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Die Erfindung bezieht sich auf eine Fördereinrichtung an einem Ladewagen für landwirt- schaftliche Massengüter, mit einem auf die Ladefläche des Ladewagens führenden Förderkanal und mit einer Mehrzahl von in diesen Förderkanal eingreifenden Förderelementen, insbesondere
Förderzinken, die in einer Reihe über die quer zur Förderrichtung gemessene Breite des Förder- kanals hinweg im Abstand voneinander, an zumindest einem, auf einer insbesondere kreisförmigen
Umlaufbahn, um seine Längsachse schwenkbar gelagerten und um die Achse der Umlaufbahn dreh- baren Träger befestigt sind, der mit wenigstens einem Steuerhebel verbunden ist, wobei der/die
Steuerhebel entlang mindestens einer exzentrisch zur Umlaufbahn des Trägers bzw. der Träger verlaufenden Kurvenbahn, Steuerkulisse od. dgl. geführt ist/sind.
Eine solche Fördereinrichtung ist z. B. aus der AT-PS Nr. 246645 bekannt.
Es ist bekannt, bei einem Ladewagen mit einer Fördereinrichtung mit durchgehenden Förder- kämmen mittels vorlaufender Steuerhebel entlang einer Kurvenscheibe, die exzentrisch zur Dreh- achse der Fördereinrichtung angebracht ist, zu steuern. Der trommelachsfernste Punkt der Kurven- scheibe liegt dabei auf einer Verbindungsgeraden mit der Drehachse, die bei lotrecht verlaufender
Achse des in dem Laderaum endenden Teiles des Förderkanals, mit dieser einen Winkel von vor- zugsweise 45 einschliesst. Die Fördereinrichtungen dieser Art erstrecken sich im wesentlichen über die gesamte Breite eines Ladewagens, wodurch die Förderkämme in erheblichem Masse auf
Verdrehung beansprucht werden.
Besonders bei zusätzlicher Verwendung einer grösseren Zahl von
Schneidmessern, die in den Förderkanal insbesondere zur Zerkleinerung von Grünfutter einge- setzt werden, kann diese Beanspruchung zur Überlastung der Fördereinrichtung führen (AT-PS
Nr. 234426).
Weiters wird bei den bekannten Fördereinrichtungen einer Ausgestaltung der Steuerkurven wenig Aufmerksamkeit zugewendet. Im wesentlichen war man bisher bestrebt, jenen Teil der Steuerkurven, in dem die Förderelemente das Gut im Förderkanal weiterbefördern, als Kreissegment auszubilden, damit keine besonderen Beschleunigungsänderungen auftreten können. Auf ein kraftund leistungssparendes Einführen der Förderelemente in den Förderkanal und auf eine möglichst lange Führung im Kanal wurde dabei keine Rücksicht genommen.
Bei der Fördereinrichtung gemäss Fig. 6 der DE-AS 1160229 sind keine Steuerhebel vorhanden, die entlang einer exzentrisch zur Umlaufbahn des Trägers verlaufenden Kurvenbahn geführt werden. Die Förderzinken werden vielmehr mittels Rollen unmittelbar an der erwähnten Kurvenbahn geführt. Bei der Fördereinrichtung gemäss Fig. 6 der DE-AS 1160229 ist ausserdem die Kurvenbahn koaxial zur Lagerung der Fördertrommel angeordnet. Der Krümmungsdurchmesser des exzentrischen Abschnittes der Kurvenbahn ist kleiner als der Krümmungsdurchmesser des konzentrischen Abschnittes.
Aufgabe der Erfindung ist es, die beschriebenen Nachteile zu vermeiden, und eine Fördereinrichtung zu schaffen, bei der die Steuerung der Förderelemente bei möglichst jedem in der Praxis vorkommenden Förderkanal sowohl hinsichtlich der Einführung als auch hinsichtlich der Führung der Förderelemente im Förderkanal optimal erfolgt, um den Kraftaufwand für die Förderelemente und damit auch deren Beanspruchung zu vermindern.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung bei einer Fördereinrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Kurvenbahn, Steuerkulisse od. dgl. in an sich bekannter Weise exzentrisch zur Drehachse der Fördereinrichtung angeordnet ist, wobei die Kurvenbahn, Steuerkulisse od. dgl. in an sich bekannter Weise zumindest je einen zur Drehachse der Fördereinrichtung konzentrisch und einen zu derselben exzentrisch verlaufenden, im wesentlichen kreisbogenförmigen Abschnitt aufweist, wobei der Krümmungsdurchmesser des exzentrischen Abschnittes der Kurvenbahn od. dgl. wenigstens doppelt so gross ist als der Krümmungsdurchmesser des konzentrischen Abschnittes.
Dadurch wird erreicht, dass die Förderkämme vom Beginn des Förderbereichs, der vollständig in den Förderkanal eingeführten Förderelemente, bis zum Punkt, bei dem die Förderelemente aus dem Förderkanal hinausgezogen sind entlang des exzentrisch zur Achse der Fördereinrichtung angeordneten, kreisbogenförmigen Abschnittes der Kurvenscheibe und im Bereich vom Einführen der Förderelemente in den Förderkanal bis zum Beginn des Förderbereichs entlang des konzentrisch zur Achse der Fördereinrichtung angeordneten kreisbogenförmigen Abschnittes der Kurvenscheibe
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gesteuert geführt werden. Durch diese Lage und Form der Kurvenbahn erfolgt die Führung der Förderelemente optimal, so dass deren Beanspruchung und der Kraftaufwand für deren Bewegungsablauf vermindert werden.
Besonders vorteilhaft ist es hiebei, wenn bei einer Ausführung mit mehr als einer Kurvenbahn od. dgl. die Kurvenbahnen od. dgl. in Richtung der Drehachse der Fördereinrichtung gesehen im wesentlichen deckungsgleich angeordnet sind.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt sind, näher beschrieben. Es zeigen : Fig. l einen Teil eines Ladewagens mit der erfindungsgemässen Fördereinrichtung in schematischer Darstellung in Seitenansicht, teilweise geschnitten, Fig. 2 die Fördereinrichtung im vergrösserten Massstab, Fig. 3 einen Ausschnitt der Fördereinrichtung in Ansicht, und Fig. 4 einen Schnitt entlang Linie IV-IV in Fig. 3.
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ein auf die Ladefläche führender Förderkanal --3-- vorhanden, dessen Austrittsöffnung etwa in Höhe der Ladefläche liegt und nach oben gerichtet ist. Dieser Förderkanal --3-- ist Teil einer Fördereinrichtung, deren Förderelemente --4-- in diesem Kanal eingreifen.
Der Fördereinrichtung vorgeschaltet ist hiebei eine Aufnahmeeinrichtung --5-- zum Aufnehmen des am Boden liegenden landwirtschaftlichen Gutes, z. B. Grünfutter, wie Gras, oder Rauhfutter, wie Heu, usw.
Die Fördereinrichtung ist in Fig. 2 bis 4 im vergrösserten Massstab dargestellt. Wie insbesondere Fig. 2 zeigt, ist eine Mehrzahl von als Förderzinken ausgebildeten Förderelementen --4-- vor- handen, die nacheinander in den Förderkanal --3-- eingreifen. Die Förderelemente --4-- sind in einer Reihe über die quer zur Förderrichtung F gemessene Breite des Förderkanals --3-- hin- weg im Abstand voneinander verteilt angeordnet, u. zw. sind zwei Gruppen von Förderelementen - vorhanden, die jeweils auf einem Teil-6 bzw. 7-- eines Trägers befestigt sind. Die Teile --6, 7-- bilden hiebei einen gemeinsamen, sich über die Breite der Fördereinrichtung erstreckenden drehbaren Träger.
Die durch die Drehachse --14-- der Fördereinrichtung und die jeweiligen Längsachsen zweier benachbarter Teile --6, 7-- des Trägers gelegten Ebenen schliessen
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Die Teile --6, 7-- des Trägers sind an ihrem jeweils der Aussenseite des Laderaumes --1-- zu- gewendeten Ende mit einem Steuerhebel --8, 9-- verbunden. Die Steuerhebel --8, 9-- sind andernends mit Rollen --10, 11-- versehen, mit denen sie an Kurvenscheiben --12, 13-- geführt sind.
Die Kurvenscheiben --12, 13-- sind um Achsen --15-- exzentrisch zur Drehachse --14-- der Fördereinrichtung angeordnet und besitzen konzentrisch und exzentrisch zu dieser Achse verlaufende Abschnitte --16, 17--. Die Kurvenscheiben-12, 13-sind hiebei so ausgebildet, dass die Teile --6, 7-- des Trägers vom Beginn des Förderbereichs, der vollständig in den Förder- kanal --3-- eingeführten Förderzinken --4--, bis zu dem Punkt, bei dem die Förderelemente - aus dem Förderkanal --3-- hinausgezogen sind, entlang des exzentrisch zur Drehachse - der Fördereinrichtung angeordneten, kreisförmigen Teiles der Kurvenscheiben --12,
13-und im Bereich vom Einführen der Förderelemente --4-- in den Förderkanal --3-- bis zum Beginn der Förderbereiche entlang des konzentrisch zur Achse --14-- der Fördereinrichtung angeordneten kreisförmigen Teiles der Kurvenscheiben --12, 13-- gesteuert geführt sind. Die Kurvenscheiben --12, 13-- sind hiebei quer zur Förderrichtung, d. h. in Richtung der Drehachsen --14-der Fördereinrichtung gesehen, im wesentlichen deckungsgleich angeordnet. An Stelle dieser Kurvenscheiben könnten auch Nockenscheiben, Steuerkulissen oder ähnliche Bauteile verwendet werden, die gegebenenfalls auch gegeneinander versetzt werden könnten.
Die Steuerhebel --8, 9-- können hiebei vorlaufend oder nachlaufend geführt sein. In jedem Falle wird erreicht, dass die einzelnen Gruppen von Förderelementen nacheinander bzw. phasenverschoben mit dem Fördergut zusammenwirken, so dass der Kraftaufwand vermindert und die Förderung selbst vergleichmässigt wird.
Die Erfindung wird mit besonderem Vorteil dann angewendet, wenn der Fördereinrichtung auch eine Schneideinrichtung zugeordnet ist. In vorliegendem Falle sind in den Förderkanal --3--
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ortsfeste Schneidmesser --20-- eingesetzt, die in die als Doppelzinken oder gabelförmige Zinken ausgebildete Förderelemente eingreifen (vgl. insbesondere Fig. 4). Die Schneidmesser --20-- können quer zur Förderrichtung gesehen deckungsgleich angeordnet sein, wie dies in den Zeichnungen dargestellt ist, oder auch in Förderrichtung versetzt sein. Den Schneidmessern --20-- können weiters Abstreifer --21-- zugeordnet sein, die von den Förderelementen --4-- durchgriffen wer- den.
Die Schneidmesser --20-- reichen dabei etwa bis zu den Lagerstellen der Förderelemente - -4--. Wie insbesondere Fig. 4 zeigt, sind diese auf hohlen, insbesondere rohrförmigen Teilen befestigt, welche insgesamt die Teile --6, 7-- des Trägers bilden. Die Teile --6, 7-- sind hie- bei mittels Lagerzapfen --18-- miteinander verbunden und über Arme --19-- um die Achse --14-der Fördereinrichtung drehbar. Der Antrieb erfolgt hiebei in nicht näher dargestellter Weise über einen Riemen- oder Kettentrieb.
Die dargestellte Fördereinrichtung kann in verschiedener Weise modifiziert werden. Sie kann sowohl zum Fördern von Grünfutter als auch zum Fördern von Rauhfutter als auch für andere landwirtschaftliche Massengüter eingesetzt werden. Es ist auch möglich, diese Fördereinrichtung für ähnliche landwirtschaftliche Maschinen zur verwenden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fördereinrichtung an einem Ladewagen für landwirtschaftliche Massengüter, mit einem auf die Ladefläche des Ladewagens führenden Förderkanal und mit einer Mehrzahl von in diesen
Förderkanal eingreifenden Förderelementen, insbesondere Förderzinken, die in einer Reihe über die quer zur Förderrichtung gemessene Breite des Förderkanals hinweg im Abstand voneinander, an zumindest einem, auf einer insbesondere kreisförmigen Umlaufbahn, um seine Längsachse schwenkbar gelagerten und um die Achse der Umlaufbahn drehbaren Träger befestigt sind, der mit wenigstens einem Steuerhebel verbunden ist, wobei der/die Steuerhebel entlang mindestens einer exzentrisch zur Umlaufbahn des Trägers bzw. der Träger verlaufenden Kurvenbahn, Steuer- kulisse od.
dgl. geführt ist/sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenbahn, Steuerkulisse od. dgl. (12,13) in an sich bekannter Weise exzentrisch zur Drehachse (14) der Fördereinrichtung angeordnet ist, wobei die Kurvenbahn, Steuerkulisse od. dgl. (12,13) in an sich bekannter Weise zumindest je einen zur Drehachse (14) der Fördereinrichtung konzentrisch und einen zu derselben exzentrisch verlaufenden, im wesentlichen kreisbogenförmigen Abschnitt (16,17) aufweist, wobei der Krümmungsdurchmesser des exzentrischen Abschnittes (17) der Kurvenbahn od. dgl. (12,13) wenigstens doppelt so gross ist als der Krümmungsdurchmesser des konzentrischen Abschnittes (16).