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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Ausräumen des Förderkanals von Ladewagen, bei denen das Ladegut mittels einer Aufsammelwalze od. dgl. vom Boden aufgenommen und Förderzinken übergeben wird, die in den zum Laderaum führenden, etwa in Höhe dessen Bodens endenden Förderkanal eingreifen und sich aus diesem vor der laderaumseitigen Förderkanalmündung zurückziehen.
Da die Förderzinken nicht die ganze Länge des Förderkanals überstreichen, ist es unvermeidlich, dass im
Bereich der laderaumseitigen Förderkanalmündung ein Gutstock zurückbleibt, der beim Abstellen der
Fördervorrichtung dann nicht mehr in den Laderaum bzw. auf den Roll- oder Kratzboden des Ladewagens ausgestossen wird. Dies spielt keine Rolle, wenn nacheinander gleiches Gut aufgeladen wird. Folgt aber beispielsweise dem Laden von Grünfutter das Laden von Heu, so kommt Grünfutter in das Heu, was möglichst vermieden werden soll. Der Landwirt ist also gezwungen, den Förderkanal bzw. das laderaumseitige
Förderkanalende, das von den Förderzinken nicht bestrichen wird, von Hand aus auszuräumen, wenn er von einem Ladegut zu einem andern übergehen will.
Das händische Ausräumen stellt selbstverständlich eine verhältnismässig mühevolle und zeitraubende Arbeit dar, wobei es sogar in den meisten Fällen notwendig ist, den
Laderaum zu betreten, da die Seitenwände des Ladewagens die Zugänglichkeit zur Förderkanalmündung behindern. Auch wäre es vorteilhaft, die Fördervorrichtung während des Ausräumvorganges laufen zu lassen, um ein Durchfallen des Gutes durch den Förderkanal zu verhindern, was aber bei Handarbeit grosse Gefahren mit sich bringt.
Es ist bereits ein Ladewagen bekannt (deutsche Offenlegungsschrift 1941099), bei dem die Rückwand des weit über den Laderaumboden hochgezogenen Förderkanals um eine obere Querachse verschwenkbar ist, so dass die Kanalrückwand nach Entriegelung wie eine Klappe nach hinten ausweicht und das Gut in den Laderaum abfallen lässt. Diese Art der Kanalräumung ist aber nur für einen oberhalb des Laderaumbodens liegenden
Kanalabschnitt brauchbar.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diesen Mangel zu beseitigen und eine einfache und billige Einrichtung zu schaffen, mit der das rasche und leichte Ausräumen des von den Förderzinken nicht bestrichenen, unterhalb des Laderaumbodens angeordneten Förderkanalendes ermöglicht wird, ohne mit den
Händen in den Förderkanal greifen zu müssen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch einen im Bereich der Förderkanalmündung an der den
Förderzinken gegenüberliegenden Förderkanalwand schwenkbar gelagerten und in seiner Ruhestellung an dieser innen anliegenden Räumrechen, der mittels eines Betätigungshebels in Förderrichtung wenigstens bis zur
Förderkanalmündung verschwenkbar ist.
Beim normalen Lade- bzw. Fördervorgang wird der Gutstrom durch den Räumrechen nicht behindert, da dieser an der den Förderzinken gegenüberliegenden Förderkanalwand anliegt, wobei der Räumrechen innerhalb des Förderkanals angeordnet sein kann, aber auch die Möglichkeit besteht, den Räumrechen knapp ausserhalb des Förderkanals anzuordnen und für den Durchtritt der Rechenzinken Schlitze in der betreffenden Kanalwand vorzusehen. Soll die Förderkanalmündung geräumt werden, so ist es bloss notwendig, den Räumrechen mittels des Betätigungshebels zu verschwenken, so dass das Gut von den Rechenzinken erfasst und durch die Rechenbewegung zur Förderkanalmündung oder darüber hinaus aus dem Förderkanal geschoben bzw. geworfen wird.
Dabei bereitet die Anordnung eines solchen Räumrechens keine Schwierigkeiten, und es ergibt sich auch keine besondere Erhöhung des technischen Aufwandes. Da der Räumrechen in der Regel ausserhalb der Bewegungsbahn der Förderzinken liegen wird bzw. die Rechenzinken den Förderzinken gegenüber seitlich versetzt sind, kann ohne weiteres bei laufenden Förderzinken geräumt werden.
Es ist zwar bereits bekannt, im Mündungsbereich des Förderkanals einen schwenkbaren Rechen vorzusehen (österr. Patentschrift Nr. 275333), doch ist dieser zwischen einer die Förderkanalwand fortsetzenden und einer die Förderkanalmündung verschliessenden Stellung verschwenkbar, hat also keinesfalls eine Räumaufgabe, sondern dient als Leitorgan, um das Gut beim Beladen weiter hoch zu führen und beim Entladen, das ebenfalls mit Hilfe der Förderzinken durchgeführt wird, am Eintritt in den Förderkanal zu hindern.
In weiterer Ausbildung der Erfindung sind die Spitzen der Zinken des Räumrechens in Richtung zu der den Förderzinken gegenüberliegenden Förderkanalwand abgebogen und ragen gegebenenfalls durch Löcher in der genannten Förderkanalwand nach aussen. Dadurch wird verhindert, dass das Ladegut beim normalen Ladevorgang und bei an der den Förderzinken gegenüberliegenden Förderkanalwand anliegendem Räumrechen an den Zinkenspitzen des Räumrechens hängenbleibt und es dort zu Stauungen kommt.
Die Zeichnung zeigt den Vorderteil eines Ladewagens mit einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Räumvorrichtung schematisch im Vertikalschnitt.
Der Ladewagen-l-besitzt eine Aufsammelwalze --2--, die das Ladegut vom Boden aufnimmt und gesteuert den Förderzinken --3-- übergibt, die in einen zum Laderaum --4-- führenden Förderkanal --5-- eingreifen und sich aus diesem vor der laderaumseitigen Förderkanalmündung--6--zurückziehen, wie
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Ladegut zum Auswurf. Der Räumrechen --9-- kann auch bei laufenden Förderzinken --3-- betätigt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Ausräumen des Förderkanals von Ladewagen, bei denen das Ladegut mittels einer Aufsammelwalze od. dgl. vom Boden aufgenommen und Förderzinken übergeben wird, die in den zum Laderaum führenden, etwa in Höhe dessen Bodens endenden Förderkanal eingreifen und sich aus diesem vor der laderaumseitigen Förderkanalmündung zurückziehen, gekennzeichnet durch einen im Bereich der Förderkanalmündung (6) an der den Förderzinken (3) gegenüberliegenden Förderkanalwand (10) schwenkbar gelagerten und in seiner Ruhestellung an dieser innen anliegenden Räumrechen (9), der mittels eines Betätigungshebels (13) in Förderrichtung wenigstens bis zur Förderkanalmündung verschwenkbar ist.
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