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Die Erfindung betrifft einen Eckumlenker mit einer Führung zur Aufnahme biegsamer Umlenk- elemente, der an der Flügelecke eines Fensters, einer Türe od. dgl., insbesondere eines Dreh-Kipp- flügels, angeordnet ist zur Verbindung zweier im Falz des Flügels angeordneter Treibstangen, die sich entlang mindestens zweier senkrecht zueinander stehender Holme des Flügels erstrecken, wobei die Führung an der äusseren Flügelecke ein zusätzliches Stützblech aufweist, das vorzugs- weise von der Raumform des Eckumlenkers unabhängig und nachträglich montierbar ist.
Derartige Eckumlenker sind unter andern aus der DE-AS 1199159 und der DE-OS 2056804 be- kannt. Sie werden bündig mit dem Falz des Flügels in die abgesetzte Nut zur Aufnahme der ver- deckt eingelassenen Treibstangen eingesetzt und dort mittels Befestigungsschrauben in ihrer Lage gehalten. Im Bereich des Umlenkelements kann eine Befestigungsschraube jedoch nicht angebracht werden, so dass die Befestigungsschrauben des Eckumlenkers von der Ecke des Flügels relativ weit weg angeordnet sind.
Bei einer Betätigung der mittels eines Handhebels angetriebenen Treib- stange in Richtung des Eckumlenkers, wobei die von dieser Treibstange ausgeübte Kraft mittels des Umlenkelements auf die senkrecht zur ersten Treibstange angeordnete zweite Treibstange über- tragen wird, ergibt sich infolge der Reibung des Betätigungsgestänges und des Umlenkelements in seiner Führung sowie infolge der Eigensteifigkeit des Umlenkelements eine in Antriebsrichtung der ersten Treibstange wirkende Kraftkomponente auf den Eckumlenker. Diese Kraftkomponente kann so gross werden, dass der Eckumlenker sich aus seiner Nut im Falz des Flügels abheben kann.
Dieses unerwünschte Abheben des Eckumlenkers ist auch deshalb ermöglicht, weil die Befestigungs- schrauben des Eckumlenkers weit von der Flügelecke entfernt sind, so dass sich der Eckumlenker im Bereich der Flügelecke infolge der in Verstellrichtung der ersten Treibstange wirkenden Kraftkomponente verformen kann.
Das Abheben des Eckumlenkers tritt verstärkt auf, wenn die Befestigungsschrauben des Eckumlenkers keinen festen Sitz im Material des Flügels mehr aufweisen, beispielsweise infolge Schwindens des Flügelholms aus Holz oder bei eingeschlagenen, nicht eingedrehten Befestigungsschrauben.
Die in Verstellrichtung der angetriebenen Treibstange auf den Eckumlenker wirkende Kraftkomponente kann insbesondere bei einer Schwergängigkeit der Treibstange sehr beachtlich werden, da durch die Schwergängigkeit der von der ersten Treibstange anzutreibenden zweiten Treibstange eine starke Stauchung des Umlenkelements auftritt. Diese Stauchung wird insbesondere bei einem straffen Verriegeln der zweiten Treibstange, beispielsweise infolge mangelhaften Anschlags, dem Einbau einer elastischen Dichtung, Verziehen der Flügel-und/oder Stockholme oder gar bei einer Blockierstellung sehr gross, und dementsprechend wächst auch die in Verstellrichtung der angetriebenen Treibstange wirkende Kraftkomponente an.
Diese nachteilige Erscheinung des Abhebens des Eckumlenkers ergibt sich insbesondere bei Flügeln aus thermoplastischen Hohlprofilen, da die Befestigungsschrauben hiebei in der Regel nur mit einer einzigen Wand des Profils verschraubt sind und die Stärke dieser Wand im allgemeinen zwischen 3 und 4 mm beträgt. Da gleichzeitig zwischen dem Kopf der Befestigungsschraube und der Wand des Nutgrunds ein grösserer Abstand besteht, ist ein sicherer Halt des Eckumlenkers in der Nut des Flügels nicht gewährleistet.
Durch die Verschraubung mit einer nur dünnen Wand und dem Abstand zwischen dieser Wand und dem Kopf der Befestigungsschraube ergibt sich bei einer Druckbelastung des Umlenkelements, dass die Befestigungsschrauben des Eckumlenkers sich um die Verschraubungsstelle in der Wand schrägstellen können, so dass auch dadurch die Möglichkeit eines Abhebens des Eckumlenkers im Bereich der Flügelecke gegeben ist.
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halb der Führung des Eckumlenkers angeordneten Teil des Stützblechs befinden und dass die Ver- schraubung des Stützblech über die ausserhalb der Führung des Eckumlenkers angeordneten Be- festigungsbohrungen mit dem Falz des Flügels vorgenommen ist.
Durch die Anordnung eines vorzugsweise von der Raumform des Eckumlenkers unabhängig und nachträglich montierbaren Stützblechs im Bereich der Flügelecke wird der Eckumlenker zusätz- lich in seiner Lage in der Nut fixiert, u. zw. in demjenigen Bereich, in dem die ein Abheben des Eckumlenkers hervorrufende Kraftkomponente wirkt. Diese Kraftkomponente wird dann unmittel- bar durch die Befestigung des Stützblechs aufgenommen, das teils auf der Falzfläche des Flügels, teils auf dem Eckumlenker aufliegt. Die Befestigung des den Eckumlenker mindestens teilweise übergreifenden Stützblechs erfolgt neben dem Eckumlenker im Material des Flügelholms, wo im allgemeinen ausreichend Platz vorhanden ist, so dass durch die Befestigung des Stützblechs das
Umlenkelement des Eckumlenkers auch nicht geschwächt wird.
Durch die abgewinkelte Nase erstreckt sich das Stützblech über beide Seiten der Flügelecke, so dass sowohl horizontal als auch vertikal auf den Eckumlenker wirkende Kräfte aufgenommen werden, wobei das Stützblech durch die spezielle Anordnung der Befestigungsbohrungen wahlweise mit dem vertikalen oder horizontalen Holm des Flügels verschraubbar ist.
Die Befestigung des Stützblechs mit dem Flügel kann mit den üblichen Befestigungsarten erfolgen, insbesondere durch eine Verschraubung. Im einfachsten Falle kann dabei die Funktion des Stützblechs unmittelbar vom Kopf einer oder mehrerer im Material des Flügels neben dem Eck- umlenker eingedrehter Befestigungsschrauben übernommen werden, der dann den Eckumlenker teil- weise überragt.
Zur Erzielung einer Links-/Rechtsverwendbarkeit ist nach einer günstigen Ausgestaltung das Stützblech symmetrisch zu seiner Längsachse A-A ausgebildet.
Weitere Vorteile und Einzelheiten des Eckumlenkers nach der Erfindung sind den Zeichnungen zu entnehmen. Fig. 1 zeigt ein Dreh-Kipp-Fenster mit im Falz des Flügels angeordneten Treibstan- gen, die mittels Eckumlenker untereinander verbunden sind und Fig. 2 in vergrössertem Massstab eine schaubildliche Darstellung einer Flügelecke mit Eckumlenker und Stützblech.
Bei dem Dreh-Kipp-Fenster nach Fig. l ist der Flügel --1-- am Stock --2-- derart beweglich gelagert, dass er sowohl um eine horizontale Achse kippbar als auch um eine vertikale Achse drehbar ist. Die Kippachse wird dabei vom Ecklager-3-und einem an dem verschlussseitigen Eckumlenker --4-- fest angeordneten Kippzapfen --5-- bestimmt und die Drehachse vom Ecklager - -3-- und dem Lager --6-- der Ausstellvorrichtung --7--.
Im engeren Bereich --19-- (Fig. 2) der Nut --8-- des Falzes --9-- des Flügels --1-- er- strecken sich an drei, jeweils senkrecht aufeinander stehenden Seiten des Flügels-l-Treib- stangen --10--, die mit Verriegelungszapfen --21-- versehen sind. Diese Treibstangen --10-sind jeweils minus eines Eckumlenkers --4-- miteinander verbunden, der den weiteren Teil --18-der Nut --8-- ausfüllt (Fig. 2). Der Antrieb der Treibstangen --10-- erfolgt mittels des Handhebels - -11--.
Bei einer Verstellung der verschlussseitigen Treibstange --10-- nach unten wird diese Bewegung mittels des in einer C-Führung --16-- gelagerten, als Federstahlbad ausgebildeten Umlenkelements des Eckumlenkers --4-- auf die horizontale Treibstange --10-- und von dort mittels des Umlenkelements des weiteren Eckumlenkers-4-auf die drehachsseitige Treibstange --10-- übertragen.
Bei einer Schwergängigkeit der horizontalen und/oder drehachsseitigen Treibstange --10-ergibt sich eine gewisse Stauchung des Umlenkelements und damit eine auf den Eckumlenker-4wirkende Kraftkomponente in Antriebsrichtung, die ein Abheben des Eckumlenkers-4-von der Flügelecke bewirken kann. In abgehobenem Zustand des Eckumlenkers --4-- erfordert die Betätigung des Handhebels --11-- einen vergrösserten Kraftaufwand, und es ergibt sich eine Verringerung des zur Verfügung stehenden Verstellwegs der Treibstangen --10--, so dass dadurch ein sicherer Einschluss der Verriegelungsglieder --21-- nicht immer gewährleistet ist.
Um dieses unerwünschte Abheben der Eckumlenker --4-- aus der Nut --8-- im Bereich der Flügelecke zu vermeiden, ist im Falz --9-- des Flügels --1-- im Bereich der Flügelecke ein Stütz- blech --12-- angeordnet, das zur Erzielung einer Links-/Reehtsverwendbarkeit zu seiner in der
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Flügelebene angeordneten Längsachse A-A symmetrisch ausgestaltet ist.
Das der Fig. 2 zu entnehmende Stützblech --12-- besteht aus einer viereckigen Platte --13--,. an die sich eine abgewinkelte Nase --14-- anschliesst, die wesentlich schmäler gehalten ist wie die Platte --13--. Die Platte --13-- trägt vier Befestigungsbohrungen --15--, wovon jeweils zwei auf einer gemeinsamen, parallel zu ihrer Längsachse A-A befindlichen Achse angeordnet sind.
Die Platte --13-- des Stützblechs --12-- übergreift den grössten Teil der Breite der Führung - des Eckumlenkers-4-- und erstreckt sich anderseits im Falz --9-- bis in den Bereich des Flügelmaterials neben der Nut --8--. Über zwei Befestigungsschrauben --17-- ist das Stütz- blech --12-- in seinem auf der Falzfläche des Flügels-l-aufliegenden Bereich mit dem
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Die Nase-14-des Stützblechs-12-liegt an dem andern Schenkel der Führung --16-- an und erstreckt sich nur innerhalb des Bereichs der Breite der Führung --16--, so dass der Eckumlenker-4-auf zwei, im rechten Winkel zueinander angeordneten Seiten vom Stützblech - umgriffen ist.
Infolge der Anordnung eines Stützblechs-12-im Bereich der Flügelecke, das den Eck- umlenker --4-- übergreift und mit dem Flügel-l-neben dem Eckumlenker-4-verschraubt ist, wird die in Verstellrichtung der Treibstange auf den Eckumlenker-4-ausgeübte Kraftkomponente vom Stützblech --12-- unmittelbar aufgenommen und dadurch ein sicherer und fester Sitz des Eckumlenkers-4-in der Nut --8-- des Falzes --9-- im Bereich der Flügelecke gewährleistet.
PATENTANSPRCHE :
1. Eckumlenker mit einer Führung zur Aufnahme biegsamer Umlenkelemente, der an der Flügelecke eines Fensters, einer Türe od. dgl., insbesondere eines Dreh-Kippflügels, angeordnet ist zur Verbindung zweier im Falz des Flügels angeordneter Treibstangen, die sich entlang mindestens zweier senkrecht zueinander stehender Holme des Flügels erstrecken, wobei die Führung an der äusseren Flügelecke ein zusätzliches Stützblech aufweist, das vorzugsweise von der Raumform des Eckumlenkers unabhängig und nachträglich montierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützblech teils auf der Falzfläche des Flügels (1), teils auf der Führung (16) des Eckumlenkers (4) aufliegend angeordnet ist, wobei das Stützblech (12) mit seinem auf der Falzfläche aufliegenden Teil an dem Flügel (1)
befestigt ist und dass das Stützblech (12) eine viereckige, ebene Platte (13) aufweist, an die sich im Bereich der Führung (16) des Eckumlenkers (4) eine abgewinkelte Nase (14) anschliesst, dass das Stützblech (12) mit mehreren Befestigungsbohrungen (15) versehen ist, von denen sich die Hälfte der Anzahl der Befestigungsbohrungen (15) im ausserhalb der Führung (16) des Eckumlenkers (4) angeordneten Teil des Stützblechs (12) befinden und dass die Verschraubung des Stützblechs (12) über die ausserhalb der Führung (16) des Eckumlenkers (4) angeordneten Befestigungsbohrungen (15) mit dem Falz (9) des Flügels (1) vorgenommen ist.