<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Massage des menschlichen Körpers für therapeutische, hygienische und kosmetische Zwecke mit einem Massageelement in Form einer Scheibe oder eines dem zu massierenden Körperteil angepassten Formstückes, das durch eine Antriebsvorrichtung in eine Massage- bewegung versetzbar ist und auf den zu massierenden Körperteil einwirkt, wobei das Massageelement zur
Erzeugung einer Exzenterbewegung einen Exzenterantrieb aufweist, der durch eine Antriebswelle mit einer stufenlos regulierbaren Drehzahl, vorzugsweise zwischen 40 und 100 U/min antreibbar ist.
Bei diesem bereits vorgeschlagenen Gerät wird stets eine Bewegung im wesentlichen parallel zur
Oberfläche des zu massierenden Körperteils ausgeführt. Hiedurch wird eine Massage ausgeführt, bei der ein sogenanntes Kneten der unteren Muskelschichten nicht möglich ist, insbesondere wenn unter der Haut grössere Fettpolster liegen.
Es ist auch schon ein Massagegerät bekannt, bei dem das Massageelement an einer verschiebbaren
Achse gelagert ist, die mittels Nocken und einer Feder in eine hin-und hergehende Bewegung versetzt wird, wobei ausserdem auf Grund einer über ein Getriebe antreibbaren Unwuchtscheibe eine allseitige
Vibration hervorgerufen wird. Bei diesem bekannten Massagegerät wird nur eine stossende Bewegung, nicht aber eine Exzenterbewegung ausgeführt, so dass keine Knetbewegung nach Art einer Handmassage zustande kommen kann.
Bei einem weiteren bekannten Massagegerät sind mehrere Massagestössel vorgesehen, die durch eine
Feder in ihrer Ausgangslage zurückgedrückt werden und durch eine umlaufende, mittels einer Walze niedergehaltenen Scheibe nacheinander gegen die Wirkung der jeweiligen Feder aus dem Gerät heraus- gedrückt und somit gegen die zu massierende Körperoberfläche gestossen werden. Auch hier wird nur senkrecht auf die zu massierende Körperoberfläche gestossen, ohne dass eine zur Seite ausweichende
Bewegungskomponente hinzukäme, so dass eine Knetbewegung nach Art einer Handmassage nicht eintritt.
Weiterhin ist ein Massagegerät bekannt, bei dem mittels eines Elektromotors, dessen Ausgangswelle mit einem Ritzel versehen ist, zwei Zahnräder angetrieben werden, die jeweils ausserhalb ihres
Mittelpunktes mit einem Stössel gelenkig verbunden sind, die in Führungen geführt sind und an ihren freien Enden Massageelemente tragen, die senkrecht auf die zu massierende Körperoberfläche klopfen.
Eine Knetbewegung ist hiemit ebenfalls nicht erreicht.
Schliesslich ist noch ein Massagegerät bekanntgeworden, das mindestens ein Paar nebeneinander angeordnete Massageelemente aufweist, von denen ein Massageelement am Gehäuse des Gerätes fest angeordnet ist, während das andere Massageelement durch einen Motor in eine hin-und hergehende Bewegung, d. h. in Richtung auf die zu massierende Körperoberfläche, angetrieben wird. Das eine Massageelement, das fest am Gerät angeordnet ist, dient beim Gebrauch des Gerätes als feste Auflage, d. h. das Gerät wird mit Hilfe dieses fest angeordneten Massageelementes auf der zu massierenden Körperoberfläche aufgesetzt, während das andere motorgetriebene Massageelement eine Klopfbewegung ausführt, deren Intensität von der Neigung des Gerätes abhängt. Auch hier wird nur eine Klopfbewegung, nicht aber eine knetende Bewegung ausgeführt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Massagegerät der eingangs erläuterten Art so weiter zu entwickeln, dass ein Massagevorgang möglich ist, wie er weitgehend einer Handknetung entspricht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Massageelement auf einem Exzenterzapfen des Exzenterantriebs zwischen zwei Endstellungen längsverschiebbar gelagert ist, zwischen denen es durch eine mit dem Exzenterantrieb mitumlaufende Verschiebeeinrichtung während einer Umdrehung des Exzenterantriebs auf die zu massierende Körperoberfläche hin und von dieser weg bewegbar ist. Hiedurch wird in rhythmischer Folge eine Druckeinwirkung und eine die zu massierende Körperpartie in seitlicher Richtung bewegende Massagebewegung durchgeführt, wie sie auch bei der Handmassage durchgeführt wird, bei der mit den Fingern ebenfalls in rhythmischer Folge neben einer kreisenden Bewegung auch so starke Druckkräfte ausgeübt werden, dass auch tiefer liegende, verhärtete Muskulatur gelockert wird.
Auf Grund der sich überlagernden exzentrisch kreisenden und der stossenden Bewegung tritt ein kurzzeitiges Abheben des Massageelementes mit einer nachfolgenden Druckbelastung an einer benachbarten Stelle ein, so dass in dem zu massierenden Bereich die Druckeinwirkungen regelmässig von Ort zu Ort wechseln. Wegen der gleichzeitigen Exzenterbewegung des Massageelementes entsteht eine Druckeinwirkung, die ihre Richtung stetig ändert, wie dies bei der Handmassage ebenfalls der Fall ist. Mit dieser Massagewirkung ist es möglich, nicht nur entsprechend einer Handknetung die verhärteten Muskeln zu lockern, sondern auch den Lymph- und Blutkreislauf in günstiger Weise zu beeinflussen.
<Desc/Clms Page number 2>
Gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung weist die Verschiebeeinrichtung eine zur Achse des Exzenterzapfens geneigte Nut in diesem auf, in die eine Kugel eingreift, die in einer Kugelpfanne gehalten ist, welche im Inneren einer Nabe einer das Massageelement haltenden Mitnehmerplatte vorgesehen ist. Bei dieser Ausführungsform wird das Massageelement während des Umlaufs des Exzenterzapfens zwangsweise nicht nur parallel zu der zu massierenden Körperoberfläche, sondern auch senkrecht auf diese hin und von dieser weg bewegt.
Eine zweite Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebeeinrichtung eine mit dem Exzenterantrieb mitumlaufende Rolle umfasst, deren Achse senkrecht zur Achse des Exzenterzapfens steht und auf der Stirnfläche einer Nabe einer das Massageelement tragenden Mitnehmerplatte umläuft, auf der ein Nocken vorgesehen ist, wobei die Nabe mittels einer auf dem Exzenterzapfen angeordneten Gleitführung verschiebbar geführt ist und dass die Verschiebeeinrichtung ausserdem noch eine Feder aufweist, die sich einerseits an einem Anschlag am Ende des Exzenterzapfens und anderseits an der in Richtung der Exzenterzapfenachse auf der Gleitführung verschiebbaren Nabe abstützt.
Bei dieser Ausführungsform erfolgt die von der zu massierenden Körperfläche weg gerichtete Bewegung zwangsläufig, d. h. auf Grund eines formschlüssigen Zusammenwirkens von Maschinenteilen, während die auf die Körperoberfläche hin gerichtete Bewegung durch Federkraft erfolgt. Der wesentliche Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, dass die Möglichkeit einer Veränderung derjenigen Bewegung vorgenommen werden kann, die senkrecht auf die zu massierende Körperoberfläche gerichtet ist. Eine entsprechende Ausgestaltung, die diese Verstellung ermöglicht, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken als Gleitstück ausgebildet ist, in einer Führung in der Nabe geführt und an seiner der Nockenfläche gegenüber liegenden Fläche an einem in der Nabe drehbar gelagerten Verstellexzenter abgestützt ist.
Durch diesen Verstellexzenter kann die Druckeinwirkung auf die entsprechenden Körperstellen verändert werden.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt. In diesen zeigen : Fig. l eine teilweise geschnittene Ansicht einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 eine gegenüber Fig. l veränderte Stellung des dem Antrieb des Massageelementes dienenden Exzenterzapfens, Fig. 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Massagegerätes nach der Erfindung, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3 und 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Darstellung in Fig. 4.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 ist in einem Halter --1-- ein am Ende einer biegsamen Welle --3-- vorgesehener Exzenterzapfen --2-- mittels nicht dargestellter Lager drehbar gelagert. Der Halter --1-- bildet dabei das Griffstück des Massageelementes, das entweder in einem Stativ eingespannt oder von Hand gehalten werden kann. Der Exzenterzapfen --2-- greift in eine Nabe --4-einer Mitnehmerplatte --5-- ein, an der ein Massageelement --6-- befestigt ist, das eine weiche Auflage --7-- aufweist, die an der dem zu massierenden Körperteil zugewandten Seite mit saugnapfartigen
EMI2.1
--8-- versehen--8-- abstützt, die in eine in einer schräg zur Achse des Exzenterzapfens --2-- geneigten Ebene verlaufende, umlaufend ausgebildete Nut --12-- eingreift.
Die Nuttiefe ist dabei so ausgebildet, dass die Kugel --11-- im wesentlichen zur Hälfte in der Nut und zur andern Hälfte in der Bohrung --9-- sich befindet, so dass sie in dieser Bohrung an einer Axialverschiebung gehindert ist. Wird nun der Exzenterzapfen --2-- angetrieben, so führt die Mitnehmerplatte --5-- und damit das Massageelement --6-ausser einer Hubbewegung auch noch eine Exzenterbewegung aus. Die Grösse der seitlichen Auslenkung ist in Fig. 2 veranschaulicht, in der der Exzenterzapfen --2-- in seiner äussersten seitlichen Endlage gezeichnet ist. Die Abweichung des Exzenters gegenüber dem Zentrum ist durch strichpunktierte Linien angedeutet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist an einer Antriebswelle --14--, die in gleicher Weise wie bei Fig. l in einem Halter --15-- gelagert ist, ein verhältnismässig langer Exzenterzapfen --16-- vorgesehen, auf dem mittels Kugellager --17-- ein Gleitstück --18-- drehbar gelagert ist. Das Gleitstück --18-- weist an seiner Aussenseite eine Keilverzahnung--19--auf, die mit einer entsprechenden Keilverzahnung --20-in einer Nabe --21-- zusammenwirkt, die gegenüber der Gleitführung --18-- verschiebbar ist.
An dieser Nabe --21-- ist eine Mitnehmerplatte --22-- befestigt, an der ein Massageelement --23-- austauschbar festgelegt werden kann, das eine weiche Auflage --24-- aufweist, die im wesentlichen derjenigen bei der Ausführungsform nach Fig. l entspricht und ebenfalls mit saugnapfartigen Vertiefungen --25-- versehen
<Desc/Clms Page number 3>
ist.
An der Antriebswelle --14-- ist auf einer starr mit der Antriebswelle verbundenen Achse --26-- eine Rolle --27-- drehbar gelagert, die auf der oberen Stirnseite der Nabe --21-- bei einer Umdrehung der Antriebswelle --14-- umläuft. In diese Stirnfläche der Nabe --21-- ist an einer Stelle ein als Gleitstück ausgebildeter Nocken --28-- in einer entsprechenden Führung --29-- eingesetzt, der sich an seiner Unterseite gegen einen Verstellexzenter --30-- abstützt, dessen Lagerzapfen --31-- mit einem Schlitz - zur Einführung eines Werkzeuges versehen ist, um den Verstellexzenter --30-- zu verstellen und damit zu ermöglichen, dass der Nocken --28-- mehr oder weniger weit über die Stirnfläche der Nabe - hervorsteht.
Trifft nun die Rolle --27-- auf den Nocken --28-- auf, so drückt sie die Nabe --21-nach unten, die sich gegenüber dem Gleitstück --18-- auf Grund der Keilverzahnung verschieben kann. An der dem Nocken --28-- gegenüberliegenden Seite der Nabe --21-- stützt sich über ein glockenartig geformtes Zwischenstück --33-- eine Druckfeder --34-- ab, die an einem am unteren Ende des Exzenterzapfens --16-- befestigten Bund --35-- anliegt. Die Druckfeder --34-- ist mit Vorspannung eingebaut, so dass sie die Nabe --21-- und damit das Massageelement --23-- wieder nach oben drückt, wenn die Rolle --27-- den Nocken --28-- überschritten hat.
Ein aus Gummi hergestellter Faltenbalg --36-verbindet den Halter --15-- mit der Mitnehmerplatte, so dass eine Abdeckung der Nabe vorgesehen ist, die den Bewegungen des Massageelementes folgen kann, welches nicht nur Hubbewegungen entsprechend der Höhe des über die Nabe hervorstehenden Nockens, sondern auch Exzenterbewegungen ausführt, deren Ausmass von der Exzentrizität des Exzenterzapfens --16-- abhängt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gerät zur Massage des menschlichen Körpers für therapeutische, hygienische und kosmetische Zwecke mit einem Massageelement in Form einer Scheibe oder eines dem zu massierenden Körperteil angepassten Formstückes, das durch eine Antriebsvorrichtung in eine Massagebewegung versetzbar ist und auf den zu massierenden Körperteil einwirkt, wobei das Massagelement zur Erzeugung einer Exzenterbewegung einen Exzenterantrieb aufweist, der durch eine Antriebswelle mit einer stufenlos regulierbaren Drehzahl, vorzugsweise zwischen 40 und 100 U/min antreibbar ist, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass das Massageelement (6,23) auf einem Exzenterzapfen (2,16) des Exzenterantriebs zwischen zwei Endstellungen längsverschiebbar gelagert ist,
zwischen denen es durch eine mit dem Exzenterantrieb mitumlaufende Verschiebeeinrichtung (12 ; 27,34) während einer Umdrehung des Exzenterantriebs auf die zu massierende Körperoberfläche hin und von dieser weg bewegbar ist.
EMI3.1