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Die Erfindung bezieht sich auf eine Montagegarnitur zur Verankerung von Gegenständen mit einem zur
Sichtfläche des Bauelementes hin offenem, schienenförmigem Gehäuse, dessen tragende Wandteile einander in
Belastungsrichtung nähern und mit mindestens einem ins Gehäuse einsetzbaren Befestigungselement und auf eine
Anwendung der Montagegarnitur.
Um verschiedene Gegenstände an der Decke oder an einer Wand zu verankern, ist es bekannt, in bestimmten Abständen Dübel zu setzen und dann mittels Schrauben die Gegenstände, beispielsweise Leitungen, an der Decke oder an der Wand zu verankern. Hiebei ist es von Nachteil, dass für jede Befestigungsstelle ein eigenes Dübelloch gebohrt werden muss, so dass bei oftmaliger Befestigung ein beträchtlicher Arbeitsaufwand notwendig ist.
Weiters wurden Befestigungsschienen mit bandförmigen Verankerungslaschen entwickelt, die aus einem
U-förmigen Profil bestehen, wobei an den beiden Schenkeln des U-förmigen Profils zueinander gerichtete, etwa in derselben Ebene verlaufende Stege angeordnet sind. In dieses Profil werden Schrauben eingesetzt, die mit einem etwa hammerkopfähnlichem Kopf versehen sind, so dass sie den Querschnitt des Profiles ungefähr ausfüllen. Diese Befestigungsart hat jedoch den Nachteil, dass das gesamte an den Schrauben hängende Gewicht durch die beiden Stege aufgenommen werden muss, so dass es notwendig ist, die Verankerungsschienen aus einem entsprechend widerstandsfähigen Material, beispielsweise Metall herzustellen.
Die Haftung der Schiene am Bauelement selbst ist relativ gering, so dass bei grösseren Beanspruchungen bzw. bei stärker auftretenden Zugkräften, die Verankerungsschiene aus dem Bauelement gerissen werden könnte.
Da derartige Verankerungsschienen relativ kostspielig sind, können sie nur an solchen Stellen eingesetzt werden, wo sie tatsächlich benötigt werden. Dies bedeutet aber, dass bei der Planung bereits genau fixiert werden muss, wo derartige Verankerungsschienen später im fertigen Bau benötigt werden.
Bekannte Verankerungsschienen der eingangs erwähnten Art, aus der österr. Patentschrift Nr. 239504 sind mit Auflageschultern versehen, auf denen Nasen von elastischen Spreizelementen aufliegen. Die Nasen werden beim Einsetzen des Spreizelementes zusammengedrückt und liegen sodann auf den Auflageschultern auf. Da das
Spreizelement nicht formstabil ist, können nur geringe Lasten angehängt werden, da der grösste Teil der Last von den Nasen des Spreizelementes, und ein weiterer Teil von den Auflageschultern der Verankerungsschienen getragen wird, während das Bauelement selbst nur dem geringsten Teil der Last entgegenwirken muss.
Weiters ist es bekanntgeworden, geschlossene Profilkörper aus leicht zerstörbarem, billigerem Material in
Bauteile einzulegen, wobei bei der Montage an der Befestigungsstelle der Profilkörper ausgebrochen und an seiner
Stelle ein formstabiles Verankerungselement in den entstandenen Hohlraum eingesetzt wird.
Die Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Montagegarnitur mit einem schienenförmigen offenen Gehäuse mit einander nähernden tragenden Wandteilen, und mit in das Gehäuse einsetzbaren Befestigungselementen aus verhältnismässig billigen Material zu schaffen, so dass bei der Herstellung der Bauelemente das Gehäuse beliebig oft eingesetzt werden kann. Weiters soll die Montagegarnitur so ausgebildet sein, dass nicht sie selbst die auftretenden Kräfte kompensieren muss, sondern dass dies durch das Bauelement selbst geschieht, und daher auch
Schwerstlasten verankert werden können.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das Gehäuse mindestens einen in Belastungsrichtung offenen Einführbereich für das formstabile Befestigungselement aufweist, und dass das Befestigungselement in an sich bekannter Weise mit den tragenden Wandteilen des Gehäuses zusammenwirkenden Keilflächen versehen ist.
Bei der erfindungsgemässen Montagegarnitur werden nun die in Belastungsrichtung auftretenden Kräfte direkt auf das Bauelement selbst übertragen, so dass eine bedeutend höhere Belastung der einzelnen Befestigungselemente erreicht werden kann.
Eine weitere Ausführung der Erfindung sieht vor, dass der Einführbereich durch eine Ausweitung der Gehäuseöffnung gebildet ist. Dies hat den Vorteil, dass von der Seite in das Gehäuse Befestigungselemente eingeschoben werden können, die dann an beliebigen Stellen entlang der Montageschiene fixiert werden.
In einer weiteren Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Befestigungselement den Querschnitt des Gehäuses ausfüllt.
Zwei vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement als an sich bekannte Vierkantmutter, bzw. als Einschubelement, beispielsweise als Schuh, ausgebildet ist.
In einer weiteren Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Befestigungselement einen in Belastungsrichtung sich erstreckenden Schlitz aufweist. Derartige Befestigungselemente sind vor allem zur Verankerung von relativ leichten Gegenständen geeignet, die z. B. mittels Holzschrauben an dem Bauelement angebracht werden.
Vorteilhaft kann das Befestigungselement mit einer sich in Belastungsrichtung erstreckenden Bohrung versehen sein, die auf der zum Gehäuseboden gerichteten Seite eine Ausweitung aufweist.
Diese Ausweitung kann nun beispielsweise zur Aufnahme einer Mutter dienen, wobei die Ausweitung so geformt ist, dass die Mutter verdrehsicher in ihr gehalten wird.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass durch die Bohrung eine Gewindeschraube geführt wird, deren Kopf in der Ausweitung verdrehsicher gehalten wird.
Eine weitere Ausführung der Erfindung sieht vor, dass das Befestigungselement als offenes oder geschlossenes Hohlprofil ausgebildet ist.
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In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist weiters vorgesehen, dass das Befestigungselement aus
Kunststoff besteht.
Die bisher beschriebenen Befestigungselemente werden in die Ausweitung des Gehäuses eingesetzt und von dort seitlich entlang des Gehäuses verschoben bis in der richtigen Stelle angeordnet sind.
Um nun nach erfolgter Montage eines bestimmten Gegenstandes auch noch eine nachträgliche Montage weiterer Gegenstände zu ermöglichen, ist weiters erfindungsgemäss ein Befestigungselement vorgesehen, das in einer Dimension grösser und in einer zweiten Dimension kleiner als die lichte Weite der Gehäuseöffnung ist.
Derartige Befestigungselemente lassen sich jederzeit durch die Gehäuseöffnung in das Gehäuse einsetzen, und können dort durch einfaches Verdrehen fixiert werden, so dass auch hier ein sicherer Halt im Gehäuse gegeben ist.
Eine bevorzugte Ausführung dieses Befestigungselementes besteht darin, dass es als Metallblättchen ausgebildet ist.
In einer weiteren Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Metallblättchen eine den Abstand zwischen den tragenden Wandteilen geringfügig überragende Breite aufweist. Diese Befestigungselemente werden nach dem Einsetzen um ihre Längsachse um etwa 90 gedreht und Verspreizen sich dank ihrer grösseren Breite innerhalb des Gehäuses, so dass einem aussetzenden Drehmoment ein entsprechender Widerstand entgegengebracht wird.
Eine weitere Ausführung der Erfindung sieht vor, dass das Metallblättchen eine mit einer Gewindebohrung versehene sich in Belastungsrichtung erstreckende Verstärkung aufweist.
In einer andern Ausführung ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass das Metallblättchen einen über das
Gehäuse vorstehenden Fortsatz aufweist. Dieser Fortsatz kann nun in einer Ausführung als Gewindebolzen ausgebildet sein. In andern Ausführungen kann der Fortsatz haken- oder ösenförmig gebogen sein, so dass der zu befestigende Gegenstand in ihm eingehängt werden kann.
Die Anwendung der Montagegarnitur zur Verankerung eines Gegenstandes an dem Bauelement sieht erfindungsgemäss vor, dass zuerst an der Schalform des Bauelementes mindestens ein Halteelement, beispielsweise mittels eines Nagels befestigt wird, worauf das Gehäuse auf das Halteelement aufgesetzt wird, dass hiefür nach
Herstellung des Bauelementes die Schalform und das Halteelement entfernt wird, und dass weiters das
Befestigungselement in das Gehäuse eingesetzt wird, worauf der Gegenstand am Befestigungselement in das
Gehäuse eingesetzt wird, worauf der Gegenstand am Befestigungselement verankert wird.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen in mehreren Ausführungsbeispielen eingehend beschrieben, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein. Ebenso sollen die in den nachstehenden Patentansprüchen angeführten Bezugszeichen keine Einschränkung bedeuten ; sie dienen lediglich dem erleichterten Auffinden bezogener Teile in den Zeichnungen.
Die Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch ein in einem Bauteil eingesetztes Gehäuse, entsprechend einem Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 2, die Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf ein in ein Bauelement eingesetztes Gehäuse, die Fig. 3 zeigt einen Schnitt entsprechend der Linie III-III der Fig. 2 durch den Einführbereich des Gehäuses für ein Befestigungselement, die Fig. 4 zeigt ein erfindungsgemässes Befestigungselement, die Fig. 5 zeigt den Schnitt durch ein erfindungsgemässes Befestigungselement nach der Linie V-V der Fig. 4, die Fig. 6 zeigt den Schnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Befestigungselementes, die Fig. 7 zeigt eine Schrägansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles der Erfindung, die Fig. 8 zeigt ebenfalls ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Befestigungselementes, entsprechend Fig.
8 in ein Gehäuse, die Fig. 10 zeigt das Halteelement für ein Gehäuse an der Schalform im Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 11 und die Fig. 11 zeigt eine Draufsicht auf ein Halteelement an einer Schalform.
Wie aus Fig. 1 bis 3 ersichtlich, besteht eine Montagegarnitur aus einem schienenförmigen im Querschnitt etwa trapezförmigen zur Sichtfläche des Bauelementes hin offenem Gehäuse, das in das Bauelement--2-eingesetzt ist. Das Gehäuse--l--besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus Kunststoff und die Innenflächen - der tragenden Wandteile--3--sind als Keilflächen ausgebildet. Ein in das Gehäuse--l-- eingesetztes formstabiles Befestigungselement-7--überträgt die in Belastungsrichtung--A--auftretenden Kräfte direkt über die tragenden Wandteile--3--auf das Bauelement--2--, so dass vom Gehäuse selbst nur geringe Kräfte aufgenommen werden müssen.
Das Gehäuse--l und 3--weist an seinem Ende einen durch eine Ausweitung --6-- gebildeten Einführbereich für das Befestigungselement --7-- auf, dessen lichte Weite etwa der lichten Weite des Gehäuses am Gehäuseboden --24-- entspricht. Das formstabile Befestigungselement--7--kann durch diese Ausweitung--6--in das Gehäuse--l--eingesetzt werden und dann an die gewünschte Befestigungsstelle verschoben werden.
Durch den ebenfalls etwa trapezförmigen Querschnitt des Befestigungselementes ist ein Durchmesser--d--des Befestigungselementes immer grösser als die lichte Weite--a--der Gehäuseöffnung - -25--, so dass ein Ausreissen des Befestigungselementes in Belastungsrichtung--A--nicht möglich ist. Das Befestigungselement --7-- kann, wie in Fig. 4 dargestellt, als trapezförmiger Schuh ausgebildet sein und weist eine sich in Belastungsrichtung erstreckende Bohrung --8-- auf, die der Aufnahme einer Schraube od. dgl. dient. Die Bohrung --8-- kann an ihrem Ende eine Ausweitung --12-- aufweisen, die zur verdrehsicheren Aufnahme einer Mutter --10-- dienen kann.
Selbstverständlich ist es jedoch auch möglich, durch die Bohrung
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--8-- eine Gewindeschraube zu führen, deren Kopf in der Ausweitung --12-- ebenfalls verdrehsicher gehalten wird. Derartige Befestigungselemente dienen vor allem zur Verankerung von besonders schweren Gegenständen an den Bauelementen, wobei mit solchen Befestigungselementen Gegenstände bis zu einem Gesamtgewicht von etwa sechs Tonnen pro Befestigungsstelle aufgehängt werden können.
Eine weitere Ausführung eines erfindungsgemässen Befestigungselementes ist in Fig. 6 dargestellt, das in diesem Fall zur Verankerung von leichteren Gegenständen dienen kann. Das Befestigungselement --7-- weist in diesem Fall an Stelle der Bohrung--8--einen Schlitz--13--auf, in den beispielsweise Holzschrauben eingeschraubt werden können.
Eine besondere einfache Ausführung des Befestigungselementes besteht darin, wie in Fig. 7 dargestellt, dass das Befestigungselement --7-- als mit einer Gewindebohrung--8--versehenes Metallblättchen ausgebildet ist, dasim einfachsten Fall aus einer an sich bekannten Vierkantmutter besteht, wobei die an den tragenden Wandteil--3--des Gehäuses anliegenden Anlageflächen --9-- ebenfalls als Keilflächen ausgebildet sein können.
Eine weitere Ausführung des Befestigungselementes --7-- ist in Fig. 8 dargestellt. Hier besteht das Befestigungselement --7-- aus einem Metallblättchen-14--, das nur in einer Dimension grösser als die lichte Weite--a.--der Gehäuseöffnung--25--ist. Die andere Dimension--b--des Metallblättchens ist geringer als die lichte Weite --a-- der Gehäuseöffnung, so dass das Metallblättchen in das Gehäuse durch die Gehäuseöffnung--25--eingesetzt werden kann, worauf das Metallblättchen um etwa 900 verdreht wird, und so ebenfalls eine sichere Verankerung des Metallblättchens im Gehäuse erreicht wird.
Vorteilhaft besitzt das Metallblättchen --14-- eine den Abstand zwischen den tragenden Wandteil --3-- geringfügig überragende Breite, so dass das Metallblättchen durch die Verdrehung um 900 sich an den tragenden Wandteilen --3-- des
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ausreichenden Drehwiderstand gegen die eingeschraubte Schraube bildet.
An Stelle der Verstärkung --17-- kann das Metallblättchen auch mit einem über das Gehäuse vorstehenden Fortsatz versehen sein, der in der Ausführung nach Fig. 8 als Gewindebolzen --16-- ausgeführt ist. An Stelle des Gewindebolzens kann der Fortsatz aber auch haken- oder ösenförmig gebogen sein, so dass der zu befestigende Gegenstand in ihm eingehängt werden kann.
Zur Anwendung der Montagegarnitur wird auf die Schalform des Bauelementes --19-- mindestens ein mit Bohrungen--23--versehenes Halteelement aufgesetzt, und dort beispielsweise mittels Nägeln--20-- befestigt. Das Halteelement--18--weist beidseitig Einkerbungen--21--auf, in die entsprechende Ausnehmungen--22--des Gehäuses--l--einrasten. Nach der derart erfolgten Fixierung des Gehäuses --l-- an der Schalform--19--wird das Bauelement fertiggestellt. Bei der Ausschalung des Bauelementes --2-- wird die Schalform--19--zusammen mit den Halteelementen--18--vom Bauelement--2-weggenommen, so dass das Gehäuse--l--in der Oberfläche --4-- des Bauelementes --2-- verbleibt.
Zur Verankerung eines Gegenstandes an dem Bauelement werden nun in das Gehäuse Befestigungselemente--7-eingeschoben bzw. eingesetzt und verdreht, an denen nun die Gegenstände befestigt werden können.
Da vom Gehäuse selbst keine nennenswerten Belastungen aufgenommen werden müssen, kann es aus jedem geeigneten billigen Material hergestellt werden, so dass bereits bei der Herstellung des Bauelementes eine Vielzahl von Gehäusen, beispielsweise Schienen in geringen Abständen eingebaut werden können, wodurch in einfacher Weise beliebig viele Befestigungsstellen ohne zusätzlichen Zeitaufwand erzielbar sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Montagegarnitur zur Verankerung von Gegenständen mit einem zur Sichtfläche des Bauelementes hin offenem, schienenförmigen Gehäuse, dessen tragende Wandteile einander in Belastungsrichtung nähern und mit
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Gehäuse (1) mindestens einen in Belastungsrichtung (A) offenen Einführbereich für das formstabile Befestigungselement (7) aufweist, und dass das Befestigungselement (7) in an sich bekannter Weise mit, mit den tragenden Wandteilen (3) des Gehäuses (1) zusammenwirkenden Keilflächen (9, 15) versehen ist.
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