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Die Erfindung bezieht sich auf eine Weiterentwicklung der Skibindung gemäss dem Stammpatent 387912.
Bei dieser Skibindung sind die Verriegelungszapfen als Zylinder ausgebildet, die im oberen Drittel konisch verjüngt sind. Dadurch wird aber der Einzieheffekt, den die Verriegelungszapfen auf die Sohlenverlängerung des Skischuhs ausüben sollen, auf das obere Drittel der Zapfen beschränkt, was vielfach als unzureichend angesehen wird.
Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, die Verriegelungszapfen über ihre ganze Länge mit einer gegenüber dem Hebelarm des Schwenkteiles schräg verlaufenden Vorderseite auszustatten (s. EP-A2-183 000). Bei dieser Ausführung wird zwar die Dauer des Einzieheffektes erheblich verlängert, doch hat diese Konstruktion den Nachteil, dass auch in der festgespannten Lage der Sohlenverlängerung des Skischuhs keine definierte Lage des Skischuhs gegeben ist, da eine Kraftkomponente vorhanden ist, welche im Sinne eines Abziehens der Sohlenverlängerung von den Verriegelungszapfen wirksam ist.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, diesen Nachteil zu beseitigen und eine Skibindung mit Verriegelungszapfen zu schaffen, die einerseits beim Einstieg den Skischuh in die Bindung über einen längeren Abschnitt einziehen und anderseits die Sohlenverlängerung in der eingespannten Lage des Schuhs zuverlässig festhalten kann.
Ausgehend von einer Skibindung gemass dem Stammpatent wird diese Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles des Anspruches 1 gelöst. Dadurch wird einerseits eine Vereinfachung des Einsteigvorganges des Skischuhs und anderseits eine Verbesserung der Halterung des Skischuhs herbeigeführt.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 3 und 4 der FR-PS 2 527 081 ist zwar ein nach oben ragender Ansatz vorhanden, doch ist dieser nicht am Schwenkteil, sondern an einer Grundplatte aus elastischem Material angeordnet. Der Ansatz, der plattenförmig ausgebildet ist, ist zum Eingriff in einen etwa rechteckigen Bügel bestimmt, der in einem Fortsatz des Skischuhs verankert ist.
Bei der Langlaufbindung gemäss der DE-OS 27 07 626 ist beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 7 und 8 zwar ein keilförmiges Element an einem Regelglied vorgesehen, das in eine entsprechend keilförmige Nut in der Sohlenverlängerung eingreift, doch erfolgt hier der Eingriff von oben und nicht wie beim Erfindungsgegenstand von unten. Ausserdem ist die Ausbildung des keilförmigen Elementes anders als die der erfindungsgemässen Skibindung.
In der Praxis hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn auch die Merkmale des Anspruches 2 bei den Verriegelungszapfen verwirklicht sind.
Durch die Massnahme des Anspruches 3 wird sowohl der Einsteigvorgang als auch der Aussteigvorgang begünstigt.
Schliesslich bringt die Massnahme des Anspruches 4 den Effekt mit sich, dass die Strecke der Vorderseite der Verriegelungszapfen, längs der ein Einziehen der Sohlenverlängerung stattfindet, zusätzlich verlängert wird.
Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand der Zeichnung näher erläutert. Fig. 1 ist ein Längsmittelschnitt durch die Bindung, Fig. 2 ein Detail derselben in abgeänderter Form in Seitenansicht, u. zw. in grösserem Massstab und Fig. 3 eine Abwandlung der Ausführung gemäss Fig. 2 in Seitenansicht und ebenfalls in grösserem Massstab.
In der Fig. 1 ist mit (1) die Skibindung in ihrer Gesamtheit bezeichnet. Sie besitzt eine Grundplatte (2), welche im Bereich ihrer beiden Längsseiten hochgezogene Ränder (2a) aufweist. In diesen Rändern (2a) ist eine Querachse (3) abgestützt, auf der sowohl ein Schwenkteil (4) als auch ein Haltebügel (5) gelagert ist. Der Haltebügel (5) besitzt eine Platte (5a) und zwei seitliche Führungen (5b) für eine Sohlenverlängerung des Skischuhs. Ausserdem ist der Haltebügel (5) mit einem Steg (5c) versehen, der eine Rastnut (5d) aufweist.
Weiters befindet sich auf der Querachse (3) eine Schenkelfeder (6), welche bestrebt ist, den Haltebügel (5) entgegen dem Uhrzeigersinn nach oben zu verschwenken.
Der Schwenkteil (4) ist etwa als Winkelhebel ausgebildet. Er trägt an seinem zum Skiende hin gerichteten Hebelarm (4a) zwei nach oben gerichtete Verriegelungszapfen (7), die zum Eingriff in entsprechende Löcher der Sohlenverlängerung des Skischuhs bestimmt sind. Jeder Verriegelungszapfen (7) besitzt eine Basis (7a), die vom Hebelarm (4a) des Schwenkteiles normal nach oben ragt, und einen an das obere Ende der Basis angesetzten, schräg verlaufenden, oberen Abschnitt (7b), der gegenüber der Basis zum Skiende hin geneigt ist und mit dem Arm (4a) des Schwenkteiles (4) einen Winkel (8) von 50 - 800 einschliesst. Diese Höhe der Basis (7a) zur Länge des oberen Abschnittes (7b) liegt im Verhältnis 1 : 3 bis 1 : 6, im vorliegenden Ausführungsbeispiel l : 4.
Die Endfläche des oberen Abschnittes (7b) verläuft zumindest angenähert parallel zum Hebelarm (4a) des Schwenkteiles (4).
Im anderen Hebelarm (4b) ist eine Achse (8) befestigt, auf der eine Klinke (9) schwenkbar gelagert ist.
Auch die Klinke (9) ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet, wobei der eine Hebelarm (9a) eine Rastnase trägt, wogegen der andere Hebelarm (9b) eine Auswölbung (10) zum Eingriff der Spitze eines Skistockes aufweist
An einem Widerlager (2b) der Grundplatte (2) ist eine Schraubendruckfeder (11) abgestützt, deren oberes Ende an einem Ansatz (4c) des Schwenkteiles (4) anliegt Mit diesem Ansatz (4c) steht weiters das untere Ende einer zweiten Druckfeder (12) in Berührung, welche dazu dient, die Klinke (9) in ihre Sperrlage zu drücken.
Bevor der Skiläufer mit seinem Schuh in die Skibindung (1) einsteigt, nimmt diese die in Fig. 1 dargestellte Lage ein, in der der Haltebügel (5) mit der Grundplatte (2) einen Winkel zwischen 30 und 45 einschliesst, welcher das Einsteigen erleichtern und die Gefahr eines Davongleitens des Ski beim Einstieg verhindern soll ; der
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Skischuh wird daher längs der Platte (5a) gegen den Steg (5c) hin verschoben, bis die Löcher der Sohlenverlängerung des Skischuhs über den Verriegelungszapfen (7) zu liegen kommen. Danach wird der Skischuh niedergedrückt. Dies hat aber zur Folge, dass der Haltebügel (5) gegen die Kraft der Schenkelfeder (6) um die Querachse (3) verschwenkt wird.
Bei dieser Verschwenkung des Haltebügels (5) gleitet der Hebelarm (9a) der Klinke (9) über den Steg (5c) des Haltebügels (5), bis die Nase des Hebelarmes (9a) in der Rastnut (5d) zu liegen kommt.
Während eines Langlaufschrittes wird der Schwenkteil (4), der nun über die Klinke (9) mit dem Haltebügel (5) fest verbunden ist, gegen die Kraft der Druckfeder (11) entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Die Druckfeder (11) wird dabei etwas zusammengedrückt. Unter dem Einfluss der Druckfeder (11) wird die Einheit von Schwenkteil (4) und Haltebügel (5) am Ende eines Langlaufschrittes wieder im Uhrzeigersinn zurückgeschwenkt.
Soll die Skibindung (1) vom Skischuh gelöst werden, so wird die Spitze eines Skistockes in die Auswölbung (10) eingesetzt und die Klinke (9) entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Dies hat aber zur Folge, dass die Rastnase am Hebelarm (9a) der Klinke (9) die Rastnut (5d) im Haltebügel verlässt, wodurch die Verbindung von Schwenkteil (4) und Haltebügel gelöst wird. Der Haltebügel (5) kann sich daher unter dem Einfluss der Schenkelfeder (6) in die in Fig. 1 dargestellte Lage bewegen, in der die Verriegelungszapfen (7) die Löcher der Sohlenverlängerung des Skischuhs bereits verlassen haben. Der Skischuh kann nun aus der Skibindung (1) herausgezogen werden.
Um den Einsteigvorgang zu verbessern, ist nach Fig. 2 die der Skispitze zugewandte Fläche der Basis (7'a) gegenüber dem Hebelarm (4'a) des Schwenkteiles (4') unter einem Winkel von 800 geneigt. Dieser Winkel kann 80 - 900 betragen. Weiters ist der Übergang der der Skispitze zugewandten Fläche von der Basis (7'a) zu der des oberen Abschnittes (7'b) gerundet. Dadurch wird insbesondere das Aussteigen mit dem Schuh aus der Bindung erleichtert.
Der in Fig. 3 dargestellte Verriegelungszapfen (7") ist dem zuletzt beschriebenen ähnlich. Auch er besitzt eine Basis (7"a) und einen an dessen oberem Ende angesetzten oberen Abschnitt (7"b). Dabei ist der obere Abschnitt (7"b) an seiner der Skispitze zugewandten Fläche im Bereich seines Endes konvex gekrümmt.
Dadurch wird der Einstieg mit dem Skischuh erleichtert.
Die Erfindung ist keineswegs an die in der Zeichnung dargestellten und im vorstehenden beschnebcncn Ausführungsbeispiele gebunden. Vielmehr sind verschiedene Abänderungen derselben möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise müssen die Verriegelungszapfen nicht unbedingt recht c Querschnitte aufweisen, wie dies in der Zeichnung dargestellt ist ; sie können vielmehr auch mit Kreisquerschnitten oder elliptischen Querschnitten ausgebildet sein.