<Desc/Clms Page number 1>
Kraftluftverteilungsanlage elektrisch angetriebener Eisenbahnzüge.
Die Anwendung mehrerer elektrischer Triebwagen in einem Zuge macht eine Bedienung aller Stromabnehmer des Zuges von dem in Benutzung befindlichen Führerstand aus notwendig.
EMI1.1
Bremsleitung noch eine zweite Luftleitung durch den ganzen Zug zu führen. Bei dieser Anordnung dient jede Luftleitung nur einem Zweck, u. zw. die eine zur Bremsung, die andere zur Bedienung der Stromabnehmer. Beide Leitungen erhalten immer nur von der Pumpe des ersten Triebwagens Druckluft. Um nun auch die Pumpen der übrigen Wagen mit zur Kraftleistung heranzuziehen, hat. man eine dritte, die Pumpen untereinander verbindende Leitung vorgesehen, welche als Ausgleichsleitung aller Luftpumpen und Hauptluftbehälter des Zuges dient.
Hiedurch erreicht man, dass die Pumpen und Hauptluftbehälter entsprechend kleiner gewählt werden können als wem1 nur die Pumpe und der Hauptluftbehälter des ersten Triebwagens für den ganzen Zug Kraftluft zu liefern hat. Vorliegende Erfindung bezweckt nun diese besondere Ausgleichsleitung zu erübrigen, ohne dabei die erwähnten Vorteile derselben einzubüssen. Erreicht wird dieses dadurch, dass die Strumabnehmerleitung auch gleichzeitig als Ausgleichsleitung dient.
DieErfindungistaufderZeichnungbeispielsweiseveranschaulicht.
EMI1.2
Schalter r aber von Hand betätigt, so dass alle Pumpen gleichzeitig ein-und ausgeschaltet werden.
Die Anzahl der Trieb-und Beiwagen des Zuges kann beliebig sein.
Fig. 2 stellt ein für Druckluft geeignetes Absperrventil s in vergrössertem MAssstabe dar. in welchem alle Einzelteile deutlich erkennbar sind. Das Ventil kann auch in irgend einer anderen Form für Saug-oder Druckluft passend hergestellt werden.
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
mit Ausnahme desjenigen, der sich auf dem in Benutzung zu nehmenden Führerstand befindet, damit man alle Stromabnehmer von diesem, Führerstand aus niederlegen und wieder aufrichten
EMI2.1
kleine Feder N zurückgedrückt, so dass eine freie Verbindung zwischen der Hauptleitung l und dem betreffenden Hauptluftbehälter bzw. der Luftpumpe hergestellt und ein vollkommener Spannungsausgleich der Luft in diesen Teilen herbeigeführt wird.
Will man jetzt alle Stromabnehmer des Zuges senken, so öffnet man mit der Hand den Dreiweghahn k des in Benutzung stehenden Führerstandes ; dadurch wird die Leitung l mit der Aussenluft verbunden und von dem Luftbehälter b und der Pumpe a dieses Führerstandes abgeschlossen. Nachdem die Spannung in der Leitung ? auf einen bestimmten Wert gesunken ist, schliessen sich alle Absperrventile s und verhindern den Luftaustritt aus den Hauptluftbehältern. Sollen die Stromabnehmer wieder aufgerichtet werden, so schliesst man den oben erwähnten Dreiweghahn k wieder und verbindet dadurch die Hauptleitung l mit dem betreffenden Hauptluftbehälter b, so dass aus diesem Luft in l eintreten kann, welche die Stromabnehmer aufrichtet und die Absperrventile s wieder öffnet.
Der Betriebszustand des Zuges ist nun wieder hergestellt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kraftluftverteiluhgsanlage elektrisch betriebener Eisenbahnzüge, die eine besondere, durch zwei oder mehr Wagen durchgehende Luftleitung für die Steuerung der Stromabnehmer von einem Führerstande aus besitzen, dadurch gekennzeichnet, dass einige oder alle Pumpen (a) und Hauptluftbehälter (b) des Zuges, einerlei ob letztere (b) eigene Pumpen (a) oder andere
Kraftlufterzeuger besitzen oder nicht, an die durchgehende Luftleitung (I) für die Steuerung der Stromabnehmer (n) angeschlossen sind, so dass diese fil) als Ausgleichsleitung zwischen den Hauptluftbehältern (b) dient.