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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Auswahl einer Aufzugskabine für Direktfahrten bei einer mittels Gruppensteuerung gesteuerten Aufzugsgruppe, bei welcher über Stockwerkrufgeber ansteuerbare Stockwerkrufspeicher vorgesehen sind und jedem Aufzug der Gruppe ein den Standort der Aufzugskabine signalisierender Selektor zugeordnet ist, wobei die Einrichtung zusätzliche Stoekwerkrufgeber und mittels dieser ansteuerbare zusätzliche Speicherglieder aufweist.
Zweck derartiger Einrichtungen ist es, innerhalb einer Aufzugsgruppe eine Aufzugskabine unabhängig von der durch die jeweilige Gruppensteuerung gegebenen Bedienungsreihenfolge für direkte Fahrten, beispielsweise bei durch Notfälle bedingten Bettentransporten in Krankenhäusern, zu rufen.
Eine mit der DE-AS 2418129 bekanntgewordene Aufzugsanlage ist mit einer Sammelsteuerung und einer Einzelfahrtsteuerung ausgerüstet. Hiebei arbeiten alle Aufzüge der Gruppe ständig mit der Sammelsteuerung, so lange keine Bettentransporte erforderlich sind. Für die Eingabe eines Bettenrufes sind separate Stockwerkrufgeber vorgesehen, wobei die Möglichkeit besteht, dieselben erst dann benutzbar zu machen, wenn sie bei Annäherung eines Bettes über eine Induktionsschleife aktiviert werden. Bei Vorliegen eines Bettenrufes wird, falls vorhanden, ein freier Aufzug ausgewählt und auf Einzelfahrtsteuerung geschaltet. Die Einzelfahrtsteuerung weist eine Warteschlange auf, mittels welcher die Stockwerkrufe in der zeitlichen Reihenfolge der Eingabe bedient werden.
Die Freimeldung der Aufzüge gelangt zu einer Auswahleinrichtung, welche auch bei mehreren freien Aufzügen nur einen für die Bedienung des Bettenrufes freigibt. Ist für einen Bettenruf kein freier Aufzug vorhanden, so wird der nächste die Bettenrufhaltestelle passierende Aufzug, der gerade Personenverkehr abwickelt, angehalten, wobei die Fahrgäste durch Signale zum Verlassen der Aufzugskabine aufgefordert werden.
Die Nachteile derart gesteuerter Aufzugsanlagen liegen insbesondere darin, dass auch bei Vorhandensein mehrerer freier Aufzüge nur ein freier Aufzug zur Verfügung gestellt wird. Es findet daher keine Gruppenbildung statt, so dass die Bestimmung der für die Rufbedienung standortgünstigsten Aufzugskabine nicht gewährleistet ist. Erst nach Annahme des Rufes durch die Steuerung wird ein weiterer freier Aufzug zur Verfügung gestellt, wobei die Rufe ohne Rücksicht auf ihre Lage zum Standort der Aufzugskabine in der zeitlichen Reihenfolge der Eingabe bedient werden, so dass beträchtliche Leerfahrten entstehen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Auswahl einer Aufzugskabine der eingangs genannten Art vorzuschlagen, mittels welcher vorstehende Nachteile bei der Bedienung von Notfallrufen vermieden werden, wobei insbesondere durch Bestimmung der verkehrsteehnisch günstigsten leeren und, falls keine leeren vorhanden, besetzten Aufzugskabine einer Aufzugsgruppe eine bevorzugte, zeitoptimale Bedienung von Notfallrufen ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die über Dioden zusammengefassten Ausgänge der mittels eines Abtasters abgetasteten zusätzlichen Speicherglieder mit einem Eingang einer Rufsperreinrichtung verbunden sind, an welchem beim Abtasten eine alle gespeicherten Stockwerkrufe enthaltende erste Signalfolge auftritt, wobei die Rufsperreinrichtung weitere, bereits zugeteilte Rufe sperrende Informationen führende Eingänge und einen Ausgang aufweist, an welchem eine zweite, die restlichen, noch zuzuteilenden Stockwerkrufe enthaltende Signalfolge auftritt, und der an je einen Eingang von den einzelnen Aufzügen der Gruppe zugeordneten Rufzuteilungseinrichtungen angeschlossen ist,
die mittels eines bei Auftreten einer bei Übereinstimmung von Abtaster-und Selektorstellung erzeugten Koinzidenzinformation eines für einen Stockwerkruf bedienungsbereiten Aufzuges die den jeweils andern Aufzügen zugeordneten Rufzuteilungseinrichtungen von der Rufzuteilung ausschliessenden Schaltkreises untereinander verbunden sind, wobei bei nachfolgendem Auftreten eines in der zweiten Signalfolge enthaltenen Stockwerkrufe am Ausgang der dem bedienungsbereiten Aufzug zugeordneten Rufzuteilungseinrichtung ein die Direktfahrt auslösendes Steuersignal vorhanden ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass auch bei der Bedienung von Notfallrufen sowohl die freien als auch alle besetzten Aufzüge eine durch die Gruppensteuerung verknüpfte Gruppe bilden, so dass in jedem Fall die standortgünstigste Aufzugskabine ausgewählt wird und längere Leerfahrten und Wartezeiten vermieden werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass mehrere Notfallrufe gleichzeitig eingegeben werden können und praktisch gleichzeitig von der Steuerung übernommen werden können.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das im folgenden näher erläutert wird. Es zeigen : Fig. l eine schematische Darstellung eines Aufzuges einer aus vier Aufzügen
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bestehenden Aufzugsgruppe mit der erfindungsgemässen Einrichtung zur Auswahl einer Aufzugskabine, Fig. 2 ein Diagramm des zeitlichen Verlaufes der an den Eingängen und am Ausgang einer in der Einrichtung gemäss Fig. l enthaltenen Rufsperreinrichtung auftretenden Signalfolgen, Fig. 3 ein Schaltungssehema zweier den Aufzügen --A und B-- zugeordneten Rufzuteilungseinrichtungen der Einrichtung gemäss Fig. l, sowie ein Teil eines die Rufzuteilungseinrichtungen untereinander verbindenden Schaltkreises, in detaillierter Ausführung, Fig.
4 ein Diagramm des zeitlichen Verlaufes der an den Eingängen und am Ausgang der Rufzuteilungseinrichtung gemäss Fig. 3 auftretenden Signalfolgen, und Fig. 5 eine schematische Darstellung der aus vier Aufzügen bestehenden Aufzugsgruppe.
Die in der nachfolgenden Beschreibung angeführten Signale bzw. Informationen können, wie bei der Bezeichnung von logischen Zuständen bei Digitalschaltungen üblich, die zwei verschiedenen Spannungspegeln zugeordneten logischen Werte "l" und "0" annehmen. An Stelle der ebenfalls in der Beschreibung auftauchenden Bezeichnung "Signalfolge" wird auch die Bezeichnung "Band" verwendet.
In der Fig. 1 ist mit --1-- ein nur teilweise dargestellter Aufzugsschacht eines Aufzuges--A--einer Gruppe von beispielsweise vier Aufzügen --A, B, C und D--bezeichnet. Eine von einer nicht dargestellten Antriebssteuerung gesteuerte Fördermaschine --2-- treibt über ein Förderseil --3-- eine im Aufzugsschacht --1-- geführte Aufzugskabine --4-- an, wobei gemäss dem als Beispiel gewählten Aufzug fünfzehn Stockwerke-Sl bis S15-- bedient werden. Mit--T1 bis T15-- sind auf diesen Stockwerken angeordnete Schachttüren bezeichnet.
Zusätzlich zu den den einzelnen Stockwerken zugeordneten, nicht dargestellten, der Aufzugsgruppensteuerung dienenden Stockwerkrufspeichern, sind weitere Speicher- glieder--GNF-1 bis GNF-15--, im folgenden Notfallrufspeicher genannt, vorgesehen, welche über auf den Stockwerken angeordnete Stockwerkrufgeber-DNF2-1 bis DNF2-15--, im folgenden Notfallrufgeber
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Stockwerkrufgebern angeordnet.
Die dem Ausführungsbeispiel zugrundegelegte, nicht weiter dargestellte Aufzugsgruppensteuerung ist eine mit der CH-PS Nr. 387903 bekanntgewordene Sammelsteuerung, welche ein zeitabhängiges und ein positionsabhängiges Schrittschaltwerk aufweist. Das zeitabhängige, von einem eine ununterbrochene Signalfolge erzeugenden Generator gesteuerte Schrittschaltwerk tastet die der Speicherung der Stockwerkrufe dienenden Speicherglieder aufeinanderfolgend vom untersten zum obersten und vom obersten zum untersten Stockwerk dauernd ab und liefert eine den gespeicherten Stockwerkrufe entsprechende Signalfolge. Das positionsabhängige Schrittschaltwerk erzeugt jeweils bei Abfahrt der Aufzugskabine von einem Stockwerk ein dem folgenden Stockwerk in AUF- bzw. AB-Richtung entsprechendes Signal.
Stimmen nun bei jeweils gleicher Laufrichtung oder bei Stillstand der Aufzugskabine Abtaststellung und Standortsignal der Aufzugskabine überein, so werden entsprechende Koinzidenzsignale erzeugt. Beim Zusammentreffen eines Koinzidenzsignals mit einem einem gespeicherten Stockwerkruf entsprechenden Signal der vom zeitabhängigen Schrittschaltwerk gelieferten Signalfolge, wird ein Haltsignal erzeugt, welches der Fahrsteuerung des Aufzuges zugeführt wird. Auf diese Weise werden von der Aufzugskabine alle in ihrer Fahrtrichtung liegenden, die gleiche Richtung aufweisenden Rufe nacheinander bedient.
Die Notfallrufspeicher --GNF-1 bis GNF-15-- bestehen im wesentlichen aus einem aus zwei NOR-Gliedern aufgebauten Speicher, dessen einer Eingang mit einem Anschluss des zugeordneten, über den zweiten Anschluss mit dem Pluspol einer nicht dargestellten Spannungsquelle in Verbindung stehenden Notfallrufgebers --DNF2-1 bis DNF2-15-- verbunden ist. Dem zweiten Eingang des Speichers wird nach Bedienung eines Notfallrufes ein auf nicht weiter beschriebene Art erzeugtes Löschsignal zugeführt. Der Ausgang des Speichers ist mit einem Eingang eines zwei Eingänge aufweisenden NOR-Gliedes verbunden, dessen Ausgang über eine Diode an einem allen Notfallrufspeichern --GNF-1 bis GNF-15-- gemeinsamen Ausgang angeschlossen ist.
Der zweite Eingang des NOR-Gliedes ist mit einem elektronischen Abtaster - verbunden, welcher ähnlich dem aus der CH-PS Nr. 387903 bekannten zeitabhängigen Schrittschaltwerk aus digitalen Gliedern aufgebaut ist, und welcher neben den fünfzehn, mit den Notfallrufspeichern --GNF-1 bis GNF-15--verbundenen Ausgängen weitere, nicht dargestellte, der Aufzugsgruppensteuerung dienende Ein- und Ausgänge aufweist.
Der mit einer Abtastfrequenz von beispielsweise 1000 Hz arbeitende Abtaster --5-- tastet die Notfallrufspeicher --GNF-1 bis GNF-15-- aufeinanderfolgend vom untersten zum obersten und vom obersten zum untersten Stockwerk dauernd ab, wobei dem zweiten Eingang des
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NOR-Gliedes ein vom Abtaster erzeugtes Signal zugeführt wird, welches jeweils beim Abtasten des betreffenden Stockwerkes Null ist. Sind Notfallrufe gespeichert, so sind die ersten Eingänge der NOR-Glieder der jeweiligen Notfallrufspeicher --GNF-1 bis GNF-15-- ebenfalls Null, und es erscheint am gemeinsamen Ausgang aller Notfallrufspeicher eine alle gespeicherten Notfallrufe enthaltende erste Signalfolge BNF-Z.
Der gemeinsame Ausgang aller Notfallrufspeicher --GNF-1 bis GNF-15-- steht mit einer allen Aufzügen --A bis D--der Gruppe gemeinsamen Rufsperreinrichtung --6-- in Verbindung. Sie hat die Aufgabe, die Übertragung einer minimalen Rufimpulslänge zu gewährleisten und in der Signalfolge BNF-Z enthaltene Notfallrufe zu unterdrücken, beispielsweise nachdem ein Notfallruf einem Aufzug zugeteilt wurde.
Die Rufsperreinrichtung--6--besteht aus einem aus zwei NOR-Gliedern aufgebauten Speicher --9--, dessen Setz-NOR mindestens drei Eingänge aufweist, wovon zweien auf nicht weiter dargestellte Weise erzeugte Informationen BKNFX, BRVNFX zugeführt werden. Das Rückstell-NOR des Speichers --9-- hat einen Eingang, dem eine periodisch mit der Abtasterfrequenz auftretende, von einer nicht weiter dargestellten Impulsschaltung erzeugte Rückstellinformation RI zugeführt wird.
Der Ausgang des Speichers --9-- ist über ein erstes NICHT-Glied --10-- mit einem Eingang eines ersten NOR-Gliedes verbunden, dessen zweiter Eingang über ein zweites NICHT-Glied --12-- am gemeinsamen Ausgang aller Notfallrufspeicher --GNF-1 bis GNF-15-- angeschlossen ist und dessen eine zweite Signalfolge BNFX führender Ausgang mit den Rufzuteilungseinrichtungen --7-- in Verbindung steht. Der dritte Eingang des Setz-NOR-Gliedes des Speichers --9-- ist mit dem Ausgang eines zweiten NOR-Gliedes - -11. 2-- verbunden, dessen einem Eingang die zweite Signalfolge BNFX und dessen anderem Eingang ein mittels eines nicht weiter dargestellten Rechteckgenerators erzeugtes Oszillatorsignal OZAX zugeführt wird.
Die an den verschiedenen Ein- und Ausgängen der Rufsperreinrichtung --6-- auftretenden Informationen haben folgende Bedeutung :
BNF-Z die vom elektronischen Abtaster erzeugte, allen eingegebenen Notfallrufen entsprechende
Signalfolge, wobei BNF-Z=1 einem gespeicherten Notfallruf entspricht,
BNFX die Signalfolge der noch nicht einer Aufzugskabine zugeteilten Notfallrufe,
BKNFX Koinzidenzsignal, welches jeweils bei anwesender oder ankommender Aufzugskabine "1" ist.
Es verhindert das Bedienen eines Notfallrufes durch einen zweiten Aufzug,
BRVNFX Notfallrufreservationssignal einer für einen Notfall ausgewählten Aufzugskabine, welches "1" ist und zeitgleich mit dem dieser Aufzugskabine zugeteilten Notfallruf auftritt.
OZAX die von einem Rechteckgenerator erzeugte Signalfolge, deren Frequenz gleich der
Abtastfrequenz des Abtasters --5-- ist, und
RI die Rückstellinformation, deren Frequenz ebenfalls der Abtastfrequenz entspricht.
Die Rufsperreinrichtung --6-- ist ausgangsseitig mit vier, jeweils den Aufzügen --A bis D-- der Gruppe zugeordneten, in der nachfolgenden Beschreibung der Fig. 3 näher erläuterten Rufzuteilungseinrichtungen --7-- verbunden. Diese haben die Aufgabe, einen Notfallruf der verkehrstechnisch günstigsten, beispielsweise der nächsten leeren Aufzugskabine zuzuordnen.
Die Rufzuteilungseinrichtungen --7-- sind untereinander über einen im Zusammenhang mit der Fig. 3 näher erläuterten Schaltkreis --8-- verbunden, welcher die Aufgabe hat, bei Vorhandensein einer betriebsbereiten, leeren Kabine mit geschlossenen Türen die übrigen Aufzüge von der Notfallrufbedienung auszuschliessen. Eine weitere Aufgabe des Schaltkreises --8-- ist es, die Priorität der Aufzüge --A bis D-- festzulegen, wobei im vorliegenden Beispiel der Aufzug --D-- die höchste Priorität hat. Stehen beispielsweise die Aufzugskabinen der Aufzüge --A und C-- auf dem gleichen Stockwerk und erfüllen beide die für die Notfallrufzuteilung erforderlichen Bedingungen, so wird dem Aufzug --C-- der Notfallruf zugeteilt.
In der Fig. 3 ist mit --13-- ein aus zwei NOR-Gliedern aufgebauter Speicher bezeichnet, dessen Ausgang mit einem Eingang eines drei Eingänge aufweisenden NOR-Gliedes --14-- verbunden ist. Dem zweiten Eingang des NOR-Gliedes --14-- wird über ein NICHT-Glied --15-- die am Ausgang der Rufsperreinrichtung --6-- vorhandene Signalfolge BNFX (zu BNFX invertiert) zugeführt, während am dritten Eingang das Oszillatorsignal OZAX angelegt wird. Das Setz-NOR-Glied des Speichers --13-- ist am Ausgang eines drei Eingänge aufweisenden NOR-Gliedes --16-- angeschlossen, dessen einem Eingang aus
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dem Schaltkreis --8-- eine Sperrinformation SPZNF zugeführt wird, während den beiden andern Eingängen auf nicht weiter dargestellte Art erzeugte Informationen IC, BK zugeführt werden.
Das Rückstell-NORGlied des Speichers --13-- weist zwei Eingänge auf, wovon dem einen eine auf nicht beschriebene Art erzeugte Sperreinformation GZNF-A zugeführt wird und der andere mit dem Ausgang eines zwei Eingänge aufweisenden Verzögerungs-NOR-Gliedes --17-- verbunden ist. Der eine Eingang des VerzögerungNOR-Gliedes --17-- ist mit dem Ausgang des NOR-Gliedes --16-- verbunden, während dem zweiten Eingang eine im Schaltkreis --8-- erzeugte Löschinformation ZNFX-A aufgeschaltet wird.
Der Schaltkreis --8-- besteht aus je einer den Rufzuteilungseinrichtungen --7-- für die Aufzüge --A, B, C-- zugeordneten, aus einem zwei Eingänge aufweisenden NOR-Glied und einem NICHT-Glied gebildeten Serienschaltung -- 18--, deren Ausgang jeweils mit dem NOR-Glied-16-- der betreffenden Rufzuteilungseinrichtung --7-- verbunden ist. Der eine Eingang des NOR-Gliedes der Serienschaltung --18-- ist jeweils mit dem Ausgang der vorhergehenden Serienschaltung --18-- verbunden, während der zweite Eingang am Ausgang des NOR-Gliedes --16-- der vorhergehenden Rufzuteilungseinrichtung --7-angeschlossen ist. Dem Aufzug höchster Priorität (D) ist keine Serienschaltung --18-- zugeordnet.
Der Ausgang der dem rangniedrigsten Aufzug (A) zugeordneten Serienschaltung --18-- ist ausserdem an einem Eingang eines zwei Eingänge aufweisenden NOR-Gliedes --19-- angeschlossen, dessen zweiter Eingang mit dem Ausgang des NOR-Gliedes --16-- der dem Aufzug --A-- zugeordneten Rufzuteilungseinrichtung --7-verbunden ist. Der Ausgang des NOR-Gliedes --19-- ist jeweils am zweiten Eingang des Verzögerung- NOR-Gliedes --17-- aller Rufzuteilungseinrichtungen --7-- angeschlossen.
Die an den verschiedenen Ein- und Ausgängen der Rufzuteilungseinrichtungen --7-- und des Schaltkreises --8-- auftretenden Informationen haben folgende Bedeutung :
GZNF-A Sperrinformation, welche bei störungsfreiem Betrieb eines Aufzuges der Gruppe, dem ausserdem keine Spezialaufgabe zugteilt ist und der nicht durch Notfallrufbedienung besetzt ist, den Wert "0" aufweist,
IC Sperrinformation, welche "0" ist, wenn alle Aufzüge der Gruppe besetzt sind, oder welche jeweils für mindestens einen freien Aufzug der Gruppe "0" ist, wenn seine Kabine leer ist und seine Türen geschlossen sind und GZNF-A für den betreffenden Aufzug ebenfalls "0" ist,
BK Koinzidenzinformation, die bei Koinzidenz von Abtaster- und Selektorstellung bei gleicher
Laufrichtung oder bei Stillstand einer Aufzugskabine "0" ist, wobei in Fig.
4 unter BK-D
Abwärts-Laufrichtung, unter BK-U Aufwärts-Laufrichtung und unter BK-Z Stillstand zu verstehen ist,
BNF2 die am Ausgang der Rufzuteilungseinrichtung --7-- der für die Notfallbedienung ausgewählten Aufzugskabine auftretende Signalfolge, deren Signale BNF2=1 den im Band
BNFX enthaltenen Notfallrufen BNFX=1 entsprechen,
OZAX die von einem Rechteckgenerator erzeugte Signalfolge, deren Frequenz gleich der
Abtastfrequenz des Abtasters --5-- ist,
ZNFX-A das im Schaltkreis --8-- beim Auftreten der Koinzidenzinformation BK=0 einer für einen
Notfallruf bedienungsbereiten Aufzugskabine erzeugte Löschsignal, das die Speicher --13-- der übrigen Rufzuteilungseinrichtungen --7-- zurücksetzt,
GZNF am Ausgang des Speichers --13-- der der bedienungsbereiten Aufzugskabine entsprechen- den Rufzuteilungseinrichtung --7-- auftretende Information, welche bei Auftreten von BK=0 ebenfalls "0" wird und bei Auftreten des Löschsignals ZNFX-A=0 und der Sperrinformation
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SPZNF die im Schaltkreis --8-- bei Auftreten von BK=0 einer für einen Notfallruf bedienungs- bereiten Aufzugskabine erzeugte Sperrinformation, wobei jeweils SPZNF=1 die Rufzutei- lungseinrichtungen --7-- der rangniedrigeren Aufzüge von der Notfallrufzuteilung ausschliesst, und
ZNF-E die am Ausgang des NOR-Gliedes --16-- vorhandene Information, wobei mit ZNF-E=1 der
Speicher --13-- gesetzt wird.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung arbeitet wie folgt :
Es sei angenommen, dass Notfallrufe für die Stockwerke --S5, S10 und S14-- eingegeben wurden und die Aufzugskabine-C-auf dem Stockwerk --S5-- steht oder auf diesem soeben ankommt. Da in diesem
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Fall das an einem Eingang des Speichers --9n der Rufsperreinrichtung --6-- auftretende Koinzidenzsignal BKNFX=1 ist, erscheint der Notfallruf für Stockwerk --S5-- nicht mehr im Band BNFX, d. h. er ist für dieses Stockwerk gesperrt und kann keinem andern Aufzug mehr zugeteilt werden (Fig. 1 und 2).
Weiterhin sei angenommen, dass mittels der dem Aufzug --D-- zugeordneten Rufzuteilungseinrichtung --7-der Notfallruf für Stockwerk --S14-- auf weiter unten beschriebene Art dem Aufzug --D-- zugeteilt wurde. Die von der Aufzugskabine--D--daraufhin an den Speicher --9-- der Rufsperreinrichtung --6-- (Fig. l) gelieferte Information BRVNFX=1 bewirkt ebenfalls eine Sperrung des betreffenden Notfallrufes, der damit keinem andern Aufzug der Gruppe mehr zugeteilt werden kann. Im Band BNFX erscheint somit nur noch der Notfallruf für Stockwerk-S10- (Fig. 2).
Es möge weiterhin angenommen sein, dass in diesem Augenblick die Aufzugskabinen-A und B-betriebsbereit auf dem Stockwerk --S3-- stehen. Da die Informationen IC der fahrenden Aufzugskabinen - C, D-"l"sind, ist die Information ZNF-E der diesen Aufzügen zugeordneten Rufzuteilungseinrich- tungen-7-"0"und damit die Information SPZNF für den Aufzug-B-- ebenfalls"0", so dass mit IC=0 und BK-Z=0 die Ausgangsinformation ZNF-E des NOR-Gliedes --16-- der Rufzuteilungseinrichtung --7-für Aufzug --B-- "1" ist und die Information SPZNF für den Aufzug nAn den Wert "1" aufweist. Damit wird der Speichernder dem ranghöheren Aufzug --B-- zugeordneten Rufzuteilungseinrichtung --7-gesetzt und die Information GZNF=0 (Fig.
3 und Zeitpunkt I, Fig. 4). Bei der Abtasterstellung für Stockwerk --S10-- wird BNFX=2 (BNFX=0) und OZAX=0, so dass am Ausgang des NOR-Gliedes-14-ein Steuersignal BNF2=1 auftritt (Zeitpunkt II, Fig. 4). Das Signal OZAX=0 und damit das Steuersignal BNF2=1 ist halb so breit wie das Signal BNFX=1, wodurch eine Überlappung zweier benachbarter Notfallrufe vermieden wird.
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Rufzuteilungseinrichtungwieder"l"und damit ZNF-E wieder "0", so bewirkt das Verzögerungs-NOR-Glied --17--, dass der an dessen Ausgang vorhandene Zustand "0" bis zum Wechsel der Information ZNFX-A von "0" nach "1" erhalten bleibt, so dass der Speicher --13-- der dem Aufzug --B-- zugeordneten Rufzuteilungseinrichtung - nicht zurückgesetzt wird (Fig. 3).
Der im Band BNF2 enthaltene Notfallruf für Stockwerk-S10-wird dem der Fahrsteuerung des Aufzuges--B--dienenden Kabinenrufband überlagert, worauf sich die Aufazugskabine --B-- in Direktfahrt in Richtung Stockwerk --S10-- in Bewegung setzt. Ist während der Direktfahrt ein Richtungswechsel erforderlich, so erfolgt dieser durch Anhalten im nächstmöglichen Stockwerk ohne Türöffnen. Gleichzeitig wird der Aufzug-B-- auf weiter nicht beschriebene Weise von der Gruppensteuerung abgeschaltet, wobei insbesondere möglicherweise vorhandene Kabinenrufe gelöscht werden und eine erneute Rufeingabe gesperrt wird.
Mit der Annahme des Notfallrufes wird die Information GZNF-A=1, so dass der Speicher - zurückgesetzt wird (Zeitpunkt III, Fig. 4). Unmittelbar nach der Notfallrufannahme erfolgt eine optische und akustische Signalisierung des bedienenden Aufzuges durch blinkendes Aufleuchten beider Weiterfahrtsignale, bzw. des Hinweissignals beim entsprechenden Schachteingang und durch Ertönen eines Gongs. Nach der Direktfahrt zum Stockwerk n810-- bleibt durch eine weiter nicht dargestellte Zeitverzögerungseinrichtung die Aufzugskabine während einer vorbestimmten Zeit für eine anschliessende Direktfahrt automatisch reserviert. Für diese Direktfahrt kann in der Aufzugskabine nur ein Ruf eingegeben werden.
In einem weiteren Beispiel sei angenommen, dass ein Notfallruf auf Stockwerk --S9-- eingegeben wurde, jedoch alle vier Aufzüge besetzt sind, wobei sich die Aufzugskabinen-A und D-- im Bereiche der Stockwerke-Sll bzw. S13-- in Abwärtsfahrt und die Aufzugskabinen-B und C-- im Bereiche der Stockwerke --S7 bzw. S4-- in Aufwärtsfahrt befinden mögen (Fig. 5). Im Zeitpunkt IV (Fig. 4) wird BK-D für den Aufzug-D-- "0", so dass mit IC=0 die Information am Ausgang des NOR-Gliedes --16-- ZNF-E=1 und der Speicher Aufzug --D-- zugeordneten Rufzuteilungseinrichtung --7-- gesetzt wird.
Bei Erreichen der Abtasterstellung --11-- wird BK-D für den Aufzug --An "0", so dass mit IC=0 und SPZNF=0 die Information ZNF-E=1 und der Speicher --13-- der Rufzuteilungseinrichtung --7-- für Aufzug - gesetzt wird (Fig. 3 und Zeitpunkt V, Fig. 4). Gleichzeitig wird durch ZNFX-A=0 der Speicher
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der eingegebene Notfallruf auf die vorstehend beschriebene Art der Aufzugskabine --A-- zugeteilt (Zeitpunkt VI, Fig. 4). Die zu den Zeitpunkten VII und VIII auftretenden Signale BK-U der Aufzugskabinen --C und B-werden bei der Zuteilung nicht berücksichtigt, da sie erst nach erfolgter Zuteilung auftreten (Fig. 4).
Anstatt mit der dem vorstehenden Beispiel zugrundegelegten bekannten Gruppensammelsteuerung, kann die erfindungsgemässe Einrichtung auch mit andern Steuerungssystemen kombiniert werden, z. B. mit einer Gruppeneinzelfahrtsteuerung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Auswahl einer Aufzugskabine für Direktfahrten bei einer mittels Gruppensteuerung gesteuerten Aufzugsgruppe, bei welcher über Stockwerkrufgeber ansteuerbare Stockwerkrufspeicher vorgesehen sind und jedem Aufzug der Gruppe ein den Standort der Aufzugskabine signalisierender Selektor zugeordnet ist, wobei die Einrichtung zusätzliche Stoekwerkrufgeber und mittels dieser ansteuerbare zusätzliche Speicherglieder auf weist, dadurch gekennzeichnet, dass die über Dioden zusammengefassten Ausgänge der mittels eines Abtasters (5) abgetasteten zusätzlichen Speicherglieder (GNF) mit einem Eingang einer Rufsperreinrichtung (6) verbunden sind, an welchem beim Abtasten eine alle gespeicherten Stockwerkrufe enthaltende erste Signalfolge (BNF-Z) auftritt, wobei die Rufsperreinrichtung (6) weitere,
bereits zugeteilte Rufe sperrende Informationen (BKNFX, BRVNFX) führende Eingänge und einen Ausgang aufweist, an welchem eine zweite, die restlichen, noch zuzuteilenden Stockwerkrufe enthaltende Signalfolge (BNFX) auftritt, und der an je einen Eingang von den einzelnen Aufzügen (A, B, C, D) der Gruppe zugeordneten Rufzuteilungseinrichtungen (7) angeschlossen ist, die mittels eines bei Auftreten einer bei Übereinstimmung von Abtaster- und Selektorstellung erzeugten Koinzidenzinformation (BK) eines für einen Stockwerkruf bedienungsbereiten Aufzuges die den jeweils andern Aufzügen (A, B, C, D) zugeordneten Rufzuteilungseinrichtungen (7) von der Rufzuteilung ausschliessenden Schaltkreises (8) untereinander verbunden sind, wobei bei nachfolgendem Auftreten eines in der zweiten Signalfolge (BNFX)
enthaltenen Stockwerkrufes am Ausgang der dem bedienungsbereiten Aufzug zugeordneten Rufzuteilungseinrichtung (7) ein die Direktfahrt auslösendes Steuersignal (BNF2) vorhanden ist.
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