<Desc/Clms Page number 1>
Wendevorrichtung für Notenblätter u. dgl.
Komplizierte Bewegungs-Einrichtungen und geräuschvolles Arbeiten der bisher bekannten Notenblattwender verursachten, dass dieselben sich in der Praxis nicht bewährt und nicht eingebürgert haben.
Jene Nachteile zu beseitigen, bildet den Zweck vorliegender Erfindung, welcher Zweck einerseits durch entsprechend mit der Drehwelle gekuppelte Ansätze zum direkten Empfangen der Kraftwirkung, andererseits durch Vorrichtungen zum Dämpfen der Geräusche u. drgl. er- reicht wird.
Da es sich hier vorzugsweise um Vervollkommnung jener Arten von Notenblattwendern und Wende-Vorrichtungen überhaupt handelt, welche eine bloss um je 1800 und bloss in einer Richtung zu drehende Welle besitzen, aber diese Welle, wie z. B. beim Kuliczkawskischen Notenblattwender (Osterr. Patentschrift Nr. 10171) mittels zu komplizierten und indirekt wirkenden, mehrmalige Kraftübertragung erheischenden Vorrichtungen betätigen, so muss die Vervollkommnung auf Vereinfachung der Kraftübertragung unter Berücksichtigung der eigentümlichen bloss je 1800 bloss in einer Richtung zu erfolgenden Drehung abzielen. Die, den Gegenstand der Erfindung bildende Vervollkommnung besteht also im Wesentlichen darin, dass an der Drehwelle einer Wende-Vorrichtung (z. B. eines Kuliczkawskischen oder drgl.
Notenblattwenders) ein so eingerichteter Ansatz angebracht wird, dass er 1. eine möglichst direkt wirkende Betriebs-Kraft
EMI1.1
tragende Umdrehung der Welle zu erzielen, und 3., dass er eine Rückdrehung der Welle vorbeuge.
Was für eine Betriebskraft dabei zur Anwendung kommt, ist für das Wesen der Erfindung gleichgültig ; es wird nur die Ausführungsform des Wellen-Ansatzes entsprechend geändert.
Je nach der Art der Kraft sind hier vorwiegend folgende 3 Typen der Drehwellen-Ansätze, bzw. mit Wellenansätzen versehene Notenblattwender zu unterscheiden : 1. Notenblattwender mit Welienansatz für mechanische, 2. für pneumatische, 3. für elektrische bzw. elektromagnetische Kraftwirkung.
Um Wende-Vorrichtungen, welche bloss in einer Richtung und bloss um 1800 drehbar sein sollen, z. B. einen Kuliczkawskischen Notenblattweender zu vervollkommenen und zwar möglichst direkt mit einer mechanischen Kraftquelle zu verbinden, daher auch die im genannten Patente beschriebenen Schwungscheiben, perrk1inken, Kegelräder oder andere Kraftübertragungs- Behelfe zu beseitigen-und dabei die Kraftquelle, wie auch die Krafteinschaltungs-Vorrichtung z. B. Pedal 4, Fig. 1, behufs Fussbetric1 ! am Fusse des Ständers (Fig. 1 der Zeichnung) anzubringen müssen die älteren Apparate folgende neue Änderungen erfahren :
Durch Fig. 1 ist eine Drehwelle 17 in Lagern eines Ständers in Ansicht dargestellt.
Die Verlängerung dieser Welle 20 dient zum Umdrehen der Notenblatt-Greifern 37 (Fig. 2) bzw. der diese Greifer betätigenden Drehscheiben J6 bis 3J (Fig. 2). Soll die Drehwelle 17, anstatt dei bekannten (wie z. B. im Kuliczkawskischen Patent) sehr komplizierten Kraftübertragungs- Mitteln möglichst direkt durch eine mechanische Kraft gedreht werden, so muss an dieser Welle ein Ansatz angebracht werden, welcher eine solche Zerlegung der Kraft ermöglicht, dass die durch einen Druck auf Pedal 4 entstandene, zur Achse der Welle 17 parallele Kraft in eine zur Achse der Welle senkrechte und eine zu der Welle tangentiale Komponente zerlegt werde.
Diese Aufgabe wird hier durch eine drillb hrerartige Einrichtung gelöst und zwar wird an der Drehwelle 77 ein Ansatz S 8, Fig. 1, angebracht, welcher Ansatz die Form einer 3600 betragenden Windungeines entsprechend steilen Schraubengewindes besitzt. Über diesen Ansatz S 8 gleitet eine aus
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
federn f, f' angebrachten Rahmenteile z Z' in der Ruhelage des Apparates die Mutter M in der der oberen Hälfte des Schraubengewindes S S entsprechenden Lage halten.
Wird aber ein Druck auf Pedal 4, oder ein Zug auf die Stange s oder drgl. ausgeübt, so geht der Rahmen R und mit ihm auch die darauf angebrachten Klammern K (Fig. 1, 1 a und 1 b) nach unten, wodurch
EMI2.2
einigung beider federnd abstehenden Hälften der Schraubenmutter verursachen, so dass diese Schraubenmutter, an dem Gewinde M gleitend, die Umdrehung der Welle 17 um 1800 verursacht. Der weiteren Umdrehung wird durch das Gewinde 88 selbst oder auch durch geeignete
EMI2.3
weitere 180 erfolgen, so wird wieder ein neuer Tritt auf Pedal 4 gemacht.
Übrigens u. zw. vorteilhafter kann die Schraubenmutter M eine konische äussere Form bekommen, wobei anstatt der Klammern K, K' über der konischen Schraubenmutter eine konische Kappe oder ein federnd schwebender Ring angebracht wird, bei dessen Herabschiebung beide federnd abstehenden Teile der konischen Schraubenmutter vereinigt und die Umdrehung der Welle vollzogen wird.
Pneumatische Wendevorrichtung. Soll anstatt der mechanischen eine pneumatische oder drgL Kraft zur Anwendung kommen, so bekommt der Drehwellenansatz anstatt einer schraubenartigen eine schaufelradartige Form R, Fig. 2 im Aufriss und 2'im Grundriss.
EMI2.4
Die Pressluft entweicht dann durch den Kanal kl. Ein am Ende der grösseren Schaufel S'an- gebrachter Anker 1/1 kommt mit dieser Schaufel S'dort zu stehen, wo sich im ersten Stadium der Ruhelage die diametral gegenüberliegende grössere Schaufel S mit Anker n befand und wird von Magnete m angehalten. Nach jedem Druck auf den Blasebalg B wird nun die Welle 22 mittels des mit derselben gekuppelten Scha. ufelra. da. rtigen Ansatzes mit 2 oder mehreren Schaufeln um je 180"gedreht.
Um die Wirkung der Pressluft zu erhöhen, kann man dem im Gehäuse G angebrachten Ansatze R anstatt einer rundscheibenartigen eine solche Mantelfläche verleihen, dass in dem Raume K die Ahständc zwischen dieser Mantelfläche und der inneren Wand des Gehäuses (j In der Umdrehungsrichtung h & zur Schaufel S zunehmen und gegen Schaufel S'bis an ein Minimum abnehmen, während in dem Raume Kdie Abstände des Minimum bei S und Maximum bei S' erreichen, so dass dadurch dem Luftstrome in der Umdrehungsrichtung anfangs eine
EMI2.5
umgebogeneschiefeEbenebekommt.
Elektrische Wende-Vorrichtungen. Soll die Welle 22 durch eine elektrische bzw. electro-
EMI2.6
Magnete bzw. Elektromagnete S. sss und S'ses's welche Elektromagnete, Fig. 3 (Grundriss samt Schaltungs-Schema) so angeordnet sind, dass sie sich an der ersten Hälfte des Radumfanges von 0 bis 180 niedriger an der zweiten Hälfte, d. i. von 1800 bis 3600 höher befinden, so dass
EMI2.7
gestossen werden.
Die Abstossungskraft ist je nach Bedarf z. B. so bemessen, dass eine 1800 betragende Umdrehung erfolgt.
Um die Vorbeibewegung der sich abstossenden gleichnamigen Pole zu ermöglichen, wird der Betriebsstrom vor Annäherung zweier Pole etwa durch im Schleifring Sch passend angeordnete Unterbrechungsstellen kurz unterbrochen und erst dann wieder geschlossen, wenn sich die Pole unmittelbargegenüberstehen.
<Desc/Clms Page number 3>
Weitere Umdrehung über 1800 wird dadurch verhindert, dass die niedriger gelegenen Elektromagnete so lange stromlos sind, bis ein neuer Druck auf Pedal t'deys Tasters T (Fig. 3) ausgeübt wird.
Der Fusstaster T besitzt 2 Kontakt. stellen ab und al bl, an welchen die von der Batterie B führenden Stromleitungen St oder St', je nach dem Pedal t oder t betätigt wild, geschlossen werden. Wird Pedal t angedrückt, so wird die Stromleitung St, welche vom + Pol über Elektromagnet E dann über Schleifschiene Sch", Schleifkontakt S hc, Elektromagnete sss S und deren Verbindungen st, dann über Schleifkontakte Schi und Soch, wie auch über einen, diese beiden Kontakte verbindenden und von der anderen Leitung St' isolierten, an der Welle 22 angebrachten Kontaktring, dann wider mittels St über a b zum-Pol der Batterie B geführt werden,
wobei vom Elektromagnete E die demselben mit gleichnamigen Polen zugewendeten Elektromagnete S s s und 8 so lange abgestossen werden, bis sich die stromlosen Elektromagnete E'und S'begegnen.
Wird dann ein Druck auf Pedal t ausgeübt, so werden in ähnlicher Weise die Elektromagnete E' und S' betätigt, worauf eine weitere Umdrehung der Welle 22 um 1800 erfolgt.
Die Anwendung der still funktionierenden pneumatc. en oder elektrischen Betriebskraft ersetzt dabei alle sonst unverlässlichen Vorrichtungen zum Dämpfen der Geräusche.
Die hiermit vervollkommneten bzw. neuartigen Umdrehungs-Vorrichtungen können nicht nur zur Betätigung von Notenblattwendern, sondern auch anderer Wende-Apparate dienen.
Diese neuartigen Umdrehungs-Vorrichtungen eignen sich auch besser als alle andere zur Bildung von Zentral-Notenblattwendern, welche darauf beruhen, dass durch einen Druck auf einen elektrischen Taster oder auf eine pneumatische Birne"u. drgl. eine grössere Reihe von Notenblattwendern z. B. für das ganze Orchester betätigt werden kann.
EMI3.1
1. Wendevorrichtung für Notenblätter u.
dergl., bei welcher in bekannter Weise durch Verschieben einer Mutter die mit Schraubengängen versehene Hauptwelle der Wendevorrichtung in Drehung versetzt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die als ein verschiebbarer Ansatz an der Hauptwelle angeordnete Mutter (M) aus zwei normalerweise durch Federn auseinandergehaltenen Teilen !, besteht, die nur bei Verschiebung der mit geeigneten Ansätzen versehenen Pedalstange in der einen Richtung durch doppelkeilförmige Angriffsflächen (K) oder durch einen, die zweckentsprechend konisch gestaltete, zweiteilige Mutter umgreifenden Ring bzw. eine konische Kappe oder dgl.
zusammengepresst werden und direkt aut die mit Schraubengängen
EMI3.2
Pedalstange dagegen frei auseinander federn, so dass eine Rückdrehung der Hauptwelle der Wendevorricht ung nach der durch entsprechende Bemessung des Pedalhubs und der Schraubensteigung erfolgten, genau z. B. 180 betragenden Vorwärtsdrehung der Hauptwelle verhindert wird.
2. Wendevorrichtung für Notenblätter oder drgl., dadurch gekennzeichnet, dass auf der Hauptwelle ein schaufelradartiger Ansatz (R) mit zwei sich normalerweise nächst der Einbzw. Ausblaseöffnung diametral gegenüberstehenden, grösseren, in gewöhnlicher oder in einer durch Spirale sp (Fig. 2') angedeuteten Form hergestellten Schaufeln, beziehungsweise mit noch mehreren kleineren Schaufeln, so angeordnet und mit einem, eine abgemessene Pressluftmenge liefernden Blasla. ! g so verbunden ist, dass beim Einblasen der Pressluft in's Radgehäuse das Rad sich um genau 180 dreht, worauf es durch irgend eine geeignete Sperrvorrichtung, z. B. einen Magneten in der Normalstellung festgehalten wird.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.