DE190140C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11D—DETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ JV* 190140 KLASSE 8*. GRUPPE
Dr. MAX HAASE in BERLIN.
Alkalisuperoxydpatrone.
Um Natriumsuperoxyd, dessen vorzügliche Eigenschaften für Bleichzwecke schon lange
bekannt sind, für die Verwendung als Waschmittel in Haushaltungen brauchbar zu machen,
sind schon verschiedene Maßnahmen und Vorrichtungen vorgeschlagen worden. Man
muß einerseits die störenden chemischen Eigenschaften des Alkalisuperoxyds (leichte Entzündlichkeit
in Berührung mit organischen,
ίο feuchten Stoffen und starke Ätzwirkung) unschädlich
machen und anderseits das Alkalisuperoxyd vor Zutritt von Feuchtigkeit schützen, um seiner Zersetzung in wertloses
Ätznatron und wirkungslos entweichenden Sauerstoff vorzubeugen. Diese Absicht ist
bereits dadurch erreicht worden, daß man das Alkalisuperoxyd und sonstige für ein Waschpulver notwendige Bestandteile in einem Gefäß
mit mehreren getrennt gehaltenen Abteilungen aufbewahrte, die eine derartige Stellung zueinander einnehmen, daß erst mit
dem Öffnen des Gefäßes zwangsweise ein Vermischen des Inhalts der einzelnen Abteilungen
erfolgt.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun das gleiche Ziel auf wesentlich einfacherem und
billigerem Wege zu erreichen, und zwar indem das aus Blech oder ähnlichen Materialien
bestehende Verpackungsgefäß durch einen Stoff ersetzt wird, der in Verbindung mit
einem Alkalihydrat eine Seife bzw. eine Waschflüssigkeit darstellt. Ein derartiger Stoff ist
beispielsweise die Stearinsäure, im Handel kurzweg Stearin genannt, auf welches, bei
gewöhnlicher Temperatur ein Alkalisuperoxyd nicht einwirkt und das auch für Feuchtigkeit
undurchlässig ist. Bildet man nun aus Stearin einen Hohlkörper, beispielsweise in Form
einer Patrone, füllt diese ganz oder teilweise mit Alkalisuperpxyd und verschließt darauf
die Stearinhülse mit einem Stearinstöpfen, den man durch ein warmgemachtes Werkzeug
luftdicht mit der Hülse verschmilzt, so erhält man eine Alkalisuperoxydpatrone, deren Inhalt
gegen Zersetzung durch Feuchtigkeit vollständig geschützt ist.
In der Zeichnung zeigen Fig. 1, 2 und 3
eine solche Patrone, und zwar ist Fig. 1 eine Vorderansicht in senkrechtem Schnitt, Fig. 2
ein Querschnitt und Fig. 3 der auf die Patronenhülse aufzusetzende und zum luftdichten
Verschluß dienende Stopfen.: Das Superoxyd wird in die Höhlung A der Patrone
eingefüllt.
Bringt man eine solche Patrone in warmes Wasser, so schmilzt die Stearinhülse bei etwa
500 C., worauf das Wasser langsam Zutritt zum Superoxyd findet, welches sich hierdurch
in bekannter Weise zu aktivem Sauerstoff und Alkalihydrad zersetzt. Das erstere kann
sofort seine bleichende Wirkung auf in dem Wasser gleichfalls befindliche Wäsche ausüben,
wogegen sich unter dem Einfluß der Wärme das Alkalihydrat mit der Stearinsäure zu einer Seife verbindet, die gleichzeitig als
Waschmittel zum Reinigen der schmutzigen Wäsche dient.
Da aber die Stearinpatronen leicht durch Bruch usw. beschädigt werden können, so
kann man sie in einer für den vorliegenden Verwendungszweck sehr geeigneten Weise
dadurch vor Beschädigung bewahren, daß
man die Patronen mit einem Seifenblock umschließt, der im Innern einen für die Patrone
passenden Hohlraum besitzt und der in seinen Größenverhältnissen der Menge des Alkalisuperoxyds
und damit einem bestimmten Quantum Wäsche entspricht. Dies wird durch Fig. 4, 5 und 6 veranschaulicht, wobei Fig. 4
die Vorderansicht eines Seifenblocks in senkrechtem Schnitt,' Fig. 5 einen Querschnitt
und Fig. 6 den Stopfen zeigt, "womit der Seifenblock nach Einführung der Superoxydpatrone
verschlossen wird.
Bei der Behandlung mit warmem Wasser löst sich zuerst die Seife auf, alsdann schmilzt
die Stearinsäure und gestattet dem Wasser den Zutritt zum Superoxyd, wobei die bereits
oben beschriebenen Wirkungen eintreten.
Um ein ruhiges Auflösen des in die Patrone einzufüllenden Superoxyds im Wasser
ohne plötzliche Zersetzung zu befördern, kann das Alkalisuperoxyd durch Zusammenschmelzen
mit irgendeinem indifferenten Salze (z. B. Pottasche, Kochsalz usw.) beständiger,
d. h. für Wasser weniger leicht angreifbar gemacht werden.
Schließlich sei noch bemerkt, daß der hier gebrauchte Ausdruck »Patrone« im Sinne der
vorliegenden Erfindung gleichbedeutend mit einem Hohlkörper von irgendwelcher beliebigen
Form und Gestaltung sein soll.
Claims (2)
1. Alkalisuperoxydpatrone, bestehend aus einem mit Alkalisuperoxyd beschickten
luft- und wasserdicht verschlossenen Hohlkörper aus Stearin.
2. Alkalisuperoxydpatrone nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß
man den" beschickten Stearinhohlkörper mit einem' passenden Seifenblock umschließt,
um ihn vor Beschädigung zu bewahren.
Hierzu i Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE190140C true DE190140C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE190140C (de) |
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