfolgt und der Reinigungszyklus von vom beginnt.
Entsprechend Fig. 2 kann der Druckstift (11) auch mittels vorgespannter Feder (22) belastet sein. Die Vorspannkraft kann durch die Einstellschraube (23) verändert werden und damit der optimale Ablösepunkt des Dichfkörpers (10) von der Membran (3) eingestellt werden.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei der der Arbeitsraum (2) in eine Schwimmerkammer (24) und eine Zwischenkammer (25) unterteilt ist, die über einen Kanal (26) miteinander verbunden sind. Das Schaltgestänge (9) des in der Schwimmerkammer (24) befindlichen Schwimmers (8) erstreckt sich bis in die Zwischenkammer (25) und ist in dieser Kammer mit einem Flüssigkeitsabweiser (27) versehen. Innerhalb der Schwimmerkammer (24) ist das Schaltgestänge (9) von einer axial beweglichen Hülse (28) mit einem Flansch (29) umgeben. Beim Unterdruckaufbau wird die Hülse (28) durch die große Luftgeschwindigkeit im Kanal (26) angehoben und verschließt diesen, so daß die Luft jetzt nur noch durch die Hülse (28) strömt. Mitgerissene Flüssigkeitsteilchen werden vom Flüssigkeitsabweiser (27) abgeschieden und sammeln sich oberhalb von Flansch (29). Bei Belüf- -3-
Claims (7)
- AT 393 587 B tung der Zwischenkammer (25) über Lufteinströmöffnung (7) bewegt sich die Hülse (28) wieder abwärts, und die sich im Kanal (26) angesammelte Flüssigkeit fließt in die Schwimmerkammer (24). PATENTANSPRÜCHE 1. Spülgerät für Eimermelkanlagen mit einem Arbeitsraum und einer während des Spülvorganges dauernd mit einer Unterdruckleitung in Verbindung stehenden Unterdruckkammer, die durch ein mit einer Öffnung versehenes Bauteil vom Arbeitsraum getrennt ist, wobei Spülflüssigkeit aus einer Spülwanne durch an das Spülgerät angeschlossene Melkzeuge in das oberhalb der Spülwanne angebrachte, unter Unterdrück stehende Spülgerät eingesaugt wird, in dem sich ein Schwimmer mit einem Schaltgestänge befindet, das an seinem oberen Ende mit einem Dichtkörper versehen ist, wobei nach teilweiser Auffüllung des Spülgerätes und dabei aufsteigendem Schwimmer eine Lufteinströmöffnung geöffnet wird, wodurch die in das Spülgerät eingesaugte Spülflüssigkeit unter dem Einfluß der Schwerkraft wieder in den Behälter zurückfließt, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtkörper (10) beim Aufsteigen des Schwimmers (8) die Öffnung (4) verschließt und daß das die Öffnung (4) enthaltende Bauteil als Membrane (3) ausgebildet ist, die durch eine in der Unterdruckkammer (5) angeordnete Feder (6) in eine Position gedrückt wird, in der sie die in den Arbeitsraum (2) führende Lufteinströmöffnung (7) verschließt.
- 2. Spülgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Unterdruckkammer (5) ein Druckstift (11) vorgesehen ist, der den Hubweg des Dichtkörpers (10) begrenzt.
- 3. Spülgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstift (11) druckbelastet ist
- 4. Spülgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbelastung des Druckstiftes (11) durch eine Membrane (12) erfolgt, die durch eine Öffnung (13) mit der Unterdruckkammer (5) und durch eine Öffnung (14) mit der Atmosphäre verbunden ist.
- 5. Spülgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbelastung des Druckstiftes (11) durch eine Feder (22) erfolgt deren Vorspannkraft durch eine Einstellschraube (23) verändert werden kann.
- 6. Spülgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Ablauf (15) des Arbeitsraumes (2) ein Rückschlagventil (16) vorgesehen ist.
- 7. Spülgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsraum (2) in eine Schwimmerkammer (24) und eine Zwischenkammer (25) unterteilt ist, die über einen Kanal (26) miteinander verbunden sind, wobei das Schaltgestänge (9) sich vom in der Schwimmerkammer (24) befindlichen Schwimmer (8) bis in die Zwischenkammer (25) erstreckt und in dieser Kammer mit einem Flüssigkeitsabweiser (27) versehen ist und das Schaltgestänge (9) innerhalb der Schwimmerkammer (24) von einer axial beweglichen Hülse (28) mit einem Flansch (29) umgeben ist, der in der oberen Position der Hülse (28) den Kanal (26) verschließt. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -4-
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