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Die Erfindung bezieht sich auf einen Messerkopf für eine Entrindungsmaschine, welcher an einer Schwinge angeordnet ist, zum Schälen eines sich um seine Längsachse drehenden Stammes dient, im wesentlichen walzenförmige Gestalt besitzt, an einer gegenüber der Schwinge um eine im wesentlichen parallel zur Schwinge verlaufende Achse drehbaren Halterung gelagert und von einer in unmittelbarer Nähe des Messerkopfes angeordneten Antriebseinrichtung antreibbar ist.
Ein derartiger, aus der USA-Patentschrift Nr. 3, 416, 581 bekannter Messerkopf ist an der genannten, drehbaren Halterung unterhalb der Drehachse derselben gelagert, während hydraulische Antriebsmotore sich oberhalb der genannten Drehachse befinden und über ein Kettengetriebe mit der Welle des Messerkopfes in
Verbindung stehen.
Nachteilig ist bei der bekannten Messerkopfkonstruktion, dass die Kraftübertragungsmittel bei dem rauhen
Betrieb störungsanfällig sind und einer sorgfältigen Wartung bedürfen und dass die um die Drehachse der genannten Halterung verschwenkbaren oder drehbare Konstruktionsteile wegen des verhältnismässig grossen
Radialabstandes von der Drehachse der Halterung ein beträchtliches Massenträgheitsmoment bewirken, welches die Beweglichkeit des Messerkopfes mit Bezug auf Drehbewegungen oder Kippbewegungen um die zur Schwinge im wesentlichen parallele Achse, insbesondere beim Hinweggehen des Messerkopfes über kleine Unebenheiten, beschränkt, welche kleine aber rasche Schwenkbewegungen des Messerkopfes erfordern. Schliesslich machen die
Energiezuleitungen zum Messerkopf der bekannten Maschine die Konstruktion kompliziert und teuer.
Durch die Erfindung soll demgemäss die Aufgabe gelöst werden, einen Messerkopf für eine
Entrindungsmaschine der eingangs genannten Bauart so auszugestalten, dass eine hohe Beweglichkeit der
Lagerung der Messerkopfhalterung mit Bezug auf eine zur Schwinge parallele Achse und gleichzeitig eine sehr einfache Ausbildung der Energiezuleitungen erreicht wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass als Antriebseinrichtung für den Messerkopf ein an sich bekannter elektrischer Aussenläufermotor mit messerbesetztem Aussenläufer vorgesehen ist.
Die Antriebseinrichtungen für den Messerkopf und dieser selbst bilden somit eine Konstruktionseinheit, wodurch sich eine symmetrische Verteilung der Massen, ein minimales Trägheitsmoment und eine einfache
Energiezuleitung zu den Antriebseinrichtungen ergeben.
Holzbearbeitungsmaschinen, deren walzenförmiger Hobel- bzw. Fräskopf durch einen elektrischen
Aussenläufermotor gebildet ist, dessen Aussenläufer die Messer trägt, sind bekannt, wobei die Verringerung des
Massenträgheitsmoments und das damit erreichbare rasche Hochlaufen der Maschine massgeblich ist, was bei
Entrindungsmaschinen eine ganz untergeordnete Rolle spielt. Dagegen ist es bei Entrindungsmaschinen wichtig, dass durch das verringerte Trägheitsmoment der Messerkopf über Unebenheiten des zu entrindenden
Baumstammes ohne Schwierigkeiten gleichsam hinwegreitet, ohne sich unter Ausführung unerwünschter
Drehbewegungen um die zur Schwinge parallele Achse an solchen Unebeneheiten zu verfangen.
Weitere Vorteile der Verwendung eines Aussenläufermotors an Stelle eines Ketten- oder Treibriemenantriebes ergeben sich durch die mögliche symmetrische Ausbildung des Messerkopfes und seiner Halterung, weil die Halterung mit dem
Messerkopf in ihrer Drehlagerung an der Schwinge eine Gleichgewichtslage einnehmen kann, ferner durch den
Wegfall von Reaktions-Drehmomenten um die zur Schwinge parallele Drehachse der Messerkopfhalterung bei schwankender Leistungsaufnahme des Messerkopfes und schliesslich durch die geschützte Lage des Messerkopfantriebes derart, dass Rindenstücke den Antrieb nicht beeinträchtigen können.
Gemäss einer vorteilhaften Weiterbildung kann die Halterung gegenüber der Schwinge mit Bezug auf eine Drehrichtung um die zur Schwinge parallele Achse festlegbar sein, wodurch nicht nur ein störungsfreier Betrieb während des Entrindens am Beginn und am Ende des Stammes erreicht wird, während der Messerkopf noch nicht vollständig auf dem zu entrindenden Stamm aufliegt. Vielmehr kann die Halterung mit dem daran gelagerten Messerkopf auch während des gesamten Entrindungsvorganges in solchen Fällen gegenüber der Schwinge drehfest gehalten werden, in welchen das durch das geringe Trägheitsmoment des Messerkopfes und der Halterung verursachte, rasche Ansprechen mit Bezug auf Kipp- oder Drehbewegung um eine Achse parallel zur Schwinge nicht gewünscht wird.
Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei der erfindungsgemässen Entrindungsmaschine die Messerkopf-Drehachse sowohl parallel zur achse des zu schälenden Stammes als auch quer dazu gerichtet sein kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an Hand der schematischen Zeichnung, die eine Seitenansicht der Maschine zeigt, näher erläutert.
Auf einem längs Gleisen verfahrbaren Wagen--l--ist ein Stammdrehaggregat--2--montiert, das in der Zeichnung schematisch durch zwei gezahnte Räder angegeben ist. Antriebs- und Lagereinrichtungen für die Räder des Stamm dreh aggregats --2-- sind zur Vereinfachung der Darstellung weggelassen. Auf das Stammdrehaggregat--2--wird der zu schälende Baumstamm--3--aufgelegt, so dass die Stammlängsachse parallel zu den Gleisen verläuft.
An Böcken--4-'ist eine Schwinge--5--einer Schälvorrichtung--6--gelagert, welche einen an einem Ende der Schwinge --5-- angeordneten, walzenförmigen Messerkopf--7--aufweist. Der Messerkopf --7-- ist von dem mit Messern besetzten Aussenläufer eines elektrischen Aussenläufermotors gebildet, dessen
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Anschlussleitungen --8-- von der Messerkopflagerung-9-aus zu einem Schaltkasten--10--geführt sind, wobei flexible Leitungsabschnitte --11-- eine Beweglichkeit der übergänge zwischen relativ zueinander verdrehbaren bzw. verschwenkbaren Konstruktionsteilen ermöglichen.
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--5-- gelagert,ausgeglichen werden können und die Bemesserung des Messerkopfes--7--besser ausgenutzt werden kann. Eine Feststellvorrichtung --12- -, die mittels einer Steuerleitung --13-- betätigt werden kann, ermöglicht ein wahlweises Festlegen der Messerkopflagerung oder -halterung --9-- bezüglich ihrer Drehbarkeit gegenüber der Schwinge-5-.
Schliesslich zeigt die Zeichnung noch einen am hinteren Ende der Schwinge angreifenden Druckmittelantrieb--14--zum Andrücken des Messerkopfes--7--an den zu schälenden Stamm-3-.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Messerkopf für eine Entrindungsmaschine, welcher an einer Schwinge angeordnet ist, zum Schälen eines sich um seine Längsachse drehenden Stammes dient, im wesentlichen walzenförmige Gestalt besitzt, an einer gegenüber der Schwinge um eine im wesentlichen parallel zur Schwinge verlaufende Achse drehbaren Halterung gelagert und von einer in unmittelbarer Nähe des Messerkopfes angeordneten Antriebseinrichtung antreibbar ist,
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