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Die Erfindung betrifft einen Verstellexzenter mit zwei Antrieben und einem Umlaufgetriebe für
Prüfmaschinen, insbesondere während des Betriebes verstellbarer Hub eines Kurbeltriebes zur Prüfung von Federn.
Es sind Verstelleinrichtungen für Kurbeltriebe bekannt, bei welchen die Verstellung des Hubes nur während des Stillstandes des Kurbeltriebes durchgeführt werden kann. Da diese Verstellung zeitaufwendig ist, ergeben sich bei der Anpassung des Kurbeltriebes einer Prüfmaschine zur Einstellung an den Prüfling
Schwierigkeiten. Aus der DE-PS Nr. 1118512 ist ein auf dem Prinzip des Doppelexzenters beruhender
Verstellexzenter bekannt, wobei beide Exzenter durch einen Bandtrieb verbunden sind. Durch eine
Verschiebung von Umlenkrollen werden die beiden Exzenter relativ zueinander bewegt. Bei dieser
Konstruktion hängt die Wirksamkeit der Exzenterverstellung weitestgehend von der Wirksamkeit des
Bandtriebes ab.
Aus der GB-PS Nr. 853, 267 ist eine Verstelleinrichtung für Exzenter bekanntgeworden, wobei zur Verstellung des Exzenters ein Motor vorgesehen ist, der in der drehbaren Achse der Kurbel gelagert ist. Diese Konstruktion bewirkt eine Massenanhäufung im bewegten Teil, sowie eine gekapselte
Ausführung der Konstruktion, so dass Reparaturen nur schwer durchführbar sind.
Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, die problemlose Verstellung des Kurbeltriebes zwischen Minimal- und Maximalwert stufenlos zu ermöglichen, wobei die Nachteile der angeführten
Exzenterkonstruktionen vermieden werden. Dadurch ist es möglich ein bestimmtes vorgegebenes Programm mit verschiedenen Hubhöhen ohne Laufunterbrechung abzufahren. Die Hubfrequenz kann dabei durch
Veränderung der Drehzahl des Antriebes geregelt werden.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Umlaufgetriebe im wesentlichen aus zwei parallel angeordneten mit gleicher Zähnezahl versehenen Teil- getrieben besteht, an welchen ein drittes Zentralrad und mittels eines Steges ein drittes Planetenrad angeschlossen sind, wobei das Zentralrad des ersten Teilgetriebes festgehalten ist, während das
Zentralrad des zweiten Teilgetriebes durch den zweiten Antrieb zeitweise antreibbar ist, und dass der Steg des zweiten Teilgetriebes mit dem dritten Zentralrad und der Steg des ersten Teilgetriebes mit dem Steg des dritten Planetenrades und letzteres mit der Kurbel des Abtriebes verbunden sind.
Insbesondere sind die beiden Teilgetriebe über ein gemeinsames Vorgelege angetrieben bzw. weisen sie ein gemeinsames Antriebsritzel auf, welches mit einem Zahnrad mit Innen-und Aussenverzahnung kämmt und sind im Inneren des Zahnrades die beiden Teilgetriebe in Form je eines Umlaufgetriebes angeordnet. Vorzugsweise ist das dritte Planetenrad als Hohlrad ausgebildet.
Die Erfindung ist in den angeschlossenen Fig. 1 bis 3 beispielsweise und schematisch dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen Getriebeschaltplan, Fig. 2 einen etwas geänderten Getriebeschaltplan und Fig. 3 ein Detail einer Ausführungsvariante.
In Fig. 1 ist ein Verstellexzenter in Form eines Kurbeltriebes mit verstellbarem Hub schematisch dargestellt. Der wesentliche Teil des Verstellexzenters bildet ein Umlaufgetriebe welches durch einen Antrieb --2-- bewegt wird. Zur Verstellung des Hubes --4-- ist ein Stellantrieb --3-- vorgesehen. Das Umlaufgetriebe --1-- umfasst zwei Teilgetriebe --10 und 20--, wobei in beiden Teilgetrieben, die ebenfalls als Umlaufgetriebe ausgebildet sind, Zahnräder mit gleicher Zähnezahl verwendet werden. Wird nun das Umlaufgetriebe --1-- vom Antrieb --2-- bei stillgesetztem Antrieb --3-- angetrieben, so wird das Hohlrad --14 bzw. 24-- durch das Ritzel-15 bzw. 25-- mit gleicher Geschwindigkeit bewegt.
Da die beiden Zentralräder --11 und 21-- stillgesetzt sind, werden sich auch die beiden Stege --12 bzw. 22-- auf Grund der gleich grossen Zahnräder --13 bzw. 23-- mit gleicher Geschwindigkeit um die Achse --5-bewegen ; d. h. die Zahnräder --31 und 33--, die an den beiden Stegen --12 und 22-- angeschlossen sind, sind relativ zueinander in Ruhe, so dass die Kurbel --36--, die um die Achse --5-- den Exzenter bildet, eine konstante Entfernung von der Drehachse --5-- aufweist. Die Kurbel --36-- ist mit dem Zahnrad - fest verbunden, welches im Steg --32-- gelagert ist. Der Steg --32-- entspricht in der Figur grössenordnungsmässig dem Steg --22--, doch ist seine Grösse eine Frage der Bemessung.
Wird nun der Antrieb --3-- eingeschaltet, so macht das Zahnrad --21-- relativ zum Zahnrad-11- eine Bewegung, die eine Relativbewegung des Steges --22-- relativ zum Steg --12 bzw. 32-- bewirkt, wodurch auch die Zahnräder --31 und 33-- eine Abrollbewegung ausführen. Da die Kurbel --36-- mit dem Zahnrad --33-- fest verbunden ist, ändert sich bei einer Relativbewegung des Zahnrades --33-- zum Zahnrad --31-- die Stellung der Kurbel --36-- und der Hub --4-- des Exzenters bzw. des Kurbeltriebes verstellt sich dementsprechend.
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Diese Konstruktion des Exzenters bzw. des Kurbeltriebes gestattet eine stufenlose Verstellung des Hubes --4-- indem der Antrieb --3-- entsprechend lang eingeschaltet wird, wobei auch die Drehrichtung zu beachten ist. Dies ist besonders wichtig, wenn der Hub während der Drehbewegung des Exzenters verstellt werden soll bzw. wenn die Verstellung des Hubes möglichst einfach mittels Knopfdruck bewirkt werden soll.
In Fig. 2 ist eine ähnliche Konstruktion dargestellt, bei der die beiden Hohlzahnräder-14 und 24-durch ein gemeinsames Hohlzahnrad--6--ersetzt sind, welches von einem Ritzel --7-- angetrieben wird.
Die restlichen Bezeichnungen entsprechen jenen der Fig. 1.
In beiden Figuren sind die starren Teile des Getriebes, an welchen die bewegten Teile geführt sind, durch starke Linien dargestellt. Alle Zahnräder sind schraffiert, wobei die Zähne nicht dargestellt sind.
Die Fig. 3 zeigt eine Ausführungsvariante zu Fig. 1 oder 2, bei der das mit der Kurbel --36-- fest verbundene Planetenrad --33-- als Hohlrad ausgebildet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verstellexzenter mit zwei Antrieben und einem Umlaufgetriebe für Prüfmaschinen, insbesondere während des Betriebes verstellbarer Hub eines Kurbeltriebes zur Prüfung von Federn, dadurch
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und mittels eines Steges (32) ein drittes Planetenrad (33) angeschlossen sind, wobei das Zentralrad (11) des ersten Teilgetriebes (10) festgehalten ist, während das Zentralrad (21) des zweiten Teilgetriebes (20) durch den zweiten Antrieb (3) zeitweise antreibbar ist, und dass der Steg (22) des zweiten Teilgetriebes (20) mit dem dritten Zentralrad (31) und der Steg (12) des ersten Teilgetriebes (10) mit dem Steg (32) des dritten Planetenrades (33) und letzteres mit der Kurbel (36) des Abtriebes verbunden sind.
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