Nr. 390 383 Die Erfindung bezieht sich auf eine Skibindung gemäß Anspruch 3 des Stammpatentes Nr. 387 912. Diese Skibindung hat sich in der Praxis zwar bewährt, bei längerem Gebrauch traten jedoch bei rauher Behandlung an der Sohlenverlängerung des Skischuhs Verschließerscheinungen auf, die ein Lockerwerden der Sohlenverlängerung im Haltebügel zur Folge hatten. Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Skibindung zu schaffen, bei der ein derartiges Lockerwerden verhindert wird. Ausgehend von einer Skibindung gemäß Anspruch 3 des Stammpatentes Nr. 387 912 wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruches 1 gelöst. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist bei eingesetztem Skischuh eine Relativbewegung zwischen dem Haltebügel und der Sohlenverlängerung auch dann ausgeschlossen, wenn zwischen den keilförmig verlaufenden seitlichen Begrenzungsflächen der Sohlenverlängerung und den zugehörigen Flächen des Haltebügels Spiel vorhanden sein sollte, bzw. wenn die Aufnahmebohrungen für die Vemegelungszapfen in der Sohlenverlängerung ausgeleiert sein sollten. In der AT-PS 364 632 sind verschiedene Langlaufbindungen beschrieben, bei denen ein kastenförmiger Teil an einem skifesten Lagerbock angelenkt ist. Die Seitenwände dieses Teiles verlaufen über den an das Gelenk anschließenden Abschnitt parallel zueinander und divergieren in den anschließenden Abschnitten, um das Einführen der Sohlenverlängerung zu erleichtern. Bei dieser Bindung ist ein Lockerwerden der Sohlenverlängerung nicht ausgeschlossen, zumal der kastenförmige Teil an seiner Unterseite einen durchgehenden Schlitz aufweist. Eine ähnliche Bindung zeigt die DE-OS 27 07 626. Bei dieser Bindung ist an einem skifesten Lagerbock ein Haltebacken angelenkt, der zwei V-förmig zusammenlaufende Seitenwände und eine Bodenplatte aufweist. Da bei dieser Bindung der Skischuh, dessen Sohle aus Gummi od. dgl. besteht, durch einen Haken festgehalten wird, kann auch bei dieser Ausführung nach längerem Gebrauch ein Lockerwerden der Sohlenverlängerung im Haltebacken auftreten. Durch die Maßnahme des Anspruches 2 wird die Sicherheit der Sohlenverlängerung gegen Verdrehen gegenüber dem Haltebügel erhöht. In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes rein schematisch wiedergegeben. Fig, 1 ist eine Draufsicht auf den Haltebügel, der bei einer erfindungsgemäßen Skibindung Verwendung finden soll, Fig. 2 ein Schnitt nach der Linie (II - II) in Fig. 1 und Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie (ΠΙ - III) in Fig. 1. Der in der Zeichnung dargestellte Haltebügel (5) besitzt einen den Schuh untergreifenden plattenförmigen Steg (5a) und zwei auf diesen senkrechte seitliche Führungen (5b), die miteinander einen spitzen Winkel einschließen und zur Aufnahme einer Sohlenverlängerung eines nicht dargestellten Skischuhs bestimmt sind, deren Seitenwände im gleichen Winkel zueinander liegen. An ihrer Oberseite tragen die beiden seitlichen Führungen (5b) eine zum Steg (5a) parallele Wand (5e), welche mit in Skilängsrichtung verlaufenden Führungsflächen (5f) für den Skischuh versehen ist. Die Führungsflächen (5f) können, wie in der Zeichnung dargestellt, zueinander parallel verlaufen; sie können jedoch auch nach oben zu konvergieren. Außerdem ist der Haltebügel (5) mit einem Querteil (5c) versehen, der eine Rastnut (5d) aufweist. An der Oberseite des Steges (5a) sind zwei in bezug auf die vertikale Längsmittelebene der Skibindung symmetrische Nuten (5i) ausgebildet, welche seitlich von Führungsflächen (5g) und (5h) begrenzt sind. Diese Führungsflächen (5g) und (5h) sind entweder normal auf den Steg (5a) oder sie schließen mit diesem einen spitzen Winkel ein. Die Erfindung ist keineswegs auf das in der Zeichnung dargestellte und im vorstehenden beschriebene Ausführungsbeispiel gebunden. Vielmehr sind verschiedene Abänderungen denkbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise könnte an dem Steg des Haltebügels auch nur eine einzige Nut oder deren mehrere angeordnet sein. Es wäre weiters möglich, bei einer einzigen Ausführungsform sowohl Führungen für die Oberseite der Sohlenverlängerung als auch für deren Unterseite gleichzeitig anzuordnen. PATENTANSPRÜCHE 1. Skibindung für einen Langlauf- oder Tourenski, mit einem Haltebügel od. dgl., welcher sowohl gemeinsam mit einem mindestens einen Verriegelungszapfen tragenden Schwenkteil, als auch zwecks Überganges zwischen Schließ- und Offenstellung relativ zu diesem um eine horizontale Querachse schwenkbar gelagert ist, wobei in der Schließstellung der Bindung der Haltebügel eine vordere Sohlenverlängerung des Schuhs übergreift, und eine lösbare Sperre die Schließstellung fixiert, während mindestens ein Verriegelungszapfen Öffnungen in der -2- Nr. 390 383 Sohlenverlängerung von unten her durchsetzt, wogegen in der Offenstellung die Verriegelungszapfen aus dem Inneren des Haltebügels entfernt sind, wobei der Schwenkteil um eine skifeste Querachse hochschwenkbar ist, die in seinem vorderen Bereich angeordnet ist, wobei ferner die Querachse für die Verschwenkung des Haltebügels relativ zum Schwenkteil im vorderen Bereich des Haltebügels angeordnet ist, wobei der Boden des Haltebügels eine Ausnehmung aufweist, in welche der dem Verriegelungszapfen benachbarte, plattenförmige Bereich des Schwenkteiles paßt und wobei schließlich eine Feder Haltebügel und Schwenkteil im Sinne eines Auseinanderspreizens belastet, nach Patent Nr. 387 912, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltebügel (5) einen den Schuh untergreifenden plattenförmigen Steg (5a) aufweist, daß der Steg und bzw. oder die an den Bügelschenkeln angeordneten, den vorderen Sohlenfortsatz des Schuhs übergreifenden Teile (5e) parallel zur Schuhlängsrichtung und nach oben zu konvergierende bzw. ebenfalls parallel zueinander verlaufende Führungsflächen (5f, 5g, 5h) aufweisen, denen korrespondierende Führungsflächen des Sohlenfortsatzes zugeordnet sind, und daß die Bügelschenkel je eine weitere seitliche Führung (5b) aufweisen, welche mit der Längsmittelebene des Haltebügels (5) einen spitzen Winkel einschließt.