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Die Erfindung betrifft einen Strassenleitpfosten mit einem im Boden zu verankernden Träger und einem an diesem frei verschwenkbar befestigten Leitorgan.
Strassenleitpfosten, die wegen der ihnen zugedachten Aufgabe unmittelbar am Rand der dem Verkehr zur Verfügung stehenden Fahrbahn angeordnet sein müssen und die z. B. die Fahrbahn gegenüber nicht befahrbaren Banketten od. dgl. abgrenzen, werden häufig von knapp vorbeifahrenden Fahrzeugen oder auch Fahrzeugen des Strassenpflegedienstes beschädigt, bzw. sie behindern die Pflege von Strassen.
Einen Strassenleitpfosten der eingangs erwähnten Art beschreibt die US-PS Nr. 3,863, 595. Dort handelt es sich um einen am Strassenrand im Boden zu verankernden Pfosten, an dem ein um eine lotrechte Achse verschwenkbares Leitorgan, das in den Bereich der Fahrbahn ragt, verschwenkbar befestigt ist. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass das Leitorgan von zwei Blattfedern elastisch in seiner Grundstellung gehalten wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen derartigen Strassenleitpfosten so zu verbessern, dass er den Rand der Fahrbahn zuverlässig markiert, jedoch die erwähnten Nachteile nicht aufweist.
Dies wird erfindungsgemäss durch einen Strassenleitpfosten erreicht, der dadurch gekennzeichnet ist, dass das Leitorgan über eine kugelgelenkartige Verbindung oder über ein elastisches Zwischenstück an dem gekröpften Träger im Bereich seiner Kröpfung allseitig frei verschwenkbar, hängend befestigt ist, und dass am Träger vorzugsweise über dem Befestigungspunkt des Leitorgans mindestens eine Aufnahme für Leiteinrichtungen, z. B. für die Schneeräumung vorgesehen ist.
Gegenüber dem aus der US-PS Nr. 3, 863, 595 bekannten Leitpfosten zeichnet sich der erfindungsgemässe Strassenleitpfosten durch grössere Einfachheit aus, da keine Federn notwendig sind, weil das Leitorgan durch seine eigene Schwere in der Grundstellung gehalten wird. Auch bietet die erfindungsgemäss vorgeschlagene gekröpfte Ausbildung des Trägers die Möglichkeit, diesen weiter entfernt vom Strassenrand aufzubringen als dies bei Leitpfosten gemäss der US-PS Nr. 3, 863, 595 möglich ist. Schliesslich ist es beim bekannten Leitpfosten nicht möglich, Aufnahmen für weitere Leiteinrichtungen vorzusehen, die den Strassenrand beispielsweise für die Schneeräumung genau markieren, ohne den Nachteil der bekannten unmittelbar am Strassenrand eingerammten Schneestangen od. dgl. zu besitzen.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung können Fahrzeuge des allgemeinen Verkehrs ohne weiteres einmal an dem Strassenleitpfosten anstossen, ohne dass dieser beschädigt wird, da er dank seiner allseitig freien Verschwenkbarkeit nach einem Anprall wieder seine ursprüngliche Stellung einnimmt. Auch können
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auch den unmittelbar an die Fahrbahn angrenzenden Streifen besser bearbeiten und müssen nicht, wie bisher, jedem Strassenleitpfosten ausweichen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden an Hand des in der Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Der erfindungsgemässe Strassenleitpfosten --1-- besteht aus einem Leitorgan --2--, das an einem etwa galgenartig gekröpften Träger --3-- allseitig frei verschwenkbar befestigt ist. Der Träger --3-- ist über ein Fundament --4-- im Boden --5-- verankert, u. zw. im Abstand von der Fahrbahnfläche --6--.
Beispielsweise ist das Fundament --4-- im Bereich eines Bankettes --7--, das mit Gras --8-- bewachsen ist, vorgesehen.
Das Leitorgan --2--, das äusserlich wie ein üblicher Strassenleitpfosten ausgebildet ist und beispielsweise rückstrahlende Flächen --9-- trägt, ist mit dem Träger über eine kugelgelenkartige Verbindung verbunden. Hiezu trägt das Leitorgan --2-- einen Kugelkopf, der in eine entsprechende Ausnehmung im abgekröpften Ende-10-- des Trägers-3-- eingreift. Statt der kegelgelenkartigen Verbindung kann auch ein nicht gezeigtes elastisches Zwischenstück, z. B. eine Kette, ein Stahl- oder Gummifederstreifen oder auch eine Verbindung aus zwei ineinandergreifenden Augsehrauben vorgesehen sein.
Damit das Leitorgan --2-- beispielsweise auch bei Wind zuverlässig lotrecht hängt, kann in ihm an seinem unteren Ende ein Gewicht --11-- vorgesehen sein oder das untere Ende ist sonstwie schwerer ausgebildet.
Am Ende --10-- des Trägers --3-- kann, wie im gezeigten Ausführungsbeispiel, eine Aufnahme - für Leiteinrichtungen --13-- für die Schneeräumung vorgesehen sein. Im einfachsten Fall besteht die Aufnahme --12-- aus einer Bohrung, in welche die Leiteinrichtung --13-- bei Bedarf eingesteckt wird.
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Falls gewünscht, kann die Aufnahme --12-- bei Nichtgebrauch durch einen Deckel od. dgl. verschlossen werden.
Dank der gelenkigen Verbindung mit dem Träger --3-- kann das Leitorgan --2-- einem Stoss ausweichen, so dass es durch anprallende Kraftfahrzeuge des allgemeinen Verkehrs nicht beschädigt wird.
Weiters können Fahrzeuge des Strassenräumdienstes, z. B. Schneepflüge, die Strasse im Winter bis in den Bereich des Bankettes--7--räumen, da das Leitorgan --2-- nachgibt. Dies ist insofern von Vorteil, als dann der Strassenrand auch bei Schneelage deutlich zu erkennen ist, da nicht, wie sonst, die Leitpfosten vom zur Seite geräumten Schnee zugedeckt sind. In gleicher Weise können Strassenkehrmaschinen oder auch Mähmaschinen den Strassenrand einfacher räumen bzw. pflegen, da das Leitorgan --2-- bei Bedarf wegschenkt.
Um den Träger --3-- kann, wie im gezeigten Ausführungsbeispiel des Strassenleitpfostens-l- gezeigt, ein reflektierender, glänzender Streifen--14--, z. B. aus Aluminiumfolie, als Wildschutz schraubenlinienförmig herumgewickelt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Strassenleitpfosten mit einem im Boden zu verankernden Träger und einem an diesem frei verschwenkbar befestigten Leitorgan, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitorgan (2) über eine kugelgelenkartige Verbindung oder über ein elastisches Zwischenstück an dem gekröpften Träger (3) im Bereich seiner Kröpfung allseitig frei verschwenkbar, hängend befestigt ist, und dass am Träger (3) vorzugsweise über dem Befestigungspunkt des Leitorgans (2) mindestens eine Aufnahme (12) für Leiteinrichtungen (13), z. B. für die Schneeräumung vorgesehen ist.