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Die Erfindung bezieht sich auf einen Stabrost für die Ausscheidung von übergrossen Steinen bei der Fraktionierung von Schotter in Bestandteile unterschiedlicher Korngrössen, mit eine geneigte Arbeitsfläche bildenden Roststäben, deren obenliegendem Aufgabeende das Abbaumaterial zugeführt wird, und von deren untenliegenden Ausgabeende die übergrossen Steine auf einen Sammelplatz ausserhalb der Fraktionsanlage fallen, während die weiterzubehandelnden Bestandteile zwischen den Roststäben durchfallen, wobei die Roststäbe in zwei Rahmen zusammengefasst sind, und jeder zwischen zwei Roststäben eines Rahmens angeordnete Roststab dem zweiten Rahmen zugehört.
Bei Stabrosten aus parallel zueinander angeordneten Roststäben tritt immer wieder das Problem auf, dass die auszuschneidenden grossen Steine in einer Richtung gerade jenen Durchmesser aufweisen, der dem Stababstand entspricht. Sie dringen daher zwischen die Stäbe mehr oder minder ein und verkeilen sich dort derart, dass deren Entfernung eine mühevolle Handarbeit mit Schlaghämmern, Brechstangen usw. bedeutet, wobei zusätzlich noch eine Erschwerung dadurch eintritt, dass die Stabroste meist beträchtlich, z. B. zwischen 30 und 400, geneigt sind. Es braucht dabei nicht besonders erwähnt zu werden, dass diese Art der Rostreinigung trotz der massiven Roststäbe deren Lebensdauer wesentlich verkürzt.
Es wurden daher bereits verschiedene Systeme von derartigen Stabrosten entwickelt, die diesem Umstand abhelfen sollen. So werden beispielsweise nach der AT-PS Nr. 226618 zwei ineinanderliegende, horizontale Roste relativ zueinander mittels exzenter in Schwingungen senkrecht zu den Rostebenen versetzt, wodurch die sich verklemmenden Steine durch die Roste durchgerüttelt werden sollen. Ein weiteres Schwingrostsystem beschreibt die AT-PS Nr. 258826, bei der die Stäbe der beiden ineinandergreifenden Roste in der Rostebene schwingen, so dass deren Abstände sich ständig ändern. Die AT-PS Nr. 372877 zeigt eine Siebvorrichtung mit schrägen Schwingsieben, die übereinander angeordnet sind und wechselweise gespannt und locker gelassen werden.
Weiters zeigt auch die AT-PS Nr. 264415 eine Schüttelrostanlage mit zwei ineinandergreifenden Rosten, deren Stäbe in zwei Ebenen verlaufen, die zueinander einen kleinen Winkel einschliessen.
Dies bedeutet, dass die Stäbe des unteren, Rostes etwas stärker geneigt als die des oberen Rostes sind, so dass mit zunehmender Entfernung vom Aufgabeende eine grössere Durchtrittsweite entsteht.
Die unerwünschten übergrossen Steine sollen dabei am Ausgabeende wieder austreten.
Diese bekannten Stabroste sind jedoch trotz aller technischer Massnahmen nicht in der Lage, das Festklemmen der übergrossen Steine vollständig auszuschliessen, bzw. so aufwendig konstruiert, dass deren Anwendung unwirtschaftlich ist.
In der DE-PS Nr. 2948273 ist schliesslich noch ein Stabrost beschrieben, der mittels hydraulischer Einrichtungen um eine am Ausgabeende angeordnete Achse in eine vertikale Stellung hochschwenkbar ist. In der schrägen Gebrauchsstellung sind dabei die Roststäbe im Abstand zueinander fixiert. Während des Hochschwenkens werden sie aus der Abstandsfixierung gelöst und sind dadurch in Längsrichtung der Schwenkachse um ein bestimmtes Ausmass verschiebbar, so dass einzelne eingeklemmte Steine sich lösen können. Dennoch werden auch hier eingeklemmte Steine dann nicht selbsttätig gelockert und entfernt, wenn etwa in mehreren aufeinanderfolgenden Durchtrittsspalten Steine verklemmt sind, da sich ja bei Verbreiterung eines Spaltes zumindest einer der beiden Nachbarspalte verschmälern muss.
Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, einen derartigen Stabrost so auszubilden, dass er bei einfachster Konstruktion eine leichte Entfernung verklemmter übergrosser Steine ermöglicht. Dies wird erfindungsgemäss nun dadurch erreicht, dass die Roststäbe des zweiten Rahmens um eine zur Rahmenebene parallele und zur Längsrichtung der Roststäbe senkrechten Achse schwenkbar gelagert sind, wobei die Ebene des feststehenden, ersten Rahmens innerhalb des Schwenkbereiches des zweiten Rahmens liegt.
Nach dem erfindungsgemässen Vorschlag wird also nicht die Verklemmung der übergrossen Steine zu verhindern versucht, sondern diese bewusst in Kauf genommen, da dies allein ohne wesentlichen Einfluss auf die Lebensdauer des Stabrostes ist. Die Entfernung der verklemmten Steine wird jedoch verblüffend einfach dadurch gelöst, dass der zweite Rostrahmen so verdreht wird, dass die zweite Rostebene die erste durchdringt. Dadurch werden sämtliche eingeklemmten Steine leicht entfernt, da sie ja entgegen ihrer ursprünglichen Eindringrichtung herausbewegt werden.
Es ist dabei einerseits möglich, dass alle für die Ausscheidung der übergrossen Steine benötigten Roststäbe Stäbe
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des ersten Rostes sind, der auf den beiden Auflagen fest aufliegt, so dass die Roststäbe des beispielsweise darunter angeordneten zweiten Rahmens eine blosse Reinigungsfunktion aufweisen, wenn sie nach oben durch den ersten Rost hindurchgeschwenkt werden.
Eine bevorzugte Ausführung, bei der die Roststäbe des zweiten Rahmens gleichzeitig auch der Ausscheidung der übergrossen Steine dienen, sieht jedoch vor, dass in der Arbeitsstellung die beiden Rahmen ineinander auf gemeinsamen Endauflagern liegen, wobei die Roststäbe des schwenkbaren, zweiten Rahmens die Roststäbe des feststehenden, ersten Rahmens an einem Ende überragen und in deren anderem Ende die Schwenkachse des zweiten Rahmens gelagert ist. Nach dieser Ausführung ist daher die Gesamtzahl der Roststäbe gleich wie bei einem einfachen Stabrost und die Stäbe des zweiten, schwenkbaren Rahmens sind nur geringfügig länger.
In dieser bevorzugten Ausführung entsteht im Bereich der Schwenkachse bei der Verschwenkung eine Zone, in der sich die entfernten übergrossen Steine, die gegebenenfalls dann durch den numehr in der Durchtrittsweite verdoppelten zweiten Rostrahmen fallen könnten, anstatt zum Ausgabeende zu kollern, zwischen den ausgeschwenkten zweiten und den ersten Roststäben verklemmen könnten. Um dies auszuschliessen ist weiters vorgesehen, dass der Nahbereich der Schwenkachse an der Arbeitsfläche von einer Platte überdeckt ist, die an den Roststäben des zweiten beweglichen Rahmens fixiert ist, wodurch der schwenkbare Rahmen gleichzeitig versteift wird.
Da es meist aus Platzgründen günstiger ist, wenn die Schwenkachse am untenliegenden Ausgabeende vorgesehen wird, ist in diesem Fall die Breite der Platte vorzugsweise so gewählt, dass sie zumindest jenem Radius entspricht, dessen Bogenlänge bei maximaler Hochschwenkung des zweiten Rahmens zumindest gleich dem Abstand zwischen zwei direkt benachbarten Roststäben der beiden Rahmen ist. Vorzugsweise ist die Breite jedoch geringfügig grösser. Auf diese Art und Weise können die gegebenenfalls durch den hochgeschwenkten zweiten Rost eindringenden übergrossen Steine keinesfalls zwischen diesem und dem ersten Rost eingeklemmt werden, sondern fallen zwangsläufig direkt nach unten, wo sie leicht entfernt werden können. Wie die Erprobung gezeigt hat, tritt dieser Fall jedoch insgesamt höchst selten ein.
Ist die Schwenkachse am obenliegenden Aufgabeende vorgesehen, kann die Platte wesentlich schmäler sein, da die Roststäbe wie erwähnt schräg verlaufen, so dass die benötigte Distanz in der Fallinie mit wesentlich geringem Abstand zur Schwenkachse erzielt wird.
Für die Lagerung der Schwenkachse ist in einer bevorzugten Ausführung vorgesehen, dass die Roststäbe des feststehenden Rahmens von Führungshülsen für die Schwenkachse durchsetzt sind, die beidseitig den Abstand zum benachbarten Roststab des schwenkbaren Rahmens festlegen.
Die Verschwenkung des zweiten Rahmens kann mittels einer hydraulisch betätigbaren Schwenkeinrichtung vorgenommen werden, die beispielsweise an dem Auflager vorgesehen ist, das von der Schwenkachse den grösseren Abstand aufweist.
Bevorzugt wird jedoch eine mobile hydraulische Schwenkeinrichtung eingesetzt, die beispielsweise durch die Ladeschaufel eines Ladefahrzeuges gebildet ist. Wenn also eine Entfernung der eingeklemmten übergrossen Steine notwendig sein wird, so unterfasst die Ladeschaufel eines derartigen Fahrzeuges das überstehende Ende des zweiten Rahmens und hebt dieses hoch, wobei alle übergrossen Steine aus ihrer eingeklemmten Lage ohne Schwierigkeiten und ohne Beschädigung aus der Anlage ausgehoben werden.
Nachstehend wird nun die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Fig. l zeigt eine erfindungsgemässe Schrägrostanlage in einem Vertikalschnitt gemäss der Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schrägrostanlage und Fig. 3 und 4 Seitenansichten des obenliegenden Aufgabeendes, sowie des untenliegenden Ausgabeendes der Anlage.
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liegender Rostrahmen --3, 5-- sind.
Am untenliegenden Ausgabeende --11-- sind alle Roststäbe --4, 6--gleich lang, während am obenliegenden Aufgabeende --12-- der zweite Rahmen --5-den ersten Rahmen --3-- und das obere Auflager --2-- geringfügig überragt, d. h. die Rost- stäbe --6--, deren Enden durch einen Querstab verbunden sind, sind länger als die Roststäbe - des ersten Rahmens --3--, der auf beiden Auflagern --1, 2-- befestigt ist. Am untenliegenden Ausgabeende --11-- ist im Bereich des Auflagers --1-- eine Schwenkachse --7-- vorgesehen.
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Für deren Lagerung sind in jedem Roststab --4-- des ersten Rahmens --3-- Bohrungen vorgesehen, die beidseitig durch eine Hülse --9-- verlängert sind. Die Hülsen --9-- dienen dabei auch als Distanzhalter in den Roststäben --6-- des zweiten Rahmens --5--, da sie den Abstand zwischen je zwei Roststäben-4, 6-überbrücken. Auf der Schwenkachse--7--, die sich über die gesamte Länge durch die Roststäbe --4-- und deren Hülsen --9-- erstreckt, sind die Roststäbe --6-- des zweiten Rahmens --5-- verdrehfest befestigt, so dass der zweite Rahmen --5-- verschwenkt werden kann (Pfeil A in Fig. l).
Selbstverständlich ist auch die umgekehrte Konstruktion möglich, d. h. dass die Hülsen --9-- jeweils an den Roststäben --6-- des verschwenkbaren Rahmens --5-- angeordnet sind. Um die Drehbewegung nicht zu behindern, sind dabei die unteren Seiten der Rost- stäbe --5-- am Ende etwas abgerundet oder abgeschrägt.
Im Bereich der Schwenk achse --7-- überdeckt eine Platte --8-- alle Roststäbe --4, 6-- bei- der Rahmen --3, 5--, wobei sie nur an den Roststäben --6-- des verschwenkbaren Rahmens --5-fixiert ist. Die beiden äussersten Roststäbe gehören vorzugsweise dem ersten, feststehenden Rahmen --3-- an, und an diesem sind seitlich schräg auskragende Leitbleche --10-- befestigt.
Die Funktion des erfindungsgemässen Stabrostes ist wie folgt : Für die Ausscheidung übergrosser Steine wird das gesamte Material beispielsweise vom Transportfahrzeug bzw. einem Ladefahrzeug auf den Stabrost geschüttet, wobei die mittelgrossen Steine zurückgehalten werden, und zum Ausgabeende --11-- kollern. Einige dieser übergrossen Steine, deren Durchmesser in einer Richtung dem Abstand zwischen zwei Roststäben --4, 6-- entspricht, werden sich dabei zwischen den Stäben verklemmen, so dass von Zeit zu Zeit deren Entfernung notwendig wird. Die Ladeschaufel eines Ladefahrzeuges wird nunmehr unterhalb des überstehenden oberen Endes des verschwenkbaren Rahmens --5-- angesetzt und der Rahmen --5-- um die am unteren Ende --11-- angeordnete Achse - hochgeschwenkt.
Die eingeklemmten übergrossen Steine werden dabei ohne Schwierigkeiten ausgehoben und kollern zum Ausgabeende --11--, wobei gegebenenfalls zwischen die Roststäbe --6-- des verschwenkbaren Rahmens --5-- fallende Steine durch die Platte --8-- daran gehindert werden, sich nochmals zwischen dem Rahmen --5-- und dem festen Rahmen --3-- zu verklemmen. Der hochgeschwenkte Rahmen --5-- wird anschliessend wieder abgesenkt und die Anlage ist nach der nur sehr kurzen Unterbrechung wieder einsatzbereit.
Wie erwähnt, könnte auch eine hydraulische Hubeinrichtung in Auflager vorgesehen werden, wobei auf diese teurere Lösung eher dann zurückgegriffen werden wird, wenn aus bestimmten Gründen die Schwenkachse --7-- im Bereich des oberen Auflagers --2-- ausgebildet wird, bzw. wenn der verschwenkbare Rahmen --5-- in dieser Arbeitsstellung unterhalb der Ebene des festen Rahmens --3-- liegt und durch diesen hindurchbewegt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Stabrost für die Ausscheidung von übergrossen Steinen bei der Fraktionierung von Schotter in Bestandteile unterschiedlicher Korngrössen, mit eine geneigte Arbeitsfläche bildenden Roststäben, deren obenliegendem Aufgabeende das Abbaumaterial zugeführt wird, und von deren untenliegendem Ausgabeende die übergrossen Steine auf einem Sammelplatz ausserhalb der Fraktionsanlage fallen, während die weiterzubehandelnden Bestandteile zwischen den Roststäben durchfallen, wobei die Roststäbe in zwei Rahmen zusammengefasst sind, und jeder zwischen zwei Roststäben eines Rahmens angeordnete Roststab dem zweiten Rahmen zugehört, dadurch gekennzeichnet, dass die Roststäbe (6) des zweiten Rahmens (5) um eine zur Rahmenebene parallele und zur Längsrichtung der Roststäbe (6) senkrechte Achse (7) schwenkbar gelagert sind,
wobei die Ebene des feststehenden, ersten Rahmens (3) innerhalb des Schwenkbereiches des zweiten Rahmens (5) liegt.