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Die Erfindung bezieht sich auf eine Lamelle für eine Jalousie, insbesondere Aussenjalousie, mit einem Grundkörper aus Leichtmetallblech, insbesondere beidseitig einbrennlackiertem Aluminium- blech, der an zumindest einem seiner Stirnränder einen Vorsprung, insbesondere einen Zapfen, mit einem verbreiterten Kopf zur Führung der Lamelle in einer seitlichen Führungsschiene der
Jalousie trägt und an seinen beiden Längsrändern mit in einer gemeinsamen Ebene liegenden
Umbiegungen und daran anschliessenden Profilierungen, insbesondere schräg abfallenden Ab- kantungen versehen ist, wobei der Kopf an seiner Deckfläche oder an seiner Bodenfläche mit einer
Ausnehmung und an der jeweils anderen, dieser Fläche gegenüberliegenden Fläche mit einer in diese Ausnehmung passenden Nase versehen ist, die mit der Ausnehmung in einer gemeinsamen
Ebene liegt.
Die meisten bekannten Lamellenjalousien lassen sich bei ihrer Stapelung zu einem Stapel besonders geringer Höhe zusammenlegen, so dass der Lichtdurchfall durch die Gebäudeöffnung bei geöffneter Jalousie möglichst wenig behindert wird. Die an den Stirnrändern der Lamellen an- geordneten Vorsprünge gleiten bei der Öffnungs-bzw. Schliessbewegung der Jalousie in den
Führungsschienen. Insbesondere in der Geschlossenstellung der Jalousie halten diese Vorsprünge die Lamellen relativ zueinander ausgerichtet, was insbesondere bei Aussenjalousien, die dem Wind- anfall ausgesetzt sind, von Wichtigkeit ist, da auf diese Weise Durchwölbungen der Jalousie vermieden werden. Ein Nachteil der meisten bekannten Konstruktionen besteht jedoch darin, dass sich die Lamellen normal zur Ebene der Gebäudeöffnung gegeneinander verschieben können.
Beim
Zusammenlegen der Lamellen zu einem Stapel im Öffnungszustand der Jalousie tritt daher einerseits ein häufig starkes Geräusch auf, welches als störend empfunden wird, anderseits reiben benachbarte Lamellen aneinander, was zu Schäden im Oberflächenfinish der Lamellen führen kann, insbesondere bei einbrennlackiertem Blech des Lamellengrundkörpers. Diese Nachteile können bei Aussenjalousien durch Windanfall auch dann auftreten, wenn die Lamellen bereits zu einem Stapel zusammengelegt sind.
Zur Vermeidung des zuletzt genannten Nachteiles ist bei einer Lamellenjalousie der eingangs beschriebenen Art (AT-PS Nr. 314173) die Nase am Kopf vorgesehen, welche mit der Ausnehmung am Kopf der jeweils benachbarten Jalousie zusammenwirkt. Die bekannte Konstruktion hat jedoch den Nachteil, dass schon eine geringfügige Schiefstellung oder seitliche Verschiebung einer Lamelle relativ zur benachbarten Lamelle bewirkt, dass die Nase nicht mehr oder nicht mehr völlig in die Ausnehmung einrasten kann. Es kommt dann zu Verkantungen der teilweise in die Ausnehmung eingetretenen Nase, was eine unregelmässige Stapelung der Lamellen zur Folge hat.
Der so gebildete Lamellenstapel wirkt unordentlich und es besteht nach wie vor die Gefahr, dass benachbarte Lamellen im dichten Stapel aneinander reiben, insbesondere bei Aussenjalousien unter dem Einfluss des Winddruckes.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, diese Nachteile zu vermeiden und eine Lamelle der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass das erwähnte Scheuern benachbarter Lamellen aneinander sicher vermieden wird. Die Erfindung löst diese Aufgabe, ausgehend von der eingangs geschilderten bekannten Konstruktion, dadurch, dass der Querschnitt der Nase sich zu ihrem freien Ende hin trapezförmig verjüngt und seitlich der Nase zwei weitere Ausnehmungen liegen, in die weitere, kleinere Nasen der benachbarten Lamelle eingreifen. Dies ergibt eine gegenüber der bekannten Konstruktion wesentlich exaktere seitliche Führung der Lamellen beim Übergang zum Stapel, da die trapezförmige Nase leichter in die sie aufnehmende Ausnehmung völlig einrasten kann, als die rechteckige Nase bei der bekannten Konstruktion.
Ferner bringen beim Erfindungsgegenstand die beidseitig der Nase liegenden kleineren Nasen einerseits eine bessere Sicherheit gegen seitliche Verschiebung infolge des durch die Nasen gebildeten verzahnungsartigen Eingriffes, anderseits verhindern sie eine Verkantung der grossen Nase in ihrer Ausnehmung. Es ist daher praktisch nicht möglich, dass sich die grosse Nase in der sie aufnehmenden Ausnehmung verlagert, sobald sie einmal in diese Ausnehmung eingerastet ist. Es ergibt sich daher eine erhöhte Sicherheit gegen Relativverschiebungen der Lamellen. Dadurch wird die Stapelbarkeit verbessert und eine exakte Arbeitsweise in allen Betriebszuständen sichergestellt.
Auch das Geräusch, welches bei bekannten Konstruktionen dadurch auftritt, dass sich benachbarte Lamellen beim Zusammenlegen zum Stapel relativ zueinander verschieben, wird verringert.
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Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung liegen alle Ausnehmungen und Nasen in derselben, zur Lamellenebene normalen Ebene. Dies erleichert die Fertigung des die Nasen und Ausnehmungen tragenden Kopfes, so dass dieser in einem einzigen Stauch- oder Prägevorgang hergestellt werden kann.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt mehrere zu einem Stapel aufeinander gelegte Lamellen. Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Stirnrand einer Lamelle samt der zu'ihrer Führung dienenden Bauteile. Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2. Fig. 4 zeigt zwei ineinandergreifende Vorsprünge in Blickrichtung des Pfeiles IV der Fig. 3. Fig. 5 zeigt eine Ausführungsvariante zu Fig. 3.
In Fig. 1 sind mehrere zu einem Stapel zusammengelegte Lamellen --1--, in Längsrichtung der Lamellen gesehen, dargestellt. Jede Lamelle hat einen Grundkörper --2-- aus beidseitig einbrennlackiertem Aluminiumblech, der an seinen beiden Längsrändern Profilierungen --3-- trägt, deren jede von einer schräg abfallenden Abkantung --4-- und einer daran anschliessenden Um- biegung --5--, z. B einer Umbördelung, gebildet ist, wobei beide Umbiegungen --5-- in derselben Ebene liegen.
Durch die schrägen Abkantungen --4-- ergibt sich bereits eine gute gegenseitige Führung der Lamellen --1-- beim Zusammenziehen der Jalousie zum dargestellten Paket, was mittels Aufzugseilen --6-- erfolgt, die Löcher --7-- der Lamellen --1-- durchsetzen, an der untersten Lamelle --1-- befestigt sind und mittels einer Winde od. dgl. aufgezogen werden können.
Jede Lamelle --1-- trägt an beiden Stirnrändern --8-- (Fig. 2, 3) je einen mittig angeordneten Vorsprung --9-- in Form eines Zapfens, dessen Schaft --10-- mittels zweier Nieten
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-11-- am Grundkörper --2-- der Lamelle --1-- starrKopfes --12-- der benachbarten Lamelle angeordnete Nase --20-- bei der Zusammenlegung der Lamellen zu einem Stapel (Fig. 1) passend eingreift. Um dies zu erleichtern, ist der Querschnitt jeder Nase --20-- trapezförmig, so dass die Nase --20-- sicher in die Ausnehmung --18-- eingeführt wird. Jede Nase --20-- ist seitlich von zwei weiteren Ausnehmungen --21-- berandet, in die weitere, kleinere Nasen --22-- des Kopfes --12-- der benachbarten Lamelle eingreifen.
Auf diese Weise ergibt sich eine verzahnungsartige Verbindung der Köpfe --12-- zweier benachbarter Lamellen --1--. Wie die Fig. 2 und 3 zeigen, liegen alle Ausnehmungen --18, 21-- und Nasen --20, 22--in einer gemeinsamen Ebene, was sich durch Stanzen oder Pressen des Kopfes --12-leicht erzielen lässt.
Ferner ist jeder Stirnrand --8-- des Grundkörpers --2-- der Lamelle --1-- mit einer ihn verstärkenden Abrundung --23-- versehen, die von einer nach oben umgebördelten Verlängerung - -24-- des Grundkörpers --2-- gebildet ist. Diese Verlängerung --24-- liegt zwischen den beiden Profilierungen --3-- des Grundkörpers --2--, wobei die Abrundung --23-- über den Stirnrand dieser Profilierungen --3-- vorsteht (Fig. 2). Diese Abrundung --23-- bzw. die sie bildende umgebördelte Verlängerung --24-- bildet einerseits ein glattes rundes Stirnende der Lamelle --1--, so dass dieses Stirnende ohne nennenswerte Reibung an der Führungsschiene --14-- bzw. deren Ausbettungen --16-- gleiten kann.
Abnutzungen dieser Bauteile sowie Reibungswiderstände werden daher vermieden. Anderseits bildet die umgebördelte Verlängerung --24-- eine Verstärkung des Stirnendes der Lamelle --1--, so dass Verformungen der Lamelle --1--, z. B. durch den Einfluss von Winddruck, vermieden werden.
Wie Fig. 1 zeigt, ist der Mittelabschnitt --25-- des Grundkörpers --2--, welcher zwischen den beiden Profilierungen --3-- liegt, geringfügig nach oben gewölbt bzw. bombiert ausgebildet.
Die nach oben umgebördelte Verlängerung --24-- liegt an der konvexen Seite dieses gewölbten Mittelabschnittes --24-- an und folgt daher der Wölbung dieses Mittelabschnittes, was den Verformungswiderstand weiter erhöht.
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Bei der Ausführungsvariante nach Fig. 5 ist die Abrundung --23-- nicht von einer Umbördelung einer Verlängerung des Grundkörpers --2-- der Lamelle --1-- gebildet, sondern von einer auf den Stirnrand --8-- der Lamelle --1-- aufgesetzten Kappe --26--, die in analoger Weise angeordnet ist und am Grundkörper --2-- anliegt, wie die Verlängerung --24--. Diese Kappe --26-- kann mit Reibungssitz am Stirnrand --8-- gehalten sein, es ist jedoch zweckmässig, zu ihrer Befestigung die Nieten --11-- heranzuziehen, welche zur Fixierung des Vorsprunges --9-- dienen.
Bei beiden Ausführungsformen hat der runde Querschnitt des Schaftes --10-- des Vorsprunges --9-- eine Abflachung --27--, die an der Unterseite des Grundkörpers --2-- bzw. an an der Unterseite der Kappe --26-- anliegt. Dadurch wird der Sitz des Schaftes --10-- verbessert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lamelle für eine Jalousie, insbesondere Aussenjalousie, mit einem Grundkörper aus Leichtmetallblech, insbesondere beidseitig einbrennlackiertem Aluminiumblech, der an zumindest einem seiner Stirnränder einen Vorsprung, insbesondere einen Zapfen, mit einem verbreiterten Kopf zur Führung der Lamelle in einer seitlichen Führungsschiene der Jalousie trägt und an seinen beiden Längsrändern mit in einer gemeinsamen Ebene liegenden Umbiegungen und daran anschliessenden Profilierungen, insbesondere schräg abfallenden Abkantungen, versehen ist, wobei der Kopf an seiner Deckfläche oder an seiner Bodenfläche mit einer Ausnehmung und an der jeweils andern, dieser Fläche gegenüber liegenden Fläche mit einer in diese Ausnehmung passenden Nase versehen ist, die mit der Ausnehmung in einer gemeinsamen Ebene liegt, dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt der Nase (20) sich zu ihrem freien Ende hin trapezförmig verjüngt, und seitlich der Nase (20) zwei weitere Ausnehmungen (21) liegen, in die weitere, kleinere Nasen (22) der benachbarten Lamelle (1) eingreifen.
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