AT33361B - Vorrichtung zur Bewegungsübertragung für Kraftmaschinen mit abwechselnd kreisenden Kolben. - Google Patents

Vorrichtung zur Bewegungsübertragung für Kraftmaschinen mit abwechselnd kreisenden Kolben.

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AT33361B
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  Vorrichtung zur Bewegungsübertragung für Kraftmaschinen mit abwechselnd kreisenden Kolben. 



     .   Die Erfindung betrifft eine Kraftmaschine, bei der zum Antrieb der Welle zwei
Kolbensysteme dienen, von denen immer eins treibend wirkt, während das andere durch
Bremswirkung am   Rückwärtsdrehen   gehindert wird.   Die Erfindung besteht m wesentlichen   in der Ausgestaltung jener Mittel, die zur Übertragung der Bewegung der Kolbensysteme auf die Hauptwelle dienen. 



   In der Zeichnung stellen die Fig. 1 und 3 eine derartige Kraftmaschine schematisch in je einem Vertikalschnitt zur Erklärung der Wirkungsweise im allgemeinen dar. Fig. 2 zeigt die beiden Kolbensysteme in perspektivischer Darstellung ; die Fig. 4 und 5 stellen eine besondere Ausgestaltung der beiden   Kolbensystcme perspektivisch dar   ; die Fig. und 7 stellen in zwei zueinander senkrechten Schnitten eine besondere Anordnung der
Maschine und die Fig. 8 und 9 ihre Einrichtung zur Bewegungsühertragung dar. Die
Fig. 10, 11, 14 und 16 sind Schnitte durch Kraftmaschine mit anderen Übertragungs- mitteln und die Fig. 12, 13 und 15 zeigen weitere vereinfachte   Ausführungsformen   von Übertragungsmitteln. 



   Die z. B. mit   Explosionsgemisch   betriebene Maschine besteht bekanntlich in ihrer allgemeinen Form aus zwei   Koll) ensystemen oder-kränzen   mit den   Kolben 1, 1 und 2., 2     (Fig.   1), die auf der gemeinsamen Achse 3 frei umlaufen. Die Kolben greifen in der aus
Fig. 2 ersichtlichen Weise ineinander. Durch die beiden Kolbensysteme werden in dem
Zylinder der Reihe nach Arbeitskammern 5, 6,   7,.   S gebildet (Fig. 1). Die Kolben 1. 1 können auch zwischen den Scheiben 11, 11 (Fig. 4 und   r     angeordnet sein, während die
Kolben 2, 2 an einem Zylinder 12 innen befestigt sind.

   Werden die   beiden Kolbenkränze   nach Fig. 4 und 5 derart auf einer gemeinsamen Welle angeordnet, dass die Kolben 2 zwischen den Kolben   J'zu liegen kommen,   so erhält man eine   Ausführungsform   der Kraft- maschine nach Fig. 6 und 7.   Selbstverständlich   muss die eine Scheibe 11 lösbar mit den
Kolben 1 verbunden sein. Die Arbeitsweise ist derart, dass, sobald das erste   System 7. 7   gebremst ist und das Explosionsgemisch in der Kammer 5 entzündet wird, das zweite
System in umlaufende Bewegung versetzt wird.

   In der Kammer 5 vollzieht sich die Ex- pansion der Verbrennungsprodukte, in der Kammer 6 der Auspuff der vorangehenden
Arbeitsperiode, in der Kammer 7 infolge der Entfernung der Kolben 2 von den Kolben 1 die Ansaugung des frischen Gemisches und in   der Kammer 6'die Verdichtung   des während der vorangehenden Arbeitsperiode angesaugten Gemisches. 



   Der in Bewegung gesetzte Kolbenkranz   2,   2 muss eine genügend grosse Masse haben, um infolge der stattfindenden Explosion eine solche lebendige Kraft zu entfalten, dass die
Kompression in erforderlichem Masse erzielt wird und unter der Wirkung der Kompression in der Kammer 8 das bisher   rückwärtige System 1, 1   aus der Stellung nach Fig. 1 in jene nach Fig. 3 gelangt. Das komprimierte   Explosionsgemisch zwischen den Kolben   2, 1   (Fig. 3)   kommt vor den Zünder 9 und explodiert, während das System 2,2, jetzt das rückwärtige, gebremst wird. Dagegen nimmt das vordere System 1, 1 jetzt die kreisende
Bewegung wieder auf usw.

   Die abwechselnd kreisende Bewegung mit   abwechselndem Still-   stehen wird dadurch erzielt, dass Sperrklinken 10 auf Verzahnungen 13 (Fig. 7) der beiden   Kolbenkränze   wirken und die Kolbenbewegung im einen   Sinn'-zulassen,   im anderen Sinne aber verhindern. 

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   Die Übertragung der abwechselnden Bewegung der Kolbensysteme auf die Hauptwelle erfolgt nun der Erfindung gemäss durch die in den Fig. 8 und 9 dargestellten Doppelhebel. Die Schubstangen   16, 17 (Fig.   9), die durch die Bolzen 14, 15 mit den 
 EMI2.1 
 hebel 20 angelenkt, die um die Zapfen 21 der auf der Hauptwelle befestigten Kurbel 22 schwingen. Wenn beispielsweise das System 2 als rückwärtiges nach der Explosion durch seine Bremsen 10 gehalten wird, so werden die Bolzen 18 der Schubstangen 16 eine Vorwärtsbewegung nicht ausführen können, während das vordere System 1 mit Hilfe der Schubstangen 17 eine Druchtung des Doppelhebels   20 um   den Punkt 18 und damit auch eine Drehung der Kurbel 22 bewirkt.

   Nach der neuen Explosion, d. h. wenn das vordere System gebremst wird, bleiben die Schubstangen 17 stehen, während die Schubstangen   10   mittels des Hebels 20 auf die Kurbel 22 und die Welle wirken. 



   Die in Fig. 9 gezeigten Mittel, um die Bewegung der beiden Kolbensysteme auf die Maschinonwelle zu übertragen, können dahingehend vereinfacht werden, dass die Schubstangen wegfallen und statt der Bolzen 18, 19 (nach Fig. 9) Schlitze   18a, 19a (P, 10#12)   angeordnet werden, in die dann die Bolzen    14a, 1511 der-abwechselnd   sich drehenden   Systeme 1,   2 eingreifen. 



   Man kann die Übertragung der Bewegung der Kolbensysteme 1, 2 auf die Hauptwelle auch durch zwei Zahnkränze   14 ,   15c (Fig. 13 und 14) erreichen, die die Rolle der 
 EMI2.2 
 räder 20e ein, die die Rolle der Doppelhebel 20 nach Fig. 9   übernehmen.   Die Zahnräder 20c wirken mittels der Zapfen 21 auf die Kurbel 22 der Welle. 



   Statt des Schubstangengetriebes nach Fig. 9 können auch Bänder 16f, 17f (Fig. 15 und 16) verwendet werden, deren   Enden 14f, 15f   mit den Kolbenkränzen 2, 1 fest verbunden sind. Diese Bänder umfassen Rollen   20f,   die auf den Zapfen 21 oszillierend angeordnet sind. Sobald das eine oder andere System vorgetrieben wird, wird seine Bewegung mittels der Bänder 16f, 17f auf die Kurbel der Welle übertragen. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :   
1. Vorrichtung zur Bewegungsübertragung für Kraftmaschinen mit abwechselnd kreisenden Kolben, die auf dor Ilauptwelle lose sitzen und deren jeweilige Feststellung durch in   Zahnkränze   eingreifende Sperrklinken erfolgt, die die Drehung des betreffenden   Kolhpn-   systemes nur in einer Richtung zulassen, in der anderen aber hindern, gekennzeichnet durch eine mit der Hauptwelle   (3)   fest verbundene Kurbel   (22),   die durch um Zapfen (21) drehbare Doppelhebel (20) mit den Kolbensystemem verbunden ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelhebel (26) mit den Kolbenkriinzen durch Schubstangen (16, 17) verbunden sind.
    8. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelhebel (20) durch in ihren Schlitzen (18a,19a) gleitende Zapfen (14a, dz mit den Kolbenkränzen verbunden sind.
    4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsübertragung der Kolbenkränze auf die Hauptwelle durch auf den Zapfen (21) EMI2.3 Kolhenkränze eingreifen.
    5. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass tlio Bewegungsübertragung der Kolhenkränze auf die HauptweUe durch Bänder (16f, 17f) erfolgt, deren Enden (14f, 15f) an den beiden Kolbenkränzen befestigt sind und die die auf den Zapfen (21) dur Kurbel (22) gelagerten Rollen (20f) umfassen.
AT33361D 1905-08-16 1905-08-16 Vorrichtung zur Bewegungsübertragung für Kraftmaschinen mit abwechselnd kreisenden Kolben. AT33361B (de)

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