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Die Erfindung bezieht sich auf eine zum gegenseitigen Verbinden von im Querschnitt im wesentlichen rechteckigen Kanalteilstücken aus Blech, insbesondere für lufttechnische Hochdruckanlagen, mit an den Enden der Kanalteilstücke rahmenartig befestigbaren Winkelprofilen mit zur jeweiligen Kanalseitenwand senkrecht und parallel verlaufenden Flanschen zur Aufnahme von in die Flansche einsteckbaren Montagewinkelstücken und zum Einschieben der Enden der Kanalteilstücke.
Es ist bekannt, zum gegenseitigen Verbinden von Kanalteilstücken von lufttechnischen Hochdruckanlagen auf die Enden der Kanalteilstücke aus Winkeleisen gefertigte, vorgebohrte Winkelflanschrahmen zu schieben, die an den Kanalteilstücken verpunktet oder vernietet werden. Die Winkelprofilflanschrahmen werden dabei so weit über die Kanalteilstücke geschoben, dass die Enden der Kanalteilstücke 3 bis 4 mm über die Stirnseiten der Winkelprofilflanschrahmen hinausragen. Die jeweils überstehenden Blechstreifen
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Kanalteilstücke können dann untereinander verschraubt werden.
Eine derart hergestellte Verbindung ist zwar verhältnismässig dicht, insbesondere dann, wenn vor dem Zusammenschrauben der Kanalteilstücke eine Dichtung zwischen die Stirnseiten der Flanschrahmen eingelegt wird. Die bekannte Verbindung ist aber recht aufwendig. So müssen die einzelnen Teile der Winkelflanschrahmen auf Gehrung geschnitten und miteinander verschraubt werden. Anschliessend muss die an den Stirnseiten der Winkelflanschrahmen vorhandene Schweissnaht wieder plan geschliffen werden.
Danach müssen in den Flanschrahmen die zur Befestigung der einzelnen Kanalteilstücke erforderlichen Bohrungen eingebracht werden, die entweder gebohrt oder aber ausgestanzt werden. Nach dem Aufbringen der Flanschrahmen auf die einzelnen Kanalteilstücke müssen die Flanschrahmen schliesslich noch mit einem geeigneten Oberflächenschutz versehen, z. B. mit einer Zinkstaubfarbe gestrichen werden. Erst dann können die einzelnen Kanalteilstücke miteinander verschraubt werden.
Durch das DE-GM 6947793 ist bereits eine Flanschverbindung der eingangs genannten Art bekanntgeworden, bei der der dem parallel zur Kanalseitenwand verlaufenden Flansch zugewandte Schenkel des senkrechten Flansches sich nur etwa bis zur halben Höhe erstreckt. Von hier aus geht der Schenkel unter einem Winkel von weniger als 45 in einen schrägen Bereich über, auf den dann ein waagrechter Bereich folgt. Wegen des schrägverlaufenden Schenkelteiles bedingt diese bekannte Flanschverbindung einen erhöhten Herstellungsaufwand, so dass diese Profile verhältnismässig teuer sind.
Hinzu kommt, dass die zur Verbindung dienenden, in die Flansche einsteckbaren Montagewinkelstücke diesen Flanschen genau angepasst werden müssen, da andernfalls eine stabile Verbindung nicht zustande kommen kann. Schliesslich müssen diese Montagewinkelstücke im Bereich ihrer in die Flansche eingesteckten Schenkel entgratet werden, da sie andernfalls beim Einführen in die Flanschprofile klemmen, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass die kaltgewalzten Profile im Bereich ihrer Umlenkstellen nicht vermeidbare Innenradien aufweisen, an denen die scharfkantigen Schenkel der Montagewinkelstücke scheuern, mithin ein leichtes Einführen unmöglich machen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zum gegenseitigen Verbinden von im Querschnitt im wesentlichen rechteckigen Kanalteilstücken aus Blech, insbesondere für lufttechnische Hochdruckanlagen geeignete Flanschverbindung der einleitend angegebenen Art zu schaffen, die eine allen Anforderungen entsprechende Dichtheit aufweist und insbesondere eine einfache und kostengünstige Ausbildung der Montagewinkelstücke ermöglicht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die aussenund/oder innenliegenden Schenkel der senkrecht zu den Kanalseitenwänden verlaufenden Flansche über ihre Höhe konkav gewölbt ausgebildet sind und dass die in die senkrechtstehenden Flansche einsteckbaren Montagewinkelstücke als nicht zu entgratende Stanzteile ausgebildet sind.
Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung der Montagewinkelstücke wird der Herstellungsaufwand erheblich vermindert und der bedeutende Vorteil erreicht, dass am oberen und unteren Ende des gewölbt ausgebildeten Schenkels ein geringer freier Raum vorhanden ist, der die Verwendung der im Bereich ihrer Schenkel nicht entgrateten Montagewinkelstücke ermöglicht, die sich dennoch sehr leicht in die Flansche einschieben lassen, da ein Klemmen wie bei den bisher bekanntgewordenen Flanschverbindungen ausgeschlossen ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Teilansicht eines Luftkanals mit einer erfindungsgemäss ausgebildeten Flanschverbindung in perspektivischer Darstellung ; Fig. 2 einen Schnitt durch einen Teil der
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Flanschverbindung ; Fig. 3 einen Teil eines Flansches in vergrössertem Massstab ; Fig. 4 einen Querschnitt durch das Flanschprofil im nicht montierten Zustand ; Fig. 5 ein Montagewinkelstück und Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 5.
In Fig. 1 ist ein Kanalteilstück --1-- teilweise dargestellt, das eine obere Kanalseitenwand --2-- und eine seitliche Kanalseitenwand --3-- aufweist. Eine weitere seitliche Kanalwand und eine bodenseitige Kanalwand sind nicht dargestellt. Die aus Blech bestehenden Wände des Kanalteilstückes-l--können beliebige Abmessungen haben.
Die Verbindung zweier Kanalteilstücke erfolgt über eine in Fig. 2 näher dargestellte Flanschverbindung --4--, die im wesentlichen aus jeweils vier den Wänden des Kanalteilstückes--l-zugeordneten Winkelprofilen --5--, von denen in Fig. 1 nur zwei dargestellt sind, und aus vier den Wänden des mit dem Kanalteilstück-l-zu verbindenden, andern Kanalteilstückes --6-- zugeordneten Winkelprofilen --7-- besteht. Die aus kaltgewalztem, verzinktem Blech hergestellten Winkelprofile--5 und 7--können über in den Fig. 5 und 6 näher dargestellte Montagewinkelstücke --8-- miteinander verbunden werden, so dass man eine vorgefertigte Baueinheit erhält.
Jede dieser Baueinheiten lässt sich in unten näher beschriebener Weise mit dem zugehörigen Kanalteilstück --1 bzw. 6--verbinden. Nach der Verbindung können die Winkelprofile --5 und 7--durch nicht dargestellte Schrauben, die in Öffnungen --9-- der Montagewinkel- stücke --8-- eingesteckt werden, miteinander verbunden werden.
Aus Fig. 2 ergibt sich, dass die Winkelprofile --5 und 7-- völlig identisch ausgebildet sind. Im
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Winkelprofil-5-- näherKanalseitenwand --2-- verlaufenden stirnseitigen Schenkel --15-- und einem aussenliegenden, über seine Höhe konkav ausgebildeten Schenkel --16--. Der lichte Abstand zwischen dem stirnseitigen Schenkel --15- und dem konkaven Schenkel --16-- des vertikalen Flansches ist so gewählt, dass in den durch sie gebildeten Hohlraum --17-- das Montagewinkelstück --8-- eingesetzt werden kann.
Durch die konkave Wölbung des Schenkels --16-- ergibt sich zwischen dem oberen und unteren Bereich des vertikalen Flansches jeweils ein geringer freier Raum, der es ermöglicht, dass das Montagewinkelstück --8-- ohne weiteres auch mit Graten an seinen Kanten in den Hohlraum --17-- eingeschoben werden kann.
In ähnlicher Weise wie die Schenkel --15 und 16-- des vertikalen Flansches liegen auch die Schenkel - 12 und 13-- des horizontal verlaufenden Flansches mit Abstand zueinander, u. zw. im nicht montierten Zustand in der in Fig. 4 dargestellten Weise. Hieraus ist ersichtlich, dass der aussenliegende Schenkel --12- auf den innenliegenden Schenkel --13-- unter einem Winkel zuläuft, wodurch es möglich wird, auf die eingeschobene Kanalseitenwand --2-- eine Vorspannung auszuüben, so dass die Kanalseitenwand mit einem gewissen Klemmeffekt zwischen den beiden Schenkeln --12 und 13-- des Flansches gehalten wird.
Um das Einführen der Kanalseitenwand --2-- in den Spalt zwischen den beiden Schenkeln --12 und 13-- zu erleichtern, ist die Aussenkante --10-- des aussenliegenden Schenkels --12-- nach aussen hochgebogen. Erforderlichenfalls kann auch das vordere Ende des innenliegenden Schenkels --13-- etwas umgebogen sein. Wie aus Fig. 2 ferner hervorgeht, liegt das innere Ende der eingeschobenen Kanalseitenwand --2-- unmittelbar am inneren Ende des Schenkels --15-- des vertikalen Flansches. Unmittelbar oberhalb des inneren Endes der Kanalseitenwand --2-- erstreckt sich von dem aussenliegenden Schenkel
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Dieser Wulstfalz --18-- ist in Fig. 3 näher dargestellt. Hieraus ergibt sich, dass der Wulstfalz --18-- aus einem oberen Schenkel --19-- und einem unteren Schenkel --21-- besteht.
Die Schenkel --19, 21-- des Wulstfalzes --18-- liegen bündig aufeinander, so dass etwaige Luftverluste vermieden werden. Aus Fig. 3 ist deutlich ersichtlich, dass der Schenkel --21-- in bezug auf den innenliegenden Schenkel --13-- des Flansches unter einem flachen Winkel verläuft. Hiedurch ist es nicht nur möglich, die Kanalseitenwand - bis an oder nahe an den vertikalen Schenkel --15-- des vertikalen Flansches heranzuschieben, sondern durch den geneigten Falzschenkel ergibt sich eine Keildichtwirkung zwischen dem Wulstfalz-18-- und der Kanalseitenwand --2--.
Wie aus Fig. 5 hervorgeht, besitzt das in den Hohlraum --17-- einsteckbare, z.B. aus verzinktem Band ausgestanzte Montagewinkelstück --8-- zwei im rechten Winkel zueinander verlaufende Schenkel --22,23--, die zum erleichterten Einstecken in den Hohlraum --17-- der Flansche an ihrem freien Ende eine Abschrägung --24 bzw. 25-- aufweisen. Die beiden Schenkel --22, 23-- befinden sich im montierten
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Zustand der Flanschverbindung in den Hohlräumen --17-- der auf der oberen Kanalseitenwand --2-- und der seitlichen Kanalseitenwand --3-- des Luftkanals liegenden Winkelprofile --5--. Diese Winkel- montagestücke--8--sind an allen vier Ecken des Luftkanals vorgesehen.
Im Bereich ausserhalb der Winkelprofile ist jedes Montagewinkelstüek-8-abgekropft ausgebildet (Fig. 6). In diesem abgekröpften
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--9-- für- -26--, die vorzugsweise selbstklebend ausgebildet ist. Die maximale Dichtigkeit sowie Festigkeit der Flanschverbindung --4-- wird durch eine Dichtleiste --27-- erreicht, die am oberen Ende der vertikalen Flansche aufgesetzt ist und sich mit ihren bogenförmigen Enden bis in den Bereich der konkav ausgebildeten Schenkel --16-- der vertikalen Flansche erstreckt.
Der Zusammenbau bzw. das Verbinden zweier Kanalteilstücke --1 und 6-- miteinander durch eine Flanschverbindung --4-- nach der Erfindung erfolgt in der Weise, dass zunächst in die Hohlräume --17-- der auf entsprechende Länge geschnittenen Winkelprofile die Montagewinkelstücke --8-- seitlich mit ihren Schenkeln --22, 23-- eingeschoben werden. Auf diese Weise entstehen zwei Winkelprofilrahmen mit L-förmigem Querschnitt. Die solcherart vorgefertigten Rahmen werden dann auf die stirnseitigen Enden der miteinander zu verbindenden Kanalteilstücke --1 und 6-- aufgeschoben und punktgeschweisst oder vernietet.
Danach wird die Dichtung --26-- angebracht, worauf dann die Winkelprofile über in die Montagewinkelstücke --8-- einzusetzende Schrauben zueinander ausgerichtet werden. Die endgültige Verbindung und Abdichtung erfolgt dann durch Aufsetzen der Dichtleisten --27--. Damit ergibt sich eine Konstruktion, die sich durch einen sehr geringen Montageaufwand, eine hohe Stabilität und eine zuverlässige Abdichtung auszeichnet.
Es versteht sich, dass beim gezeigten Ausführungsbeispiel die konkave Wölbung auch in die stirnseitigen Schenkel --15-- der vertikalen Flansche verlegt werden könnte oder sogar beide Schenkel - -15, 16-- konkav ausgebildet werden könnten. Für letzteren Fall kann es zweckmässig sein, für die Dichtung --26-- eine angepasste Querschnittsform vorzusehen.