DE190140C - - Google Patents

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DE190140C
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alkali peroxide
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D9/00Compositions of detergents based essentially on soap
    • C11D9/04Compositions of detergents based essentially on soap containing compounding ingredients other than soaps
    • C11D9/42Per-compounds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ JV* 190140 KLASSE 8*. GRUPPE
Dr. MAX HAASE in BERLIN.
Alkalisuperoxydpatrone.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Dezember 1906 ab.
Um Natriumsuperoxyd, dessen vorzügliche Eigenschaften für Bleichzwecke schon lange bekannt sind, für die Verwendung als Waschmittel in Haushaltungen brauchbar zu machen, sind schon verschiedene Maßnahmen und Vorrichtungen vorgeschlagen worden. Man muß einerseits die störenden chemischen Eigenschaften des Alkalisuperoxyds (leichte Entzündlichkeit in Berührung mit organischen,
ίο feuchten Stoffen und starke Ätzwirkung) unschädlich machen und anderseits das Alkalisuperoxyd vor Zutritt von Feuchtigkeit schützen, um seiner Zersetzung in wertloses Ätznatron und wirkungslos entweichenden Sauerstoff vorzubeugen. Diese Absicht ist bereits dadurch erreicht worden, daß man das Alkalisuperoxyd und sonstige für ein Waschpulver notwendige Bestandteile in einem Gefäß mit mehreren getrennt gehaltenen Abteilungen aufbewahrte, die eine derartige Stellung zueinander einnehmen, daß erst mit dem Öffnen des Gefäßes zwangsweise ein Vermischen des Inhalts der einzelnen Abteilungen erfolgt.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun das gleiche Ziel auf wesentlich einfacherem und billigerem Wege zu erreichen, und zwar indem das aus Blech oder ähnlichen Materialien bestehende Verpackungsgefäß durch einen Stoff ersetzt wird, der in Verbindung mit einem Alkalihydrat eine Seife bzw. eine Waschflüssigkeit darstellt. Ein derartiger Stoff ist beispielsweise die Stearinsäure, im Handel kurzweg Stearin genannt, auf welches, bei gewöhnlicher Temperatur ein Alkalisuperoxyd nicht einwirkt und das auch für Feuchtigkeit undurchlässig ist. Bildet man nun aus Stearin einen Hohlkörper, beispielsweise in Form einer Patrone, füllt diese ganz oder teilweise mit Alkalisuperpxyd und verschließt darauf die Stearinhülse mit einem Stearinstöpfen, den man durch ein warmgemachtes Werkzeug luftdicht mit der Hülse verschmilzt, so erhält man eine Alkalisuperoxydpatrone, deren Inhalt gegen Zersetzung durch Feuchtigkeit vollständig geschützt ist.
In der Zeichnung zeigen Fig. 1, 2 und 3 eine solche Patrone, und zwar ist Fig. 1 eine Vorderansicht in senkrechtem Schnitt, Fig. 2 ein Querschnitt und Fig. 3 der auf die Patronenhülse aufzusetzende und zum luftdichten Verschluß dienende Stopfen.: Das Superoxyd wird in die Höhlung A der Patrone eingefüllt.
Bringt man eine solche Patrone in warmes Wasser, so schmilzt die Stearinhülse bei etwa 500 C., worauf das Wasser langsam Zutritt zum Superoxyd findet, welches sich hierdurch in bekannter Weise zu aktivem Sauerstoff und Alkalihydrad zersetzt. Das erstere kann sofort seine bleichende Wirkung auf in dem Wasser gleichfalls befindliche Wäsche ausüben, wogegen sich unter dem Einfluß der Wärme das Alkalihydrat mit der Stearinsäure zu einer Seife verbindet, die gleichzeitig als Waschmittel zum Reinigen der schmutzigen Wäsche dient.
Da aber die Stearinpatronen leicht durch Bruch usw. beschädigt werden können, so kann man sie in einer für den vorliegenden Verwendungszweck sehr geeigneten Weise dadurch vor Beschädigung bewahren, daß
man die Patronen mit einem Seifenblock umschließt, der im Innern einen für die Patrone passenden Hohlraum besitzt und der in seinen Größenverhältnissen der Menge des Alkalisuperoxyds und damit einem bestimmten Quantum Wäsche entspricht. Dies wird durch Fig. 4, 5 und 6 veranschaulicht, wobei Fig. 4 die Vorderansicht eines Seifenblocks in senkrechtem Schnitt,' Fig. 5 einen Querschnitt und Fig. 6 den Stopfen zeigt, "womit der Seifenblock nach Einführung der Superoxydpatrone verschlossen wird.
Bei der Behandlung mit warmem Wasser löst sich zuerst die Seife auf, alsdann schmilzt die Stearinsäure und gestattet dem Wasser den Zutritt zum Superoxyd, wobei die bereits oben beschriebenen Wirkungen eintreten.
Um ein ruhiges Auflösen des in die Patrone einzufüllenden Superoxyds im Wasser ohne plötzliche Zersetzung zu befördern, kann das Alkalisuperoxyd durch Zusammenschmelzen mit irgendeinem indifferenten Salze (z. B. Pottasche, Kochsalz usw.) beständiger, d. h. für Wasser weniger leicht angreifbar gemacht werden.
Schließlich sei noch bemerkt, daß der hier gebrauchte Ausdruck »Patrone« im Sinne der vorliegenden Erfindung gleichbedeutend mit einem Hohlkörper von irgendwelcher beliebigen Form und Gestaltung sein soll.

Claims (2)

Pate N t-An sprüghe:
1. Alkalisuperoxydpatrone, bestehend aus einem mit Alkalisuperoxyd beschickten luft- und wasserdicht verschlossenen Hohlkörper aus Stearin.
2. Alkalisuperoxydpatrone nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man den" beschickten Stearinhohlkörper mit einem' passenden Seifenblock umschließt, um ihn vor Beschädigung zu bewahren.
Hierzu i Blatt Zeichnungen.
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