<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen eines Bewehrungskorbes in eine, durch mehrere nebeneinander angeordnete Ziegel, gebildete Längsrille, mit einem Traggestell für die Ziegel, welches sich in Richtung der Längsrille der Ziegel erstreckt, und einer Betätigungsstange zum Einführen des Bewehrungskorbes in die Längsrille.
Bei der bekannten Vorrichtung dieser Bauart (DE-OS 2062643) besteht der Nachteil, dass zum Antrieb der Betätigungsstange für das Einführen des Bewehrungskorbes in die Längsrille der Ziegel zwei gesonderte nacheinander in Bewegung gesetzte Druckzylinder erforderlich sind, wobei die Bewegung der Kolben der Druckzylinder zeitlich genau aufeinander abgestimmt werden muss, um Klemmungen und dadurch entstehende Beschädigungen der Maschine zu vermeiden.
Erfindungsgemäss werden diese Nachteile der bekannten Maschine dadurch vermieden, dass die Betätigungsstange an mindestens zwei ersten Schwenkarmen drehbar angelenkt ist, wobei die ersten Schwenkarme an je einem zweiten Schwenkarm drehbar angelenkt sind und die ersten und zweiten Schwenkarme durch auf einer gemeinsamen Antriebswelle paarweise angeordnete Nocken betätigbar sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 eine Vorrichtung gemäss der Erfindung in Seitenansicht und Fig. 2 in Draufsicht.
Wie aus den Zeichnungen zu ersehen ist, umfasst die erfindungsgemässe Vorrichtung ein Traggestell mit einem Förderband --2-- für die Ziegelsteine --3--, das seitlich von zwei festen Gleitwänden --4 und 5--begrenzt ist. Am oberen Rand der Wand --5-- ist eine Leiste --6-- mittels Scharnieren gelenkig gelagert, deren freier Längsrand über den inneren Rand der Gleitwand-5-soweit hinausragt, dass er den darunter liegenden freien oberen Rand der Ziegelsteine --3-- überdeckt. Aus Konstruktions- und Betriebsgründen besteht die Leiste --6-- aus mehreren aneinandergereihten Teilen, die insgesamt der maximalen Länge der zu bewehrenden Balken entspricht.
Im unteren Teil des Gestells --1-- sind schwenkarme --8-- als Stütze einer entlang des Gestelles - 1-- verlaufenden Leiste --9-- angebracht, die an ihrem oberen Rand mit den Schwenkarmen-8gelenkig verbunden ist.
Jeder Schwenkarm --8-- besteht aus einem unteren S-förmigen Teil--10--, der unten mit dem Gestell - gelenkig verbunden ist und aus einem darüberliegenden Teil --11--, der gelenkig mit dem Teil - verbunden ist und die Leiste --9-- trägt.
Auf der Seite der Bühne --1--, wo sich die Leiste --6-- befindet, ist eine Antriebswelle --12-angebracht, die von Lagerarmen --13-- getragen wird und von einem (nicht abgebildeten) Elektromotor angetrieben ist und jedesmal, wenn der Bedienungsmann es veranlasst eine Umdrehung von 3600 ausführt.
Jedem Arm --8-- ist ein auf der Welle --12-- aufgekeiltes Paar von Nocken --14 und 15-zugeordnet, von denen sich die Nocke --14-- auf einer am Teil --10-- des Armes --8-- sitzenden Rolle - -17-- abstützt, die von dem einen Arm --18-- eines Winkelhebels --19-- getragen wird, der gelenkig am Gestell --1-- gelagert ist. Mit einem zweiten Arm --20-- des Winkelhebels --19-- ist das eine Ende eines Stabes --21-- gelenkig verbunden, dessen anderes Ende mit dem oberen Teil --11-- des Armes --8-gelenkig verbunden ist.
Eine Zugfeder --22-- liegt zwischen dem Gestell --1-- und dem Teil --11-- jedes Armes --8-- und hält auf diese Art die Rollen --17-- in elastischem Kontakt mit den jeweiligen Nocken --15--, indem sie gleichzeitig das Gewicht aller Arme --8-- und der Leiste --9-- kompensiert, und so auch den Kontakt der Rollen --16-- mit den jeweiligen Nocken --14-- aufrecht erhält.
Die Wirkungsweise der geschilderten Vorrichtung ist folgende : Angenommen das Band --2-- ist im Stillstand und auf ihm liegen die aneinandergereihten Ziegelsteine in der für die ganze gewünschte Länge des Balkens nötigen Anzahl und ein am Gestell-l-befindlicher Bedienungsmann hat bereits das untere Rundeisen --23-- der V-förmigen Bewehrung --24-- (das von der Leiste-9-am weitesten entfernte Rundeisen) in die C-förmige Öffnung der Ziegelsteine --3-- (Fig.1) eingeführt.
In diesem Augenblick betätigt der Bedienungsmann mittels eines Pedals die Steuerung für die Ingangsetzung des Motors und bringt die Welle --12-- in Drehung. Die erwähnte Welle nimmt bei
EMI1.1
der Bewehrung --24-- entfernt halten.
Infolge der besonderen Form der Nocken --14 und 15-und ihrer Phasenverschiebung werden die zwei Teile --10 und 11-- jedes Armes --8-- hin und herschwingend angetrieben, wobei die Leiste-9- eine translatorische Bewegung ausführt, wie sie beispielsweise durch die gestrichelte Kurve --25-- in Fig. 1 angegeben ist.
<Desc/Clms Page number 2>
In der ersten Phase dieser Bewegung nähert sich die Leiste --9-- der Bewehrung --24--, drückt sie gegen das Rundeisen --23-- bis das Rundeisen --26-- der Bewehrung auf der Leiste --6-- gleitend über den inneren Rand der Leiste --6-- gelangt, wobei das Rundeisen --26-- den oben offenen Hohlraum der aneinandergereihten Ziegelsteine --3-- erreicht. Die Leiste --9-- gleitet dann auf der Leiste --6--, überfährt den oberen Rand der Ziegelsteine--3-und erlaubt somit, dass die Bewehrung --24-- infolge ihrer Quer-Elastizität mit ihrem Rundeisen --26-- sich in die gestrichelt gezeichnete Endlage bewegt, so dass die Bewehrung --24-- im Hohlraum der Ziegelsteine --3-- festgehalten ist.
Die Leiste-9-- geht sodann
EMI2.1
Zu diesem Zeitpunkt hebt der Bedienungsmann den aus den Steinen --3-- zusammengesetzten Balken, der durch die Bewehrung zusammengehalten wird, vom Förderband ab, wobei diese Handlung von der Möglichkeit einer Verschwenkung der Leiste-6-- um ihr Gelenk Gebrauch macht.
Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung werden folgende Vorteile erzielt : a) Es ist kein Kompressor zur Speisung von hydraulischen oder pneumatischen Aggregaten erforderlich, b) die Möglichkeit der Steuerbewegung der Leiste --9-- den verschiedenen Voraussetzungen anzupassen, indem das Profil der Nocken geändert wird, wodurch die gewünschte Kombination der horizontalen und vertikalen Komponenten der Bewegung der Leiste --9-- erzielt werden können. c) Durch die Leiste --6-- wird eine Beschädigung des Randes der Ziegel beim Einführen der
Bewehrung sicher vermieden. d) Ein eventuelles Herausspringen der Bewehrung --24-- beim Rückweg der Leiste --9-- wird infolge des oben liegenden Gelenkes, das sich horizontal verschiebt, auch wenn die Leiste sich im Hohlraum der aneinandergereihten Ziegelsteine befindet, sicher vermieden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Einbringen eines Bewehrungskorbes in eine durch mehrere nebeneinander angeordnete Ziegeln gebildete Längsrille, mit einem Traggestell für die Ziegel, welches sich in Richtung der Längsrille der Ziegel erstreckt, und einer Betätigungsstange zum Einführen des Bewehrungskorbes in
EMI2.2
mindestens zwei ersten Schwenkarmen (11) drehbar angelenkt ist, wobei die ersten Schwenkarme (11) an je einem zweiten Schwenkarm (10) drehbar angelenkt sind und die ersten und zweiten Schwenkarme (11,10) durch auf einer gemeinsamen Antriebswelle (12) paarweise angeordneten Nocken (15,14) betätigbar sind.