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Die Erfindung betrifft eine Skibindung, bei welcher Bindungsteile am Ski und Bindungsteile innerhalb einer
Ausnehmung einer Skischuhsohle angeordnet sind, welche in der Gebrauchsstellung durch mehrere Rastelemente, von denen mindestens zwei am Schuh angeordnet sind, miteinander verbunden und sowohl bei Auftreten einer überlast als auch willkürlich lösbar sind, wobei zwischen der Sohlenunterfläche des Skischuhes und der
Skioberfläche ein freibleibender Spalt gebildet ist, und der Boden der Ausnehmung bzw. ein am Boden montierter Bindungsteil auf den am Ski angeordneten Bindungsteilen aufliegt.
Eine bekannte Bindung dieser Art ist in der franz. Patentschrift Nr. 2. 091. 429 beschrieben. Bei dieser
Ausführung sind die Rastelemente im bzw. am äusseren Bereich des Schuhes, vorne oder hinten, angeordnet, wodurch sie viel mehr der Vereisung, Verschmutzung usw. ausgesetzt sind, die eine einwandfreie Betätigung ungünstig beeinflussen. Hiebei ist es schwierig den Eingriff der am Ski angeordneten Rastelemente in die, im
Skischuh angeordneten Rastelemente genau abzustimmen. Darüber hinaus benötigen die durch die Rastelemente verursachten Reibungen ungünstige Kraftaufwände.
Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu beseitigen und ist dadurch gekennzeichnet, dass der in der Ausnehmung der Skischuhsohle montierte Bindungsteil im Bereich von den Rastelementen im wesentlichen vertikal zur Schuhsohle angeordnete Bolzen aufweist, welche in Vertiefungen eingreifen, die an Rastelementen der am Ski angeordneten Bindungsteile vorgesehen sind.
Die im mittleren Bereich des Schuhes angeordneten Rastelemente sind vor ungünstigen Einflüssen von aussen besser geschützt. Zur Überwindung der Reibungen der Rastelemente bei einem notwendigen Auslösen der Skibindung sind wesentlich kleinere Drehmomente und somit auch kleinere Kräfte notwendig als bei der eingangs genannten bekannten Skibindung.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Skibindung wird darin erblickt, dass die Vertiefungen in der Längsachse der Rastelemente angeordnet sind, und dass an den Vertiefungen beidseitig Ausbzw. Auflaufflächen für die Bolzen vorgesehen sind, wobei die nach der Seite der Skibindung liegenden Enden der Rastelemente abgeschrägt bzw. abgerundet sind.
Dadurch wird die zum Auslösen notwendige Kraft noch mehr herabgesetzt und dabei ein sicheres Halten des Schuhes in der Skibindung gewährleistet.
Ein weiterer Erfindungsgedanke ist dadurch gekennzeichnet, dass die die Vertiefungen enthaltenden Rastelemente gegen die Kraft mindestens einer, vorzugsweise zweier Federn, die zwischen die beiden Rastelemente eingesetzt ist bzw. sind, verschiebbar gelagert ist, wobei das eine Rastelement am Ski z. B. mittels Schrauben fix befestigt ist und das andere Rastelement einen Schlitz aufweist, der von einer in den Ski eingesetzten Schraube od. dgl. geführt ist.
Durch die einfache Möglichkeit der Anwendung verschieden starker Federn kann die erfindungsgemässe Skibindung leicht für unterschiedliche Beanspruchungen eingestellt bzw. den individuellen Erfordernissen angepasst werden.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise in mehreren Ausführungsformen dargestellt. Hiebei zeigen : Fig. 1 die Anordnung eines Skischuhes am Ski, Fig. 2 den Bindungsmechanismus in einem Mittelschnitt, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2, Fig. 4 den gleichen Schnitt wie Fig. 2 bei entrastetem Rastelement und Fig. 5 ein anderes Ausführungsbeispiel in einer Draufsicht teilweise im Schnitt.
Wie man in Fig. 1 erkennt, ist ein etwa U-förmiger Bindungsteil --1-- im Skischuh --2-- angeordnet und eine, Rastelemente--3, 4--tragende Grundplatte--5--am Ski--6--befestigt. Durch eine oder mehrere Federn--7--werden die Rastelemente--3, 4-- in die, im U-förmigen Bindungsteil--l--
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ist. Dabei ist mindestens eines der Rastelemente--3, 4-- über ein Gestänge-11-mit einem Auslösehebel --10-- wirkverbunden, der um eine Achse--22--schwenkbar gelagert ist.
Der skischuh --2-- liegt mit dem Boden--14--des U-förmigen Bindungsteiles--l--auf den Rastelementen--3, 4-- direkt mit einer Sohlenunterfläche --12-- unter Bildung eines Spaltes auf der Skioberfläche --13-- auf. Dadurch kann der Eingriff der Rastelemente--3, 4- in die Rastelemente --8, 9--bereits vor der Anordnung der Bindungsteile im Bereich des Skischuhes und am Ski genau zueinander abgestimmt werden, ohne die Gefahr, diese Anpassung bei der Montage der Bindungsteile zu verändern.
Wie die Fig. 2 bis 4 veranschaulicht, ist das Rastelement --3-- mittels Schrauben --15-- am Ski fix befestigt und das Rastelement --4-- mittels eines Schlitzes--16--gegen die Kraft der Federn--7-- entlang einer Schraube--17--verschiebbar gelagert. Die Rastelemente-3, 4-- werden von den Rastelementen--8, 9--des etwa U-förmigen Bindungsteiles--l--nicht nur untergriffen, sondern auch durch die im Bereich der Rastelemente--8, 9--vertikal angeordneten Bolzen--18, 19--gehalten. Deshalb müssen bei einer Drehauslösung die Rastelemente--3, 4--so weit zueinander verschoben werden, bis die Bolzen--18, 19-aus den Vertiefungen--20, 21--der Rastelemente--3, 4-- freikommen. Um das Freikommen zu erleichtern, sind an den Vertiefungen--20, 21--Aus-bzw.
Auflaufflächen für die Bolzen - -18, 19-- vorgesehen, wobei die nach der Seite der Skibindung liegenden Enden der Rastelemente abgeschrägt bzw. abgerundet sind.
Wird zum willkürlichen Aussteigen der Auslösehebel --10-- um die Achse --22-- hochgeschwenkt, so
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stützt er sich z. B. in einer Ausnehmung--23--des Skis--6--ab (s. Fig. 4), wobei sich das Gestänge - nach vor bewegt. Dabei wird auch das Rastelement --4-- gegen die Kraft der Feder-7verschoben, und dessen Eingriff mit dem Bolzen--18--unterbrochen wird, so dass der Skischuh abgehoben werden kann.
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dargestellten Fangriemen mit dem Ski verbunden.
Die Konstruktion nach Fig. 5 entspricht im wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel, es wurden daher für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen verwendet. Ein Unterschied besteht lediglich darin, dass in den Rastelementen --3, 4-- Rollen --24-- gelagert sind. Dadurch liegt der Boden der Ausnehmung bzw. der Boden des U-förmigen Bindungsteiles--l-auf dem, die Rastelemente-3, 4-etwas überragenden Rollen - auf. Durch diese Rollen wird die Reibung vermindert, so dass ein seitliches Auslösen weniger reibungsabhängig ist.
Die Erfindung ist auf die dargestellten Ausführungsbeispiele nicht beschränkt. Es sind eine Reihe von Konstruktionsmöglichkeiten gegeben, die innerhalb des Rahmens der Erfindung liegen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Skibindung, bei welcher Bindungsteile am Ski und Bindungsteile innerhalb einer Ausnehmung einer Skischuhsohle angeordnet sind, welche in der Gebrauchsstellung durch mehrere Rastelemente, von denen mindestens zwei am Schuh angeordnet sind, miteinander verbunden und sowohl bei Auftreten einer Überlast als auch willkürlich lösbar sind, wobei zwischen der Sohlenunterfläche des Skischuhes und der Skioberfläche ein
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Ausnehmung der Skischuhsohle (2) montierte Bindungsteil im Bereich von den Rastelementen (8,9) im wesentlichen vertikal zur Schuhsohle angeordnete Bolzen (18,19) aufweist, welche in Vertiefungen (20,21) eingreifen, die an Rastelementen (3, 4) der am Ski (6) angeordneten Bindungsteile vorgesehen sind.
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