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Die Erfindung betrifft einen Briefumschlag mit Rückschein nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 Bei den üblichen Briefumschlägen mit Rückschein werden die Adressfelder bzw. weitere Informationen aufnehmende Umschlagflächen meistens durch Nadel-, Laser- oder Deskjetdrucker ausgefüllt. Bei diesen Briefumschlägen ist die Einlegeöffnung im oberen Teil der Tasche des Briefumschlags, wie z. B. bei der Lösung nach dem tschechischen Gebrauchsmuster 469, oder an einer der Langseiten, wie z. B. bei der Lösung nach dem tschechischen Gebrauchsmuster 5637, angeordnet.
Sofern das Einlegen des Schriftstücks in den zu verschliessenden Briefumschlag nicht schon direkt bei dessen Herstellung erfolgte, wurde der Briefumschlag nach dem Einlegen des Schriftstücks mit verschiedenen Verschlussmitteln verschlossen, und zwar immer manuell.
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Der Nachteil aller dieser Ausführungsarten liegt darin, dass der Briefumschlag mit feuchtem Klebstoff, dauerplastischen Klebemitteln oder durch andere technische Mittel manuell verschlossen werden muss. Das Einlegen des Schriftstücks und Verschliessen des eines im Computerdrucker beschrifteten Briefumschlags im Abfertigungsprozess von Briefumschlägen mit Rückschein ist daher sehr arbeitsund zeitaufwendig.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Briefumschlag mit Rückschein der im Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, wobei der Aufwand an Arbeit und Zeit für den Abfertigungsprozess des Briefumschlags mit Rückschein vermindert ist.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Diese Ausführung des Briefumschlag mit Rückschein ermöglicht dessen Erzeugung aus parallellaufenden, von Papierrollen entnommenen Papierstreifen unter Vermeidung von Rückbewegungen der Mechanismen von Herstellungsmaschinen, wobei der fertige, erzeugte Briefumschlag mit Rückschein an die für Briefumschläge geltende ISO-Norm angepasst ist, die das automatische Einlegen des Schriftstücks und Verschliessen des Briefumschlags fordert. Ferner können die Briefumschläge mit Rückschein ein kontinuierlich laufendes Endlosband bilden, und leere Briefumschläge mit Rückschein können ununterbrochen dem Computerdrucker zum Ausfüllen der Adressfelder bzw.
Drucken weiterer Informationen zugeführt werden.
Weitere zweckmässige und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
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Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist das erste Verbindungsmittel an drei Seiten der Tasche vorgesehen. Dadurch kann die Einlegeöffnung entweder im Seitenteil oder im oberen Teil des Briefumschlags vorgesehen werden, wobei die Tasche eine verschlossenere Form gegenüber einer anderen Ausführung, beispielsweise einer L-förmigen Einlegeöffnung, hat.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist d) e Eintegeöffnung parattet zu einer der Taschenseiten, vorzugsweise am Taschenumfang, angeordnet. Dadurch wird vor allem das automatische Einlegen von Schriftstücken in den Briefumschlag und dessen Verschliessen erleichtert.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung bildet das erste Verbindungsmittel bzw. das zweite Verbindungsmittel eine unlösbare Verbindung, insbesondere eine Klebstoffverbindung. Dadurch wird eine gute und dauerhafte Verbindung der die Tasche bildenden Blätter erreicht. Klebstoff als erstes bzw. zweites Verbindungsmittel ist ein leicht zugängliches und anwendbares Verbindungsmittel und vermittelt eine ausreichend feste, unlösbare Verbindung.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind die aufeinanderliegenden Flächen des dritten Blatts und des zweiten Blatts durch eine flache, in Richtung einer der Umfangsseiten der Tasche angeordnete Klebstoffverbindung zusammengefügt. Diese Verbindung in Form einer flachen Längsverbindung sichert das Zusammenhalten des Rückscheins und der Tasche und erleichtert die Trennung des Rückscheins vom Briefumschlag.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung wird das Verschlussmittel für die Einlegeöffnung der Tasche durch eine Klappe gebildet, in die eines der drei
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Blätter übergeht, wobei die der Einlegeöffnung zugekehrte Fläche der Klappe bzw. die Aussenfläche des in die Klappe übergehenden Blatts der Tasche an der Einlegeöffnung mit Klebstoff versehen ist. Dadurch können ein automatisches Verschliessen des Briefumschlags mit Rückschein und eine Verminderung der Anzahl der den Bnefumschlag mit Rückschein bildenden Elemente und der Verbindungsmittel erreicht werden.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung enthält die Tasche eine für den Empfänger bestimmte Mitteilung, die auf einer Wand in der Tasche bzw. an den Wänden der Tasche angeordnet ist, wobei der zwischen den anliegenden Flächen der Einlegeöffnung der Tasche angeordnete Klebstoff als Verschlussmittel der Einlegeöffnung der Tasche dient. Durch die Unterbringung der für den Empfänger bestimmten Mitteilung an den Aussenseiten der Tasche erweitern sich die Verwendungsmöglichkeiten des Briefumschlags mit Rückschein. Es kann sogar auf das Einlegen des Schriftstücks in den Briefumschlag verzichtet werden. Das eingelegte Blatt wird entweder als Mitteilung an den Empfänger verwendet oder hat eine andere Aufgabe, deren Erfüllung durch die vorher zu erfolgende Herausnahme dieses getrennten Blatts bedingt ist.
Ein solcher Briefumschlag kann hergestellt werden, indem alle Umfangsseiten mit Klebemittel verschlossen werden.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist eine Karbonschicht an der Fläche des an der Tasche anliegenden, dritten Blatts unter dem Adressfeld angeordnet oder die anliegende Fläche des zweiten Blatts bzw. des dritten Blatts unter dem Adressfeld mit einer selbstdurchschreibenden Schicht versehen.
Dadurch wird die Übertragung des Inhalts der Adressfelder an die Aussenflächen des Briefumschlags mit Rückschein ermöglicht, so dass der Inhalt auch nach dem Abtrennen des Rückscheins weiter lesbar ist.
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Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung weist die Klappe an der mit Klebstoff versehenen Stelle einen verengten Querschnitt auf, der insbesondere durch Perforation gebildet ist. Dadurch wird die Ermittlung einer unberechtigten Handhabung des Inhalts des Briefumschlags mit Rückschein, beispielsweise das Öffnen und Wiederverschliessen, erleichtert, wobei auch schon ein Versuch der Briefumschlagöffnung nicht unbemerkt bleibt.
Die Perforation ist eine einfache Art der Querschnittseinengung im Interesse des geforderten Hinweises auf eine unberechtigte Handhabung des Briefumschlags mit Rückschein.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist der Querschnitt des dritten Blatts zwischen dem abtrennbaren, durch einen Teil des dritten Blatts und dem restlichen, unabtrennbaren Teil des dritten Blatts gebildeten Rückscheins eingeengt, insbesondere durch Perforation. Damit wird die Abtrennung des Rückscheins erleichtert.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist der Briefumschlag mit Rückschein in vorher festgelegten, die Behandlungsart bestimmenden Farben ausgeführt oder mit Streifen in solchen Farben auf dem Rückschein und mindestens auf einem Teil der restlichen Aussenflächen des Briefumschlags mit Rückschein versehen. Dadurch kann er im Einklang mit dem Postgesetz behandelt werden, nach dem die Art der Zustellung eines auf diese Welse gekennzeichneten Schreibens festgelegt wird. Die gleiche Funktion erfüllen auch die Farbstreifen oder andere farbige, auf dem Rückschein und mindestens auf einem Teil der restlichen Aussenflächen des Briefumschlags mit Rückschein angeordneten Formen.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung hat die Klappe die Form eines gleichschenkligen Trapezes, dessen Höhe zwischen 35mm und 54mm liegt,
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dessen Grundlinie parallel zur Einlegeöffnung der Tasche verläuft und dessen Schenkel einen Winkel zwischen 550 und 850 einschliessen. Diese Form und Masse entsprechen der tschechischen Norm CSN 506411 für das automatische Ausfüllen des Briefumschlags mit Rückschein.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind die einzelnen Briefumschläge mit Rückschein hintereinander in einem Endlosband angeordnet, und zwar mit der Einlegeöffnung der Tasche entweder senkrecht zur Längsachse des Endlosbands, wobei sie durch eine immer zwischen dem Ende der Klappe eines Briefumschlags mit Rückschein und dem Anfang des Rückscheins des nächsten Briefumschlags mit Rückschein befindliche Quertrennperforation teilweise voneinander getrennt sind, oder in Richtung der Längsachse des Endlosbands, wobei sie durch eine immer zwischen den anliegenden Langseiten der benachbarten Briefumschläge mit Rückschein befindliche Quertrennperforation teilweise voneinander getrennt sind.
Dadurch werden die Herstellung von Briefumschlägen mit Rückschein in grossen Serien bei einer Papierentnahme von Rollen und eine ununterbrochene Zufuhr von leeren Briefumschlägen mit Rückschein zum Computer ermöglicht.
Gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung weist der Briefumschlag mit Rückschein zwei Adressfelder auf, von denen jedes einen Bereich für die Absenderanschrift und einen Bereich für die Empfängeranschrift hat, wobei das eine Adressfeld insbesondere an der Aussenfläche des unabtrennbaren Teils des dritten Blatts und das andere Adressfeld an der Aussenfläche des abtrennbaren Teils des den Rückschein bildenden, dritten Blatts angeordnet ist. Diese Ausführung stellt eine umweltfreundliche Lösung ohne Verwendung von selbstdurchschreibenden Schichten oder Karbonschichten dar und erlaubt ein vollständiges Recycling der Briefumschläge mit Rückschein.
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Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführung eines
Briefumschlags mit Rückschein gemäss der Erfindung, Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführung eines
Briefumschlags mit Rückschein gemäss der Erfindung, Fig. 3 eine Seitenansicht eines Teils eines Endlosbands zur Anfertigung von
Briefumschlägen mit Rückschein, Fig. 4 im Endlosband quer hintereinander angeordnete Briefumschläge mit
Rückschein und Fig. 5 im Endlosband längs hintereinander angeordnete Briefumschläge mit
Rückschein.
In den Figuren 1 und 2 besteht ein Briefumschlag 1 mit Rückschein aus drei flach übereinander gestapelten Blättern 2,3, 4, wobei das erste Blatt 2 und das zweite Blatt 3 an beiden Seiten und an der unteren Seite durch ein erstes Verbindungsmittel 8 zusammengefügt sind. Dabei wird eine Tasche 5 in Form eines liegend angeordneten Rechtecks mit einer Einlegeöffnung 6 gebildet, die sich an der oberen Seite der Tasche 5 befindet. Die aufeinanderliegenden
Flächen des zweiten Blatts 3 und unabtrennbaren Teils 11 des dritten Blatts 4 sind zum Teil in der Nähe der Einlegeöffnung 6 durch ein zweites
Verbindungsmittel 9 zusammengefügt. Das den Rückschein darstellende, dritte
Blatt 4 geht an der Stelle der Einlegeöffnung 6 in eine Klappe 7 über.
An der
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Aussenfläche des dritten Blatts 4 sind zwei Adressfelder 19, 19'untereinander angeordnet, von denen jedes einen Teil für die Absenderanschrift und einen Teil für die Empfängeranschrift enthält. Dabei befindet sich das Adressfeld 19 auf dem unabtrennbaren Teil 11 des dritten Blatts 4 und das andere Adressfetd 19' auf einem abtrennbaren Teil 20 des dritten Blatts 4. Zwischen dem abtrennbaren Teil 20 des dritten Blatts 4 und dem unabtrennbaren Teil 11 des dritten Blatts 4 befindet sich eine erste Perforation 12, die parallel zu den Langseiten des Briefumschlags verläuft und durch die der Teil 20 des Blatts 4 leicht abtrennbar ist. Längs der beiden Schmalseiten des Briefumschlags 1 sind zweite Perforationen 13 angeordnet, durch die abtrennbare Streifen 21 des Briefumschlags 1 gebildet werden.
Diese Streifen sind mit Öffnungen 14 versehen, in die eine nicht dargestellte Transportvorrichtung eingreifen kann.
In den Figuren 3 und 4 bilden die Briefumschläge 1 mit Rückschein ein kontinuierliches Endlosband 17. Dabei bestehen diese Briefumschläge wieder aus einem ersten Blatt 2, einem zweiter. Blatt 3 und einem dritten Blatt 4, wobei diese Blätter flach übereinander gestapelt sind. Die Einlegeöffnung 6 der Tasche 5 ist dabei senkrecht zur Längsachse des Endlosbands 17 angeordnet. Die Briefumschläge 1 sind durch eine dritte Perforation 15 teilweise getrennt. Die zur Einlegeöffnung 6 der Tasche 5 gerichtete Fläche der Klappe 7 ist mit Klebstoff 18 versehen. Zwischen den aufeinanderliegenden Flächen des zweiten Blatts 3 und des unabtrennbaren Teils 11 des dritten Blatts 4 befindet sich das zweite Verbindungsmittel 9. Zwischen dem abtrennbaren Rückschein 10 und dem unabtrennbaren Teil 11 des dritten Blatts 4 befindet sich die erste Perforation 12.
Ausschnitte 16 in Form von rechtwinkligen Dreiecken sind am dritten Blatt 4 vollführt und geben der Klappe 7 die Form eines gleichschenkligen Trapezes. Die längs der Schmalseiten des Briefumschlags 1 angordneten, zweiten Perforationen 13 bilden wieder die abtrennbaren Streifen
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21, in den sich die Öffnungen 14 für die Transportvorrichtung in Richtung der Längsachse des Endlosbands 17 befinden.
In Fig. 5 sind die Einlegeöffnungen 6 von hintereinander zu einem Endlosband 17 angeordneten Briefumschläge 1 mit Rückschein in Richtung der Längsachse dieses Endlosbands angeordnet. Die einzelnen Briefumschläge 1 mit Rückschein im Endlosband 17 sind durch die dritte Perforation 15 teilweise voneinander getrennt. Die zur Einlegeöffnung 6 der Tasche 5 gerichtete Fläche der Klappe 7 ist mit Klebstoff 18 versehen. Ausschnitte 16 in Form von gleichschenkligen Dreiecken sind am dritten Blatt 4 vollführt und geben der Klappe 7 die Form eines gleichschenkligen Trapezes. Die längs der Schmalseiten der Briefumschläge 1 angeordneten, zweiten Perforationen 13 bilden wieder abtrennbare Streifen 21, in denen sich die Öffnungen 14 für die Transportvorrichtung in Richtung der Längsachse des Endlosbands 17 befinden.
Der Briefumschlag mit Rückschein gemäss der Erfindung findet vor allem bei grossen Aufgebern von Postsendungen, wie Behörden der staatlichen Verwaltung, Anwendung, wobei diese Aufgeber vorzugsweise Computerdrucker zum Ausfüllen der Adressfelder bzw. zum Drucken von weiteren Informationen einsetzen und vor allem bei grossen Sendungen auch automatisches Ausfüllen und Schliessen der Briefumschläge mit Rückschein anwenden.