AT317423B - Verfahren zur Herstellung von 3-Thiomethylcephalosporinverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3-Thiomethylcephalosporinverbindungen

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AT317423B
AT317423B AT163172A AT163172A AT317423B AT 317423 B AT317423 B AT 317423B AT 163172 A AT163172 A AT 163172A AT 163172 A AT163172 A AT 163172A AT 317423 B AT317423 B AT 317423B
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mercaptan
cephem
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dimethylformamide
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D501/00Heterocyclic compounds containing 5-thia-1-azabicyclo [4.2.0] octane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. cephalosporins; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring
    • C07D501/14Compounds having a nitrogen atom directly attached in position 7
    • C07D501/16Compounds having a nitrogen atom directly attached in position 7 with a double bond between positions 2 and 3
    • C07D501/207-Acylaminocephalosporanic or substituted 7-acylaminocephalosporanic acids in which the acyl radicals are derived from carboxylic acids
    • C07D501/247-Acylaminocephalosporanic or substituted 7-acylaminocephalosporanic acids in which the acyl radicals are derived from carboxylic acids with hydrocarbon radicals, substituted by hetero atoms or hetero rings, attached in position 3
    • C07D501/36Methylene radicals, substituted by sulfur atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cephalosporin Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin bedeuten : 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 welches im wesentlichen darin besteht, dass die Umsetzung in Dimethylformamid, Dimethylacetamid oder Hexamethylphosphoramid, vorzugsweise bei einer Temperatur von 0 bis 50 C, durchgeführt wird. 



   Durch die Verwendung eines dieser Lösungsmittel wird die Ausbeute an 3-Thiomethylcephalosporin bis auf das etwa Vierfache erhöht. 



   Die Reste   R und R   des Produktes stammen somit aus dem als Ausgangsmaterial verwendeten Halogenmethylcephalosporin, während R2 aus dem eingesetzten Mercaptan stammt. 



   Es ist bekannt, 3-Halogenmethylcephalosporine mitMercaptanen unter Austritt von Halogenwasserstoff umzusetzen, wobei das dem angewendeten Mercaptan entsprechende 3-Thiomethylcephalosporin erhalten wird. 



  Diese Reaktionen laufen   in Abwesenheit einesLösungsmittels   oder unter Anwendung eines Überschusses des Mercaptans als Lösungsmittel ab. Die Ausbeuten dieses Verfahrens betragen nur etwa 20%. 



   Bei dem verbesserten Verfahren gemäss der Erfindung wird die Reaktion des Mercaptans mit dem 3-Halogenmethylcephalosporin in Dimethylformamid, Dimethylacetamid oder Hexamethylphosphoramid als Lösungsmittel ausgeführt. Dabei werden Ausbeuten im Bereich von etwa   80%   erhalten. Es ist völlig überraschend, dass durch Verwendung eines dieser Lösungsmittel eine so bemerkenswerte Erhöhung der Ausbeute des gewünschten Produktes erzielt werden kann. 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Ausgangsstoffecaptan, 2, 3-Dihydroxypropylmercaptan, 4-   (Dimethylamino)-n-butylmercaptan, 3-Cyan-n-propylmercaptan,     3-Chlor-2-methylbutylmercaptan   und   5-Nitropentylmercaptan.   



   Als   3-Halogenmethy1cephalosporinausgangsstoff   kann die Chlor-, Brom- oder Jodverbindung verwendet werden. Die   3-Brommethy1cephalosporinverbindungen   sind bevorzugt. 



   Die Reaktion des Mercaptans mit der   3-Halogenmethylcephalosporinverbindung   verläuft glatt bei Temperaturen im Bereich von 0 bis 500C. Der besonders bevorzugte Temperaturbereich ist 20 bis 300C. Die beiden Verbindungen werden in Dimethylformamid, Dimethylacetamid oder Hexamethylphosphoramid als Lösungsmittel vermischt. Dimethylformamid wird bevorzugt. Vorzugsweise werden keine weiteren Reaktionsteilnehmer für die vollständige Umsetzung des Halogenmethylcephalosporins verwendet. Die angewendeten Bedingungen sind ganz allgemein die gleichen, wie sie in der Literatur beschrieben werden, mit Ausnahme der Verwendung eines der Lösungsmittel, die sich als für die Umsetzung besonders günstig erwiesen haben. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann nicht nur auf die   3-Halogenmethylcephalosporinverbindungen   angewendet werden, sondern auch auf die entsprechenden Sulfoxyde. Cephalosporinsulfoxyde sind allgemein bekannt und brauchen nicht näher erläutert zu werden. Die Verbesserung durch das erfindungsgemässe Verfahren wird mit den Cephalosporinsulfoxyden und den Cephalosporinsulfiden in gleicher Weise erzielt. 



   Die durch das verbesserte Verfahren nach der Erfindung erhaltenen Thiomethylcephalosporine können weiteren Reaktionen unterworfen werden, wie sie in der Cephalosporin-Chemie allgemein bekannt sind. Beispielsweise kann die Acylgruppe in 7-Stellung durch bekannte Spaltungsreaktionen entfernt werden, und die 7-Aminoverbindung kann dann mit jeder gewünschten Acylgruppe wieder acyliert werden, und anschliessend kann der Ester gespalten werden, wodurch man das jeweils gewünschte   Cephalosporinantibiotikum   erhält. Wenn das Produkt des erfindungsgemässen Verfahrens bereits die gewünschte Acylgruppe enthält, kann die biologisch aktive Verbindung durch Entfernen der veresternden Gruppe unter Ausbildung der freien Säure erhalten werden.

   Die Durchführung von Reaktionen dieser Art ist in der Cephalosporin-Chemie allgemein bekannt,
Das erfindungsgemässe Verfahren wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert. 



     Beispiel l : Eine Lösung   von   5, 70gp-Nitrobenzyl-7-phenoxyacetamido-3-brommethyl-Delta-ceph-   em-4-carboxylat in 30 ml Dimethylformamid wird mit 20 ml Methylmercaptan versetzt und in einem Druckgefäss 16 h bei   250C   gerührt. Das überschüssige Methylmercaptan wird abdestilliert, und der Rückstand wird in 700 ml einer   l Obigen Natriumchloridlösung,   die mit 200 ml Benzol überschichtet ist, gegossen. Die Benzollösung wird abgetrennt, dreimal mit eiger Salzsäure und einmal mit   5% igerNatriumbicarbonatlösung   gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft. Man erhält 5, 21 g Produkt, dessen magnetisches Kernresonanzspektrum zeigt, dass es bereits ziemlich rein ist.

   Es wird an 250 g Kieselsäuregel mit einem Was- 
 EMI3.1 
   01- cephem-4-carboxylat.    



   Beispiel 2 : Eine Lösung von   t. -Butyl-7-phenoxyacetamido-3-brommethy'l-Deltas-cephem-4-carboxy-     lat-l-oxyd   (hergestellt aus 10   Molt.-Butyl-7-phenoxyacetamido-3-methyl-Deltas-cephem-4-carboxylatdurch  
Bromierung, Oxydation und Verschiebung der Doppelbindung) in 20 mlDimethylformamid wird in einem Druck- gefäss 16 h mit 20 ml Methylmercaptan bei   250C   gerührt. Das überschüssige Methylmercaptan wird abdestilliert, und die Mischung wird in ein Gemisch aus Wasser und Äthylacetat gegossen.

   Die Äthylacetatschicht wird abge- trennt, dreimal mit   3% figer   Salzsäure und einmal mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung gewaschen, über Na- triumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft, Der Rückstand wird an 300 g Kieselsäuregel mit einem Wassergehalt von   15%   unter Verwendung von 20 bis   307o   Äthylacetat in Benzol als Eluiermittel chromatogra-   phiert.   Die Ausbeute an   t. -Butyl-7-phenoxyacetamido-3-methylthiomethyl-Delta3-cephem-4-carboxylat-     -1-oxyd   beträgt 2, 60 g. Das   NMR-Spektrum   zeigt, dass das Produkt rein ist. 



   Beispiel 3 : Eine Lösung von 4, 83 g   t. -Butyl-7-phenoxyacetamido-3-brommethyl-Delta3-cephem-   - 4-carboxylat in 20 ml Dimethylformamid wird mit 3, 30 gThiophenol versetzt und 16 h bei   250C     gerührt,   Das Reaktionsgemisch wird in   3% igue   Salzsäure gegossen und mit Benzol extrahiert, Die Benzollösung wird zweimal mit   3% tiger   Salzsäure, zweimal mit   5% figer   Natriumbicarbonatlösung und einmal mit   10% iger Natriumchlorid-   lösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft.

   Man erhält   3,     7 g   rohes   t, -Bu-     tyl-7-phenoxyacetamido-3-phenylthiomethyl-Deltas-cephem-4-carboxylat, Dieses   Rohprodukt wird in Äthylacetat gelöst und mit Aktivkohle erwärmt. Die Suspension wird abfiltriert, und das Lösungsmittel wird im Vakuum entfernt. Dadurch werden 2, 8 g festes Produkt erhalten, das an 200 g Kieselsäuregel mit einem Wassergehalt von   15%   unter Verwendung von 2 bis   4%   Äthylacetat in Benzol als Eluiermittel chromatographiert wird. 



  Es werden   1,     1 g   Produkt, dessen Reinheit durch ein NMR-Spektrum nachgewiesen wird, erhalten. 



   Beispiel 4 : EineLösung von 4, 8 g t.-Butyl-7-phenoxyacetamido-3-brommethyl-Delta3-cephem-4-carboxylat in 20 ml Dimethylformamid wird 17 h mit 3, 96 g 2-Mercapto-5-methyl-1,3,4-thiadiazol gerührt. Durch Isolierung des Produktes nach der in Beispiel 3 beschriebenen Arbeitsweise erhält man 3, 4 g rohes   t, -Bu-     tyl-7-phenoxyacetamido-3- (5-methyl-1, 3, 4-thiadiazol-2- thio) -methyl-Deltas -cephem-4- carboxylat,   Dieses Produkt wird unter Verwendung von 5 bis   10%   Äthylacetat in Benzol durch 200 g Kieselsäuregel mit einem Wassergehalt von   15%   geleitet und ergibt insgesamt   I, 86   g einer Substanz, die aus Äthylacetat als Prismen kristal- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Analyse <SEP> GzaHNCSs <SEP> : <SEP> 
<tb> ber.: <SEP> C <SEP> 51,66; <SEP> H <SEP> 4,90; <SEP> N <SEP> 10,45; <SEP> S <SEP> 17,99
<tb> gef. <SEP> : <SEP> C <SEP> 51, <SEP> 87 <SEP> ; <SEP> H <SEP> 5,09; <SEP> N <SEP> 10,33; <SEP> S <SEP> 17,74.
<tb> 
 



  Beispiel5 :EineLösungvon5gt,-Butyl-7-phenoxyacetamido-3-brommethyl-Delta-cephem-4-carb- oxylat-1-oxyd in 20 ml Dimethylformamid wird 16 h mit 20   ml   Äthylmercaptan gerührt. Das überschüssige Äthylmercaptan wird im Vakuum entfernt, und die hinterbleibende Lösung wird in eine Mischung aus 150 ml Äthylacetat und 300 ml Wasser gegossen, Die Äthylacetatschicht wird abgetrennt, dreimal mit   l Obiger   Na- triumchloridlösung und einmal mit gesättigter Natriumbicarbonatlösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft, Das in einer Menge von 4, 5 g erhaltene Rohprodukt wird unter Ver- wendung von 40 bis   6   o Äthylacetat   in Benzol an 400 g Kieselsäuregel mit einem Wassergehalt von   15%   chro- matographiert.

   Man erhält 3, 30 g einer Mischung des a-und ss-Sulfoxyds. 



   Struktur und Reinheit werden durch NMR-Spektren bestätigt. 



   Nach den in den Beispielen 1 bis 5 beschriebenen Arbeitsweisen werden durch Umsetzung des entsprechen- den Mercaptans mit dem   entsprechendenCephalosporin   oder Cephalosporinsulfoxyd die in der folgenden Tabel- le I aufgeführten Verbindungen erhalten. 



   Die Ausbeuteangaben in dieser Tabelle beziehen sich auf die jeweils mit (A), (B), (C) oder (D) bezeich- neten Gesamtverfahren des nachstehenden   Reaktionsschemas. In   diesem Reaktionsschema ist das Gesamtmolekül nur in der jeweils ersten Strukturformel angegeben, während in den folgenden Stufen nur die wesentlichen Tei- le des Moleküls dargestellt sind. "NBS" bedeutet N-Bromsuccinimid, "AIBN" steht für Azoisobutyronitril und   ''UV"zeigt   die Verwendung von Ultraviolettlicht an. 



   Reaktionsschema : 
 EMI4.3 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 
 EMI5.3 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

    ITabelle 1   (Fortsetzung) 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> R1 <SEP> R2 <SEP> Ausbeute <SEP> 
<tb> - <SEP> eH2ee <SEP> -CHg <SEP> (B) <SEP> 42'10 <SEP> 
<tb> 
   1)   Sulfoxyd 
Falls erwünscht, kann die Acylgruppe in 7-Stellung der nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltenen Produkte zur Erzielung der 7-Aminoverbindungen nach an sich bekannten Verfahren entfernt werden. Die 7-Aminoverbindungen können dann ihrerseits zur Erzielung von Verbindungen mit einerspezifischen antibiotischen Aktivität mit jeder im Einzelfall erwünschten Acylgruppe erneut acyliert werden. Sulfoxyde werden im allgemeinen vor der Spaltungsreaktion zu den Sulfiden reduziert. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von 3-Thiomethylcephalosporinverbindungen der Formel 
 EMI6.2 
 oder ihrer Sulfoxyde durch Umsetzung einer 3-Halogenmethylcephalosporinverbindung der Formel 
 EMI6.3 
 oder ihres Sulfoxyds mit einem Mercaptan der Formel 
 EMI6.4 
 wobei in den Formeln bedeuten :
X Chlor, Brom oder Jod ; 
 EMI6.5 
 Y eine geschützte Hydroxyl-oder Aminogruppe ; A Sauerstoff, Schwefel oder eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindung ; m eine ganze Zahl von 0 bis 4 ; n eine ganze Zahl von 1 bis 4 ; Q Wasserstoff, Fluor, Chlor, Brom oder eine C1-C6-Alkyl-, C1-C2-Akoxy-, Nitro-, Cyan-, Hydroxyl- 
 EMI6.6 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. thyl-, Phenacyl- oder Trimethylsilylgruppe ; R2 eine Ci-c 6-Alkylgruppe, eine hydroxy-, nitro-, di- (C.-C.-alkyl)-amino-, cyan-oder halogensubsti- tuierte C-C-Alkylgruppe, eine C-C-Alkenyl-, Benzyl-, Phenyl-, Pyridyl-, Thienyl-, Furyl-, <Desc/Clms Page number 7> Thiadiazyl- oder Tetrazylgruppe oder die Gruppe EMI7.1 R3 die Gruppe-OR* oder N (R und R4 Wasserstoff oder eine C-C-Alkylgruppe, EMI7.2 methylphosphoramid, vorzugsweise bei einer Temperatur von 0 bis 50 C, durchgeführt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man p-Nitrobenzyl-7-phenoxy- acetamido-3-brommethyl-#3-cephem-4-carboxylat mit Methylmercaptan in Dimethylformamid umsetzt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mantert.-Butyl-7-phenoxyacet- amido-3-brommethyl-#3-cephem-4-carboxylat-1-oxyd mit Methylmercaptan in Dimethylformamid umsetzt. EMI7.3 amid umsetzt.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man tert.-Butyl-7-phenoxyacet- amido-3-brommethyl-#3-cephem-4-carboxylat-1-oxyd mit Äthylmercaptan in Dimethylformamid umsetzt.
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