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Die Erfindung betrifft einen Riemen, bestehend aus wenigstens einem Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff und aus einem Kunststoffträger, wobei die Aussenfläche des Kunststoff- trägers stufenlos in die Aussenfläche des Streifens aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff über- geht und wobei sich der Werkstoff des Kunststoffträgers von der Unterseite her in den Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff hinein erstreckt.
Ein derartiger Riemen ist aus der EP-A2-0 097 638 bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Riemen der eingangs genannten Gattung anzugeben, bei dem durch die Kombination des Werkstoffes Kunststoff des Trägers und Leder oder lederähnlichem Werkstoff des oder der Streifen, die mit dem Kunststoffträger verbunden sind, ver- schiedene Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet sind, wobei aber der Riemen robust und gegen den
Eintritt von Feuchtigkeit in den Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff möglichst gut geschützt bleiben soll, wie dies bei dem aus der EP-A2-0 097 638 bekannten Riemen an sich der
Fall ist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass wenigstens ein Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff vorgesehen ist, der in Riemenlängsrichtung verlaufend auf der Sichtseite oder Unterseite des Riemens angeordnet ist.
Durch die erfindungsgemässe Gestaltung des Riemens ergeben sich ungeachtet der vielfälti- gen Gestaltungsmöglichkeiten zwischen den beiden Werkstoffen (Träger einerseits und Streifen an- derseits) keine Stufen, die Angriffspunkte für eine vorzeitige Beschädigung des Riemens bilden können. Überdies sind die Unterseite des Streifens aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff (Faser- oder Fleischseite bei Leder) durch den Werkstoff des Träger bedeckt, so dass von der Faserseite her keine Feuchtigkeit in den Streifen oder die Streifen eindringen kann.
Schliesslich ist durch den Umstand, dass sich der Werkstoff des Kunststoffträgers von der Unterseite (Faserseite) her in Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff hinein erstreckt, eine besonders sichere, jedoch die Elastizität des Riemens nicht beeinträchtigende Verbindung zwischen dem oder den Streifen und dem Kunststoffträger gewährleistet.
Bevorzugte Gestaltungsmöglichkeiten bestehen darin, dem Streifen, bezogen auf den Kunststoffträger, verschiedene Abmessungen zu geben, oder aber mehrere Streifen auf der Sichtseite oder der Unterseite des Riemens vorzusehen. Beispielsweise können ein, zwei oder mehrere Streifen in Längsrichtung des Riemens an der Sichtseite desselben vorgesehen sein. Auch an der Unterseite des Riemens können ein oder mehrere Streifen vorgesehen sein. Weiters ist es möglich, dass sich der Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff vorzugsweise durchgehend über die gesamte Sichtseite des Kunststoffträgers erstreckt und um die Längsseitenränder des Kunststoffträgers herumgebogen ist.
Dies muss aber nicht so sein, da die Längsseitenränder des Streifens aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff im Rahmen der Erfindung im Abstand von der Unterseite des Kunststoffträgers verlaufen können. Weiters sind Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff denkbar, die eine Breite besitzen, die geringer ist als die Breite des Kunststoffträgers.
Beim erfindungsgemässen Riemen können an der Oberseite, aber auch an der Unterseite des Riemens Erhöhungen vorgesehen sein. Diese Erhöhungen können entweder am Kunststoffträger vorgesehen sein, wobei bevorzugt ist, dass neben dem oder den auf der Sichtseite des Kunststoffträgers angeordneten längslaufenden Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff am Kunststoffträger Erhöhungen, wie Längsrippen, Buckel od. dgl. vorgesehen sind. Es ist aber auch möglich, die Erhöhungen durch den oder die Streifen zu bilden, wobei bevorzugt ist, dass der an der Oberseite des Riemens vorgesehene Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff einen runden, beispielsweise kreisförmigen oder elliptischen Querschnitt aufweist, wobei wenigstens ein Teil des Streifens über den Kunststoffträger vorsteht.
Anderseits kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen seih, dass der oder die Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff einen länglich flachen Querschnitt aufweisen.
Eine besonders gute Verbindung zwischen Streifen und Kunststoffkörper ergibt sich, wenn die Längsseitenflächen des Streifens aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff zur Breitenerstreckung des Streifens einen spitzen Winkel einschliessen und insbesondere zum Inneren des Riemens hin konvergieren.
In einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass sich der Streifen aus Leder
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oder lederähnlichem Werkstoff in das Loch hinein erstreckend angeordnet ist.
Sind im Riemen Löcher, wie beispielsweise Löcher für den Durchtritt von Dornen von
Schliessen od. dgl. vorgesehen, dann kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass im Be- reich des den Riemen durchsetzenden Loches der Werkstoff des Kunststoffträgers bis an die Sicht- seite des Riemens reicht und im Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff eine Öffnung vorgesehen ist, die einen grösseren Durchmesser aufweist als das Loch. Dadurch ergibt sich eine gute Festigkeit des Riemens im Lochbereich.
Bei Riemen mit wenigstens einem Loch kann aber auch vorgesehen sein, dass sich der Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff in das Loch hinein erstreckend angeordnet ist. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass der Werkstoff des Kunststoffträgers im Lochbereich nicht sichtbar ist. Sind sowohl an der Oberseite als auch an der Unterseite des Kunststoffträgers wenigstens je ein Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff vorgesehen, dann kann sich wenigstens einer der Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff, vorzugsweise aber beide Streifen, in das Loch erstrecken.
Bei dieser Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, dass die Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff innerhalb des Loches im Abstand voneinander enden, wobei der zwischen den Enden der Streifen angeordnete Abschnitt des Trägers mit den Aussenflächen der sich in das Loch erstreckenden Bereiche der beiden Streifen bündig ist. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass auch im Bereich des Loches keine Stufen zwischen dem Werkstoff des Kunststoffträgers und jenem des sich in das Loch hinein erstreckenden Streifens oder der Streifen vorliegen. Dies ist besonders im Bereich von Löchern von Bedeutung, da sich sonst das Durchstecken von Dornen von Schliessen schwierig gestaltet und die Gefahr von Beschädigungen besteht.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, wobei auf die Zeichnungen Bezug genommen wird. Es zeigen : die Fig. 1 bis 7 verschiedene Querschnittsformen erfindungsgemässer Riemen, Fig. 8 in Teilansicht einen Lochteil eines Riemens, Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie IX-IX in Fig. 8, die Fig. 10 und 11 in der Fig. 9 analogen Schnitten andere Ausführungsformen, Fig. 12 im Längsschnitt einen erfindungsgemässen Riemen, Fig. 13 eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Riemens im Längsschnitt, Fig. 14 eine Draufsicht zu Fig. 13 und Fig. 15 eine weitere Querschnittsform.
Ein in Fig. 1 gezeigter Riemen besteht aus einem Träger --1-- aus Kunststoff, wie beispielsweise Polyurethan, Polyäthylen, Äthylenvinylacetat, einem thermoplastischen Kunststoff, einem Polyamid od. dgl. elastischen Kunststoffen. Der Kunststoffträger --1-- ist an seiner Sichtseite mit einem Streifen --2-- aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff bedeckt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die Aussenfläche --3-- des Kunststoffträgers --1-- in den vom Streifen --2-- nicht bedeckten Bereichen desselben mit der Aussenfläche --4-- des Streifens --2-- bündig, so dass sich zwischen den unterschiedlichen Werkstoffen, aus welchen der Riemen besteht, keine Stufen ergeben.
Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, sind die Längsränder --5-- des Streifens --2-- um die
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aber im Abstand von der Unterseite des Riemens verlaufen.
Fig. 1 zeigt schliesslich, dass die Längsränder --5-- des Streifens --2--, der einen länglich- - flachen Querschnitt aufweist, spitz zulaufend ausgebildet sind.
In Fig. 2 ist eine Ausführungsform eines erfindungsgemässen Riemens gezeigt, bei welcher an der Unterseite des Kunststoffträgers --1-- ein Streifen --7-- aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff vorgesehen ist. Der Streifen --7-- besitzt eine Breite, die geringer ist als die Breite des Kunststoff trägers --1--.
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zum Inneren des Riemens hin konvergieren.
Eine Ausführungsform mit zwei parallel zueinander verlaufenden Streifen --10-- auf der Sichtseite des Riemens ist in Fig. 4 gezeigt. Auch bei dieser Ausführungsform gehen die Aussen-
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der Streifen --10-- stufenlosüber.
Die in Fig. 5 gezeigte Ausführungsform entspricht im wesentlichen der in Fig. 4 gezeigten,
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sein, so dass eine dreidimensionale Gestaltung der Sichtseite des Riemens gegeben ist.
Eine andere Alternative für eine dreidimensionale Gestaltung der Sichtseite des Riemens ist in Fig. 6 gezeigt, wo durch Streifen --12-- aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff, die im ge- zeigten Ausführungsbeispiel einen elliptischen Querschnitt besitzen, an der Sichtseite des Riemens angeordnete Längsrippen gebildet werden.
Aus den bisher beschriebenen Figuren ist ersichtlich, dass der Riemen quer zu seiner Längs- erstreckung gekrümmt ist. Dabei kann, wie Fig. 7 zeigt, eine Ausführungsform gewählt werden, bei der die von einem Streifen --13-- gebildete Sichtseite des Riemens einen kleineren Krüm- mungsradius aufweist als die Unterseite desselben. Der Riemen ist also in der Mitte dicker als an seinen Längsrändern.
Es versteht sich, dass die in den Fig. 1 bis 7 gezeigten Ausführungsmöglichkeiten für Strei- fen, die mit dem Kunststoffträger-l-verbunden sind, für die Querschnittsformen des erfin- dungsgemässen Riemens miteinander kombiniert werden können. Insbesondere kann die in Fig. 2 ge- zeigte Ausführungsform mit einem an der Unterseite vorgesehenen Streifen --7-- mit jeder der andern in den Fig. 1 und 3 bis 7 gezeigten Ausführungsformen kombiniert sein.
Sind im erfindungsgemässen Riemen Löcher --14-- vorgeschen (Fig.8), dann gibt es ver- schiedene Möglichkeiten, diese auszubilden. Eine Möglichkeit ist in Fig. 9 gezeigt.
Bei dieser Ausführungsform, die von der in Fig. 1 gezeigten Querschnittsform ausgeht, ist der Streifen --2-- aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff in das Loch --14-- hineingezogen, so dass die Wandung des Loches zum Teil von den in das Loch hineingezogenen Bereichen --15-- des Streifens --2-- begrenzt wird. Wie bei allen übrigen Ausführungsformen des erfindungsgemässen
Riemens ist auch bei dieser Ausführungsform im Bereich des Loches ein stufenloser Übergang zwi- schen dem Werkstoff des Kunststoffträgers --1-- und dem Streifen --2-- bzw. seinem in das Loch --14- hineingezogenen Bereich --15-- vorgesehen.
Fig. 11 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher an der Sichtseite und an der Unterseite des
Riemens Streifen --7 und 8-- vorgesehen sind, wobei sich in diesem Fall sowohl der Streifen --7-- als auch der Streifen --8-- von unten bzw. von oben in das Loch --14-- hinein erstrecken.
Die in das Loch --14-- hineinragenden Bereiche --15 bzw. 16-- enden im Abstand voneinander, wobei der zwischen den Enden der Bereiche --15 und 16-- angeordnete Abschnitt des Kunststoff- trägers-l-mit den Aussenflächen der sich in das Loch --14-- erstreckenden Bereiche --15 und 16-- der beiden Streifen --7 und 8-- bündig ist.
Eine andere Möglichkeit, im erfindungsgemässen Riemen ein Loch --14-- auszubilden, zeigt Fig. 10. Dort ist im mit dem Kunststoffträger --1-- verbundenen Streifen --2-- ein Loch --17-vorgesehen, dessen Durchmesser grösser ist als der Durchmesser des Loches --14-- im Kunststoff- träger --1--. Der Werkstoff des Kunstoffträgers --1-- erstreckt sich im Bereich des Loches --17-bis zur Sichtseite --4-- des Streifens --2-- und endet dort mit dieser bündig.
Es versteht sich, dass auch Kombinationen der in Fig. 9 und 10 gezeigten Ausführungsformen möglich sind, wobei beispielsweise an der Unterseite des Riemens die in Fig. 10 gezeigte Ausführungsform und an der Sichtseite des Riemens die in Fig. 9 gezeigte Ausführungsform verwirklicht sein kann.
Um die erfindungsgemässen Riemen mit Stiften, z. B. von Stiften an Uhrgehäusen oder Schnallen, zu verbinden, können wahlweise die in den Fig. 12 oder 13 und 14 gezeigten Ausführungsformen gewählt werden. Bei der in Fig. 12 gezeigten Ausführungsform ist an den Kunststoffträger - -1-- an einem Ende eine Öse --18-- angeformt, wobei sich der Streifen --2-- an der Sichtseite des Riemens wenigstens teilweise um die Öse --18-- herum erstreckt, wogegen der an der Unterseite des Riemens vorgesehene Streifen --7-- vor der Öse enden kann.
Bei der in den Fig. 13 und 14 gezeigten Ausführungsform wird eine zur Befestigung des Riemens an Stiften gebildete Schlaufe, wie dies an sich bekannt ist, durch Kleben gebildet. Hiezu
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sind am Kunststoffträger--1--zwei Klebeflächen-19 und 20-- vorgesehen. Das Besondere bei der in Fig. 13 gezeigten Ausführungsform besteht darin, dass der Kunststoffträger --1-- im Bereich seines zur Schlaufenbildung umzuschlagenden Endes stufenweise verjüngt ist, so dass sich bei fertig geklebter Schlaufe keine nennenswerte Verdickung des Riemens ergibt.
Dadurch, dass das freie Ende --21-- des Kunststoffträgers --1-- abgeschrägt ist und am Beginn der Klebefläche --20-- eine entsprechende Schrägfläche --22-- vorgesehen ist, ergibt sich überdies ein weitestgehend stufenfreier Übergang zwischen dem an der Innenseite des Riemens vorgesehenen Streifen --7-und dem umgeschlagenen Bereich des Riemens.
Sowohl in Fig. 12 als auch in Fig. 13 ist angedeutet, dass sich der an der Sichtfläche des Riemens vorgesehene Streifen --4-- um das der Schlaufe oder Öse --18-- gegenüberliegende Ende --23-- des Kunststoffträgers --1-- herum erstrecken kann und dort im Abstand von der Unterseite endet, wogegen der Streifen --7-- knapp vor dem Ende--23--des Kunststoffträgers--1-- endet.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform kann der Streifen --2-- auf der Sichtseite des Riemens und der Streifen --7-- auf der Unterseite aus einem einzigen Zuschnitt bestehen, der im
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--18-- abgebogengeht.
Ein Vorteil des erfindungsgemässen Riemens besteht auch darin, dass man auch Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff, die überall die gleiche Stärke besitzen, beispielsweise keilförmige Riemen, d. h. Riemen, die von einem zum andern Ende hin dünner werden, einfach dadurch herstellen kann, dass man einen entsprechend keilförmigen Kunststoffträger --1-- verwen- det. Darüber hinaus lassen sich bei Verwendung entsprechender Formen des Trägers auch bei Verwendung von Streifen, die überall gleich stark sind, beliebige Oberflächenstrukturen erzeugen. Das mühsame und zeitaufwendige Zurichten (Verdünnen und Anschärfen) des Leders oder des lederähnlichen Werkstoffes entfällt dann.
Bei der in Fig. 15 im Querschnitt gezeigten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Riemens
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--5--PATENTANSPRÜCHE :
1. Riemen, bestehend aus wenigstens einem Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff und aus einem Kunststoffträger, wobei die Aussenfläche des Kunststoffträgers stufenlos in die Aussenfläche des Streifens aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff übergeht und wobei sich der Werkstoff des Kunststoffträgers von der Unterseite her in den Streifen aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff hinein erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Streifen (2,7, 8, 10,12, 13) aus Leder oder lederähnlichem Werkstoff vorgesehen ist, der in Riemenlängsrichtung verlaufend auf der Sichtseite oder Unterseite des Riemens angeordnet ist.