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Die Erfindung betrifft die Reinigung von Offset-Metalldruckplatten, insbesondere Aluminiumplatten.
Bei der Reproduktion durch Offsetdruk gelangen Metallplatten zur Anwendung, die eine lichtempfindliche Kopierkolloidschicht aufweisen (s. z. B. Ullman, Enzyclopädie der techn. Chemie, 3. Auflage, Bd. 14, Seite 668 ff). Besondere Beispiele für in grossem Umfang angewendete Aluminiumdruckplatten sind solche mit Kopierkolloiden auf Kunststoffbasis, insbesondere auf Basis von Polyvinylalkohol, die nach dem Belichten mit Wasser entwickelt werden können.
Die gebrauchten Offsetdruckplatten weisen Oberflächenbereiche (Kopierschicht) auf, in denen polymerisierter Kunststoff vorliegt. Dieser polymerisierte Kunststoff kann nur mit grossen Schwierigkeiten und erheblichem Aufwand von der Metallplattenoberfläche entfernt werden. Wegen der Schwierigkeiten und des grossen Aufwandes, welcher zur Entfernung der Kopierschicht von der Offsetplattenoberfläche erforderlich ist, lohnt sich in vielen Fällen die Wiederverwendung der Metalldruckplatten nicht, weshalb diese verworfen werden und zu einem bedeutenden Abfall führen.
Es wurde nun ein einfaches Verfahren gefunden, durch das gebrauchte Metall-, insbesondere Aluminium-Offsetplatten in arbeits-und kostensparender Weise gereinigt und in einen Zustand gebracht werden können, in dem sie für die Aufnahme einer neuen Kopierschicht geeignet sind. Erfindungsgemäss gelingt die Entfernung von Kopierschichten, die aus Kopierkolloiden, insbesondere Kunststoffen, vorzugsweise Polyvinylalkohol, aufgebaut sind, von Metall-, insbesondere Aluminium-Offsetdruckplatten, wenn man gebrauchte Metalloffsetdruckplatten mit Lösungen, vorzugsweise wässerigen oder wässerig-alkoholischen Lösungen, von Cer-IV-Ammoniumnitrat behandelt.
Zweckmässigerweise nimmt man diese Behandlung mit einer 2 bis lOgew.-Sigen, vorzugsweise 2 bis 6 gew.-% igen und insbesondere 3 bis 4gew.-% igen Lösung von Cer- (IV)-Ammoniumnitrat [Ce (N03) 4. 2 NH4N03. 0-3 0] in nach Sekunden bis Minuten bemessener Zeit vor. Nach kurzzeitiger Behandlung, beispielsweise bei Raumtemperatur, kann die Kopierschicht von der Metalloffsetdruckplatte z. B. mit einem Tuch unter nur geringer Druckanwendung abgewischt werden.
Bei dieser Vorgangsweise gelingt eine vollständige Entfernung der Kopierschicht, insbesondere Polyvinylkunststoffschicht, ohne Verletzung der darunterliegenden Metalloberfläche. Die erfindungsgemässe Behandlung übt insbesondere keine nachteilige Wirkung auf eloxierte Aluminiumschichten aus und diese Schichten bleiben unangegriffen.
Für die erfindungsgemässe Reinigungsbehandlung der Offsetdruckplatten verwendet man zweckmässigerweise das wasserlösliche Cer- (IV)-Ammoniumnitrat in einer gepufferten Lösung, beispielsweise in einer durch Zusatz von Ammoniumacetat auf einen PH-Wert von etwa 3 abgestumpften Lösung. Ohne Pufferzusatz weisen Cer- (IV)-Ammoniumnitrat-Lösungen mit der oben angegebenen Konzentration in Wasser einen PH-Wert von etwa 1 bis 2 auf. Die Konzentrationsangaben beziehen sich im Rahmen der Erfindung auf das wasserfreie Salz. Man kann jedoch mit gleicher Wirkung entsprechende Mengen der im Handel erhältlichen Hydrate des Cer- (IV)-Ammoniumnitrats verwenden.
Die Behandlung der gebrauchten Offsetdruckplatten mit der Lösung, vorzugsweise wässerigen oder wässerig-alkoholischen Lösung, des Cer- (IV)-Ammoniumnitrats kann durch Pinselauftrag der Lösung auf die Metalldruckplatten oder durch Eintauchen der Metalldruckplatten in die Lösung erfolgen. Als Alkoholkomponente für wässerig-alkoholische Lösungen kommen beispielsweise niedrige aliphatische Alkohole, wie Methanol oder Äthanol, in Betracht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verwendung von Lösungen, vorzugsweise wässerigen oder wässerig-alkoholischen Lösungen, von Cer- (IV)-Ammoniumnitrat für die Reinigung gebrauchter Offset-Metalldruckplatten, insbesondere Aluminiumdruckplatten.
2. Verwendung von Lösungen mit einem Gehalt von 2 bis 10 Gew.-%, zweckmässig 3 bis 4 Gew.-%, Cer- (IV)-Ammoniumnitrat für den im Anspruch 1 angegebenen Zweck.
3. Verwendung von im Anspruch 1 oder 2 angegebenen Lösungen, die auf einen PH-Wert von etwa 3 gepuffert sind, für den im Anspruch 1 angegebenen Zweck.
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