<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine magnetisch betätigbare Steuereinrichtung mit einem in einem Gehäuse drehbar gelagerten Zylinder, der bei Verdrehung eine Steuerfunktion ausübt, mehreren im Zylinder gelagerten, in vorgegebener Weise magnetisch kodierten Magnetrotoren, die jeweils um eine zur Zylinderachse senkrechte Achse drehbar sind, mit mindestens einem exzentrischen Steuerabschnitt versehen sind und die eine Drehung des
Zylinders in eine Freigabestellung zulassen und in den übrigen Stellungen sperren, und mit einem im Zylinder gebildeten, den Magnetrotoren benachbarten Schlüsselkanal, in den ein mit Magneten bestückter Schlüssel einführbar ist, um die Magnetrotoren in ihre Freigabestellung zu drehen.
Bei einer bekannten Steuereinrichtung dieser Art, die als Schlo ausgebildet ist (deutsche Patentschrift
Nr. 1553365), sind die als magnetische Stifte ausgebildeten Magnetrotoren Bohrungen im Gehäuse gegenüberliegend angeordnet und ragen mit ihrem einen Stirnende in diese Bohrungen hinein. Diese Stirnenden der Magnetstifte sind in vorgegebener Weise profiliert, und im Gehäuse sind die Bohrungen durchsetzende, in
Umfangsrichtung umlaufende Nuten vorgesehen, die entsprechend der Profilierung der Magnetstifte profiliert sind. Wenn die Magnetstifte in ihre Freigabestellung gedreht worden sind, laufen die profilierten Enden der
Magnetstifte in den Profilnuten des Gehäuses, so dass die Magnetstifte eine Drehung des Zylinders nicht behindern ; in den übrigen Stellungen der Magnetstifte dagegen sperren die profilierten Enden der Magnetstifte eine Drehung des Zylinders.
Die Profilnuten müssen eigens in das Gehäuse eingedreht werden, und zur Montage müssen im Gehäuse
Längsnuten vorgesehen werden, durch die die aus dem Zylinder vorstehenden Magnetstifte in das Innere des
Gehäuses eingeschoben werden können. Das Schloss erfordert somit einen nicht unbeträchtlichen fertigungstechnischen Aufwand ; darüber hinaus ist auch seine Funktionssicherheit nicht sehr gross, da die profilierten Magnetstifte keine grosse Festigkeit haben, leicht abgeschert werden können, zum Verklemmen neigen und keinen ausgeprägten, abgestuften Übergang zwischen Freigabestellung und übrigen Stellungen besitzen.
Die gleichen Nachteile weisen die Drehzylinderschlösser nach der USA-Patentschrift Nr. 3, 633, 393 und die brit. Patentschrift Nr. l, 233, 040 auf, bei denen die Magnetrotoren unmittelbar zwischen dem Zylinderkern und dem Zylindergehäuse wirksam sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine magnetisch betätigbare Steuereinrichtung der eingangs angegebenen Art so auszubilden, dass ihre Funktionssicherheit bei möglichst geringem konstruktivem Aufwand erhöht wird.
Diese Aufgabe wird bei der erfindungsgemässen Steuereinrichtung dadurch gelöst, dass in dem Zylinder eine
Sperrleiste angeordnet ist, die senkrecht zur Zylinderachse, zwischen einer eine Zylinderdrehung sperrenden und freigebenden Stellung verschiebbar ist, und dass die als vorstehender Ansatz oder Ausnehmung ausgebildeten
Steuerabschnitte der Magnetrotoren in der Betriebsstellung der Magnetrotoren mit entsprechend angeordneten und ausgebildeten Steuerabschnitten der Sperrleiste in Form von Öffnungen bzw. Vorsprüngen fluchten und in den übrigen Stellungen der Magnetrotoren versetzt dazu liegen, so dass die Magnetrotoren in ihrer
Betriebsstellung eine Verschiebung der Sperrleiste in die Freigabestellung zulassen und in ihren übrigen Stellungen sperren.
Bei der erfindungsgemässen Steuereinrichtung, die beispielsweise als Schloss ausgebildet sein kann, übernimmt die Sperrleiste die Sperrfunktion. Eine umlaufende Profilnut im Gehäuse wie bei dem eingangs erwähnten Schloss ist nicht mehr erforderlich. Da die Sperrleiste sämtlichen Magnetrotoren zugeordnet ist, bilden Sperrleiste- und Magnetrotoren eine Einheit, die für sich kodiert und auch so gelagert werden kann. Die Sperrleiste kann sich über die gesamte Länge des Zylinders erstrecken, so dass sie eine hohe Festigkeit hat, was für die Funktionssicherheit des Schlosses von grosser Bedeutung ist. Da die Sperrleiste radial verschoben werden muss, um von ihrer Sperrstellung in ihre Freigabestellung und umgekehrt zu gelangen, erhält man ausgeprägte, genau definierte Betriebsstellungen.
Die genau definierte Freigabestellung der Sperrleiste ist dadurch gegeben, dass die Sperrleiste nur dann in ihre Freigabestellung bewegt werden kann, wenn sämtliche exzentrische Steuerabschnitte genau zu den Steuerabschnitten der Sperrleiste ausgerichtet sind. Die erfindungsgemässe Steuereinrichtung zeichnet sich daher durch hohe Funktionssicherheit und äusserst kompakten Aufbau aus.
Bei einem konstruktiven Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Sperrleiste mit einem parallel zur Zylinderachse verlaufenden, radial vorstehenden Rastvorsprung versehen, der in der Sperrstellung in eine entsprechende Längsnut des Gehäuses greift. Der Rastvorsprung der Sperrleiste erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Länge des Zylinders, was die Festigkeit der Steuereinrichtung in ihrer Sperrstellung erhöht und daher eine Gewaltanwendung beträchtlich erschwert. Die Sperrleiste ist zweckmässigerweise zur Aufnahme der Magnetrotoren mit einseitig offenen zylindrischen Kammern versehen.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform einer solchen Steuereinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der exzentrische Ansatz des Magnetrotors aus einer radial vorstehenden Nase besteht die an dem dem Schlüsselkanal zugewendeten Ende des Magnetrotors angebracht ist, und dass die zugehörige Öffnung der Sperrleiste aus einer in der Seitenwand der zylindrischen Kammer gebildeten Nut besteht Ein wesentlicher Vorteil dieser Ausbildung besteht darin, dass bei Gewaltanwendung die Kraft vom Zylinder auf die Sperrleiste
<Desc/Clms Page number 2>
nicht über die gesamten Magnetrotoren, sondern lediglich über die radial vorstehenden Nasen übertragen wird.
Das bedeutet, dass bei Gewaltanwendung lediglich die radial vorstehenden Nasen, die aus nichtmagnetischem. widerstandsfähigem Material bestehen können, zwischen Zylinder und Sperrleiste zusammengedrückt werden. während der übrige Teil der Magnetrotoren, der aus relativ empfindlichem magnetischem Material besteht. unbelastet bleibt.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der exzentrische Ansatz des
Magnetrotors von der dem Schlüsselkanal abgewendeten Stirnfläche des Magnetrotors axial vorsteht, und dass die zugehörige Öffnung der Sperrleiste in der Bodenfläche der zylindrischen Kammer gebildet ist.
In beiden Fällen ist die Sperrleiste durch eine Federeinrichtung in ihre Sperrstellung vorgespannt und durch eine Drehung des Zylinders in ihre Freigabestellung bewegbar.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die Magnetrotoren konisch ausgebildet. Hiedurch wird erreicht, dass die Magnetrotoren durch magnetische Abstosskräfte, wie sie insbesondere beim Einschieben des
Magnetschlüssels erzeugt werden, nicht gegen die Seitenwandungen der zylindrischen Kammern der Sperrleiste gedrückt werden können. Ein Verklemmen der Magnetrotoren ist daher praktisch ausgeschlossen. Um die
Leichtgängigkeit der Magnetrotoren weiter zu verbessern, sind die Magnetrotoren an ihrer dem Schlüsselkanal zugewendeten, als Lauffläche dienenden Stirnseite mit einer in der Mitte angeordneten, vorstehenden Laufspitze versehen.
Ferner ist vorzugsweise jeder der Magnetrotoren an seiner dem Schlüsselkanal zugewendeten, als
Lauffläche dienenden Stirnseite mit einer Scheibe aus unmagnetischem Material versehen, während der übrige
Teil der Magnetrotoren aus magnetischem Material besteht. Diese Ausbildung ist besonders dann vorteilhaft, wenn, wie oben beschrieben, die Magnetrotoren an ihrem dem Schlüsselkanal zugewendeten Ende mit einem radial vorstehenden Vorsprung versehen ist, der dann ebenfalls aus unmagnetischem, widerstandsfähigem
Material, beispielsweise unmagnetischem Metall, besteht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Sperrleiste mit einem Sperrstift versehen, der in der
Freigabestellung der Sperrleiste in eine entsprechende Ausnehmung des Schlüssels taucht. Dies hat zum einen den
Vorteil, dass der Schlüssel in der Steuereinrichtung axial fixiert wird, so dass beispielsweise mit Hilfe des
Schlüssels eine mit der erfindungsgemässen Steuereinrichtung versehene Tür aufgezogen werden kann. Wichtiger ist jedoch, dass der Schlüssel an einer vorgegebenen Stelle geschwächt wird. Wenn man daher mit Hilfe eines falschen Schlüssels versucht, den Zylinder zu drehen, wird der Schlüssel an der durch die Öffnung geschwächten "Soll-Bruchstelle" eher brechen, als dass die sperrenden Teile der Steuereinrichtung zerstört werden.
Zur Erhöhung der Sicherheit wird ferner vorgeschlagen, dass der Sperrstift ein vorgegebenes unrundes Profil besitzt, und die Ausnehmung im Schlüssel passend dazu ausgebildet ist. Jeder Schlüssel muss daher eine Ausnehmung mit einem vorgegebenen Profil entsprechend dem Profil des in der betreffenden Steuereinrichtung gerade verwendeten Sperrstiftes besitzen, was natürlich das unerlaubte Anfertigen eines Falschschlüssels erschwert.
Die erfindungsgemässe Steuereinrichtung eignet sich besonders gut zur Verwendung als Schloss in einer Generalschliessanlage mit einer Vielzahl von Schlössern, die einerseits jeweils durch Einzelschlüssel und anderseits sämtlich durch einen gemeinsamen Generalschlüssel betätigbar sind. Bei einem solchen Schloss ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Sperrschiene an ihrer der Gehäusewand zugewendeten Seite, in einer Axialebene, so gekrümmt, dass sie bereits bei einer Verstellung nur einiger der Magnetrotoren in ihrer Freigabestellung bewegbar ist. Sind beispielsweise vier Magnetrotoren in axialer Richtung nebeneinanderliegend angeordnet, so ist die Sperrschiene jeweils bei Verstellung zweier dem einen oder andern axialen Ende des Zylinders zugeordneter Magnetrotoren in ihrer Freigabestellung bewegbar.
In diesem Fall werden beispielsweise die beiden rechtsseitigen Magnetrotoren sämtlicher Schlösser gleich ausgebildet, so dass sie alle durch denselben Generalschlüssel bedient werden können. Die beiden linksseitigen Magnetrotoren der verschiedenen Schlösser werden jedoch unterschiedlich ausgebildet, so dass sie jeweils nur durch Einzelschlüssel betätigt werden können.
Um die Variationsmöglichkeiten einer solchen Generalschliessanlage zu erhöhen, wird der Zylinder auf radial gegenüberliegenden Seiten mit je einer Sperrschiene und zugehörigen Magnetrotoren versehen. In diesem Fall müssen entweder zwei radial gegenüberliegende Magnetrotorenpaare oder auch zwei über Kreuz liegende Magnetrotorenpaare in ihre Freigabestellung bewegt werden, um beide Sperrschienen aus ihrer Sperrstellung in die Freigabestellung bewegen zu können. Dies ermöglicht den Aufbau einer Generalschliessanlage, bei der sämtliche Schlösser durch einen Generalschlüssel, ein Teil der Schlösser durch einen Gruppenschlüssel, ein kleinerer Teil der Schlösser durch einen Untergruppenschlüssel und die einzelnen Schlösser durch Einzelschlösser bedient werden können.
Eine noch einfachere Möglichkeit, die erfindungsgemässe Steuereinrichtung als Schloss für eine Generalschliessanlage auszubilden, besteht darin, dass der Magnetrotor und/oder die Sperrleiste mit mindestens zwei exzentrisch angeordneten Steuerabschnitten versehen ist, so dass die Steuereinrichtung durch mindestens zwei verschieden kodierte Magnetschlüssel betätigbar ist. Abgesehen von dieser besonderen Ausbildung der Magnetrotoren hat das Schloss genau denselben Aufbau wie das als Einzelschloss verwendete Schloss, d. h., die Sperrleiste braucht nicht gekrümmt ausgebildet zu werden. Es ist beispielsweise möglich, den einen Steuerabschnitt (Primärsteuerabschnitt) einem Einzelschlüssel und den andern Steuerabschnitt (Sekundärsteuer-
<Desc/Clms Page number 3>
abschnitt) einem Generalschlüssel zuzuordnen.
Die dem Einzelschlüssel zugeordneten Steuerabschnitte werden dann bei unterschiedlichen Schlössern verschieden ausgebildet, so dass die verschiedenen Schlösser durch die
Einzelschlüssel unter Benutzung der Primärsteuerabschnitte in ihre Freigabestellung bewegbar sind. Dagegen werden die dem Generalschlüssel zugeordneten Steuerabschnitte bei den verschiedenen Schlössern gleich ausgebildet, so dass die Schlösser sämtlich durch einen gemeinsamen Generalschlüssel unter Benutzung der
Sekundärsteuerabschnitte in ihre Freigabestellung bewegbar sind. Von den oben beschriebenen konstruktiven Ausführungsformen ist diejenige, bei der die Steuerabschnitte der Magnetrotoren radial vorstehende Nasen sind und die Steuerabschnitte der Sperrleiste aus in der Seitenwand der zylindrischen Kammern gebildeten Nuten bestehen, zum Aufbau einer Generalschliessanlage besonders geeignet.
In diesem Fall braucht nämlich lediglich zusätzlich zu der Nut am Umfang der zylindrischen Kammer eine weitere Nut angebracht werden, was sich fertigungstechnisch ohne Schwierigkeiten bewerkstelligen lässt. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass trotz der zusätzlich vorzusehenden Steuerabschnitte die räumlichen Verhältnisse nicht geändert zu werden brauchen.
Es versteht sich, dass sich nach diesem System auch Schliessanlagen aufbauen lassen, bei denen einerseits die verschiedenen Schlösser durch Einzelschlüssel und anderseits bestimmte Gruppen der Schlösser durch Gruppenschlüssel betätigt werden können. Es ist ferner möglich, die Magnetrotoren und/oder die Sperrleiste mit mehr als zwei exzentrisch angeordneten Steuerabschnitten, beispielsweise drei Steuerabschnitten, zu versehen. In diesem Fall lässt sich eine Generalschliessanlage aufbauen, bei der sämtliche Schlösser durch einen Generalschlüssel, ein Teil der Schlösser durch Gruppenschlüssel und die einzelnen Schlösser durch Einzelschlüssel betätigbar sind.
Das geschilderte Prinzip, die Magnetrotoren und/oder die Sperrleiste zum Aufbau einer Generalschliessanlage mit mehreren exzentrisch angeordneten Steuerabschnitten zu versehen, lässt sich grundsätzlich auf jede magnetisch betätigbare Steuereinrichtung übertragen, die mindestens einen Magnetrotor aufweist, der durch einen entsprechend kodierten Magnetschlüssel in eine vorgegebene Winkellage bewegbar ist, in der ein exzentrisch angeordneter Steuerabschnitt in Form einer Ausnehmung oder eines vorstehenden Ansatzes mit einem entsprechend ausgebildeten Steuerabschnitt eines sperrenden Teiles zusammenwirkt So ist dieses Prinzip nicht nur bei Drehzylinderschlössern, sondern auch bei Druckzylinderschlössern, wie sie beispielsweise in der deutschen Offenlegungsschrift 2254657 beschrieben sind, verwendbar.
An Hand der Zeichnungen wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Es
EMI3.1
: Fig. 1Fig. 2 einen vertikalen Längsschnitt durch die Steuereinrichtung längs der Linie 11-11 in Fig. 3 ; Fig. 3 einen horizontalen Längsschnitt durch die Steuereinrichtung längs der Linie III-III in Fig. 2 ; Fig. 4 eine Gesamtansicht der Steuereinrichtung in verkleinertem Massstab ; Fig. 5 einen Querschnitt durch eine etwas abgeänderte Ausführungsform einer magnetisch betätigbaren Steuereinrichtung längs der LinieV-V in Fig. 6 ; Fig. 6 einen vertikalen Längsschnitt durch die Steuereinrichtung längs der Linie VI-VI in Fig. 7 ; Fig. 7 einen horizontalen Längsschnitt durch die Steuereinrichtung längs der Linie VII-VII in Fig. 6 ;
Fig. 8 einen schematisierten Querschnitt durch den Zylinder und die Sperrleiste einer abgeänderten Ausführungsform einer magnetisch betätigbaren Steuereinrichtung ; Fig. 9 eine Draufsicht von unten auf die Sperrleiste nach Fig. 8 ; Fig. 10 eine Endansicht der Sperrleiste ; Fig. l l eine schematische Darstellung einer etwas abgewandelten Auführungsform einer Steuereinrichtung nach den Fig. 1 bis 3, die als Schloss in einer Generalschliessanlage verwendbar ist.
EMI3.2
--11-- angeordnet--8-- versehen. Den drei Magnetrotoren--9--ist eine gemeinsame Sperrleiste--3--zugeordnet, die in einer Ausnehmung des Zylinders --2-- zwischen einer radial äusseren Sperrstellung (linke Seite in Fig. 3) und einer radial inneren Freigabestellung (rechte Seite in Fig. 3) radial verschiebbar ist.
Die Sperrleiste ist mit Steuerabschnitten in Form von Öffnungen --17-- versehen, die mit den exzentrischen Ansätzen-8--der Magnetrotoren--9--fluchten, wenn sich die Magnetrotoren in ihrer Freigabestellung befinden.
EMI3.3
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
Gehäuses--l--greift.- fixiert, der sich einerseits durch die umlaufende Nut-20-und anderseits durch das Gehäuse --l- erstreckt.
Die Kupplung zwischen den beiden Zylindern --2-- und dem Mitnehmer --1-- besteht aus zwei Kupplungsstücken--4, 5--und einem zwischen den beiden Kupplungsstücken angeordneten Distanzstück
EMI4.2
-6--,- 19-- des Mitnehmers drehfest, jedoch axial verschiebbar angeordnet. Das kupplungsstück --4 bzw. 5-kann aus einer Entkupplungsstellung, in der das Kupplungsstück ausser Eingriff mit dem Mitnehmer--l l-- steht und die Trennfuge zwischen dem Kupplungsstück und dem Distanzstück --6-- in der Ebene der Trennfuge zwischen dem Mitnehmer und dem zugehörigen Zylinder liegt, in eine Kupplungsstellung, in der das Kupplungsstück sowohl in der Ausnehmung --16-- des Zylinders wie auch in der Ausnehmung --19-- des Mitnehmers sitzt, bewegt werden.
Die Länge des Distanzstückes --6-- ist so bemessen, dass sich das Kupplungsstück --5-- in seiner Kupplungsstellung befindet, wenn sich das Kupplungsstück --4-- in seiner Entkupplungsstellung befindet, und umgekehrt.
Die Betriebsweise der beschriebenen Steuervorrichtung ist wie folgt : Die Magnetrotoren--9--befinden sich normalerweise-auf Grund der zwischen ihnen wirksamen Magnetkräfte-in einer Lage, in der ihre exzentrischen Ansätze-8-relativ zu den Öffnungen-17-der Sperrleiste-3-verdreht sind, so dass die Sperrleiste--3-an der Oberseite der exzentrischen Ansätze --8-- der Magnetrotoren --9-- anliegt (linke Seite in Fig. 3). Die Sperrleiste--3--befindet sich somit in ihrer Sperrstellung, in der der Rastvorsprung
EMI4.3
in die Längsnut-16-des Gehäuses--1--greift.Freigabestellung, in der die Öffnungen--17--der Sperrleiste--3--mit den exzentrischen Ansätzen - fluchten.
Wird nun der Zylinder --2-- mit Hilfe des Schlüssels --13-- um seine Längsachse gedreht, so tritt der Rastvorsprung--23--aus der Längsnut --16-- des Gehäuses heraus wodurch die Sperrleiste--3--entgegen der Kraft der Federn--15--in ihre Freigabestellung bewegt wird. Hiebei tauchen die exzentrischen Ansätze--8--in die Öffnungen--17--der Sperrleiste. Der Zylinder--2-- lässt sich nun frei drehen.
EMI4.4
so wird der Schlüssel an der durch die Öffnung --18-- geschwächten Stelle brechen, ehe es gelingt, die sperrenden Teile der Steuereinrichtung zu zerstören.
Der Sperrstift--12--hat in den Zeichnungen einen kreisrunden Querschnitt. Zweckmässigerweise wird der Sperrstift--12--jedoch mit einem unrunden Querschnitt versehen, und die Öffnung--18--des Schlüssels--13--erhält einen dazu passenden Querschnitt. Ferner kann auch die Lage des Sperrstiftes - und somit der Öffnung --18-- verändert werden, so dass allein hiedurch eine unterschiedliche (mechanische) Kodierung möglich ist. So können z. B. zwei in gleicher Weise magnetisch kodierte Schlüssel dasselbe Schloss nur betätigen, wenn auch die Öffnungen in beiden Schlüsseln das gleiche Profil und die gleiche Lage haben.
Beim Einführen des Schlüssels --13-- in den rechtsseitigen Zylinder --2-- werden die Kupplungsstücke--4, 5--und das Distanzstück --6-- nach links (in Fig. 2, 3) verschoben. Dadurch gelangt
EMI4.5
stehen, da es von dem drehfest angeordneten linksseitgen Zylinder --2-- festgehalten wird.
Die in den Fig. 5 bis 7 dargestellte magnetisch betätigbare Steuereinrichtung unterscheidet sich von der in
EMI4.6
der Sperrleiste--3--entsprechend ausgebildete Vorsprünge --17a-- darstellen, die in die Ausnehmungen --8a-- der Magnetrotoren --9-- eintauchen können, wenn die Magnetrotoren --9-- durch den richtig
<Desc/Clms Page number 5>
kodierten Magnetschlüssel in ihre Freigabestellung bewegt worden sind. Ferner ist der Magnetschlüssel --13--- nicht mit Einzelmagneten, sondern mit einem durchgehenden Magneten versehen. Wie aus Fig. 7 ersichtlich, besteht der durchgehende Magnet aus zwei Magnetplatten--10a, 10b--, die durch eine als Selbstklebeblättchen ausgebildete Eisenzwischenlage--10'--voneinander getrennt sind.
Auf diese Weise kann der Schlüssel beidseitig magnetisiert werden, so dass der Innenzylinder entweder beidseitig genutzt oder aber bei einseitiger Benutzung der Magnetschlüssel verdreht eingeführt werden kann, was insbesondere bei Kraftfahrzeug-Lenkschlössern,-türschlössern u. dgl. von Bedeutung ist. Im übrigen ist die Funktionsweise diese ; Steuereinrichtung genau die gleiche wie bei dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel.
Wie aus den Fig. 1 und 5 hervorgeht, ist die magnetische Steuereinrichtung in einem sogenannten Profilzylinder untergebracht. Selbstverständlich kann der beschriebene Innenzylinder in Aussenzylinder anderer Form eingebaut werden, was beispielsweise bei herkömmlichen Stiftschlössern auf Grund des erhöhten Platzbedarfes durch die Stiftlagerung nicht möglich ist. Ist der Aussenzylinder als Rundzylinder ausgebildet, so müsste bei herkömmlichen Stiftzylindern der Innenzylinder exzentrisch gelagert werden, wodurch sich der Gehäuseaussendurchmesser zwangsläufig entsprechend vergrössert. Dies ist bei Einbau der beschriebenen magnetischen Steuereinrichtung in einen Rundzylinder nicht erforderlich, d. h., es ergäbe sich keine zwangsläufige Vergrösserung des Gehäuseaussendurchmessers.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform einer magnetisch betätigbaren Steuereinrichtung ist in den Fig. 8 bis 10 dargestellt. Fig. 8 zeigt in schematischer Weise den Aufbau des Zylinders, der Magnetrotoren und der Sperrleiste, während die übrigen Teile der Steuereinrichtung der Einfachheit halber weggelassen wurden. Der Aufbau des übrigen Teiles der Steuereinrichtung entspricht im wesentlichen dem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele, wobei allerdings der Zylinder an seinem linksseitigen Ende geschlossen dargestellt wurde.
Bei dieser Ausführungsform bestehen die Steuerabschnitte der Magnetrotoren--9b--aus radial
EMI5.1
Seitenwänden von zur Aufnahme der Magnetrotoren--9b--dienenden zylindrischen Kammern--27-- gebildet sind. Die Nuten--17--sind nur so tief ausgenommen, dass die Nasen--8b--in der Betriebsstellung in die Nuten eintauchen können ; dieser Betriebszustand ist durch gestrichelte Linien in der linken oberen Hälfte der Fig. 8 angedeutet.
Die Magnetrotoren--9b--sind im Gegensatz zu den vorhergehenden Ausführungsbeispielen konisch verlaufend ausgebildet, um zu verhindern, dass die Magnetrotoren durch abstossende Magnetkräfte, wie sie beim
EMI5.2
widerstandsfähigen Material, beispielsweise einem unmagnetischen Stahl, besteht, ist die Nase--8b-- angeformt. Die Unterseite der Scheibe--25--, die als Lauffläche dient, ist mit einer vorstehenden Laufspitze --28-- versehen, die die Leichtgängigkeit des Magnetrotors erhöht.
Wenn man bei dieser Ausführungsform einen falschen Schlüssel einführt und dann den Zylinder mit Gewalt zu drehen versucht, erfolgt die Kraftübertragung vom Zylinder--2--auf die Sperrschiene--3-und das Gehäuse und nicht über die Magnetrotoren selbst, sondern lediglich über die Nasen--8b--. Das heisst. die Nasen--8b--werden zwischen der Lagerfläche des Zylinders--2--und der Unterseite der Sperrleiste --3-- zusammengedrückt, während der übrige Teil der Magnetrotoren --9b--, insbesondere der aus relativ brüchigem magnetischem Material bestehende Teil, unbelastet bleibt. Auf diese Weise wird die Gefahr, dass die Magnetrotoren bei Gewaltanwendung beschädigt werden, erheblich verringert.
Fig. 11 zeigt in schematischer Darstellung eine Abwandlung der in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen gezeigten Steuervorrichtung ; die abgewandelte Ausführungsform ist geeignet als Schloss für eine Schliessanlage mit General- und Einzelschlüsseln.
Die Änderung dieser Ausführungsform betrifft lediglich die Sperrleiste--30--, während die übrigen Teile wie bei der Steuervorrichtung nach den Fig. 1 bis 3 ausgebildet sind.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.11 ist die Sperrleiste--30--an ihrer der Gehäusewand--31-- zugekehrten Seite, in einer Längsebene, gekrümmt, vorzugsweise kreisförmig gekrümmt. Auf Grund dieser Ausbildung ist es möglich, dass die Sperrleiste--30--aus ihrer der Gehäusewand --31-- zugeordneten Längsnut austaucht, wenn nur die beiden linksseitigen Magnetrotoren--32, 33--oder nur die beiden rechtsseitigen Magnetrotoren--34, 35--in ihre Freigabestellung gedreht worden sind.
Dies macht den Aufbau einer Schliessanlage mit mehreren Schlössern möglich, bei denen sämtliche Schlösser durch einen Generalschlüssel und die einzelnen Schlösser jeweils durch Einzelschlüssel bedient werden können. So können beispielsweise die rechtsseitigen Magnetrotoren--34, 35--sämtlicher Schlösser gleich ausgebildet werden, so dass sie alle durch denselben Generalschlüssel bedient werden können. Die linksseitigen Magnetrotoren--32, 33--der verschiedenen Schlösser werden jedoch unterschiedlich ausgebildet, so dass sie
<Desc/Clms Page number 6>
jeweils nur durch Einzelschlüssel betätigt werden können.
Wenn, wie in Fig. 11 dargestellt, die linksseitigen
Magnetrotoren--32, 33--durch den Einzelschlüssel in ihre Freigabestellung gedreht worden sind. können die Exzenter der Magnetrotoren--32, 33--in die Ausnehmungen--36, 37--der Sperrleiste eintauchen, worauf die Sperrleiste aus der gestichelt dargestellten Schliessstellung--30a--in die voll ausgezogene Freigabestellung bewegt werden kann, obwohl die Exzenter der rechtsseitigen Magnetrotoren--34, 35--nicht in die ihnen zugeordneten Ausnehmungen--38, 39--der Sperrleiste eintauchen können. Bei-40--ist die Stelle gezeigt, an der die Sperrleiste --30-- bei Bedienung mit dem Einzelschlüssel auf den Exzenter des Magnetrotors--34--aufsitzt.
Es ist ferner möglich, einen Zylinder auf radial gegenüberliegenden Seiten mit zwei Sperrschienen und jeweils zugehörigen Magnetrotoren auszubilden. In diesem Fall müssen beide Sperrschienen in ihre Freigabestellung bewegt werden, um den Zylinder um seine Längsachse drehen zu können. Eine solche Anordnung erhöht nicht nur die Schliessungsvarianten, sondern vergrössert auch die Variationsmöglichkeiten einer Schliessanlage. Um beide Sperrleisten aus ihrer Sperrstellung in die Freigabestellung zu bewegen, müssen entweder zwei radial gegenüberliegende Magnetrotorenpaare oder auch zwei über Kreuz liegende Magnetrotorenpaare in ihre Freigabestellung bewegt werden.
Dies ermöglicht den Aufbau einer Schliessanlage, bei der sämtliche Schlösser durch einen Generalschlüssel, ein Teil der Schlösser durch einen Gruppenschlüssel, ein kleiner Teil der Schlösser durch einen Untergruppenschlüssel und die einzelnen Schlösser durch Einzelschlüssel bedient werden können.
Eine andere Möglichkeit, die Steuereinrichtung als Schloss für eine Generalschliessanlage auszubilden, besteht darin, dass bei einem Schloss, wie es in den Fig. l bis 3 oder 5 bis 7 oder 8 bis 10 dargestellt ist, die Magnetrotoren und/oder die zugehörigen Kammern der Sperrleiste jeweils mit zwei oder mehr exzentrisch angeordneten Steuerabschnitten (vorstehenden Ansätzen oder Ausnehmungen) versehen werden. In diesem Fall braucht die Sperrleiste nicht gekrümmt ausgebildet zu werden, sondern die Schlösser haben genau den gleichen Aufbau wie in den Fig. l bis 10 gezeigt.
Zum Aufbau einer derartigen Generalschliessanlage ist die Ausführungsform nach Fig. 8 besonders geeignet.
In diesem Fall können beispielsweise zu den Nuten--17-- (Primärsteuerabschnitte) jeweils eine weitere Nut (Sekundärsteuerabschnitt, nicht gezeigt) in Umfangsrichtung versetzt zu der Nut--17--vorgesehen werden.
EMI6.1
zylindrischen Kammern--27--angeordnet sind. Werden beispielsweise die Primärsteuerabschnitte (Nuten - -17 --) bei verschiedenen Schlössern in unterschiedlicher Winkellage angeordnet und die Sekundärabschnitte bei diesen verschiedenen Schlössern jeweils in der gleichen Winkellage angeordnet, so lassen sich die verschiedenen Schlüssel nicht nur durch individuell verschiedene Einzelschlüssel, sondern sämtlich durch einen gemeinsamen Generalschlüssel bedienen, wobei der Generalschlüssel die Magnetrotoren jeweils in eine Stellung verdreht,
in der die Nasen--8b--in die als Sekundärabschnitte dienende Nuten der Sperrleiste--3-- eintauchen können. Selbstverständlich ist es möglich, jede Kammer mit mehr als zwei Steuerabschnitten zu versehen, wodurch sich Generalschliessanlagen beliebiger Zusammensetzung aufbauen lassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Magnetisch betätigbare Steuereinrichtung mit einem in einem Gehäuse drehbar gelagerten Zylinder, der bei Verdrehung eine Steuerfunktion ausübt, mehreren im Zylinder gelagerten, in vorgegebener Weise magnetisch kodierten Magnetrotoren, die jeweils um eine zur Zylinderachse senkrechte Achse drehbar sind, mit mindestens einem exzentrischen Steuerabschnitt versehen sind und die eine Drehung des Zylinders in eine Freigabestellung zulassen und in den übrigen Stellungen sperren, und mit einem im Zylinder gebildeten, den Magnetrotoren benachbarten Schlüsselkanal, in den ein mit Magneten bestückter Schlüssel einführbar ist um die Magnetrotoren
EMI6.2
Sperrleiste (3) angeordnet ist, die senkrecht zur Zylinderachse, zwischen einer eine Zylinderdrehung sperrenden und freigebenden Stellung verschiebbar ist,
und dass die als vorstehender Ansatz (8) bzw. Ausnehmung (8a) ausgebildeten Steuerabschnitte der Magnetrotoren (9) in der Betriebsstellung der Magnetrotoren mit entsprechend angeordneten und ausgebildeten Steuerabschnitten der Sperrleiste in Form von Öffnungen (17) bzw. Vorsprüngen (17a) fluchten und in den übrigen Stellungen der Magnetrotoren versetzt dazu liegen so dass die Magnetrotoren in ihrer Betriebsstellung eine Verschiebung der Sperrleiste in die Freigabestellung zulassen und in ihren übrigen Stellungen sperren.
EMI6.3