AT35684B - Alkalisuperoxydpatrone. - Google Patents

Alkalisuperoxydpatrone.

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  Alkalisuperoxydpatrone. 



   Um Natriumsuperoxyd, dessen vorzügliche Eigenschaften für Bleichzwecke schon lange bekannt sind, für die Verwendung als Waschmittel in Haushaltungen brauchbar zu machen, sind schon verschiedene Massnahmen und Vorrichtungen vorgeschlagen worden. Man muss einerseits die störenden chemischen Eigenschaften des Alkalisuperoxyds (leichte Entzündlichkeit in   Bt, ; ühruiig   mit organischen, feuchten Stoffen und starke Ätzwirkung) unschädlich machen und andererstits das Alkalisuperoxyd vor Zutritt von   Feuchtigkeit schützen, um   seiner Zersetzung in wertlnses Atznatron und wirkungslos entweichenden Sauerstoff vorzubeugen.

   Diese Absicht ist bereits dadurch erreicht worden, dass man das Alkalisuperoxyd und sonstige für ein Waschpulver notwendigen Bestandteile in einem Gefäss mit mehreren getrennt gehaltenen Abteilungen auibewahrte, die eine derartige Stellung zu einander einnehmen, dass erst mit dem   offen   des Gefässes zwangsweise ein Vermischen des Inhalts der einzelnen Abteilungen erfolgt. 



   Vorliegende Erfindung bezweckt nun das gleiche Ziel auf wesentlich einfacherem und billigere Wege zu erreichen und zwar, indem das aus Blech oder ähnlichen Materialien bestehende Verpackungsgefäss durch einen Stoss ersetzt wird, der in Verbindung mit einem Alkalihydrat eine Seife bzw. eine Waschflüssigkeit darstellt. Ein derartiger Stoff ist beispielsweise die Stearinsäure, im Handel kurzweg Stearin genannt, auf welches bei gewöhnlicher Temperahu ein   Alkalisuperoxyd   nicht einwirkt und das auch für   Feuchtigkeit undurchlässig   ist.

   Bildet man   nun   aus Stearin einen Hohlkörper, beispielsweise in Form einer Patrone, füllt dieselbe ganz oder teilweise mit Alkalisuperoxyd und verschliesst darauf die Stearinhülse mit einem Stearinstopfen, den man durch ein warm gemachtes Werkzeug luftdicht mit der Hülse verschmilzt, so erhält   man     eine Alkalisuperoxydpatrone.   deren Inhalt gegen Zersetzung durch Feuchtigkeit vollständig   geschützt   ist. 
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   Bringt man eine solche Patrone in warmes Wasser. so schmilzt die Stearinhülse bei etwa   5 (} U l'.,   worauf das Wasser langsam Zutritt zum Superoxyd findet, welches sich hierdurch in   be-     kannter Weise zu aktivem Sauerstoff und Alkalihydrat zersetzt. Das   erstere kann sofort seine   bleichend ? Wirkung auf   in dem Wasser gleichfalls   befindliche Wäsche ausüben, wogegen sieb     unter dem Einfluss der Wärme   das Alkalihydrat mit der Stearinsäure zu einer Seife verbindet. die gleichfalls als   Waschmittel zum Reinigen   der   schmutzigen   Wäsche dient. 



   Da aber die Stearin patronen leicht durch Bruch usw.   beschädigt werden können,   so kan 
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 die Stearinsäure und gestattet dem Wasser den Zutritt zum   Superoxyd,   wobei die bereits oben   beschriebenen Wirkungen eintreten.   



   Ausser dem Stearin können auch noch andere Stoffe mit gleich gutem Erfolge zur Herstellung der Alkalisuperoxydpatrone für sich oder innerhalb eines Seifenblocks verwendet werden. 
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 spielsweise zu nennen : Paraffin, Ceresin. Wachs u. s. w. 



   Anstatt nun den zur Aufnahme des Alkalisuperoxyds bestimmten Hohlkörper gesondert für sich aus Stearin. Paratfin. Ceresin. Wachs oder dgl. zu formen und denselben nachträglich in eine passende Aushöhlung des   Seifenblocks   hineinzubringen, kann man auch so verfahren, dass   man   im Innern eines Stücks Seife eine geeignete Aushöhlung macht und dieselbe mit einem   Fberzug   aus   Stearin usw. auskleidet.   Dies kann in der Weise geschehen, dass man flüssiges Stearin   oder dergl. in diese Aushöhlung hineingiesst und dasselbe   sofort wieder   ausgiesst,   sodass nur ein dünner, beim Erkalten des Stearins fest werdender Überzug an den Innenflächen der Aushöhlung haften   bleibt.

   Der so in   der Seife geformte Hohlkörper bildet gleichfalls einen von Feuchtigkeit 

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   dicht verschliesst.   



   Gleichbedeutend mit dieser Massnahme ist der umgekehrte Vorgang, dass man feste Körper aus Alkalisuperoxyd, eventuell durch Pressen oder Zusammenschmelzen mit anderen Salzen formt, diese Formen mit geschmolzenem oder gelöstem Stearin, Paraffin, Ceresin, Wachs oder dergl. überzieht und dann dieselben in der angegebenen Weise mit Seife umkleidet. 



     Schliesslich   kann man auch das Wesen der vorliegenden Erfindung in der Weise zur Geltung bringen, dass anstatt den ganzen Hohlkörper aus zerbrechlichem Stearin, Paraffin, Ceresin, Wachs oder'dergl. herzustellen, man sich darauf beschränkt, nur den Stöpsel aus diesen Stoffen bzw. einem anderen wasserundurchlässigen, bei gewöhnlicher Temperatur festen, aber bei einer   Temperatur von 100  C.   und darunter schmelzenden Stoff zu formen, wogegen man die Hülse 
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 superoxyd nicht angegriffen wird. Wenn man nun diese Hülse mit einem, wie oben beschriebenen   Stöpsel luftdicht verschliesst,   und den verschlossenen Hohlkörper in heisses Wasser oder in heisse 
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   In allen diesen Fällen kann der Verbraucher solcher Alkalisuperoxydpatronen nicht mit dem reinen Alkalisuperoxyd in Berührung kommen und sich verletzen, es sei denn, dass er mit Gewalt den Stöpsel von der Hülse   ablöst.   



   Um ein ruhiges Auflösen des in die Patrone   einzufüllenden   Superoxyds in Wasser ohne plötzliche Zersetzung zu sichern,   kann man   das   Alkalisuperox, vd   mit irgend einem indifferenten Salze, z. B. Kochsalz, Glaubersalz oder dergl. zusammenschmelzen und dadurch   beständiger   d. h. für Wasser weniger leicht angreifbar machen. 



   Schliesslich sei noch   bemerkt, dass   der hier gebrauchte Ausdruck ,,Patrone" im Sinne der vorliegenden Erfindung gleichbedeutend mit einem Hohlkörper von irgend welcher beliebigen Gestalt sein soll. 



     PATENTANSPRüCHE   :
1. Alkalisuperoxydpatrone, bestehend aus einem mit Alkalisuperoxyd beschickten luftund wasserdicht verschlossenen Hohlkörper aus einem   wasserundurchlässigen,   bei   gewöhnlicher   Temperatur festen, aber bei einer erhöhten Temperatur schmelzenden vom Superoxyd nicht angreifbaren Stoff.

Claims (1)

  1. 2. Alkalisuperoxydpatrone nach Anspruch 1, bestehend aus einem mit Alkalisuperoxyd beschickten luft- und wasserdicht verschlossenen Hohlkorper aus Stearin. Paraffin, Geresin.
    Wachs oder Gelatine.
    3. Alkalisuperoxydpatrone nach anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Atkalisuperoxyd beschickte Hohlkörper mit einem passenden Seifenblock umschlossen ist, um vor Beschädigung geschützt zu sein. EMI2.4
AT35684D 1907-04-19 1907-04-19 Alkalisuperoxydpatrone. AT35684B (de)

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