<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung für Stulpschienen, die mit hinter der
Stulpschiene mittels eines Betätigungsgetriebes verschiebbaren Treibstangen und mit an diese Treib- stangen ankuppelbaren Eckumlenkern versehen sind und bei denen eine der Stulpschienen mit dem
Eckumlenker und einer Treibstange zu einer montagefertigen Baueinheit zusammengefasst ist, während von einer weiteren, rechtwinkelig zur ersten Stulpschiene gerichteten, wenigstens aus Stulpschiene und Treibstange bestehenden montagefertigen Baueinheit einerseits die Treibstange mittels einer
Loch-Zapfen-Kupplung mit dem Umlenkglied des Eckumlenkers verbindbar sowie anderseits die Stulp- schiene mittels eines drehfesten, im Umriss unrunden Ansatzes mit einem zu diesem komplementären
Durchbruch an der andern Stulpschiene in Halteeingriff bringbar ist.
Eine solche Verbindungsvorrichtung ist bereits vorbekannt durch die FR-PS Nr. 2. 107. 455 bzw. die entsprechende DE-OS 2046856. Hiebei hat die nur aus der Stulpschiene und der Treibstange bestehende Baueinheit auf der Aussenseite der Stulpschiene, u. zw. an deren unterem Ende, einen im Querschnitt langrunden Ansatz. Die mit dem Eckumlenker und einer Treibstange zu einer Be- schläge-Baueinheit zusammengefasste Stulpschiene ist an ihrem der Eckumlenkung benachbarten Ende einfach gerade abgeschnitten und stösst stumpf gegen die Stulpschienen-Rückseite der ersten Beschläge-Baueinheit. Zur Herstellung der Eckverbindung wird ein loses Winkelstück mit zwei unter- schiedlich langen Schenkeln verwendet.
Im kurzen Schenkel desselben befindet sich ein langrunder Durchbruch, der über den Ansatz an der Stulpschiene der ersten Beschläge-Baueinheit geschoben wird, so dass sich der längere Schenkel des Winkelstücks an die Stulpschienen-Aussenseite der weiteren Beschläge-Baueinheit anlegt. In grösserem Abstand vom freien Stulpschienen-Ende der weiteren Beschläge-Baueinheit wird dann eine Schraube durch ein Loch im längeren Schenkel des Winkelstücks und ein weiteres Loch in der daran anliegenden Stulpschiene gesteckt und in das Material des Flügelrahmens eingedreht. Erst dadurch erhält man mit der bekannten Verbindungsvorrichtung eine wirksame Stulpschienen-Eckverbindung.
Nachteilig ist hier die Verwendung des losen Winkelstücks, weil dessen Anbringung versehentlich unterbleiben kann und dann die trotzdem herstellbare Stulpschienen-Eckverbindung nicht funktionssicher arbeitet. Es kann sich nämlich durch die bei der Betätigung des Treibstangenbeschlages ergebenden Kraftwirkungen auch die Loch-Zapfen-Verbindung zwischen der Eckumlenkung und der an dieser vorbeigeführten Treibstange unbeabsichtigt lösen und damit die Beschlagfunktion erheblich beeinträchtigen. So kann es vorkommen, dass sich die Loch-Zapfen-Kupplung beim Verriegeln des Flügels in der Schliesslage auflöst, mit der Folge, dass sich dann der Flügel nicht mehr öffnen lässt.
Zweck der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen. Es liegt daher die Aufgabe vor, eine Verbindungsvorrichtung der eingangs erwähnten Gattung zu schaffen, die keinerlei lose Teile hat und beim funktionsrichtigen Anschlagen der Beschläge-Baueinheiten zwangsläufig in Eingriff gebracht werden muss.
Die aufgabengemässe Problemlösung besteht erfindungsgemäss im wesentlichen darin, dass der unrunde Ansatz der einen Stulpschiene im allgemeinen die Form eines zylindrischen Zapfens mit zwei seitlich von diesem abstehenden, an ihrer Rückseite abgeschrägten, um 180 gegeneinander versetzten Flügeln aufweist, wogegen der dazu komplementäre Durchbruch in der andern Stulpschiene im allgemeinen Kreisform mit zwei den Durchgangsquerschnitt vergrössernden, um 180a gegeneinander versetzten Schlitzen aufweist und sich nach vorn erweitert, wobei die lichte Durchgangsweite des Durchbruchs samt seinen Schlitzen dem Umriss des Zapfens samt seinen Flügeln und die Innenschräge der Durchbruchserweiterung der rückwärtigen Schräge der Flügel entspricht,
und wobei in Einbaustellung die Mittellinie der Schlitze und die Mittellinie der Flügel einen Winkel von etwa 90a einschliessen und der Kupplungszapfen des Umlenkgliedes in Deckung kommt mit dem Kupplungsloch in der zugeordneten Treibstange.
Hiebei hat es sich als besonders wesentlich erwiesen, wenn nach der Erfindung die Stulpschiene eine einstückig angeformte, kurze Abwinkelung aufweist, deren Endabschnitt sich unter einem stumpfen Winkel zur Ebene der Stulpschiene erstreckt und welcher den Durchbruch oder den Ansatz, vorzugsweise den Ansatz, trägt.
Dieses Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung hat zur Wirkung, dass sich der Ansatz in einer relativen Winkel-Drehlage zwischen den beiden Beschläge-Baueinheiten in den Durchbruch einführen
<Desc/Clms Page number 2>
und dann durch eine Relativdrehung der beiden Beschläge-Baueinheiten zueinander formschlüssig verriegeln lässt. Erst nach erfolgter Verriegelung wird dann auch die Loch-Zapfenverbindung zwischen der Eckumlenkung und der an dieser vorbeigeführten Treibstange sicher eingerückt.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel darge- stellt. Es zeigt Fig. l in räumlicher Ansichtsdarstellung eine erfindungsgemässe Verbindungsvor- richtung vor der Herstellung einer wirksamen Kupplungsverbindung, jedoch bei funktionsrichtiger
Lage der beiden miteinander zu kuppelnden Beschläge-Baueinheiten, Fig. 2 ebenfalls in räumlicher
Ansichtsdarstellung die Verbindungsvorrichtung nach Fig. l in derjenigen Lage, die die zu kuppelnden Beschlagteile bei Einleitung der Herstellung einer Kupplungsverbindung zueinander einnehmen und Fig. 3 in Seitenansicht und teilweise im Schnitt die durch eine erfindungsgemässe
Verbindungsvorrichtung funktionsgerecht miteinander verbundenen beiden Beschläge-Baueinheiten.
Bei dem in den Fig. l und 3 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Verbindungsvorrichtung er- strecken sich die beiden Stulpschienen-l und 2-- in Gebrauchslage im rechten Winkel zueinander, wie dies besonders deutlich der Fig. 3 entnommen werden kann. Die Stulpschiene-l-hat nahe ihrem Ende einen als Senkloch ausgebildeten Durchbruch --3-- mit zwei sich diametral gegenüber- liegenden Schlitzen --4 und 5--, die sich vom kleinen Durchgangsquerschnitt des Senkloches bis zu dessen Begrenzungsrand hin erstrecken.
Die Stulpschiene --2-- besitzt eine kurze Endabwinkelung - mit einem um die Materialdicke der Stulpschiene-l-nach hinten verkröpften Endabschnitt - -7--, in dem ein aus einem Zapfen und zwei Flügeln gebildeter Kupplungsansatz --8-- unverdreh- bar befestigt ist, wobei der Zapfendurchmesser dem Durchgangsquerschnitt des Senkloches ent- spricht.
Dieser Ansatz --8-- hat zwei einander diametral gegenüberliegende Sicherungsflügel --9 und
10--, die an ihrer Unterseite entsprechend der Konizität des Durchbruches --3-- abgeschrägt sein können.
Wie Fig. l zeigt, ist der Ansatz --8-- so an dem Endabschnitt --7-- der Abwinkelung --6-- der Stulpschiene --2-- befestigt, dass sich seine Flügel --9 und 10-- bei funktionsgerechter Gebrauchslage der Stulpschienen --1 und 2-- zueinander praktisch quer zu den Schlitzen --4 und
5-- des Durchbruchs --3-- in der Stulpschiene-l-erstrecken. Hieraus ergibt sich, dass zum Zwecke der Herstellung einer Kupplungsverbindung zwischen den beiden Stulpschienen-l und 2-eine derselben zunächst um einen Winkel von beispielsweise 90 aus ihrer Gebrauchslage verschwenkt werden muss, damit der Ansatz --8-- mit seinen Flügeln --9 und 10-- durch die Schlitze - 4 und 5-- von der Rückseite in den Durchbruch --3-- eingeführt werden kann. Diese Lage ist in Fig. 2 deutlich zu sehen.
Wird sodann die verschwenkte Stulpschiene relativ zu der andern Stulpschiene wieder in die Gebrauchslage zurückbewegt, dann gelangen die Flügel --9 und 10-- des Ansatzes --8-- nach Art eines Renkverschlusses aus dem Bereich der Schlitze --4 und 5-- und kuppeln damit die beiden Stulpschienen --1 und 2-- formschlüssig aneinander in der aus Fig. 3 deutlich ersichtlichen Lage.
Fig. 3 lässt noch erkennen, dass hinter der Stulpschiene --1-- eine Treibstange --31-- liegt, die mit der Stulpschiene-l-zu einer Baueinheit zusammengefasst ist. Hinter der Stulpschiene - führt sich hingegen eine Treibstange --32--, die mit der letzteren eine Baueinheit bildet.
Ausserdem ist an der Rückseite der Stulpschiene --2-- noch der Führungskanal --33-- eines Eckumlenkers mit seinem einen Schenkel --34-- starr befestigt, während der andere Schenkel --35-rechtwinkelig von der Stulpschiene --2-- absteht und somit die Treibstange --31-- hinter der Stulpschiene-l-hintergreift. Die beiden Schenkel --34 und 35-- des Führungskanals sind einstückig mit einem Bogenstück --36-- zusammengefasst, wobei sich in den Schenkeln --34 und 35-- und dem Bogenstück --36-- ein Umlenkglied --37--, beispielsweise in Form eines biegsamen Bandes oder einer Kette, schiebbar führt.
Dieses Umlenkglied --37-- ist am einen Ende fest mit der Treibstange - verbunden und kann an seinem andern Ende über einen Kupplungszapfen --38-- in ein Loch --39-- der Treibstange --31-- eingerastet werden, um hiemit eine formschlüssige Stellverbindung zu bilden. Der Zapfen --38-- ragt zu diesem Zweck aus einem Längsschlitz --40-- im Schenkel --35-- des Führungskanals-33-- heraus.
Die Loch-Zapfen-Kupplung --38, 39-- zwischen dem Umlenkglied --37-- und der Treibstange - kommt zum Eingriff, nachdem die Kupplung der beiden Stulpschienen --1 und 2-- über den
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.