AT392313B - Dach aus selbsttragenden, grossflaechigen dachelementen - Google Patents
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Description
AT 392 313 B
Die Erfindung bezieht sich auf ein Dach aus selbsttragenden, großflächigen Dachelementen, bei welchem die aneinanderliegenden Haupüräger benachbarter Dachelemente miteinander kraftschlüssig verbunden sind.
Bisher werden großflächige Dächer in da Regel dadurch erstellt, daß zuerst ein Dachstuhl aufgerichtet wird, welcher dann mit entsprechenden Verkleidungsteilen bzw. Elementen versehen wird. Bei Hallen wird vielfach so vorgegangen, daß auf umlaufende Auflagen Tragbalken, welche die Öffnung überspannen, aufgelegt werden, welche dann durch Querträger in ihrer Lage gesichert sind, wobei auf diese Querträger dann die entsprechende Dachhaut aufgebracht wird. Derartige Ausführungsformen haben den Nachteil, daß sie einerseits sehr viel Zeit an der Baustelle direkt benötigen, wobei sie zudem sehr arbeitsintensiv sind.
Bei einer bekannten Ausbildung der eingangs genannten Art handelt es sich um Modulelemente für Giebeldächer, welche ein erleichtertes Aufbauen von Giebeldächern ermöglichen sollen. Dazu weisen die Module jeweils drei Sparren auf, von denen der mittlere doppelt so stark ist wie die Randsparren. Diese drei Sparren sind dann durch Sparholzplatten, Faserplatten od. dgl. miteinander fest verbunden. Diese Modulelemente weisen im Giebelbereich und auch im Zangenbereich Scharniere auf, welche ein Zusammenklappen der Modulelemente ermöglichen, um dadurch bei Ausbildung größerer Spannweiten einen Transport auf normalen Straßen zu ermöglichen. Durch diese bekannte Ausbildung ist es zwar möglich, Dächer aus Modulelementen zusammenzusetzen, jedoch hat die bekannte Ausbildung den Nachteil, daß aufgrund da Zusammenklappbarkeit der Module da Innenausbau der Module nicht möglich ist, da da Platz für die eingefaltete Zange od. dgl. benötigt wird. Außerdem müssen die Verschalungsplatten, also die Sperrholz- oder Faserplatten, die gesamte Querlast da Modulelemente aufnehmen können, da die einzelnen Sparren untereinander nur durch diese Außenveddeidungsplatte verbunden sind.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Dach aus selbsttragenden, großflächigen Elementen auszubilden, bei welchem die Dachelemente eine hohe innoe Festigkeit aufweisen, so daß bei Manipulation da Dachelemente während des Aufbaues keine die Dachelemente in irgendeiner Weise schwächende oder beschädigende Kräfte auftreten können.
Erfmdungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Hauptträger durch quer bzw. schräg zu ihnen verlaufende Sekundärträga und gegebenenfalls parallel zu letzteren liegende Querbinder miteinanda verbunden sind, wobei an den Hauptträgem der gesamte Dachaufbau mit Außenhaut, Innenverkleidung sowie gegebenenfalls Wärmedämmung und Dampfsperre angebracht ist Damit waden Dachelemente erreicht durch welche nach Aufsetzen derselben auf die Auflager bereits ein fertiges Dach vorliegt, wobei auch große Spannweiten überdachbar sind, da die Dachelemente aufgrund der Sekundärträga bzw. der gegebenenfalls vorgesehenen Querbinder eine so hohe innere Festigkeit aufweisen, daß bei da Manipulation der Dachelemente keinalei Beschädigungen auftreten können. Außerdem kann der gesamte Dachaufbau als einheitliches Stück an der Baustelle auf das Bauwerk aufgelegt werden, wodurch ein weitgehoides Vorfertigen da Dachelemente innerhalb des Herstellungsbetriebes ermöglicht ist sodaß nur mehr geringe Zeit in bezug auf die eigentliche, auf der Baustelle durchzuführende Arbeit aufzuwenden ist Dadurch kann das Dach auch bei unbeständigen Witterungen aufgestellt waden, wobei erreicht wird, daß unmittelbar nach Auflegen der Dachelemente ein völlig dichtes Dach vorliegt
Vorteilhafterweise können die Hauptträger und gegebenenfalls auch die Sekundärträger aus Holz, insbesondere Brettschichtholz, oder Stahlleichtbauprofilen gefertigt sein. Dadurch wird eine gewichtsmäßig leicht zu handhabende Konstruktion geschaffen, mit welcha auch größere Spannweiten ohne Schwioigkeiten übowunden werden können. Dabei können an den dem Auflaga zugewandten Enden da Hauptträger Stützträger vorgesehen sein, die von den Hauptträgem in Richtung zu dem Auflager hin wegragen. Dadurch sind Ausbildungen ermöglicht, bei welchen das eigentliche Dachelement vom Auflaga abgehoben montiert werden kann, wodurch eine entsprechende Erhöhung da inneren lichten Höhe des Bauwakes erzielt wird. Für eine besonders leichte Aufsteilbarkeit können die Stützträger gegenüber den Hauptträgem verschwenkbar und in der gewünschten Stellung festlegbar verbunden sein.
Bei einem mit einem erfindungsgemäßen Dachelement erstellten Dach können die aneinanderliegenden Hauptträger benachbarter Dachelemente miteinanda kraftschlüssig verbunden sein, wodurch erzielt wird, daß die einzelnen Hauptträger schwächer dimensioniert sein können, da sich die beiden miteinander verbundenen Hauptträger hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit weitestgehend addieren. Damit ein erfindungsgemäßes Dach höhere Lasten, wie Schneelasten u. dgl., aufnehmen kann, können zueinander einen Winkel einschließende, mit ihren Innenseiten einander zugekehrte, insbesondere einander gegenübaliegende Dachelemente durch ein Zugband miteinander vabunden sein. Dies trifft einerseits für sogenannte Kehlbaikendächa oder normale Giebeldächa zu, wie auch hinsichtlich Fachwerksaufbauten und eventuell Dachfenstalatemen.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt schaubildlich ein Dachfertigelement während der Montage. Fig. 2 ist eine Unteransicht des Dachelements gemäß Fig. 1. Fig. 3 ist ein Querschnitt durch dasselbe. Fig. 4 gibt schaubildlich teilweise aufgeschnitten eine andae Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Dachelementes wieder. Fig. 5 ist ein Querschnitt durch des Dachelement mit angeschlossenen Nachbardachelementen. Die Figuren 6 bis 15 geben verschiedene Ausführungsfamen da Dachelemente schematisch wieder.
Das erfindungsgemäße Dachelement besteht aus Hauptträgon (1), (2), welche entlang da von den Auflagern wegführenden Kanten (3), (4) verlaufen. Diese Hauptträger (1), (2) sind durch qua bzw. schräg zu ihnen -2-
Claims (4)
- AT 392 313 B verlaufende Sekundärträger und gegebenenfalls parallel zu diesen Sekundärträgem verlaufende Querbinder (6) miteinander verbunden. An den Hauptträgem (1), (2) ist noch die Außenhaut (7) sowie die Innenverkleidung (8) und gegebenenfalls eine Wärmedämmung (9) vorgesehen. Zwischen der Wärmedämmung und der Außenhaut des Daches ist eine Dampfsperre (10) angeordnet. Die Hauptträger (1), (2) sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus Holz gefertigt, wobei sich insbesondere Brettschichtholz besonders eignet. Dies deshalb, weil dem Brettschichtholz die entsprechenden Eigenschaften, die für die Hauptträger notwendig sind, durch entsprechende Holz·, Schicht- und Klebstoffwahl zugeordnet werden können. Anstelle von Holz könnten natürlich auch Stahlleichtbauprofile od. dgl. verwendet worden. Wie aus Fig. 5 ersichtlich, werden die Dachelemente Mann an Mann verlegt, wobei die Hauptträger (1), (2) vollflächig in Anlage mit den Hauptträgem (1'), (2') benachbarter Elemente in Anlage kommen. Diese Hauptträger (1), (2') bzw. (2), (Γ) werden dann miteinander kraftschlüssig verbunden, wodurch die aneinanderliegenden Hauptträger als einheitliche Träger fungieren. Die Unterseite der Hauptträger kann dann mit Verkleidungen (11) od. dg), abgedeckt sein. Die an der Oberseite befindliche Außenhaut (7) der entsprechenden Dachfertigelemente wird dann so ausgebildet, daß sie entweder teilweise überlappend auf das Nachbarelement übeigreifen kann, oder daß die aneinanderstoßenden Kanten der Außenhaut gegeneinander abgedichtet werden. Dies kann durch herkömmliche Dichtungsmassen bewerkstelligt sein. Unterhalb der Außenhaut ist eine Dampfdiffusionsschicht (10) vorgesehen, welche als Dampfsperre dient. Ein Dach wird mit derartigen Fertigteilelementen dadurch erstellt, daß auf einen Mauerkranz die Fertigteilelemente mittels eines geeigneten Hebezeugs, wie eines Krans od. dgl., aufgelegt werden. Da die Fertigelemente bereits alle erforderlichen Teile des Daches tragen, brauchen diese Fertigelemenle lediglich noch miteinander verbunden zu werden, damit das Dach fertig ist Es ist dadurch möglich, aufgrund der kurzen Arbeitszeit an der Baustelle selbst noch im Spätherbst oder auch in den Wintermonaten Dachaufbauten zu erstellen, die rasch abgedichtet sind. Es fällt damit die große Wetterabhängigkeit bei der Erstellung von Dachaufbauten weg. Die Elemente können dabei die alleintragende Konstruktion bilden, können aber auch Sekundärkonstruktionen darstellen, wobei sie durch zusätzliche Tragorgane unterstützt werden. Die in den Fig. 6 bis 15 wiedergegebenen Ausführungsvarianten betreffen Einfeldträger (Fig. 6), ein Kehlbalkendach (Fig. 7), wobei strichliert ein untenliegendes Zugband als Altemativ-Variante eingezeichnet ist. Fig. 8 gibt einen Gelenksstabzug radial wieder. Weiters kann ein Dreigelenksrahmen (Fig. 9) erstellt werden. Auch ein Radialrahmensystem, wie es in Fig. 10 wiedergegeben ist, ist denkbar. Fig. 11 zeigt einen Zweigelenkbogen, Fig. 12 einen Dreigelenkbogen. Fig. 13 zeigt ein radiales Fachwerk, Fig. 14 gibt ein Konoid wieder. Die Fig. 15 zeigt einen zweiteiligen Radial-Rahmen. Die Ausführungsvarianten gemäß Fig. 7 und 13 werden durch Zugbänder (12) zusammengehalten, und zwar dahingehend, daß gewisse Pultdachausbildungen bzw. Fachwerksausbildungen erzielt sind. Die Dächer können dabei zusätzliche Stützträger (13) (Fig. 6, Fig. 9, Fig. 15) aufweisen, womit Mehrgelenksausbildungen erzielt sind. Diese Stützträger dienen auch dazu, daß höhere Dachböden erzielt werden. Auch ist durch diese Art von Stützträgem aufgrund des Mehrgelenksystems ein leichteres Aufstellen der einzelnen Dachelemente möglich. Die Auflager, auf welchen das Dach aufgelegt wird, sind in Fig. 6 mit (14) bezeichnet. Wie die wiedergegebenen Ausführungsbeispiele zeigen, ist ein erfindungsgemäß ausgebildetes Dachelement für eine Vielzahl von Dachsystemen anwendbar, wobei bei allen der Vorteil auftritt, daß das gesamte Dach bereits in fertigen Bauelementen zur Baustelle transportiert wird, wodurch auf der Baustelle der erforderliche Zeitaufwand und die daraus resultierenden Kosten wie Kranstunden, Gerüstung, höhere Gefährdung der Arbeitnehmer usw. eingespart werden können. Auch die Form der einzelnen Dachelemente kann beliebig gewählt werden bzw. den jeweiligen Erfordernissen leicht angepaßt werden. Das Wesentliche ist, daß der gesamte vorgesehene Dachaufbau in ein Element integriert ist, welches bereits als solches dicht zur Baustelle gebracht wird und dann aneinander anstoßende Dachelemente miteinander zu einem dichten Dach verbunden werden. PATENTANSPRÜCHE 1. Dach aus selbsttragenden, großflächigen Dachelementen, bei welchem die aneinanderliegenden Hauptträger benachbarter Dachelemente miteinander kraftschlüssig verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptträger (1,2) durch quer bzw. schräg zu ihnen verlaufende Sekundärträger (5), und gegebenenfalls parallel -3- AT 392 313 B zu letzteren liegende Querbinder (6), miteinander verbunden sind, wobei an den Hauptträgem (1,2) der gesamte Dachaufbau mit Außenhaut (7), Innenverkleidung (8), sowie gegebenenfalls Wärmedämmung (9) und Dampfsperre (10), angebracht ist
- 2. Dach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptträg« (1,2) und gegebenenfalls auch die Sekundärträger (5) aus Holz, insbesondere Biettschichfholz, oder Stahlleichtbauprofil«! gefertigt sind.
- 3. Dach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den dem Auflager (14) zugewandten Enden der Hauptträger (1,2) Stützträg« (13) vorgesehen sind, die von den Hauptträgem (1,2) in Richtung zu 10 dem Auflag« (14) hin wegragen.
- 4. Dach nach Ansprach 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützträg« (13) gegenüber den Hauptträgem (1,2) verschwenkbar und in der gewünschten Stellung festlegbar verbunden sind. 15 Hiezu 3 Blatt Zeichnungen Λ>· -4-
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| EP90890166A EP0461335A1 (de) | 1988-10-07 | 1990-05-29 | Dach aus selbsttragenden, grossflächigen Dachelementen |
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