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Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsskibindung mit einem um eine Querachse und eine
Hochachse schwenkbaren Sohlenhalter, welcher durch erst bei Überwindung vorbestimmter Höhen- bzw. Seitenauslösekräfte nachgebende Rastelemente in seiner den Schuh haltenden Normallage gehalten ist und bei dem die wirksame Auslösekraft mit fortschreitender Änderung der Belastungs- richtung von der Vertikalebene, vorzugsweise bis zu einer vorgegebenen Grenze, abnimmt, wobei das erste, bei Höhenauslösekräften nachgebende Rastelement der einen Verrastung an einem schwenkbaren Hebel ausgebildet und die zugehörige Gegenrast am hinteren, also dem Schuh abgewendeten Bereich des Sohlenhalters vorgesehen ist, wogegen das Rastelement der zweiten
Verrastung zwischen dem Sohlenhalter und einem mit dem Ski fixierbaren Bauteil ausgebildet ist,
und wobei der Hebel an einer parallel zur Querachse verlaufenden Achse gelagert ist, welche ihrerseits in einem Tragkörper angeordnet ist, welche um einen, die Hochachse bildenden, in einer Grundplatte der Bindung verankerten Drehzapfen, gegebenenfalls gegen die Kraft einer
Rückholfeder, verschwenkbar ist und welcher Hebel an seiner dem ersten Rastelement abgewendeten
Seite eine Abstützfläche für die Auslösefeder aufweist, wobei das bei Seitenauslösekräften nachgebende zweite Rastelement an einem nach hinten weisenden zusätzlichen Fortsatz des Sohlenhalters vorgesehen ist, welcher Fortsatz zumindest bereichsweise in eine an einem nach oben abgewinkelten, mit der Grundplatte verbundenen Teil gebildete Steuerkurve ragt.
Eine Sicherheitsskibindung der eingangs genannten Art ist in der AT-PS Nr. 305843 (der Patentinhaberin) beschrieben. Bei dieser bekannten Ausführung ist die durch den mit dem Ski fixierbaren Bauteil gebildete Gegenrast, in Skilängsrichtung betrachtet, derart auf der Grundplatte angeordnet, dass sie-bei geschlossener Bindung - in eine Aussparung ragt, welche hinter dem Trittsporn des Sohlenhalters und einer noch dahinter liegenden Wand des letzteren ausgebildet ist. Zwischen dem Trittsporn und Hinterwand ist die am Sohlenhalter vorgesehene Gegenrast, welche vorzugsweise durch eine Rolle gebildet ist, vorgesehen.
Durch diese Ausgestaltung ist die bekannte Bindung etwas lang.
Obzwar sich diese Ausführungsform in der Praxis bewährt hat, wurde dabei bezüglich der Betätigung als nachteilig empfunden, dass das Einsteigen in die ausgelöste Bindung bei schwierigen Geländeverhältnissen etwas Geschicklichkeit erfordert. Des weiteren sind der Höhenelastizität konstruktionsbedingt verhältnismässig enge Grenzen gesetzt, welcher Umstand sich insbesondere bei sogenannten automatischen Sohlenniederhaltern, welche keine gesonderte Höhenverstellung haben und bei Schnee unter dem Absatz des Skischuhs einen Teilbereich der Höhenelastizität wirkungslos machen, nachteilig auswirken kann.
Eine ähnliche Sicherheitsskibindung ist in der AT-PS Nr. 294645 beschrieben. Bei dieser bekannten Ausführung, welche sich sowohl auf einen Vorderbacken als auch auf einen Fersenhalter bezieht, wobei die Rastelemente der beiden Verrastungen am schwenkbaren Hebel angeordnet und voneinander örtlich getrennt vorgesehen sind, ist es nachteilig, dass eine Querbewegung der Bindung nicht nur die Auslösung der Querrastvorrichtung, sondern gleichzeitig auch der Hubrastvorrichtung bewirkt. Dies ist im Falle der Verwendung dieser bekannten Skibindung als ein Fersenhalter nachteilig, weil ein Fersenhalter gegen rein seitliche Kräfte unempfindlich sein soll, um eine sichere Skiführung zu gewährleisten.
Aus der DE-OS 1806780 ist eine ähnliche Sicherheitsskibindung bekanntgeworden. Bei dieser sind beide Rastvorrichtungen für die Höhen- und Seitenauslösekräfte von einem gemeinsamen Rastglied und von einem mit diesem zusammenwirkenden, sowohl für die Höhen- als auch für die Seitwärtsauslösung wirksamen Rastenträger gebildet. Dabei weist der Rastenträger für die
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Ausführung liegt darin, dass sowohl das Rastelement als auch der Rastenträger für zwei Auslöserichtungen verantwortlich ist. Aus diesem folgt, dass - insbesondere wegen baulichen Gegebenheiten - Kompromisse in Kauf genommen werden müssen.
Die praktische Erfahrung zeigt, dass derartige Kompromisse für die tatsächliche Lösung nicht befriedigend gewesen sind und bei einem am Markt tatsächlich vertriebenen Produkt für die Seitenauslösung eine weitere Steuerkurve geschaffen worden ist, welche zwischen der Grundplatte und dem Gehäuse der Skibindung vorgesehen war.
Diese Ausführungsform hat wieder den Nachteil, dass sich zwischen Grundplatte und Gehäuse Schnee, Eis od. dgl. anhäufen kann, wodurch die Auslösevorgänge unkontrollierbar werden können. Ausserdem zeigt die praktische Ausführung, dass die in der obengenannten DE-OS beschriebene Lösung allein für die praktische Verwertung nicht ausreicht. Weiters erfolgt ein willkürliches Aussteigen gegen die Kraft der Auslösefeder.
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Aus der AT-PS Nr. 338151 (Fig. 6) ist es ebenfalls bekannt, zwischen den beiden Rastelementen einen schwenkbar gelagerten Hebel anzuordnen, wobei dieser Hebel an seiner Rückseite durch einen federbelasteten Schieber beaufschlagt ist und mit seinem dem Sohlenniederhalter zugewendeten
Bereich den letzteren in Position hält. Das Hochschwenken des Sohlenniederhalters erfolgt um eine quer zur Skilängsrichtung verlaufende Achse, welche oberhalb des Schiebers, etwa in der
Höhe der Abstützfläche des Sohlenniederhalters, angeordnet ist. Die vertikale Achse, um welche der Sohlenniederhalter bei seitlichen Belastungen verschwenkbar ist, ist durch zwei Halbachsen (oder Achsstumpfen) gebildet, welche ihrerseits am Hebel bzw. am an der Querachse gelagerten, hochschwenkbaren Sohlenniederhalterteil gelagert sind.
Dies hat zur Folge, dass die Querachse bei Auftreten von seitlichen Kräften im Endeffekt auch von Schubkräften beansprucht wird, welche von den beiden Lagern dieser Achse aufgenommen werden müssen, wodurch diese Achse in diesen Bereichen leicht ausgeleiert werden kann. Dieser Umstand würde dann zu einem nicht erwünschten Wackeln des gesamten Sohlenniederhalters führen.
Aus der AT-PS Nr. 327759 (der Patentinhaberin) ist weiters bekannt, die Auslösefeder im
Auslösehebel zu lagern und so eine um eine gemeinsame Schwenkachse verschwenkbare Federpaket- - Einheit zu schaffen. Nachteilig ist dabei, dass ein willkürliches Aussteigen auch bei dieser Ausführung gegen die Kraft der Auslösefeder zu erfolgen hat.
Die DE-OS 2838904 beschreibt eine Lösung, die im wesentlichen aus der Addition dieser letztgenannten AT-PS mit der Skibindung nach der AT-PS Nr. 327068, welche einer andern Gattung zugehört, indem diese Bindung den Skischuh durch Hochschwenken des Sohlenhalters nur in der Vertikalebene freigibt, entstanden ist.
Somit konnten die bekannten Ausführungen weder für sich noch in Addition eine Lösung erstellen, bei der ein willkürliches Aussteigen aus der Bindung ohne gegen die Erhöhung der Kraft der Auslösefeder erfolgen würde.
Die DE-OS 1804181 (vgl. Fig. l bis 4), insbesondere Fig. 2) beschreibt zwar einen bei Horizontalund Vertikalauslösung den Skischuh gleichfalls freigebenden Fersenhalter, jedoch nur mit einem Rastelement, welches für beide Freigaberichtungen verantwortlich ist. Somit gehört diese Bindung einer andern Gattung als die erfindungsgemässe an.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, bei einer Sicherheitsskibindung der eingangs genannten Art eine von der Verschwenkbewegung (vom Hochschwenken) des Hebels unabhängigere Steuerung des Sohlenhalters zu ermöglichen. Es soll in diesem Zusammenhang dem Konstrukteur eine grössere Wahl bezüglich des Eingriffes vom Fortsatz des Sohlenhalters in die am mit der Grundplatte verbundenen abgewinkelten Teil vorgesehene Steuerkurve gegeben werden.
Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäss dadurch, dass der Fortsatz als sich schräg zur Grundplatte erstreckender Sporn ausgebildet ist und der abgewinkelte Teil sich schräg nach hinten erstreckt.
Durch die erfindúngsgemässe Anordnung wird der Eingriff zwischen dem Fortsatz und der Steuerkurve in eine, bezogen auf die Skioberseite, schiefe Ebene verlagert, wodurch die Bewegungsabläufe von Hebel und Sohlenhalter in einem grösseren Ausmass als bisher unabhängig voneinander bestimmt werden können. Insbesondere kann die Seitenstabilität der Ferse durch Verlängerung der sogenannten Sperrzone für einen grösseren Schwenkwinkel bestimmt werden. Auch das Zentrieren der Bindung wird auf diese Weise begünstigt.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung liegt darin, dass jener Bereich des Sporns, welcher in die Steuerkurve ragt, zwecks eines freien Hoch- bzw. Niederschwenkens des Sohlenhalters abgerundet ist.
Eine praktische Ausgestaltung dieses Erfindungsgedankens liegt erfindungsgemäss darin, dass die Abrundung durch zwei, aneinander anschliessende Kreisbögen gebildet wird, von welchen der Mittelpunkt des dem Sohlenhalterkörper benachbarten Kreisbogens in der Mittellinie der Querachse liegt, und der Mittelpunkt des andern Kreisbogens in einer senkrecht zur Grundplatte und quer zur Skilängsrichtung verlaufenden Ebene liegt, welche den Sporn etwa mittig durchsetzt, wobei die Länge der beiden Radien von den Kreisbögen im wesentlichen gleich gross ist.
Dabei könnte der Hebel, wie üblich, an einer im vorderen Bereich des Tragkörpers angeordneten Querachse angelenkt sein. Es hat sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, wenn der Hebel,
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in der Abfahrtsstellung gesehen-einen zumindest mit einer seiner Seiten parallel zur Skilängs- richtung erstreckenden Abschnitt aufweist, der in einen schräg nach oben und weg vom Sohlen- halter gerichteten Bereich übergeht, welcher von der Halteachse durchsetzt ist. Auf diese Weise stehen dem Konstrukteur für die Bestimmung des Verschwenkvermögens des Hebels und zur Be- stimmung der Steuerfläche am Hebel sowie bezüglich der Ausgestaltung der zwischen dem Sohlen- halter und dem skifixen Bauteil gebildeten Verrastung abgeänderte Hebelverhältnisse zur Ver- fügung.
In Weiterentwicklung dieses Erfindungsgedankens ist weiters vorgesehen, dass die Halteachse in einer senkrecht zur Grundplatte und quer zur Skilängsrichtung erstreckenden Ebene liegt, welche durch die Mittellinie der Hochachse bestimmt ist. Diese Ausgestaltung gewährleistet für den Ablauf der Bewegungen des Sohlenhalters eine kardanartige Lagerung.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun an Hand der Zeich- nungen, die ein Ausführungsbeispiel darstellen, näher beschrieben. Hiebei zeigen : Fig. 1 einen
Längsschnitt durch die erfindungsgemässe Bindung und Fig. 2 die Verrastung in Vorderansicht.
Im einzigen Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und 2 ist eine in ihrer Gesamtheit als ein Fersenhalter --1-- bezeichnete Sicherheitsskibindung erkennbar. Der Fersenhalter-l-ist in bekannter Weise mittels einer Grundplatte --4-- entlang der Führungsschiene --3--, welche ihrerseits auf der Oberseite eines Skis --2-- in bekannter Weise durch angedeutete Schrauben befestigt ist, gegen Abheben von der Oberseite des Skis --2-- gehalten. Zur Anpassung an unterschiedlich lange Skischuhe kann der Fersenhalter-l-mittels der Grundplatte --4-relativ zur Führungsschiene --3-- in der Richtung der Längsachse des Skis verschoben und in bekannter Weise in jeweils gewünschten Lagen gesichert werden. Die Art und Weise der Längenverstellung bildet nicht den Gegenstand der Erfindung.
In der Grundplatte --4-- ist eine als ein Drehzapfen --5-- ausgebildete Hochachse vernietet, um welche ein Tragkörper --6-- des Fersenhalters --1-- in der horizontalen Ebene, vorzugsweise gegen die Kraft einer Rückholfeder --5a--, verschwenkbar gelagert ist. Der Tragkörper --6-- weist an seinem oberen Bereich eine im wesentlichen im rechten Winkel zur Skilängsachse und parallel zur Oberseite des Skis --2-- verlaufende, von zwei Achszapfen --7a, 7b-- gebildete Querachse --7-- auf, um welche ein Sohlenhalter --8-- hochschwenkbar und ein in seiner Gesamtheit mit --11-- bezeichneter Federkäfig verschwenkbar gelagert sind.
Des weiteren ist um eine weitere, zur Querachse --7-- parallel verlaufende, im Tragkörper --6-- angeordnete Halte- achse --9-- ein Hebel --10-- schwenkbar gelagert. Dieser Hebel --10-- weist - in der Abfahrtsstellung gesehen-einen zumindest mit einer seiner Seiten parallel zur Skilängsrichtung erstreckenden Abschnitt auf, welcher im vom Sohlen halter --8-- abgelegenen Bereich in einen schräg nach oben und weg vom Sohlenhalter --8-- weisenden Abschnitt übergeht. Der Endbereich dieses Abschnittes des Hebels --10-- ist von der Halteachse --9-- durchsetzt. Dabei liegt die Halteachse - vorzugsweise in einer senkrecht zur Grundplatte und quer zur Skilängsrichtung verlaufenden Ebene, welche durch die Mittellinie der Hochachse --5-- geht, so dass der Sohlenhalter --8-im Fersenhalter --1-- kardanartig gelagert ist.
Durch die Anordnung der Halteachse --9-im hinteren und auch nach oben verschobenen Bereich des Tragkörpers --6-- ist für den Konstrukteur eine grössere Auswahl hinsichtlich der Hebelverhältnisse bezogen auf den Verlauf der Auslösevorgänge für den Sohlenhalter --8-- gegeben.
Der Sohlenhalter --8-- weist an seinem zum Einsetzen eines nicht dargestellten Skischuhs zugewendeten, vorderen Bereich in an sich bekannter Weise einen Trittsporn --8b-- und einen Niederhalter --8d-- auf. Am dem Skischuh abgelegenen Bereich des Sohlenhalters --8-- sind eine Rastpfanne --8a-- und ein zusätzlicher, sich schräg zur Grundplatte --4-- erstreckender Sporn --8c-- ausgebildet. Dabei ist der die Raste bildende, gesondert nicht bezeichnete Bereich des zusätzlichen Sporns --8c-- mittels zweier Radien R,, R, von Kreisbögen abgerundet, so dass in jeder Lage des Sohlenhalters --8-- und des Hebels --10-- ein freies Hoch- bzw. Niederschwenken des Sohlenhalters --8-- gewährleistet ist.
Der Hebel --10-- ist, wie an sich bekannt, als ein Rastenträger für eines der Rastelemente, welche gegen die Höhenauslösekräfte nachgeben, ausgebildet. Zu diesem Zweck weist der Hebel --10-- eine Nase --10a-- auf, welche in eine als eine Rastpfanne --8a-- ausgebildete Gegenrast des Sohlenhalters --8-- von hinten her
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eingreift. Die gegen das Verschwenken in der horizontalen Ebene wirksame Verrastung ist vom zusätzlichen Sporn --8c-- des Sohlenhalters --8-- gebildet, welcher in eine als eine Steuerkurve - ausgebildete Gegenrast eingreift. Die Steuerkurve --4b-- ist in bzw. an einer Halteplatte - ausgebildet, welche ihrerseits an einem nach oben abgewinkelten, sich schräg nach hinten erstreckenden Teil der Grundplatte --4-- ausgebildet ist.
Infolge dieser Ausgestaltung sind die beiden Verrastungen am als Rastenträger ausgebildeten Sohlenhalter --8-- voneinander örtlich getrennt, bezogen auf die Halteachse --9-- des Hebels --10-- jedoch an der dem Hebel 0 - zugewendeten Seite des Sohlenhalters --8-- angeordnet.
An seiner dem Sohlenhalter --8-- abgewendeten Seite weist der Hebel --10-- eine Steuer- fläche --10c-- auf, an welcher ein im Federkäfig --11-- von einer Feder, der sogenannten Auslösefer --13--, beaufschlagter Schieber --12-- abgestützt ist. Die Steuerfläche --10c-- ist dabei vorteilhafterweise derart ausgebildet, dass bei einem eingesetzten Skischuh in jeder Lage des Hebels --10--, so auch bei einem willkürlichen Aussteigen aus der Bindung, der Schieber - praktisch normal zur Steuerfläche --10c-- liegt. Dies bedeutet, dass die Vorspannung
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Reibungskräfte bestimmtes Aussteigen gewährleistet. Diese Ausgestaltung bildet für sich keinen Gegenstand der Erfindung, so dass auf deren Einzelheiten nicht näher eingegangen wird.
Der Aufbau des Federkäfigs --11-- ist wie folgt. Der Schieber --12-- ist von einem Ende der Auslösefeder --13-- beaufschlagt, deren anderes Ende an einer Federgabel --14-abgestützt ist. Die Federgabel --14-- ist von einer Stellschraube --15-- durchsetzt, welche ihrerseits in einem den Federkäfig --11-- bildenden zylinderförmigen Gehäuse --16-- verdrehbar, in Längsrichtung dieses Gehäuses --16-- hingegen unverschiebbar gelagert ist. Zu diesem Zweck weist das zylinderförmige Gehäuse --16-- eine Aussparung --16a-- auf, in welche die Stellschraube --15-- mittels ihres Kragens --15a-- abgestützt ist. Jener Bereich der Federgabel --14--, in welchen die Stellschraube --15-- eingreift, ist in der Art einer Gewindebuchse --14a--
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ist.
Zu diesem Zweck weist das Gehäuse --16-- eine parallel zur Längsachse der Auslösefeder - verlaufende weitere Aussparung --16b-- auf, in welcher ein freies Ende --14b-- der Federgabel --14-- Markierungen --19-- entlang bewegbar ist, welche beispielsweise an einem Fenster --18-- eines Auslösehebels --20-- vorgesehen sind. Mittels des Auslösehebels --20-- ist der gesamte Federkäfig --11-- um die Querachse --7-- in der Richtung eines der Pfeile Pf1, Pf2 verschwenkbar. Zur Aufnahme des Schiebers --12-- dient im Gehäuse --16-- eine Aussparung --16c--.
Der Schieber --12-- ist an der Steuerfläche-10c-des Hebels-10- nur durch die Kraft einer verhältnismässig schwachen Zentrierfeder --21-- in Position gehalten, so dass bei einem willkürlichen Auslösen durch Verschwenken des Auslösehebels --20-- in der Richtung eines der Pfeile Pf oder Pf2 nur die Kraft dieser schwachen Zentrierfeder --21-- überwunden werden muss. Gegen ein Hochschwenken und/oder seitliches Auslösen ist hingegen die Auslösefeder --13-- durch ihre jeweils eingestellte Kraft wirksam. Dabei ist die Anordnung so getroffen, dass gegen ein rein seitliches Auslösen der Fersenhalter-l-durch die Steuerkurve
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Für einen rein seitlichen Auslösevorgang ist daher, wie bekannt, der nicht dargestellte Vorderbacken verantwortlich. Bei zusammengesetzten, sogenannten Diagonalkräften, kommt dann die Steuerkurve --4b-- zur Geltung. Da aus dem Stand der Technik auch diese Vorgangsweise für sich bekannt ist, wird sie nicht näher beschrieben.
Die Wirkungsweise des gegenständlichen Fersenhalters-l-ist demnach wie folgt :
Bei einem willkürlichen Auslösevorgang wird der Auslösehebel --20-- gemeinsam mit dem Federkäfig --11-- entweder in der Richtung des Pfeiles Pf 1 gezogen oder in der Richtung des Pfeiles Pf 2 gedrückt, wobei diese Einheit in beiden Fällen um die Querachse --7-- verschwenkt wird, so dass der Schlenhalter --8-- mittels des Schuhabsatzes praktisch kraftfrei hochgeschwenkt werden kann, welche Vorgangsweise noch durch die Öffnungsfeder --22-- unterstützt wird. Dabei
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kommt der zusätzliche Sporn --8c-- des Sohlenhalters --8-- von der durch die Steuerkurve-abgebildeten Gegenrast der Halteplatte --4a-- frei.
Nachdem der Skischuh freigekommen ist, drückt die Zentrierfeder --21-- den Federkäfig --11-- in die Ausgangsposition, welcher seinerseits den Hebel --10-- in die Ausgangsposition drückt. Die allenfalls vorhandene Rückholfeder --5a-- begünstigt dabei die Zentrierung des Hebels --10--. Da die Öffnungsfeder --22-- das Bestreben hat, den Sohlenhalter --8-- in eine Lage zum Einsteigen zu schwenken bzw. in dieser zu halten, wenn er sich nicht in der Abfahrtsstellung befindet, steht der Fersenhalter-l-wieder zum Einsteigen bereit (step-in-Stellung). Beim Schliessen des Fersenhalters --1-- rastet der zusätzliche Sporn --8c-- des Sohlenhalters --8-- wieder in die Steuerkurve --4b-- der Halteplatte --4-ein.
Erfolgt ein unwillkürliches Auslösen des Fersenhalters --1-- zufolge eines Sturzes des Skifahrers in der Vertikalebene (reiner Vorwärtssturz), so wird der Hebel --10-- durch den vom Schuhabsatz beaufschlagten Sohlenhalter --8-- gegen die Kraft der Auslösefeder --13-hochgeschwenkt, wobei der Schieber --12-- in der Ausnehmung --16c-- des Zylinders --16-in der Richtung der Längsachse der Auslösefeder --13-- verschoben wird. Dabei stützt sich die Auslösefeder --13-- an einem flanschartigen Teil --12a-- des Schiebers --12-- ab, so dass zwischen Rastbolzen --12-- und Auslösefeder --13-- kein gesonderter Mitnehmer, beispielsweise kein geonderter Federteller, erforderlich ist. Die Freigabe des zusätzlichen Sporns --8c-- von der Steuerkurve --4b-- erfolgt ähnlich wie bei einem willkürlichen Auslösevorgang.
Beim Auftreten von rein seitlichen Kräften bleibt der Fersenhalter-l-zufolge der Sperrzone zwischen dem zusätzlichen Sporn --8c-- und der Steuerkurve --4b-- geschlossen. In diesem Fall wird der Skischuh von einem nicht gezeigten Vorderbacken in bekannter Weise freigegeben.
Erfolgt die Belastung auf den Fuss des Skifahrers in einer von der vertikalen Ebene ab-
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--8c-- des Sohlenhalters --8--halter-l-eine der Ausgestaltung der Steuerkurve --4b-- entsprechende Diagonalauslösung erfährt.
Die Erfindung ist nicht auf das angeführte Ausführungsbeispiel eingeschränkt. Es sind Abwandlungen denkbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise kann die Halteachse für den Hebel von zwei Halbachsen oder Zapfen gebildet sein, welche in Seitenwänden des Tragkörpers befestigt sind. Eine solche Ausgestaltung ist durch die ausführlich dargelegte Ausbildung der Querachse, an welcher der Sohlenhalter und der Auslösehebel mit dem Federkäfig gelagert sind, belegt. Des weiteren kann die Halteplatte der Steuerkurve mit der Grundplatte nicht nur einstückig ausgebildet sein, sondern auch als ein gesonderter Bauteil ausgebildet sein, der mit der Grundplatte vernietet wird.
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