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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Behandlung von Warenbahnen, insbesondere Filmdruck- maschine, bei der die Warenbahn einem mit einem Thermoplastkleber beschichteten umlaufenden endlosen
Transportband zugeführt und durch mindestens eine Anpresswalze auf dieses aufgepresst wird.
Filmdruckmaschinen, bei denen das Druckgut mittels eines thermoplastischen Materials an der
Druckdecke bzw. am Transportband befestigt ist, sind bekannt.
Solche Materialien können beispielsweise einen Weichmacher enthalten, um eine ausreichende
Klebrigkeit während einer gewissen Zeitdauer aufrechtzuerhalten. Im praktischen Betrieb wird der auf dem Transportband befindliche Thermoplastkleber erwärmt und anschliessend das Druckgut durch eine
Presskraft ausübende Presswalze auf dem Transportband befestigt. Die Haftfestigkeit soll hiebei so gross sein, dass beim Vorschub keine Verschiebung zwischen Druckgut und Transportband auftritt und trotzdem das Druckgut nach dem Durchlauf der Filmdruckmaschine ohne übermässige Kraft vom Transportband abgezogen und der weiteren Behandlung zugeführt werden kann.
Schon vor vielen Jahren ist man dabei davon abgegangen, das Transportband durch die Warenbahn hindurch zu erwärmen, da bei dickem Druckgut, beispielsweise Teppichen, eine hinreichende Erwärmung des Transportbandes erst erreicht wird, wenn das Druckgut unzulässig hoch erwärmt ist. So wird beispielsweise durch die US-PS Nr. 2, 928, 340 eine Einrichtung vorgeschlagen, bei der ein Transportband aus Metall vorgesehen ist, auf dem mittels Zahnrädern punktweise ein Kleber aufgebracht wird, der nur im warmen Zustand klebrig ist. Die Erwärmung des Transportbandes erfolgt dabei mit Hilfe eines elektrischen Strahles, der einen Abschnitt des unteren Trumes des Transportbandes anstrahlt. Der
Nachteil einer derartigen Einrichtung liegt nun darin, dass Erwärmung mittels eines Strahlers einen unverhältnismässig hohen Energieaufwand erfordert.
Ausserdem ist ein Transportband aus Metall in den meisten Anwendungsfällen nur schlecht geeignet, so dass eine mit einem solchen Band ausgerüstete
Druckmaschine nur in einem sehr beschränkten Einsatzgebiet eingesetzt werden kann oder häufig eine sehr aufwendige Umrüstung auf übliche Druckdecken in Kauf genommen werden muss.
Zur Verbesserung der Haftung der Warenbahn ist auch schon vorgeschlagen worden, zusätzlich zum
Transportband das Druckgut selbst zu erwärmen. So schlägt die AT-PS Nr. 300706 eine Filmdruckmaschine vor, bei der ein Teil des oberen Trumes eines mit Thermoplastkleber beschichteten Transportbandes von Infrarotstrahlen angestrahlt und das Druckgut unmittelbar oberhalb der Reflektoren geführt und so von der Verlustwärme erwärmt wird.
Insbesondere bei Filmdruckmaschinen ist es notwendig, die Heizeinrichtung zur Erwärmung des Transportbandes nahe den Anpresswalzen anzuordnen, damit dieses sich nicht wieder abkühlt, bevor es mit dem Druckgut vereinigt wird. Bisher (vgl. AT-PS Nr. 300706) wurde diese Aufgabe nun so gelöst, dass der Heizschild für die Warenbahn und die Heizeinrichtung für das Transportband räumlich vereinigt wurden. Die ganze Anordnung muss in diesem Fall in einem engen Spalt zwischen Warenbahn und Transportband untergebracht werden. In grundsätzlicher Abkehr von diesem Weg schlägt die Erfindung vor, die Heizeinrichtung für das Transportband mit der ohnedies vorhandenen Trockenanlage zur Trocknung des nach der Trennung von der Warenbahn gereinigten Transportbandes zu vereinigen.
Erfindungsgemäss ist also vorgesehen, dass vor dem Wareneinlauf sowohl ein Heizschild mit Führungsflächen für die Ware als auch eine über eine Teillänge des unteren Trumes des Transportbandes erstreckende Warmluftheizung vorgesehen sind und dass letztere das Transportband im Gegenstrom mit Warmluft bestreicht.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anschliessend an Hand der Zeichnungen erläutert. Dabei stellt Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemässen Einrichtung dar, Fig. 2 einen Schnitt nach der Ebene A-A in Fig. l ; Fig. 3 zeigt im Schnitt einen besonders für den Flachschablonendruck bestimmten Heizschild.
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Thermoplastkleber beschichtet ist. Die Warenbahn --2-- wird durch die Anpresswalze --3-- mit dem Transportband-l-verbunden und nach dem Druckvorgang, der mittels üblicher, hier nicht dargestellter Einrichtungen erfolgt, wieder vom Transportband --1-- abgelöst. Das Transportband-lwird hierauf mittels einer Waschvorrichtung --4--, beispielsweise rotierende Bürsten, gereinigt und die Waschflüssigkeit durch Rakeln --5-- im wesentlichen entfernt.
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Die Erfindung befasst sich mit der Vorbereitung des Transportbandes-l-und der Warenbahn --2-für die nur bei erhöhter Temperatur mögliche Vereinigung derselben. Zur Aufheizung der Warenbahn - auf deren zu verklebender Seite dient in bekannter Weise ein Heizschild --6--. Die Einrichtung zur Erwärmung des Transportbandes-l-ist hingegen in Abweichung von der bisherigen Praxis mit der Einrichtung zu dessen Trocknung nach Beendigung des Waschvorganges zusammengezogen. Es dient somit dieselbe Warmluftheizung --7-- sowohl zur Trocknung des Transportbandes --1--, als auch zur Aktivierung von dessen Klebestellen. Die im Lufterhitzer --8-- erwärmte Luft gelangt hiebei durch einen
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erfolgt.
Der Absaugkanal --10-- für zusätzliche Frischluft erfolgt zweckmässigerweise zwischen den Rückführkanälen --9--, so dass die zurückgeführte Luft bereits leicht erwärmt zum Lufterhitzer gelangt.
Die Dimension der dargestellten Einrichtung hängt natürlich von der Geschwindigkeit der Bewegung des Transportbandes-l-ab, doch hat sich gezeigt, dass mit einem Kanal --15-- in Länge von 3 bis 5 m sowohl die Trocknung des Transportbandes als auch die Aktivierung des Klebers zweifellos zu erzielen ist.
Die dargestellte Einrichtung ist insbesondere auch beim Flachschablonendruck anwendbar, wo sich bisher durch den periodischen Stillstand des Transportbandes-l-und dessen hiebei erfolgende Abkühlung häufig Schwierigkeiten ergeben hat. In Anpassung an die verschiedenen Rapportlängen kann ausserdem eine Unterteilung der Rückseite des Heizschildes --6-- durch Zwischenwände --13-- versehen sein, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, wo die Heizstäbe --14-- jeweils abschnittweise ein-und ausschaltbar sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Behandlung von Warenbahnen, insbesondere Filmdruckmaschine, bei der die Warenbahn einem mit einem Thermoplastkleber beschichteten umlaufenden endlosen Transportband zugeführt und durch mindestens eine Anpresswalze auf dieses aufgepresst wird, dadurch ge- k e n n z e i c h n e t , dass vor dem Wareneinlauf sowohl ein Heizschild (6) mit Führungsflächen für die Ware als auch eine sich über eine Teillänge des unteren Trumes des Transportbandes (1) erstreckende Warmluftheizung (7) vorgesehen sind und dass letztere das Transportband (1) im Gegenstrom mit Warmluft bestreicht.
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