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Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Behandeln einer Warenbahn, insbesondere Rotationsschablonendruckmaschine, mit einem umlaufenden, mit durch Erwärmung aktivierbaren Kleber, vorzugsweise Thermoplastkleber, beschichteten Transportband, mit einer Einrichtung zum Anpressen der Warenbahn an das Transportband, vorzugsweise einer Druckwalze, und mit einer Einrichtung zum Behandeln der Warenbahn, beispielsweise einer Druckstation, wobei eine Heizeinrichtung vorgesehen ist, welche die Warenbahn vor dem Anpressen an das Transportband von der anschliessend am Transportband anliegenden Seite her erwärmt wird.
Insbesondere bssi Rotationsschablonendruckmaschinen ist es allgemein bekannt, ein endloses Drucktuch, welches zwischen zwei Umlenkwalzen ausgespannt und in der Regel durch eine derselben angetrieben wird, mit
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wiedergeheizt ist.
Dies hat verschiedene Nachteile. Zum einen ist die Energiezufuhr zur bewegten Walze konstruktiv nicht einfach, und Störungen im Betrieb sind kaum völlig zu vermeiden. Zum andern ist es nötig, dass die Wärme durch das Drucktuch und/oder die Warenbahn dringt ; bei den heute üblichen hohen Produktionsgeschwindigkeiten erfordert dies hohe Oberflächentemperaturen der Walze, was vor allem bei kurzzeitigen Betriebsunterbrechungen zu Schädigungen des Drucktuches und/oder der Warenbahn führen kann.
Es ist bereits eine Filmdruckmaschine bekanntgeworden, in welcher zur Vermeidung dieser Nachteile das Transportband und in einem geringen Masse auch das Druckgut jeweils auf dieser Seite erwärmt werden, mit welcher sie anschliessend durch ein Druckwalzenpaar aufeinandergepresst werden.
Eine solche Heizeinrichtung benötigt einen nicht unerheblichen Platz, da sie zur Erzielung einer ausreichenden Tiefenwirkung bei gleichzeitiger Vermeidung von Überhitzungen nur eine mässige
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muss, wodurch der Platzbedarf der ganzen Einrichtung erheblich zunimmt.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass die Heizeinrichtung und die gegebenenfalls davor befindliche Zufuhreinrichtung im wesentlichen oberhalb der Anpresseinrichtung angeordnet sind.
Die Zufuhr der Warenbahn erfolgt also in einem Winkel von mindestens etwa 900 in bezug auf die Durchlaufrichtung durch die Maschine. Wird die Umlenkwalze für das Drucktuch als untere Druckwalze verwendet, so kann damit die obere Druckwalze bis in die Nähe der Vorderkante der Maschine gebracht und somit beinahe die ganze Länge der Maschine für Druckwerke, usw. verwendet werden. Aber auch dann, wenn eine eigene untere Druckwalze vorgesehen ist, kann die Baulänge der Maschine klein gehalten und damit Platzbedarf, Gewicht und Kosten niedrig gehalten werden.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen in mehreren Ausführungsbeispielen erläutert.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen in stark vereinfachter Darstellung die Ansicht von je einer Variante einer erfindungsgemässen Maschine. Einander entsprechende Teile sind dabei mit gleichen Bezugsziffern versehen.
Auf einem Maschinengestell, dessen Hauptelement Längsträger--l--sind, ist ein Drucktuch--4-- über zwei Umlenkwalzen ausgespannt, von denen nur die an der Einlaufseite angeordnete,--2--, dargestellt ist. Eine der beiden Umlenkwalzen ist mit einem nicht dargestellten Antrieb versehen, durch welchen das
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gewissen höheren Temperatur so klebrig wird, dass eine im Einlaufteil der Maschine aufkaschierte Warenbahn --5-- beim Durchlauf durch die Maschine mit dem Drucktuch --4-- verbunden bleibt und durch diese mitgenommen wird. Sie wird dabei in den Druckstationen--6--, welche als Rotationsdruckwerke angedeutet sind, bedruckt und schliesslich am nicht dargestellten Ende der Maschine wieder vom Drucktuch abgehoben.
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wird.
Eine Umlenkwalze --9-- bewirkt eine Z-förmige Führung der Warenbahn. Abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel könnte die Zuführung der Warenbahn zur Umlenkrolle--9--auch von oben erfolgen. In
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diejenige Oberfläche der Warenbahn trifft, welche kurz darauf mit der Kleberschicht des Drucktuches in Berührung kommt. Die Erwärmung der Warenbahn bleibt also im wesentlichen auf die genannte Oberfläche und damit auf den unumgänglich nötigen Bereich beschränkt. Damit werden sowohl Warenbahn als auch Drucktuch thermisch weitgehend geschont, was sowohl Beschädigungen des Materials verhindert als auch sich günstig auf die Druckqualität auswirkt. Selbstverständlich kann es zweckmässig sein, die Walzen--2 bzw. 8--, zusätzlich mässig zu beheizen, um die Wärmeverluste herabzusetzen.
Im Gegensatz zu einer ausschliesslichen Walzenheizung jedoch tritt für die hauptsächliche Erwärmung jeweils in der zu verklebenden Oberfläche auf. Weiters ist der
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1- ab, es müsste also zur Erzielung einer ausreichenden Klebkraft entsprechend erwärmt werden, was zu einer Schädigung führen könnte.
In Fig. 2 und 3 erfolgt die Erwärmung der Warenbahn--5--durch eine Konvektionsheizplatte--12--, welche an derselben Stelle wie die Warmluftblasdüsen-10-in Fig. l angeordnet ist. Diese Platte weist eine schwach konvek gekrümmte Oberfläche auf, über welche die Warenbahn--5--mit derjenigen Oberfläche gleitet, welche anschliessend mit dem Kleber in Berührung kommt. Da die Regelung eines Heizkörpers, im Gegensatz zur Warmluftheizung, verhältnismässig träge ist, ist in der Maschine nach Fig. 2 die Heizplatte--12--
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Führungsrolle --20-- sorgt dabei für eine möglichst genaue Führung der Warenbahn--5--.
In der Variante nach Fig. 3 ist der Heizkörper --12-- fest angeordnet, und die Trennung von Platte - -12-- und Warenbahn --5-- bei Stillstand erfolgt dadurch, dass die Umlenkrolle--13--in die strichliert gezeichnete Lage abgesenkt wird.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in der Beschreibung und den Ansprüchen verwendeten Lageangaben wie "unten", "oben", usw. sich auf die in den Zeichnungen dargestellte Anordnung der Elemente der Maschine beziehen. Es soll nicht ausgeschlossen werden, dass die ganze Maschine in eine andere Lage gebracht wird.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht bloss auf die Anwendung bei Rotationsschablonendruckmaschinen beschränkt, sondern immer dann von Bedeutung, wenn zur Behandlung (z. B. Bedrucken, Beschichten, Färben) einer Warenbahn diese auf ein umlaufendes Transportband (bei Druckmaschinen Druckruck genannt) aufgeklebt und nach Durchlauf durch die Behandlungseinrichtung vom Transportband wieder abgezogen wird.