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Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur beidseitigen Beschichtung eines Schlauchgewebestückes grösserer Dimension mit einem Spritz- oder Anstreichmittel, insbesondere zum Herstellen faltbarer Silozellen.
Beim Beschichten von Schlauchgeweben, insbesondere von grösseren Dimensionen, ergibt sich die Schwierigkeit der Schrumpfung derartiger Gewebe durch die Beschichtung. Hiedurch entstehen Schwierigkeiten mit der Masshaltung. Darüber hinaus ist die Brandgefahr, insbesondere für den arbeitenden Menschen, sehr gross.
Die Erfindung vermeidet den angeführten Nachteil und gestattet die Einhaltung von Sicherheitsmassnahmen. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das nahtlose Schlauchgewebe mittels eines eine Anzahl von Kniehebeln aufweisenden prismenförmigen, deformierbaren Spannrahmen gespannt wird, hierauf innen allseitig und aussen auf den Decken- und Seitenflächen beschichtet, sowie nach Deformation des Prismas nach Anheben des Bodenteiles unter Beibehaltung der Spannung die letzte Seite von aussen beschichtet und anschliessend in seiner Gesamtheit getrocknet wird.
Die erfindungsgemässe Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwei parallel zueinander angeordnete Rahmen vorgesehen sind, die an zwei gegenüberliegenden vertikalen Seitenflächen Laufflächen mit Arretierungen an den Seitenflächen für die Enden von Kniehebeln aufweisen, deren Gelenke in Richtung vom Rahmen wegbewegbar angeordnet sind. Insbesondere weisen die Kniehebel an einer Seite Spannleisten für das zu beschichtende Schlauchgewebe auf. Gemäss einem weiteren Erfindungsmerkmal ist mindestens ein Rahmen in Richtung zum andern Rahmen verschiebbar und durch Spannseile fixierbar.
Die Erfindung ist in den Fig. 1 bis 6 beispielsweise und schematisch dargestellt. Fig. l zeigt im Schrägriss eine Beschichtungsanlage. Fig. 2 zeigt im Schrägriss die Beschichtungsanlage während einer Beschichtung. Fig. 3 zeigt die Verfahrensschritte beim Aufspannen und Spannen des Schlauchgewebes. Fig. 4 zeigt die Verfahrenschritte beim Beschichten des Schlauchgewebes. Fig. 5 zeigt eine Spannleiste im Schnitt. Fig. 6 zeigt die Anordnung der Kniehebel.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Einrichtung zur Beschichtung von Schlauchgewebestücken-9--, insbesondere für faltbare Silozellen, im Schrägriss dargestellt. Die Einrichtung besteht im wesentlichen aus zwei rahmenartigen Kasten--l und 2--, die im Abstand der Länge des zu beschichtenden Schlauchgewebes --9-- parallel zueinander angeordnet sind. Die beiden Kästen --1, 2-- sind relativ zueinander verfahrbar und durch Abspannseile-10-in ihrer Position festgelegt. An den Seitenflächen der Kasten sind Kniehebel --6-- geführt, an welchen das Schlauchgewebe--9--aufgespannt wird. Bei aussenliegenden Gelenken - -7-- der Kniehebel --6-- ergibt sich eine sechseckige Form, in welcher das Schlauchgewebe-9-gespannt ist.
Bei der Streckung der Kniehebel ergibt sich bei gleichem Umfang eine quaderförmige Form, wie sie in Fig. 2 dargestellte ist. Diese Form eignet sich am besten zum Beschichten des Schlauchgewebes-9--, da die Flächen am besten zugänglich sind. Zur Beschichtung der äusseren Dachfläche ist ein eigenes stegähnliches Gerüst vorgesehen, welches in Längsrichtung des Schlauches verfahrbar ist. Auf diesem Gerüst --5-- steht der Bedienungsmann zum Aufbringen des Beschichtungsmaterials. Die Seitenflächen werden hiebei vom Boden aus beschichtet. Für die Beschichtung der Innenflächen ist ein eigenes Fahrzeug vorgesehen, welches durch die Kasten--1, 2--, die als Rahmen ausgebildet sind, hindurch fahren kann. Auf diese Weise lassen sich sieben der insgesamt acht Flächen des Quaders beschichten.
Die stark ausgezogene Linie in Fig. 3 zeigt einen Spannrahmen während der Montage des Schlauchgewebes.
Die Kniehebel --6-- sind dabei fast zusammengeklappt, so dass beim Gelenk --7-- ein spitzer Winkel gebildet ist. Das gebildete Sechseck weist zwei einspringende Ecken auf, so dass der zu montierende Schlauch leicht aufgezogen werden kann. Wenn nun die beiden Endpunkte --12-- der Kniehebel --6-- gespreizt werden, ergibt sich in der punktierten Stellung die Spannung des Schlauches in seinem Querschnitt. Nun kann das Trapez zum strichliert ausgezogenen Sechseck bzw. zum stark ausgezogenen Quader in Fig. 4 bei gleichbleibenden umhüllenden Querschnitt verformt werden, ohne dass sich die Spannungsverhältnisse ändern.
Während der Schlauch die quaderförmige Form aufweist erfolgt die Beschichtung der Seitenflächen --13-- und der Dachfläche --14-- von aussen sowie der Innenflächen Zur Beschichtung der äusseren Bodenseite des Quaders des Schlauches --9-- wird das Spanngerüst an den Punkten --15-- verriegelt. Die Punkte--16--werden in Richtung der Verriegelungspunkte--15-verschoben, so dass sich die strichlierte Form in Fig. 4 ergibt. Hierauf erfolgt die Beschichtung der dem Boden zugewandten unteren Seite des Schlauchgewebes.
Zur Aufspannung des Schlauchgewebestückes --9-- auf den Spannrahmen sind an den Kniehebeln - 6-Spannleisten-8-gemäss Fig. 5 vorgesehen, auf welchen Nadeln --19-- zum Einhängen des Schlauchgewebestückes angeordnet sind. Um ein Abrutschen des Gewebes zu vermeiden sind Deckleisten --17-- vorgesehen, die durch Schrauben--18--niedergehalten werden.
In Fig. 6 ist die Führung der Kniehebel --6-- am Kasten --1 bzw. 2-schematisch dargestellt. Die Kniehebel --6-- sind dabei paarweise vorgesehen, wobei jedes einzelne Paar durch Verstrebungen-20zur übertragung von Momenten miteinander kinematisch verbunden ist. Die Kniehebel --6-- sind auf den
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Kasten-l und 2-angeordnet.--3-- eigene Schienen mit Laufflächen --4-- angeordnet, so dass sich die einzelnen Kniehebel relativ zueinander im Rahmen ihrer Koppelung beliebig bewegen können. Zur Feststellung der einzelnen Kniehebelpaare sind an den Enden der Kniehebel--6--Fixierungseinrichtungen, wie z. B. Klemmkörper, vorgesehen.
Im Rahmen der Erfindung kann die Beschichtung der Innenseite des Schlauchgewebestückes auch ohne Wagen von Hand aus geschehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur beidseitigen Beschichtung eines Schlauchgewebestückes grösserer Dimension mit einem Spritz- oder Anstreichmittel, insbesondere zum Herstellen faltbarer Silozellen, dadurch gekenn- zeichnet, dass das nahtlose Schlauchgewebestück mittels eines eine Anzahl von Kniehebeln aufweisenden prismenförmigen, deformierbaren Spannrahmen gespannt wird, hierauf innen allseitig und aussen auf den Deckenund Seitenflächen beschichtet, sowie nach Deformation des Prismas nach Abheben des Bodenteiles unter Beibehaltung der Spannung die letzte Seite von aussen beschichtet und anschliessend in seiner Gesamtheit getrocknet wird.