AT373928B - Verfahren zur herstellung von pfropfcopolymeren von zellulose und/oder eiweissfasern mit vinylmonomeren - Google Patents

Verfahren zur herstellung von pfropfcopolymeren von zellulose und/oder eiweissfasern mit vinylmonomeren

Info

Publication number
AT373928B
AT373928B AT75779A AT75779A AT373928B AT 373928 B AT373928 B AT 373928B AT 75779 A AT75779 A AT 75779A AT 75779 A AT75779 A AT 75779A AT 373928 B AT373928 B AT 373928B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
mass
cellulose
fibers
aqueous solution
graft
Prior art date
Application number
AT75779A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA75779A (de
Inventor
Boris Pavlovich Morin
Galina Jurievna Voinova
Irina Pavlovna Breusova
Galina Igorevna Stanchenko
Zakhar Alexandrovich Rogovin
Original Assignee
Mo Textilny I
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mo Textilny I filed Critical Mo Textilny I
Priority to AT75779A priority Critical patent/AT373928B/de
Publication of ATA75779A publication Critical patent/ATA75779A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT373928B publication Critical patent/AT373928B/de

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L59/00Thermal insulation in general
    • F16L59/14Arrangements for the insulation of pipes or pipe systems
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M14/00Graft polymerisation of monomers containing carbon-to-carbon unsaturated bonds on to fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials
    • D06M14/02Graft polymerisation of monomers containing carbon-to-carbon unsaturated bonds on to fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials on to materials of natural origin
    • D06M14/04Graft polymerisation of monomers containing carbon-to-carbon unsaturated bonds on to fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials on to materials of natural origin of vegetal origin, e.g. cellulose or derivatives thereof
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M14/00Graft polymerisation of monomers containing carbon-to-carbon unsaturated bonds on to fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials
    • D06M14/02Graft polymerisation of monomers containing carbon-to-carbon unsaturated bonds on to fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials on to materials of natural origin
    • D06M14/06Graft polymerisation of monomers containing carbon-to-carbon unsaturated bonds on to fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials on to materials of natural origin of animal origin, e.g. wool or silk

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur Herstellung von Pfropfcopolymeren von Zellulose und/oder Eiweissfasern mit Vinylmonomeren. Die genannten Pfropfcopolymeren lassen sich als Rohstoffe für die Erzeugung von Massenbedarfsgütern und Schutzkleidung der Arbeiter der chemischen Industrie, als Ionenaustauscher zum Auffangen der Ionen von Edelmetallen und andern Metallen, zur Abwasser- und Zuckersirupreinigung usw. verwenden. 



   Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Pfropfcopolymeren der Eiweissfasern (Wolle, Seide) mit Vinylmonomeren bekannt, das darin besteht, dass man die Eiweissfasern mit einer wässerigen Lösung eines Eisen (II)-salzes imprägniert, überschüssige   Eisende-ionien   auswäscht, mit der wässerigen Lösung eines Reduktionsmittels tränkt, wobei als solches Natriumhydrogensulfit oder Thioharnstoffdioxyd dient, vom überschüssigen Reduktionsmittel wäscht und dann die Pfropfcopolymerisation von Vinylmonomeren an die Eiweissfasern aus der wässerigen Lösung oder wässerigen Emulsion des Vinylmonomeren, enthaltend Wasserstoffperoxyd, durchführt (s. UdSSR-Urheberschein Nr. 455178). 



   Nachteilig wirkt sich beim angegebenen Verfahren seine Vielstufigkeit und das Anfallen grosser Abwassermengen aus. Die Ausnutzung der oben erwähnten Reduktionsmittel sichert ausserdem die ausreichend hohe Geschwindigkeit der Pfropfcopolymerisation nicht, was seinerseits den Prozess der Herstellung von Pfropfcopolymeren zu intensivieren nicht gestattet. 



   In der CH-PS Nr. 468509 ist ein Verfahren zur Herstellung von Pfropfcopolymeren der Zellulose beschrieben, das darin besteht, dass als Ausgangspolymeren zur Pfropfcopolymerisation nicht Zellulose, sondern Zellulose-Derivate eingesetzt werden, die folgendermassen hergestellt werden :
Man behandelt die Zellulose mit einer 2%igen Lösung   NaOH,   dann behandelt man die erhaltene Alkalizellulose 4 h lang mit einer 27 masse-% igen Lösung von   Äthylen- (propylen) -sulfid.   Danach wird das erhaltene Zellulosederivat, das SH-Gruppen enthält, gewaschen und mit einer   FeCl-Lösung   getränkt, von überschüssigen Eisenionen durch Abwaschen befreit, und dann wird die Pfropfcopolymerisation in einer Lösung oder Emulsion eines Vinylmonomeren (z.

   B. des Cyanäthylacrylates), die beispielsweise Wasserstoffperoxyd enthält, während 24 h bei Zimmertemperatur, durchgeführt. 



   Nachteil dieses Verfahrens ist, dass die Herstellung der Zellulose-Derivate mehrstufig und sehr zeitraubend ist und dabei sehr giftige Stoffe, wie Äthylen- (propylen) -sulfid, von denen 70 Masse-% bei Nebenreaktionen verloren gehen, angewendet werden müssen. 



   Die CH-PS Nr. 469854 bezieht sich auf die Einbringung aktiver Peroxydgruppen in Polypropylen durch Behandlung mit   O2   und   KSO,.   



   Das der Peroxydierung unterzogene Polypropylen wird 1 h lang bei   90 C   in Anwesenheit von Vanadylsulfat einer Pfropfcopolymerisation mit Dimethylaminäthylmethacrylat unterzogen. 



   Bekannt ist ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung von Pfropfcopolymeren der Zellulose oder Eiweissfasern (Wolle) mit Vinylmonomeren, das darin besteht, dass man die Zellulose oder die Eiweissfasern mit der wässerigen Lösung eines Gemisches aus   Eisen (II)-salz   und Reduktionsmittel, Natrium-Formaldehydsulfoxylat tränkt, vom überschüssigen Reduktionsmittel und von den überschüssigen   Eisen (II)-ionen   wäscht und dann die Pfropfcopolymerisation von Vinylmonomeren an die Zellulose oder Eiweissfasern aus einer wässerigen Lösung oder einer wässerigen Emulsion des Vinylmonomeren, enthaltend Wasserstoffperoxyd, durchführt (s. UdSSR-Urheberschein Nr. 401675). 



   Der Nachteil des bekannten Verfahrens besteht darin, dass das im Verfahren verwendete Reduktionsmittel eine ausreichend hohe Geschwindigkeit der Pfropfcopolymerisation nicht sichert und damit den Prozess der Herstellung von Pfropfcopolymeren zu intensivieren sowie die Herstellung von Pfropfcopolymeren der Zellulose im kontinuierlichen Betrieb zu verwirklichen nicht gestattet. 



   Zweck der Erfindung ist es, die genannten Nachteile zu vermeiden. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, im Verfahren zur Herstellung von Pfropfcopolymeren von Zellulose und/oder Eiweissfasern mit Vinylmonomeren solch ein Reduktionsmittel zu wählen, das die Geschwindigkeit der Pfropfcopolymerisation bedeutend zu erhöhen und damit den Prozess der Herstellung von Pfropfcopolymeren wesentlich zu intensivieren sowie die Herstellung von Pfropfcopolymeren der Zellulose im kontinuierlichen Betrieb zu verwirklichen ermöglicht. 



   Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass ein Verfahren zur Herstellung von Pfropfcopolymeren von Zellulose und/oder Eiweissfasern mit Vinylmonomeren vorgeschlagen wird, bei dem man die Zellulose und/oder Eiweissfasern mit einer wässerigen Lösung eines anorganischen Eisen D-salzes tränkt, die überschüssigen Eisen D-ionen entfernt und die Pfropfcopolymerisation der Vinylmono- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 meren an die Zellulose und/oder Eiweissfasern aus wässeriger Lösung, wässeriger Emulsion oder wässeriger Dispersion des Vinylmonomeren, jeweils Wasserstoffperoxyd enthaltend, durchführt, und das dadurch gekennzeichnet ist, dass man vor der Durchführung der Pfropfcopolymerisation in die wässerige Lösung, wässerige Emulsion oder wässerige Dispersion des Vinylmonomeren ein Reduktionsmittel, vorzugsweise Hydraziniumsulfat, Natriumsulfid, Glukose, Natriumhypophosphit,

   Natriumhydrogentartrat und/oder Hydrochinon, in einer Menge von 0, 002 bis 0, 02 Masse-% einbringt. 



   Dank der Verwendung der Reduktionsmittel steigt die Geschwindigkeit der Pfropfcopolymerisation von Vinylmonomeren an die Zellulose und Eiweissfasern ohne Bildung des freien Homopolymeren im Reaktionsgemisch bedeutend an. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, den Prozess der Herstellung von Pfropfcopolymeren zu intensivieren sowie die Herstellung von Pfropfcopolymeren der Zellulose im kontinuierlichen Betrieb zu verwirklichen. 



   Im vorgeschlagenen Verfahren lässt sich die Zellulose als Viskosefaser (Faden, Strang oder Stapel), Baumwolle, Zellulose, gewonnen aus Holz, verwenden. 



   Als Eiweissfasern benutzt man im vorgeschlagenen Verfahren vorzugsweise   Woll- oder   Seidenfasern. 



   Als Vinylmonomeren kann man z. B. 2-Methyl-5-vinylpyridin, 4-Vinylpyridin, 2-Methyl-4-vinylpyridin, Acrylnitril, Styrol, Methylmethacrylat anwenden. 



   Als Reduktionsmittel kommt z. B. Hydraziniumsulfat, Natriumsulfid, Glukose, Natriumhypophosphit, Natriumhydrogentartrat oder Hydrochinon in Betracht. 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 worin n zwischen 14 und 17 liegt, oder des Typs 
 EMI2.5 
 worin n zwischen 10 und 16 liegt. 



   Das vorgeschlagene Verfahren lässt sich sowohl periodisch als auch kontinuierlich verwirklichen. 



   Führt man den Prozess im periodischen Betrieb durch, dann tränkt man die Zellulose als Viskosefaser, Baumwolle oder aus Holz gewonnene Zellulosemasse, Eiweissfasern (Wolle oder Seide) mit 0, 05 bis   0, 25 masse-% iger   wässeriger Lösung des Eisen D-salzes, entfernt die überschüssigen   Eisen (II)-ionen   beispielsweise durch Waschen mit Wasser und bringt   z. B.   in einen Druckfärbeapparat ein. In den Apparat wird dann eine Wasserstoffperoxyd und Reduktionsmittel enthaltende wässerige Lösung, wässerige Emulsion oder wässerige Dispersion des Vinylmonomeren eingegossen.

   Die Konzentration des Reduktionsmittels in der wässerigen Lösung, wässerigen Emulsion oder wässerigen Dispersion beträgt 0, 002 bis 0, 2 Masse-%, und die Vinylmonomeren, das Wasserstoffperoxyd und Emulgiermittel werden in einer allgemeingültigen bekannten Menge eingesetzt (die Konzentration von Vinylmonomeren kann beispielsweise in einem Bereich von 1 bis 10 Masse-%, die des Wasserstoffperoxyds in einem Bereich von 0,01 bis 0, 1 Masse-% und die des Emulgiermittels zwischen 0,2 und 1 Masse-% liegen). Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von 0 bis   80'C.   Nach der Beendigung des Prozesses giesst man das verbrauchte Reaktionsgemisch ab, wäscht das erhaltene Produkt beispielsweise mit Wasser oder mit 1 bis 2 masse-% iger Essigsäure ab und trocknet. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Bei der Durchführung des Prozesses der Herstellung von Pfropfcopolymeren im kontinuierlichen Betrieb lässt man die   frischgebildete   Viskosefaser durch ein Bad, enthaltend 0, 05 bis 0, 25 masse- -%ige wässerige Lösung des Eisen D-salzes, durchlaufen und entfernt dann die überschüssigen   Eisen D-ionen z. B.   in der Weise, dass man die Faser zwischen Quetschwalzen leitet. Dann passiert die Viskosefaser das Bad mit wässeriger Lösung, wässeriger Emulsion oder wässeriger Dispersion des Vinylmonomeren, welche Wasserstoffperoxyd und Reduktionsmittel (bei der Emulsion Emulgiermittel) enthält. Die das Bad verlassende Faser, welche ein Pfropfcopolymeres der Zellulose mit Vinylmonomeren darstellt, wird gewaschen, getrocknet und auf eine Aufnahmeeinrichtung gewickelt oder in Stapelfasern geschnitten. 



   Zum besseren Verstehen der Erfindung werden folgende Beispiele zur konkreten Ausführung derselben angeführt. 



   Beispiel 1 : 100 g Viskosefasern werden mit   0, 25 masse-% iger   wässeriger Lösung von Mohrschem Salz   (NH4) SO4. FeS04. 6H2O bei   einer Temperatur von   200C   während 15 min getränkt. Das Flottenverhältnis (Flüssigphase-Zellulose-Masse-Verhältnis) beträgt 50, der PH-Wert liegt zwischen 4, 5 und 5, 5. Die Faser wäscht man dann von den überschüssigen   Eisende-ionien   mit destilliertem Wasser ab, quetscht ab und bringt in eine 7 masse-%ige wässerige Lösung von Acrylnitril, enthaltend 0, 06 Masse-% Wasserstoffperoxyd und 0, 003 Masse-% Hydraziniumsulfat, ein. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   600C   und einem Flottenverhältnis von 50 während 15 min. 



  Das erhaltene Pfropfcopolymere wird mit Wasser gewaschen und bis zum konstanten Gewicht getrocknet. Die Menge von angepfropftem Polyacrylnitril beträgt 70%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril so wie oben beschrieben, indem man jedoch statt Hydraziniumsulfat Formaldehydnatriumsulfoxylat (0, 003 Masse-%) in die wässerige Lösung des Monomeren einführt. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 23%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfaser. Im Reaktionsgemisch werden dabei 45 bis 50 Masse-% freies Homopolymeres (bezogen auf die Umwandlung von Monomeren) gebildet. 



   Vergleichsweise stellt man ausserdem ein Pfropfcopolymeres der Zellulose mit Acrylnitril nach dem bekannten Verfahren her, das darin besteht, dass man die Viskosefaser mit wässeriger Lösung, enthaltend 0, 25 Masse-% Mohrsches Salz und 0, 7 Masse-% Formaldehydnatriumsulfoxylat, tränkt. 



  Dann wäscht man die Faser von den überschüssigen Ionen des Formaldehydnatriumsulfoxylats und Ionen des zweiwertigen Eisens mit Wasser ab, quetscht ab und führt die Pfropfcopolymerisation unter den im Beispiel 1 oben beschriebenen Bedingungen durch, ohne dass man das Reduktionsmittel in die wässerige Lösung des Monomeren einführt. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 30%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 2 : 100 g Wollfasern werden mit   0, 5 masse-% iger   wässeriger Lösung von Mohrschem Salz bei einer zwischen 22 und   25 C   liegenden Temperatur während 15 min getränkt. Das Flottenverhältnis beträgt 50, der   PH -Wert 4, 5   bis 5, 5. Dann wäscht man die Faser von den überschüssigen   Eisende-ionien   mit Wasser ab, quetscht ab und bringt in 6 masse-% ige wässerige Lösung von Acrylnitril ein, die 0, 03 Masse-% Wasserstoffperoxyd und 0, 005 Masse-% Hydraziniumsulfat enthält. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   600C   während 30 min. Das erhaltene Pfropfcopolymere wird mit Wasser gewaschen und bis zum konstanten Gewicht getrocknet. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 40%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Wolle mit Acrylnitril nach dem bekannten Verfahren, bestehend darin, dass man die Wollfaser mit wässeriger Lösung, enthaltend 0, 05 Masse-% Mohrsches Salz und 0, 14 Masse-% Formaldehydnatriumsulfoxylat, tränkt. Dann wäscht man die Faser mit Wasser ab, quetscht ab und führt die Pfropfcopolymerisation unter den im Beispiel 2 oben beschriebenen Bedingungen durch, ohne dass man das Reduktionsmittel in die wässerige Lösung des Monomeren einführt. Die Menge des angepfropften   Polyacrylnitrils beträgt   25%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise stellt man das Pfropfcopolymere der Wolle mit Acrylnitril nach dem vorgeschlagenen Verfahren so wie im Beispiel 2 beschrieben her, aber statt Hydraziniumsulfat wird Natriumhydrogensulfit (0, 005 Masse-%) in die wässerige Lösung des Monomeren eingeführt. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 18%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. Im Reak- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 tionsgemisch werden dabei 40 Masse-% freies Homopolymeres (bezogen auf die Umwandlung des Monomeren) gebildet. 



   Beispiel 3 : 100 g Viskosefasern werden analog zum Beispiel 1 behandelt, wonach die Pfropfcopolymerisation aus 7 masse-% iger wässeriger Lösung von Acrylnitril, enthaltend 0, 05 Masse-% Wasserstoffperoxyd und 0, 003 Masse-% Natriumsulfid, verwirklicht wird. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei   600C   während 20 min. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 60%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril nach dem bekannten Verfahren, bestehend darin, dass die Viskosefaser mit wässeriger Lösung, enthaltend 0, 25 Masse-% Mohrsches Salz und 0, 7 Masse-% Formaldehydnatriumsulfoxylat, tränkt. Dann wäscht man die Faser von dem überschüssigen Formaldehydnatriumsulfoxylat und den überschüssigen   Eisende-ionien   mit Wasser ab, quetscht ab und verwirklicht die Pfropfcopolymerisation unter den im Beispiel 3 beschriebenen Bedingungen, ohne dass das Reduktionsmittel der wässerigen Lösung des Monomeren zugesetzt wird. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 34%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise stellt man ausserdem das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril analog zu dem im Beispiel 3 beschriebenen vorgeschlagenen Verfahren her, nur dass man bei der Durchführung der Pfropfcopolymerisation die wässerige Lösung des Monomeren, die Natriumsulfid nicht enthält, verwendet. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 25%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 4 : 100 g Wollfasern werden analog zum Beispiel 2 behandelt, wonach die Pfropfcopolymerisation aus 2 masse-% iger wässeriger Emulsion von Styrol, enthaltend 0,03 Masse-% Wasserstoffperoxyd, 0, 005 Masse-% Natriumsulfid und 0,2 Masse-% Emulgiermittel der Formel (II), verwirklicht wird. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   70 C   während 20 min. Die Menge des angepfropften Polystyrols beträgt 60%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Wolle mit Styrol nach dem bekannten Verfahren, bestehend darin, dass man die Wollfaser mit 0,5 masse-% iger wässeriger Lösung von Mohrschem Salz tränkt, von den überschüssigen   Eisende-ionien   wäscht, mit   0, 6 masse-% iger   wässeriger Lösung von Thioharnstoffdioxyd tränkt, vom überschüssigen Thioharnstoffdioxyd wäscht und abquetscht. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt wie im Beispiel 4 beschrieben, nur dass das Reduktionsmittel der wässerigen Emulsion des Monomeren nicht zugesetzt wird. Die Menge des angepfropften Polystyrols beträgt 27%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise stellt man ausserdem das Pfropfcopolymere der Wolle mit Styrol analog dem vorgeschlagenen Verfahren, beschrieben im Beispiel 4 her, nur dass man bei der Durchführung der Pfropfcopolymerisation die wässerige natriumsulfidfreie Emulsion des Monomeren verwendet. 



  Die Menge des angepfropften Polystyrols beträgt 25%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 
 EMI4.1 
 schüssigen   Eisende-ionien   mit destilliertem Wasser, quetscht ab und bringt in 10 masse-% ige wässerige Dispersion des Acrylnitrils, enthaltend 0, 06 Masse-% Wasserstoffperoxyd und 0, 01 Masse-% Glukose, ein. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   600C   während 20 min. 



  Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 78%, bezogen auf die Baumwollmasse. 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril nach dem bekannten Verfahren, bestehend darin, dass die Baumwolle mit wässeriger Lösung, enthaltend 0, 25 Masse-% Mohrschem Salz und 0, 7 Masse-% Formaldehydnatriumsulfoxylat, getränkt wird. Dann wäscht man die Faser von dem überschüssigen Formaldehydnatriumsulfoxylat und den Eisen (II)- - ionen mit Wasser ab, quetscht ab und verwirklicht die Pfropfcopolymerisation unter den im Beispiel 5 oben beschriebenen Bedingungen, nur dass das Reduktionsmittel in die wässerige Dispersion des Monomeren nicht eingeführt wird. Die Menge des Pfropfpolymeren beträgt 32%, bezogen auf die Baumwollmasse. 



   Vergleichsweise erhält man ausserdem das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril analog zu dem vorgeschlagenen, im Beispiel 5 beschriebenen Verfahren, nur dass man bei der Durchführung der Pfropfcopolymerisation die wässerige glukosefreie Dispersion des Monomeren benutzt. Die Menge des Pfropfpolymeren beträgt 25%, bezogen auf die Baumwollmasse. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Beispiel 6 : 100 g Viskosefasern werden analog zum Beispiel 1 behandelt, wonach man die
Pfropfcopolymerisation aus 1 masse-% iger wässeriger Emulsion des Styrols, enthaltend 0,03 Masse-%
Wasserstoffperoxyd, 0, 002 Masse-% Natriumhypophosphit und 0, 4 Masse-% Emulgiermittel der For- mel (II) durchführt. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   70 C   während
30 min. Die Menge des angepfropften Polystyrols beträgt 35%, bezogen auf die Masse der Ausgangs- fasern. 



   Vergleichsweise stellt man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Styrol nach dem bekannten
Verfahren her, bestehend darin, dass die Viskosefasern mit wässeriger Lösung, enthaltend
0, 25 Masse-% Mohrsches Salz und 0, 7 Masse-% Formaldehydnatriumsulfoxylat, getränkt werden. Dann wäscht man die Fasern mit Wasser ab, quetscht ab und verwirklicht die Pfropfcopolymerisation unter den im Beispiel 6 beschriebenen Bedingungen, nur dass das Reduktionsmittel der wässerigen
Lösung des Monomeren nicht zugesetzt wird. Die Menge des angepfropften Polystyrols beträgt 22%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise stellt man ausserdem das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Styrol analog zu dem vorgeschlagenen, im Beispiel 6 beschriebenen Verfahren her, nur dass man bei der Durchführung der Pfropfcopolymerisation die wässerige natriumhypophosphitfreie Emulsion des Monomeren benutzt. Die Menge des angepfropften Polystyrols beträgt 17%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 7 : 100 g Wollfasern werden mit   0, 05 masse-% iger   wässeriger   FeSO,.-Lösung   bei einer Temperatur von   200C   während 15 min getränkt. Dann wäscht man die Fasern von den überschüssigen   Eisen (II)-ionen   mit destilliertem Wasser ab, quetscht ab und bringt in 7 masse-% ige wässerige Lösung von Acrylnitril, enthaltend 0,03 Masse-% Wasserstoffperoxyd und 0, 01 Masse-% Natriumhydrogentartrat, ein. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   60 C   während 30 min. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 50%, bezogen auf die Masse der Aus-   gangsfasern.   



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Wolle mit Acrylnitril unter den, den oben beschriebenen ähnlichen Bedingungen, aber der wässerigen Lösung des Monomeren wird Formaldehydnatriumsulfoxylat (0, 01 Masse-%) statt Natriumhydrogentartrat zugesetzt. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 22%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. Im Reaktionsgemisch werden dabei 45 Masse-% freies Homopolymeres, bezogen auf die Umwandlung des Monomeren, gebildet. 



   Vergleichsweise stellt man ausserdem das Pfropfcopolymere der Wolle mit Acrylnitril nach dem bekannten Verfahren her, das darin besteht, dass man die Wollfaser mit   0, 05 masse-%iger   wässeriger Lösung von Mohrschem Salz tränkt, von den überschüssigen   Eisen (II)-ionen   abwäscht, mit 0,5 masse-% iger wässeriger Lösung von Thioharnstoffdioxyd tränkt, von dem überschüssigen Thioharnstoffdioxyd wäscht und abquetscht. Die Pfropfcopolymerisation wird wie im Beispiel 7 beschrieben durchgeführt, nur dass man der wässerigen Lösung des Monomeren das Reduktionsmittel nicht zusetzt. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 26%, bezogen auf die Masse der Aus-   gangsfasern.   



   Beispiel 8 : 100 g Viskosefasern werden analog zum Beispiel 1 behandelt, wonach die Pfropfcopolymerisation aus 7 masse-% iger wässeriger Lösung des Acrylnitrils, enthaltend 0,03 Masse-% Wasserstoffperoxyd und 0, 002 Masse-% Hydrochinon, bei einer Temperatur von   600C   während 20 min durchgeführt wird. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 50%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise stellt man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril unter den den oben beschriebenen ähnlichen Bedingungen her, aber bei der Durchführung der Pfropfcopolymerisation benutzt man die wässerige hydrochinonfreie Lösung des Monomeren. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 20%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 9 : 100 g Viskosefasern werden analog zum Beispiel 1 behandelt, wonach die Pfropfcopolymerisation aus 7 masse-% iger wässeriger Emulsion von   2-Methyl-5-vinylpyridin,   enthaltend   0, 06 Masse-% Wasserstoffperoxyd, 0, 006   Masse-% Hydraziniumsulfat und 1 Masse-% Emulgiermittel der Formel (I), durchgeführt wird. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   700C   während 20 min. Die Menge des   angepfropften Poly-2-methyl-5-vinylpyridins beträgt 120%,   bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit 2-Methyl-5-vinylpyridin nach dem bekannten Verfahren, bestehend darin, dass man die Viskosefaser mit wässeriger Lösung, enthaltend 0, 25 Masse-% Mohrschem Salz und 0, 7 Masse-% Natriumformaldehydsulfoxylat, tränkt, dann die Faser mit Wasser wäscht, abquetscht und die Pfropfcopolymerisation unter den im Beispiel 9 beschriebenen Bedingungen, jedoch ohne Zugabe des Reduktionsmittels in die wässerige Lösung des Monomeren, durchführt. Die Menge des Pfropfpolymeren beträgt 24%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 10 : 100 g Viskosefasern werden analog zum Beispiel 1 behandelt, wonach die Pfropfcopolymerisation aus B masse-% iger wässeriger Emulsion von 4-Vinylpyridin, enthaltend 0,03 Masse-% Wasserstoffperoxyd, 0, 005 Masse-% Hydraziniumsulfat und 0, 5 Masse-% Emulgiermittel der Formel   (I),   durchgeführt wird. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   80 C   während 30 min. Die Menge des angepfropften   Poly-4-vinylpyridins beträgt 110%,   bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit 4-Vinylpyridin nach dem bekannten Verfahren, bestehend darin, dass man die Viskosefaser mit wässeriger Lösung, enthaltend 0, 25 Masse-% Mohrschem Salz und 0, 7 Masse-% Formaldehydnatriumsulfoxylat, tränkt, dann die Faser mit Wasser wäscht, abquetscht und die Pfropfcopolymerisation unter den im Beispiel 10 be- 
 EMI6.1 
 Monomeren durchführt. Die Menge des Pfropfcopolymeren beträgt 30%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 11 : 100 g Viskosefasern werden analog zum Beispiel 1 behandelt, wonach die Pfropfcopolymerisation aus 7 masse-% iger wässeriger Emulsion von 2-Methyl-4-vinylpyridin, enthaltend 0, 02 Masse-%   Wasserstoffperoxyd, 0, 004   Masse-% Hydraziniumsulfat und   0, 2   Masse-% Emulgiermittel der Formel (I), durchgeführt wird. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   800C   während 30 min. Die Menge des angepfropften Poly-2-methyl-4-vinylpyridins beträgt 105%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise stellt man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit 2-Methyl-4-vinylpyridin nach dem bekannten Verfahren her, das darin besteht, dass man die Viskosefaser mit wässeriger Lösung, enthaltend 0,25 Masse-% Mohrschem Salz und 0,7 Masse-% Formaldehydnatriumsulfoxylat, tränkt, dann die Faser mit Wasser wäscht, abquetscht und die Pfropfcopolymerisation unter den im Beispiel 11 beschriebenen Bedingungen, aber ohne Zugabe des Reduktionsmittels in die wässerige Emulsion des Monomeren durchführt. Die Menge des Pfropfpolymeren beträgt 25%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 12 : 100 g Viskosefasern werden analog zum Beispiel 1 behandelt, wonach die Pfropfcopolymerisation aus 7 masse-% iger wässeriger Lösung des Acrylnitrils, enthaltend 0, 01 Masse-% Wasserstoffperoxyd und 0, 02 Masse-% Hydrochinon, durchgeführt wird. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei   0 C   während 1 h. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 30 Masse-%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise versuchte man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril nach dem bekannten Verfahren herzustellen, das darin besteht, dass man die Viskosefasern mit wässeriger Lösung, enthaltend 0,25 Masse-% Mohrschem Salz und 0,7 Masse-% Formaldehydnatriumsulfoxylat, tränkt, dann die Faser mit Wasser wäscht und abquetscht. Die anschliessende Stufe der Pfropfcopolymerisation unter den im Beispiel 12 beschriebenen Bedingungen, aber ohne Zugabe des Reduktionsmittels in die wässerige Lösung des Monomeren findet nicht statt (die Menge des Pfropfcopolymeren beträgt   0%).   



   Vergleichsweise versuchte man ausserdem das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril analog zu dem vorgeschlagenen, im Beispiel 12 beschriebenen Verfahren, aber ohne Zugabe des Hydrochinons in die wässerige Lösung des Monomeren herzustellen. (Die Menge des Pfropfpolymeren beträgt 0%.)
Beispiel 13 : Man erhält ein Pfropfcopolymeres der Zellulose mit Acrylnitril nach dem vorgeschlagenen Verfahren, wie im Beispiel 12 beschrieben, aber die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   10 C   während 30 min. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 32%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 



   Vergleichsweise versuchte man ebenfalls das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril wie im Beispiel 12 beschrieben, aber bei einer Pfropfcopolymerisationstemperatur von   10 C   herzustellen. Die Stufe der Pfropfcopolymerisation unter diesen Bedingungen findet nicht statt (die Menge des Pfropfcopolymeren beträgt   0%).   



   Beispiel 14 : Die Herstellung des Pfropfcopolymeren der Zellulose mit Acrylnitril nach dem vorgeschlagenen Verfahren wird wie im Beispiel 12 beschrieben durchgeführt, aber die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   400e   während 30 min. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 85%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril nach dem bekannten Verfahren, bestehend darin, dass die Viskosefaser mit wässeriger Lösung, enthaltend 0, 25 Masse-% Mohrschem Salz und 0, 7 Masse-% Formaldehydnatriumsulfoxylat, getränkt wird. Dann wäscht man die Faser mit Wasser, quetscht ab und führt die Pfropfcopolymerisation unter den im Beispiel 14 beschriebenen Bedingungen, aber ohne Zugabe des Reduktionsmittels in die wässerige Lösung des Monomeren durch. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 18%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 15 : 100 g Seidenfasern werden mit 0,05 masse-% iger wässeriger Lösung von Mohrschem Salz bei einer Temperatur von 20 bis   22 C   während 30 min getränkt. Dann wäscht man die Faser von den überschüssigen   Eisende-ionien   mit Wasser ab, quetscht ab und bringt die 7 masse-% ige wässerige Lösung des Acrylnitrils, enthaltend 0, 02 Masse-% Wasserstoffperoxyd und 0, 02 Masse-% Glukose, ein. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   600e   während 30 min. 



  Das erhaltene Pfropfcopolymere wird mit Wasser gewaschen und bis zum konstanten Gewicht getrocknet. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 35%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Seide mit Acrylnitril nach dem bekannten Verfahren, bestehend darin, dass die Seidenfaser mit 0, 05% iger wässeriger Lösung des Mohrschen Salzes getränkt, von den überschüssigen   Eisen (II)-ionen   gewaschen, mit   0, 5 masse-% iger   wässeriger Lösung von Natriumhydrogensulfit getränkt, von dem überschüssigen Natriumhydrogensulfit gewaschen und abgequetscht wird. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt wie im Beispiel 15 beschrieben, nur dass man das Reduktionsmittel in der wässerigen Lösung des Monomeren nicht einführt. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 15%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 16 : 100 g Seidenfasern werden analog zum Beispiel 15 behandelt, wonach die Pfropfcopolymerisation aus 1 masse-% iger wässeriger Emulsion von Methylmethacrylat, enthaltend 0, 02 Masse-% Wasserstoffperoxyd,   0, 02   Masse-% Natriumphosphit und 0, 5 Masse-% Emulgiermittel der Formel (III), durchgeführt wird. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   60 C   während 30 min. Die Menge des angepfropften Polymethylmethacrylats beträgt 36%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Seide mit Methylmethacrylat nach dem bekannten Verfahren, bestehend darin, dass man die Seidefasern mit   0, 05 masse-% iger   wässeriger Lösung von Mohrschem Salz tränkt, von den überschüssigen   Eisen (II)-ionen   wäscht, mit 0, 6 masse-% iger wässeriger Lösung von Thioharnstoffdioxyd tränkt, von dem überschüssigen Thioharnstoffdioxyd wäscht und abquetscht. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt wie im Beispiel 16 beschrieben, nur dass das Reduktionsmittel in die wässerige Emulsion des Monomeren nicht eingeführt wird. Die Menge des angepfropften Polymethylmethacrylats beträgt 10%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 17 : 100 g Zellulosemasse, gewonnen aus Holz, werden analog zum Beispiel 15 behandelt, wonach die Pfropfcopolymerisation aus 7 masse-% iger wässeriger Emulsion von 2-Methyl-5- -vinylpyridin, enthaltend   0, 06 Masse-% Wasserstoffperoxyd, 0, 01 Masse-9Ï   Hydraziniumsulfat und 0, 6 Masse-% Emulgiermittel der Formel (II), durchgeführt wird. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   70ae   während 30 min. Die Menge des angepfropften Poly-2-methyl-S-vinylpyridins beträgt 115%, bezogen auf die Masse der Ausgangszellulose. 



   Vergleichsweise erhält man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit   2-Methyl-5-vinylpyridin   nach dem bekannten Verfahren, bestehend darin, dass die Zellulosemasse, gewonnen aus Holz, mit wässeriger Lösung, enthaltend 0,25 Masse-% Mohrschem Salz und 0,7 Masse-% Formaldehydnatriumsulfoxylat, getränkt wird. Dann wäscht man die Faser mit Wasser, quetscht ab und verwirklicht 

 <Desc/Clms Page number 8> 

 die Pfropfcopolymerisation unter den Bedingungen, die den im Beispiel 17 beschriebenen ähnlich sind, aber ohne Zugabe des Reduktionsmittels in die wässerige Emulsion des Monomeren. Die Menge des angepfropften Poly-2-methyl-5-vinylpyridins beträgt 25%, bezogen auf die Masse der Ausgangszellulose. 



   Beispiel 18 : Die frischgebildeten Viskosefasern (Faden oder Strang) lässt man kontinuierlich durch das Bad, enthaltend 0,05 masse-% ige wässerige Lösung von Mohrschem Salz, bei einer Temperatur von 20 bis   25 C   durchlaufen. Dann entfernt man die überschüssigen Eisen D-ionen, indem man die Fasern zwischen Quetschwalzen führt. Die Viskosefasern werden ferner durch das Bad mit 6 masse-% iger wässeriger Lösung von Acrylnitril, enthaltend 0, 03 Masse-% Wasserstoffperoxyd und 0, 003 Masse-% Hydrochinon, geleitet. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   600C   unter Halten der Fasern im Bad mit der Lösung des Monomeren während 1 min.

   Die das Bad verlassenden Fasern, welche ein Pfropfcopolymeres der Zellulose mit Acrylnitril darstellt, werden abgequetscht, man entfernt das überschüssige, nicht umgesetzte Acrylnitril mit Direktdampf von der Faser, wäscht mit Wasser, wickelt auf eine Aufnahmevorrichtung und trocknet. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 32%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Versucht man das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril nach den oben erwähnten, bekannten Verfahren unter Anwendung der bekannten Reduktionsmittel herzustellen, indem man diese Verfahren im kontinuierlichen Betrieb durchführt, findet die Reaktion der Pfropfcopolymerisation nicht statt   (d. h.   die Zeit für den Reaktionsverlauf reicht nicht aus). 



   Beispiel 19 : Das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril wird wie im Beispiel 18 beschrieben hergestellt, nur dass 6 masse-% ige wässerige Lösung von Acrylnitril, enthaltend 0, 006 Masse-% Hydraziniumsulfat und 0, 04 Masse-% Wasserstoffperoxyd, benutzt wird. Die Menge des angepfropften Polyacrylnitrils beträgt 35%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 20 : Das Pfropfcopolymere der Zellulose mit Acrylnitril wird wie im Beispiel 18 beschrieben hergestellt, nur dass 6 masse-% ige wässerige Lösung von Acrylnitril, enthaltend 0, 008 Masse-% Natriumsulfid und 0, 05 Masse-% Wasserstoffperoxyd, zur Verwendung kommt. Die Menge des Pfropfpolymeren beträgt 29%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 
 EMI8.1 
 man die Fasern zwischen Quetschwalzen führt. Die Viskosefasern werden ferner durch das Bad mit 7 masse-% iger wässeriger Emulsion von   2-Methyl-5-vinylpyridin,   enthaltend 0, 06 Masse-% Wasserstoffperoxyd,   0, 015   Masse-% Hydraziniumsulfat und 0, 5 Masse-% Emulgiermittel der Formel (II), geleitet. 



  Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   700C   unter Halten der Fasern im Bad mit der Emulsion des Monomeren während 1, 5 min. Die das Bad verlassenden Fasern, welche ein Pfropfcopolymeres der Zellulose mit 2-Methyl-5-vinylpyridin darstellen, quetscht man ab, wäscht, wickelt auf eine Aufnahmevorrichtung oder schneidet in Stapelfasern. Die Menge des angepfropften Poly-2-methyl-5-vinylpyridins beträgt 42%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 22 : 100 g Viskosestrangfasem werden mit 0,25 masse-% iger wässeriger Lösung von Mohrschem Salz bei 22 bis   25 C   15 min lang getränkt. Dann wäscht man von den Fasern überschüssige   Eisende-ionien   mit destilliertem Wasser ab, quetscht ab und bringt sie in eine 15 masse-% ige Lösung von Dimethylaminäthylmethacrylat, die 0, 01 Masse-% Wasserstoffperoxyd und 0, 02 Masse-% Hydrazinsulfat enthält, ein. Die Pfropfpolymerisation erfolgt bei einer Temperatur von   300C   während 10 min. Die Menge des   angepfropften Dimethylaminäthylmethacrylats   beträgt 19,4%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise stellt man ein Pfropfpolymeres der Zellulose mit Dimethylaminäthylmethacrylat nach einer analogen Methode her aber mit dem Unterschied, dass man bei der Durchführung der Pfropfcopolymerisation eine Monomerlösung einsetzt, die kein Hydrazinsulfat enthält. 



   Die Menge des angepfropften Dimethylaminäthylmethacrylats beträgt nur 4,8%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Beispiel 23 : 100 g Viskosestrangfasern werden mit   0, 25 masse-%iger   wässeriger Lösung von Mohrschem Salz bei der Temperatur von 22 bis   250 während 15   min getränkt. Dann wäscht man von den Fasern die überschüssigen   Eisende-ionien   mit destilliertem Wasser ab, quetscht ab und 

 <Desc/Clms Page number 9> 

 bringt sie in eine 15 masse-% ige Emulsion von Diäthylaminäthylmethacrylat, die 0, 01 Masse-% Wasserstoffperoxyd, 0, 02 Masse-% Hydrazinsulfat und 0, 2 Masse-% des Emulgators nach der Formel (II) enthält. Die Pfropfcopolymerisation erfolgt bei der Temperatur von   20  C   während 40 min. Die Menge des angepfropften Diäthylaminäthylmethacrylats beträgt 15%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern. 



   Vergleichsweise stellt man ein Pfropfcopolymeres der Zellulose mit Diäthylaminäthylmethacrylat ähnlich her, wie oben beschrieben ist, aber ohne in die Reaktionsmischung Hydrazinsulfat einzubringen. Die Menge des angepfropften Diäthylaminäthylmethacrylats beträgt nur 4,2%, bezogen auf die Masse der Ausgangsfasern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Pfropfcopolymeren von Zellulose und/oder Eiweissfasern mit Vinylmonomeren, bei dem man die Zellulose und/oder Eiweissfasern mit einer wässerigen Lösung eines anorganischen Eisen (II)-salzes tränkt, die überschüssigen Eisen (II)-ionen entfernt und die Pfropfcopolymerisation der Vinylmonomeren an Zellulose und/oder Eiweissfasern aus wässeriger Lösung, wässeriger Emulsion oder wässeriger Dispersion des Vinylmonomeren, die jeweils Wasserstoffperoxyd enthalten, vornimmt, dadurch gekennzeichnet, dass man vor Durchführung der Pfropfcopolymerisation in die wässerige Lösung, wässerige Emulsion oder wässerige Dispersion des Vinylmonomeren ein Reduktionsmittel, vorzugsweise Hydraziniumsulfat, Natriumsulfid, Glukose, Natriumhypophosphit, Natriumhydrogentartrat und/oder Hydrochinon,
    in einer Menge von 0, 002 bis 0, 02 Masse-% einbringt.
AT75779A 1979-02-01 1979-02-01 Verfahren zur herstellung von pfropfcopolymeren von zellulose und/oder eiweissfasern mit vinylmonomeren AT373928B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT75779A AT373928B (de) 1979-02-01 1979-02-01 Verfahren zur herstellung von pfropfcopolymeren von zellulose und/oder eiweissfasern mit vinylmonomeren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT75779A AT373928B (de) 1979-02-01 1979-02-01 Verfahren zur herstellung von pfropfcopolymeren von zellulose und/oder eiweissfasern mit vinylmonomeren

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA75779A ATA75779A (de) 1983-07-15
AT373928B true AT373928B (de) 1984-03-12

Family

ID=3498992

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT75779A AT373928B (de) 1979-02-01 1979-02-01 Verfahren zur herstellung von pfropfcopolymeren von zellulose und/oder eiweissfasern mit vinylmonomeren

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT373928B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ATA75779A (de) 1983-07-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE936029C (de) Verfahren zur Veredlung von aus Cellulose bestehenden Textilien
DE1942742B2 (de) Verfahren zur Verbesserung der Anfarbbarkeit von hydroxylgruppenhaltigen Polymeren textlien Charakters
DE1917410A1 (de) Antistatische Mittel und Verfahren zur Behandlung hydrophober synthetischer Fasern
DE1435611A1 (de) Kunstfaser und Herstellung derselben
DE1118743B (de) Verfahren zur Behandlung von cellulosehaltigen Geweben
DE2904926C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Pfropfcopolymeren der Zellulose oder Eiweißfasern mit Vinylmonomeren
DE2845259A1 (de) Verfahren zur herstellung von modifizierten zellulosepfropfcopolymeren mit monovinylmonomeren
DE69132737T2 (de) Verfahren zur behandlung von wolle
DE2307744A1 (de) Verfahren zur herstellung von feuerbestaendigen cellulosematerialien
AT373928B (de) Verfahren zur herstellung von pfropfcopolymeren von zellulose und/oder eiweissfasern mit vinylmonomeren
CH635368A5 (en) Heat-treated nickel-based superalloy object and process for producing it
DE2642195C2 (de) Verfahren zur Herstellung von hydrophoben porösen thermoplastischen Kunststoffen und deren Verwendung
DE1435549A1 (de) Verfahren zur Herstellung von synthetischen linearen Fasern oder Faeden,insbesondereAcrylfasern mit hoher Schrumpfung
DE2922809A1 (de) Acrylfasern mit grosser schrumpfung und verfahren zu ihrer herstellung
DE1176604B (de) Verfahren zur Verbesserung der Anfaerbbarkeit von Textilfasern
DE1520985A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyolefinen mit guter Anfaerbbarkeit
DE2430502A1 (de) Baumwoll-faserverbindung mit gesteigerter saugfaehigkeit
DE3201350A1 (de) Acrylfasern mit antipilling-eigenschaften und verfahren zu deren herstellung
DE2356329A1 (de) Synthetische hochpolymere masse zur herstellung von textilem material
DE939924C (de) Verfahren zur Veredlung von aus regenerierter Cellulose hergestellten textilen Gebilden
DE3619033A1 (de) Verfahren zur herstellung von flock
WO2000066820A1 (de) Verfahren zur verringerung der fibrillierneigung von aus lösungsmitteln gesponnenen cellulosefasern
DE2438211B2 (de) Verfahren zur herstellung von acrylfaeden
DE1292309B (de) Verfahren zum Nachbehandeln von nassgesponnenen Faeden aus Acrylnitrilpolymerisaten
AT214059B (de) Verfahren zur Herstellung von Fadenbündeln aus regenerierter Cellulose mit einer latenten, durch Befeuchten mit Wasser aktivierbaren, Kräuselung

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee
REN Ceased due to non-payment of the annual fee
RZN Patent revoked