AT32183B - Fliehkraft-Reibungskupplung. - Google Patents

Fliehkraft-Reibungskupplung.

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AT32183B
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Oerlikon Maschf
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  • One-Way And Automatic Clutches, And Combinations Of Different Clutches (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Die nachstehend beschriebene Kupplung, welche sich ganz besonders für Ein-oder   Mehrphasen-Kurzschlussmotoren   eignet, im übrigen aber eine beliebige Verwendung zulässt, verdankt ihre Entstehung dem Bestreben, ein stossfreies Anlassen bei   verhältnismässig kleinem   Anlassstrom zu erzielen und gleichzeitig eine Überlastung der Maschinen zu verhindern. 



   Ihre Wirkungsweise beruht auf der Verwendung von elastischen oder   halbelastisehen   Materialien als Übertragungsmittel, welche durch die Fliehkraft gegen die anzutreibende Scheibe gedrückt werden und infolge der Reibung ein Mitnehmen derselben zur Folge haben. 
 EMI1.2 
 deuten l'und G die beiden Kupplungshälften, deren Kränze konzentrisch zueinander angeordnet sind, u. zw. stellt T die treibende, und G die getriebene Scheibe vor. Als Übertragungsmittel dienen hier die Riemen R aus Leder oder   dgl.,   deren eines Ende am Kranze der treibenden Kupplungshälfte T'befestigt ist, während das andere sich frei bewegen kann. Dreht sich nun der Motor in der gezeichneten Drehrichtung, so werden diese Riemen durch die Fliehkraft an den Kranz G angelegt und angedrückt, den sie alsdann infolge der Reibung mitnehmen.

   Da der Druck vom Gewichte   des Riemens abhangt   und proportional dem Quadrate der Geschwindigkeit wächst, hat man es in der Hand, die Verhältnisse so zu wählen, dass   das Mitnehmen   bei einer bestimmten Geschwindigkeit eintritt. So z. B. wird man es bei Einphasen- oder Drehstrommotoren mit Kurzschlussanker so einrichten, dass diese kritische Geschwindigkeit nur wenig unter der normalen liegt. Der Motor läuft dann nahezu unbelastet an und wird erst belastet, wenn er schon über dem Knie der Zugkraftkurve angelangt ist. 



   Im allgemeinen genügt für einigermassen grössere Geschwindigkeiten, wie sie bei Elektromotoren in der Regel   vorkommen,   schon das Gewicht eines einfachen Riemens von   5-6 M) H Dicke, um   den   nötigen Adhäsionsdruck zu erzeugen : bei   langsamlaufenden 
 EMI1.3 
 kann don einfachen Riemen auf der inneren Seite mit einem Metallbeschlag beschweren. 



   Zur besseren Erklärung mag ein Zahlenbeispiel angeführt werden. Es handle sich um   dii,   
 EMI1.4 
 Durchmesser der Scheibe   ==-400 mm   (Radius   R = 0'2 11'1)   Riemenbreite B = 100 mm Umfangsgeschwindigkeit   v = 21   m   Reibungskoeffizient/==   0, 35. 



  Wir bestimmen zunächst den tangentialen Zug : 
 EMI1.5 
 und hieraus die zur Erzielung der Reibung erforderliche Fliehkraft : 
 EMI1.6 
 Aus der Fliehkraft ergibt sich dann das   Kicmengewicht   : 
 EMI1.7 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Wenn man forner das Verhältnis der gesamten   Riementange   zum   Sdheibonumfang     =     0.

   8     und das spezifische Gewicht des Leders = 1#03 setzt, so erhält man schliesslich die Riemen-   dicke d = 9 mm, wofür man am besten zwei Riemen von je 5-6 mm Dicke   übereinander     annimmt.   
 EMI2.1 
 Einfachheit, Solidität und Billigkeit, ferner in der Unempfindlichkeit gegen Ungenauigkeiten der Montage, indem die beiden Achsen ziemlich gegeneinander verschoben und sogar unter einem gewissen Winkel stehen können, ohne dass dadurch der   ruhige Gang beeinflusst   wird. 



  Dies beruht auf der Fähigkeit der   Riemenstucke, sich wie ein unterteilter Körper   an die Innenfläche des zu treibenden Kupplungsteils   anzuschmiegen.   Maschinenaggregate, welche mit dieser Kupplung versehen sind, brauchen daher nicht auf einer gemeinsamen Grundplatte montiert zu werden, sondern können direkt auf einen Zementsockel gestellt werden. Ferner wird die Maschine von momentanen Überlastungen verschont, weil der Riemen nur für einen ganz bestimmten maximalen Zug ausreicht und bei Überlastungen zu gleiten beginnt. 



   Die Erfindung lässt sich auch mit Vorteil auf Riemscheiben, Zahnräder, Schwung-   rador, Kurbelscheiben 11.   dgl. übertragen. Beispiele dieser Art zeigen die Fig. 3 und 4. 
 EMI2.2 
   treibenden liupplungshälfte T gesteelit   und wird'durch eine Scheibe S gegen eine achsiale Verschiebung gesichert. Die Anordnung nach Fig. 3 empfiehlt sich in allen Fällen, wo ein besonders sanftes Anlassen Hauptbedingung ist ; so z. B. beim Antrieb von Ringspinnmaschinen. 



   Für Kupplungen, welche nach beiden Richtungen laufen sollen, wird der Riemen /.   wssckmässig beiderseitig gehalten,   wie Fig. 5 zeigt. Es kann aber auch die gleiche Anordnung wie in Fig. 1 und 2 beibehalten werden, indem auch die einseitig gehaltenen Riemenstück die zu übertragende Umfangskraft statt durch Zug durch Druck oder Stoss zu übertragen vermögen, sofern nur durch geeignete Verengung des von den Riemenstücken eingenommenen Ringraums die Aufstauchung oder   Überstülpl1ng   verhindert wird, etwa so, wie es aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist. 



   Eine andere, auf dem gleichen Grundsatz beruhende, der Ausführung nach aber ver-   schiedene Bauart   zeigen die Fig. 6 und 7 ; nach dieser werden gestanzte Scheiben aus 
 EMI2.3 
 die Zentrifugalkraft an dbu Kranz der anderen Kupplungshälfte angepresst werden. Als Mit-   nehmer   dienen hier die Bolzen D, die mit. Rücksicht auf die Beweglichkeit der Scheibe und die im Laufe der Zeit möglicherweise eintretende Abnutzung etwas Spielraum haben müssen. 



   Zum Zwecke der Vermehrung der Reibung können die   Reibungsnäcben   durch be-   kannte Mittel.   wie Rillen, oder durch Zuführung von   Adbäsionsmitteln   wirksamer gemacht 
 EMI2.4 
 nicht ein Gleiten zulassen, sondern eine Umfangskraft permanent übertragen sollen. Bei Kupplungen, von denen in erster Linie ein leichtes Gleiten und ein allmähliches Mitnehmen   veHangt   wird, können die Reibungsflächen geschmiert werden oder aus selbstschmierenden Stoffen, wie präparierte Rohhaut, gebildet werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Reibungskupplung mit zylindrischer innerer Reibungsfläche des getriebenen Teiles, gekennzeichnet durch am treibenden Teil befestigte oder geführte, an die getriebene EMI2.5 auftretende Reibung ein Mitnehmen innerhalb bestimmbarer Grenzen der Umfangskraft bewirken.
AT32183D 1906-10-27 1906-10-27 Fliehkraft-Reibungskupplung. AT32183B (de)

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AT32183T 1906-10-27

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ID=3547175

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AT32183D AT32183B (de) 1906-10-27 1906-10-27 Fliehkraft-Reibungskupplung.

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AT (1) AT32183B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2888121A (en) * 1954-07-20 1959-05-26 Citroen Sa Andre Centrifugal clutches
DE1181498B (de) * 1959-12-28 1964-11-12 Peugeot Cycles Fliehkraftkupplung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2888121A (en) * 1954-07-20 1959-05-26 Citroen Sa Andre Centrifugal clutches
DE1181498B (de) * 1959-12-28 1964-11-12 Peugeot Cycles Fliehkraftkupplung

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