AT273950B - Verfahren zur Herstellung von neuen, einen Nitrofuran- oder Nitrothiophenrest enthaltenden Triazolo-tetrazolo-pyridazin-derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen, einen Nitrofuran- oder Nitrothiophenrest enthaltenden Triazolo-tetrazolo-pyridazin-derivaten

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AT273950B AT464668A AT464668A AT273950B AT 273950 B AT273950 B AT 273950B AT 464668 A AT464668 A AT 464668A AT 464668 A AT464668 A AT 464668A AT 273950 B AT273950 B AT 273950B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung von neuen, einen   Nitrofuran- oder   Nitrothiophenrest enthaltenden Triazolo-tetrazolo-pyridazin-derivaten 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen, einen   Nitrofuran- oder   Nitrothiophenrest enthaltenden Triazolo-tetrazolo-pyridazin-derivaten der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 in der X eine Direktbindung oder eine Vinylgruppe, Y ein Sauerstoff- oder Schwefelatom und Rein Wasserstoffatom, eine niedere Alkyl-, Alkoxy-,   Alkylmereapto-oder   Aminogruppe, welch letztere gegebenenfalls durch niedere Alkyl-, Alkylen- (z. B. Tetramethylen, wodurch gemeinsam mit dem verbleibenden N-Atom der Aminogruppe ein N-Pyrrolidinylrest entsteht) oder Acylreste substituiert ist, bedeuten. 



   Es wurde gefunden, dass die Substanzen I eine hohe germistatische Wirkung besitzen. Da die Substanzen teilweise auch eine überraschend gute antibakterielle Wirkung im Urin aufweisen, sind sie zur Behandlung von Hamweginfekten geeignet. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Triazolo-tetrazolo-pyridazin-derivate I ist dadurch gekennzeichnet, dass man Alkaliazide mit Halogeniden der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 in welcher X, Y, Z und R die oben angegebene Bedeutung haben und Hal ein Chlor-, Brom- oder Jodatom vorstellt, umsetzt, worauf man für den Fall, dass Z Wasserstoff bedeutet, die erhaltenen Verbindungen in an sich bekannter Weise nachträglich nitriert und die Substanzen, in denen R eine gegebenenfalls durch niedere Alkyl-, Alkylen- oder Acylreste substituierte Aminogruppe darstellt, gegebenenfalls nachträglich in an sich bekannter Weise durch Alkylierung, Alkylenierung, Acylierung odet Entacylierung ineinander überführt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Zur Durchführung dieses Verfahrens werden die Reaktionskomponenten in geeigneten organischen Lösungsmitteln, z. B. Dimethylsulfoxyd, Dioxan oder deren Gemischen mit Wasser, erhitzt. 



   Für den Fall, dass Z in den Substanzen   II   Wasserstoff bedeutet, werden die gebildeten Triazolo- - tetrazolo-pyridazine nachträglich nitriert und somit in die Substanzen I überführt. Die Nitrierung erfolgt vorzugsweise in einem Lösungsmittel wie Acetanhydrid. Für den Fall, dass R eine freie Aminogruppe darstellt, wird diese unter den genannten Bedingungen acetyliert, damit aber auch gleichzeitig vor dem Angriff durch die Nitriersäure geschützt. Die Acetylgruppe lässt sich anschliessend gewünschtenfalls durch Verseifung abspalten. Umgekehrt kann natürlich auch bei Substanzen I, bei denen Reine freie   Aminogruppebedeutet, RnachträglichmiteinemüblichenN-Alkyl (en) ierungsmittel   oder   N-Acylierungs-   mittel in eine   A1ky1 (en) amino-   oder Acylaminogruppe überführt werden. 



   In den nachfolgenden Beispielen ist das erfindungsgemässe Verfahren näher erläutert. 



    Beispiel 1-3- (5-Nitro-2-furyl)-s-triazolo- [4, 3-bl-tetrazolo- [11, 5t-fl-pyridazin   
Man löst 0, 52 g   3- (5-Nitro-2-furyl)-6-chlor-s-triazolo- [4, 3-b] -pyridazin   (Fp. 222 bis 2260C) in 16 ml heissem,   90% igem, wässerigem   Dimethylsulfoxyd, gibt 0, 46 g Natriumazid und dann 1 ml 2n-Salzsäure zu und lässt 2 h bei 100 C reagieren. Nach Zugabe von weiteren 0, 23 g Natriumazid und 5 Tropfen 2n-Salzsäure hält man nochmals 2 h auf   100oC,   lässt erkalten und saugt das Kristallisat ab, welches gründlich mit Wasser gewaschen wird. Ausbeute : 0, 44 g, Fp. 185 C (Zers. ). Die Substanz kann aus Dimethylformamid und aus Dioxan umkristallisiert werden.

   Nach dem IR-Spektrum steht das   3- (5-Nitro-2-fury1) -s-triazolo- [4, 3-b] -tetrazolo- [1 r, 51-f] -pyridazin   im Tautomerie-Gleichgewicht 
 EMI2.1 
 einer Azido-Form [3- (5-Nitro-2-furyl)-6-azido-s-triazolo- [4, 3-b ] -pyridazin].Lösung ausgeschiedenen Kristalle ab, wäscht mit   90'igem,   wässerigem Dimethylsulfoxyd nach, reibt den Filterrückstand mit Wasser an, saugt erneut ab (0,95 g) und kristallisiert aus 15   m1600/oigem,   wässerigem Dioxan unter Verwendung von Aktivkohle um. Auf diese Weise erhält man 0, 63 g 3- (5-Nitro- -2-furyl)-10-methyl-s-triazolo-[4,3-b]-tetrazolo-[1',5'-f]-pyridazin in Form gelber Kristalle vom Fp. 165 bis 173 C (Zers. ).

   Das   IR- und NMR-Spektrum   zeigen, dass die Verbindung im Tautomerie- 
 EMI2.2 
    (5-Nitro-2-füryl)-6-azido-7-methyl-s-triazolo- [4, 3-b]- pyri-dazin]   steht. 



   Das als Ausgangsmaterial verwendete 3-(5-Nitro-2-furyl)-6-chlor-7-methyl-s-triazolo-[4,3-b]- - pyridazin wird auf folgendem Wege erhalten :   3, 17   g 3-Chlor-4-methyl-6-hydrazino-pyridazin (Fp. 156 bis 1580C) werden in 60 ml 75%igem,   wässerigem Methanol warm gelöst   und bei   500C   unter Rühren mit 3, 68 g   5-Nitro-furan-2-imidocarbon-   
 EMI2.3 
 dieser Substanz werden fein gepulvert und mit 52 ml 5n-Salzsäure 60 min   auf 800C erwärmt,   wobei die Suspension öfters gründlich mit einem Glasstab durchgerieben wird. Nach dem Erkalten saugt man ab, wäscht mit Wasser und erhält 3,2 g rohes 3-(5-Nitro-2-furyl)-6-chlor-7-methyl-s-triazolo-[4,3-b]-pyridazin vom Fp. 126 bis 1290C (Zers. ).

   Eine Probe davon (0, 22 g) wird aus 4 ml einer Mischung von 2 ml Dimethylformamid + 2 ml Dioxan + 1 ml Wasser unter Aktivkohlezusatz umkristallisiert und schmilzt dann bei 136 bis   1390C   (Zers. ).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen, einen Nitrofuran- oder Nitrothiophenrest enthaltenden Triazolo-tetrazolo-pyridazin-derivaten der allgemeinen Formel EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> in der X eine Direktbindung oder eine Vinylgruppe, Y ein Sauerstoff- Schwefelatom und Rein Wasserstoffatom, eine niedere Alkyl-, Alkoxy-, Alkylmercapto- oder Aminogruppe, welch letztere gegebenenfalls durch niedere Alkyl-, Alkylen- (z.
    B. Tetramethylen, wodurch gemeinsam mit dem verbleibendenN-Atom der Aminogruppe ein N-Pyrrolidinylrest entsteht) oder Acylreste substituiert ist, bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dassmanAlkaliazidemitHalogenidenderallgemeinenFor- mel EMI3.1 in welcher X, Y, Z und R die oben angegebene Bedeutung haben und Hal ein Chlor-, Brom- oder Jodatom vorstellt, umsetzt, worauf man für den Fall, dass Z Wasserstoff bedeutet, die erhaltenen Verbindungen in an sich bekannter Weise nachträglich nitriert und die Substanzen, in denen R eine gegebenenfalls durch niedere Alkyl-, Alkylen-oder Acylreste substituierte Aminogruppe darstellt, gegebenenfalls nachträglich in an sich bekannter Weise durch Alkylierung, Alkylenierung, Acylierung oder Entacylierung ineinander überführt.
AT464668A 1967-05-13 1967-10-20 Verfahren zur Herstellung von neuen, einen Nitrofuran- oder Nitrothiophenrest enthaltenden Triazolo-tetrazolo-pyridazin-derivaten AT273950B (de)

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