AT32911B - Photographisches Pigmentpapier mit in warmem Wasser löslich bleibender Zwischenschicht. - Google Patents

Photographisches Pigmentpapier mit in warmem Wasser löslich bleibender Zwischenschicht.

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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

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  Photographisches Pigmentpapier mit in warmem Wasser löslich bleibender
Zwischenschicht. 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf photographisches Pigmentpapier und bezweckt, dass zu Anfang des Entwicklungsverfahrens bei derartigen Papieren unter allen Umstanden eine leichte Ablösung des   ursprünglichen Schichtträgers (Papiers) von   der zeitweilig oder definitiv übertragenen Pigmentschicht erzielt wird, ohne dass einzelne Stellen der das Bild enthaltenden Pigmentschicht an dem ursprünglichen Schichtträger festhaften und so zu Schädigungen, wie ungleichmässigen Stellen oder gar Löchern im Bild, führen können und ohne dass die Schicht schon in kalten Lösungen abschwimmt. 



   Bei dem vorliegenden Papier soll zwischen der Bildschicht und dem Schichtträger eine Zwischenschicht eingeschaltet werden, welche unter allen Umständen in warmem Wasser löslich bleibt, so dass nach dem Übertragen auf eine zeitweilige oder definitive Unterlage   heim Entwickeln   des Bildes die Zwischenschicht sich löst, also der   Schichtträger   mit Leichtigkeit von der eigentlichen Bildschicht abgenommen werden kann. Derartige   Zwischenschichten sind an sich bekannt,   u. zw. sind diese Zwischenschichten ebenso wie bei dem vorliegenden Papier vorzugsweise aus Gelatine, Leim, Gummi oder dgl. angefertigt worden.

   Bekanntlich wird die Gelatine oder dgl. der   Bildschicht   durch Imprägnieren mit   A ! kalibichromaten, Trocknen   und darauffolgendes Belichten nach Massgabe dieser Belichtung wasserunlöslich gemacht. Wenn keine besondere Vorsorge getroffen werden würde, würde auch die   Zwischenschicht   durch eindringende   Bichromatlösungen   und darauffolgendes Belichten ebenso unlöslich werden wie die eigentliche Bildschicht und könnte infolgedessen ihren Zweck, das   Abnehmen   des Schichtträgers von der Bildschicht   beim Arbeiten   in warmem Wasser zu ermöglichen, nicht erfüllen.

   Dieses   Unlöslich werden   der Zwischenschicht hat   man   dadurch zu verhindern gesucht, dass man die Zwischenschicht unaktinisch färbte, derart, dass das Licht nicht bis zum Schichtträgor durchdringen und dort demnach auch nicht die Gelatine unlöslich machen konnte. Um diesen Zweck zu erreichen, war es jedoch nötig,   verhältnismässig   stark gefärbte Schichten einzulagern, da die als   Lichtniter   dienende gefärbte Schicht auch wirklich imstande sein musste, in der Praxis so viel Licht zu absorbieren, dass während der in Betracht kommenden   Belichtungsdauer des   Papiers ein Unlöslichwerden der untersten Gelatineschicht nicht eintreten konnte.

   Nach den Versuchen der   Erfinderin   sind hierzu Farbschichten nötig, die etwa die Dicke der   gewöhn-   lichen   Hildschichton,   d. h. also 0,1 bis 0, 15 mm, haben mussten. 



   Nach vorliegendem Verfahren worden nun der aus Gelatine, Leim oder dgl. bestehenden Zwischenschicht ein oder mehrere Stoffe zugesetzt, welche auf chemischem Wege die bei der Sensibilisierung des Pigmentpapiers eindringenden   Alkalibichromate   in   Kalium-   bzw. Natriummonochromate   überführen.   Nach   Edor, Realitionen   der Chromate", sind dio neutralen   chromsauron   Salze mit Gelatine oder Leim gemengt, 20 bis f) () mal weniger empfindlich als Bichromate unter gleichen Verhältnissen. Bei einem derart vorbereiteten,   seusibilisierton Pigmentpapicr ist   also an der obersten der zur Entstehung des Bildes   be-   
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 verleibten Körper aus dem von aussen her eindringenden Bicbromat gebildet hat.

   Da nun die   Bildschicht   nur so lange belichtet wird, als dies zur Entstehung dos gewünschten Bildes notwendig ist, so reicht das zur Zwischenschicht dringende Licht wegen der viel grösseren Unempfindlichkeit der Zwischenschicht nicht aus, um diese Zwischenschicht unlöslich zu machen ; sie bleibt praktisch vollkommen in warmem Wasser löslich. Als besonders geeignet zum Überführen des Alkalibichromats in Chromat erweist sich Soda. 



  Ähnlich wie Soda wirken andere alkalische Stoffe, wie Magnesiumoxyd, Borax, Natriumphosphat, Wasserglas usw. Das   vorliegende Pigmentpapier   bietet den mit anderen Schichten versehenen gegenüber mehrere Vorzüge. Es kann die Zwischenschicht des vorliegenden Papiers erheblich dünner gehalten werden als die gefärbte Zwischenschicht des anderen Papiers, da die Absorption des Lichtes in vorliegendem Falle nicht in Betracht kommt, vielmehr der Zusatzstoff, wie Soda oder dgl., auch schon bei wesentlich dünnerer Schicht Bichromat neutralisiert. Es brauchen also nach vorliegendem Verfahren die Zwischenschichten eine Dicke von nur 0, 03 bis 0,04 mm zu haben, wodurch der für die Fabrikation wesentliche Vorteil erreicht wird, dass etwa zwei Drittel bis drei Fünftel des Materials für die Zwischenschicht gespart werden.

   Ferner ist der zu verarbeitende Farbstoff im all-   gemeinen   kostspieliger als die billigen Zusatzstoffe des vorliegenden Papiers, wie Soda u. dgl. 



   Zur Herstellung der Zwischenschicht für das vorliegende Papier haben sich nachstehende Vorschriften als geeignet erwiesen : 
100   cm3   Wasser,
100   9   Gelatine hart,
20 9 Soda krist. oder
100   cm3   Wasser,
100   9   Gelatine hart,
20 bis 25 9   Magnesiumoxyd.   



   In ungefähr den entsprechenden Mengen können die übrigen Zusätze statt Soda oder   Magnesinmoxyd   angewendet werden. Es kommen praktisch bei der Sensibilisierung von Pigmentpapier im allgemeinen nur   Ka1iumhichromat, gelegentlich   auch Natriumbichromat in Betracht. Es wäre aber auch möglich, mit   Ammoniumbichromat   ein Papier nach vorliegender Erfindung zu sensibilisieren, da   Ammoninmbichromat   durch Soda nicht nur in Ammoniummonochromat, welches das einzige, ebenso wie   Hichromat,   Gelatine lichtempfindlich machende Monochromat ist, sondern durch weitere Umsetzung in Natriumchromat   ilber-   geht, das, wie vorher angegeben, dem lichtempfindlichen Ammoniumbichromat gegenüber sehr unempfindlich ist.

Claims (1)

  1. PATENT. ANSPRUCH : EMI2.1 schicht von Gelatine, Leim, Gummi oder dgl., gekennzeichnet durch einen Zusatz von solchen Stoffen zur Zwischenschicht, welche die zur Sensibilisierung des Pigmentpapiers dienenden Bichromate in nur schwach sensibilisierende Monochromate umwandeln, zum Zwecke, die Lichtempfindlichkeit der Zwischenschicht ganz oder teilweise aufzuheben.
AT32911D 1905-09-07 1907-02-08 Photographisches Pigmentpapier mit in warmem Wasser löslich bleibender Zwischenschicht. AT32911B (de)

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