AT34020B - Elektrischer Glühkörper für Leucht- und Heizzwecke. - Google Patents

Elektrischer Glühkörper für Leucht- und Heizzwecke.

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AT34020B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrischer Glühkörper für Leucht-und Heizzwecke. 
 EMI1.1 
 Verwendung haben daher bisher nur die reinen Metallfäden gefunden. 



   Wie   nun   durch   Versuche gefunden wurde,   ist es möglich, auch bei Zusatz von Oxyden zu diesen Metallfäden Lampen von grosser Lebensdauer bei erhöhtem spezifischen Widerstande zu erhalten,   nämlich dann. wenn   man gemäss der Erfindung als Zusätze   ausschliesslich solche   Metalloxyde verwendet, welche bei höchster Weissglut im Vakuum durch den elektrischen Strom 
 EMI1.2 
 ausgeschieden wird.

   Wenn dagegen das Yttriumoxyd allein vorhanden ist, wie bei den   Gliih-     körpern,   welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden. so findet das bei der Zersetzung ausgesehiedene Yttrium keinen fremden Sauerstoff vor, den es an sich reissen   könnte, und die  
Zersetzung wird infolgedessen sofort rückgängig. indem sich das Yttrium sofort wieder mit   dem     ) Sauerstoff verbindet. Das schliessliche Ergebnis ist dasselbe,   wie wenn das   Yttriumoxyd   an der
Stromleitung überhaupt nicht beteiligt wäre.

   Hiemit steht auch die   Tatsache im Einklang, dass     während   der   Temperaturkoefnzient   des Widerstandes eines   Metallfadens bei gesteigertem Zu-     satze von Zirkonoxyd usw.   immer mehr den positiven Charakter verliert und   schliesslich   negativ wird, dies   bei Zusatz von Yttriumoxyd nicht   der Fall ist. 



  Wie sich aus vorstehendem ergibt, beruht die Wirkung des   Yttriumoxydes   und der anderen genannten Oxyde auf der ausserordentlich grossen chemischen Verweandtschaft der betreffenden
Metalle zum Sauerstoff. Ausserdem kommt noch in Betracht, dass diese Oxyde sehr schwer schmelz- bar bzw. verdampfbar sind. Es sei hier auf die bekannten chemischen Verfahren zum Ent-   lüften von Glühlampen verwiesen.   Man benutzt hiezu Phosphor und metallisches Kalzium : auch metallisches Kalium oder Natrium wäre nicht ausgeschlossen. Es sind also Metalle zu ver- wenden, welche eine grosse Verwandtschaft zu Sauerstoff besitzen und die sich demgemäss schwer reduzieren lassen. Die auf diese Weise hergestellte Luftleere übertrifft die mit Hilfe von Pumpen 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 hergestellte beträchtlich.

   Es ist daraus zu schliessen, dass der Sauerstoffdruck über dem gebildeten Oxyde nur äusserst gering ist, so dass er mit unseren Hilfsmitteln überhaupt nicht gemessen werden kann. Steigert man die Temperatur des Oxydes, so kommt neben dem Partialdruck des Sauerstoffes noch der Dampfdruck des Oxydes selbst in Betracht und es kann infolgedessen die Dampfspannung bei einigen hundert Graden eine merkliche Grösse annehmen, z. B. beim Phosphorverfahren die Dampfspannung des gebildeten Phosphotpentoxydes. Beim Yttriumoxyd und den anderen genannten Oxyden ist sowohl der Partialdruck des Sauerstoffes als die Dampfspannung des Oxydes selbst auch bei hoher Temperatur nicht merklich. 



   Um durch den Zusatz der genannten Oxyde eine nennenswerte Spannungssteigerung zu erzielen, muss der Zusatz wenigstens 5 Hundertteile betragen ; er kann bis zu etwa 40 Hundertteilen gesteigert werden. Als Aueführungsbeispiel sei folgendes angegeben :
Man mischt Wolframmetall oder Wolframoxyd mit etwa 20 Hundertteilen Ytterbiumoxyd oder Yttrium-Erbiumoxyd und presst die Mischung in geeignete Form, z. B. in Fadenform. 



  Die Fäden werden in reduzierender Atmosphäre hoch erhitzt, bis das gesamte Wolfram in Metall   übergeführt   und der Faden hart geworden ist. Sodann werden die Fäden in Glasbirnen eingesetzt und diese entlüftet, während die Fäden durch hindurchgeleiteten Strom auf sehr hohe Temperatur erhitzt werden. Die Lampen bleiben ganz kalt, ein Beweis, dass nicht Gase durch Zersetzung entwickelt werden. 



   Die erwähnten Oxyde eignen sich nicht alle im gleichen Grade. Insbesondere ist das Ytterbiumoxyd den anderen sehr überlegen. Es dürfte dies mit dem hohen Atomgewicht des
Ytterbiums zusammenhängen. 



   Die   beschriebenen Glühkörpcr   können sowohl für   Leucht-als   auch für Heizzwecke verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.1 
 der fünften und sechsten Gruppe mit oxydischer Beimengung, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Oxyden oder Oxydgemischen der seltenen Erdmetalle   der Yttrium-Erbiumgruppe in Mengen   von mehr als fünf Htundertteilen.

Claims (1)

  1. 2. Glühkörper nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Ytterhiumoxyd.
AT34020D 1906-06-15 1906-06-15 Elektrischer Glühkörper für Leucht- und Heizzwecke. AT34020B (de)

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