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Im Zylinderinnern sind nahe den Enden noch Anschläge 39 und 40 vorgesehen, auf welche der Kolben 3 kurz vor Hubende auftrifft und so im letzten Teil seiner Bewegung den Zylinder 58 mitnimmt.
Die Arbeitsweise ist folgende :
Vor Abfeuern des Schusses nehmen die Teile die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung ein. Wird ein Schuss abgefeuert, so strömen zunächst Gase durch die Bohrung 4a in die Kammer 11 und sobald das Geschoss an der Bohrung 4 vorüber ist, durch letztere in den
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seine andere Endlage um, so dass der Kanal 57 abgesperrt, Kanal 56 dagegen freigelegt wird und die Gase nun auch die Kammer 10 füllen können. Während sich das Geschoss im Laufe 1 von der Bohrung 4 bis zur Mündung bewegt, nehmen die Teile somit die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung ein. Ist das Geschoss aus dem Lauf ausgetreten, so schliessen die in den Kammern 10 und 11 aufgesammelten Gase, welche sich nun auszudehnen suchen, die Ventile 59 und 71 und die Folge des Gasdruckes in Kammer 10 ist ein Rückstellen des Schiebers 5 in die Anfangslage (punktierte Stellung in Fig. 2).
Die Gase können nun durch den dadurch freigelegten Kanal 57 und die Öffnung 55 in den Zylinder 58 vor den Rückstosskolben 3 strömen und indem sie letzteren zurückstossen, öffnen sie den Verschluss.
Kurz vor Hubende trifft der Kolben 3 auf den Anschlag 39 auf und nimmt bei der weiteren Bewegung den Zylinder 58 mit. Die Folge davon ist, dass die übereinstimmenden Öffnungen 64 und 67, welche das Zylinderinnere mit der Aussenluft verbanden und so die selbständige Bewegung des Kolbens 3 im Zylinder ermöglichten, nun geschlossen, kurz darauf aber die Verbindung des hinteren Zylindercndes 58 mit der Kammer 11 durch Öffnung 65 und Kanal 72 hergestellt sowie das vordere Zylinderende durch Öffnung 55 und Kanal 66 als auch die Kammer M (durch die erweiterte Kanalmündung 57 um den Zylinder 58 herum und den Luftkanal 70) mit der Aussenluft in Verbindung gebracht (Stellung Fig. 3).
Die Gase aus der Kammer 11 treiben nunmehr den Kolben 3 wieder nach vorne, u. zw. zunächst allein, bis er auf den Anschlag 40 auftrifft, worauf auch der
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die Anfangslage (Fig. 1) rückgestellt und es kann ein weiterer Schuss abgefeuert werden. Die Luftkanälo 70 und 73 in den Gehäusen 2 und 2" dienen dazu, die Achsialbewegungen dos Zylinders 58 unbehindert vor sich gehen zu lassen.
Da die Kammern 10 und 11 genügend gross gehalten sein müssen, um die nötige Gasmonge unter dem entsprechenden Druck aufsammeln zu können. kann es unter Um- standen vorteilhaft sein, um das Füllen rasch vor sich gehen zu lassen, mehrere Ventile 71 (bzw. 59) anzuordnen, wie dies aus Fig. 6 ersichtlich ist.
Die zweite Ausführungsform gemäss Fig. 4 und 5 lehut sich insoferne mehr an die- jenige des Stamm-Patentes an, als sie denselben Verriegelungskolben 5 in gleicher art
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In beiden Kanälen 15 und 56 ist je ein Rückschlagventil 59 bzw. 71 eingeschaltet.
Die Kammer 11 mündet durch einen Kanal 72 in eine Schieberkammer 76. die ihrerseits durch eine Öffnung 64 < mt der Zylinderbohrung 58, in der sieb der Kola'con 3 bewegt. andererseits durch Öffnung 67 mit der Aussenluft in Verbindung steht. In dieser Kammer 76 bewegen sich zwei Kolben 28 und 68, die mit dem in der Kammer 75 sich bewegenden Schieuer 3fi Iluf gemeinsamer Stange 34 sitzen ; letzterer bringt im gegebenen Zeitpunkte
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Die Betätigung der Schieberstange 31 erfolgt in der im Stamm-Patente beschriebenen Art mittelst des Fingers 47 auf der Kolbenstange 37 und der Bunde 49 und 50 auf der Schiebers tange 34.
Die Arbeitsweise ist aus der Zeichnung leicht zu verstehen.
Durch den Druck dar Gase wird, solange sich das Geschoss im Laufe bewegt. der Kolben 5 zurückgestossen, der dadurch einerseits den Kanal 74 absperrt und den Kolben 3 vorriegelt, andererseits die Kanäle 15 und 56 freilegt, so dass die Kammern 70 und 11 sich mit gespanntem Gase füllen können (punktierte Stellung in Fig. 4). Nach
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Austritt des Geschosses aus dem Laufe schliessen sich durch den Gasdruck die Ventile 59 und 71 ; das in der Kammer 10 befindliche Gas kann nun durch die Bohrung 60 auf die Rückseite des Kolbens 5 wirken, der dadurch wieder in die frühere Lage rückverschoben wird und den Kolben 3 entriegelt sowie den Kanal 74 freigibt.
Die Gase strömen nun in letzteren ein und drücken auf die Stirnseite des Rückstosskolbens 3, der unter diesem Drucke zurl1ckschnellt und den Verschluss öffnet. Am Ende dieser Rückbewegung verstellt der Finger 47 die Schieber 35, 28 und 68, so dass nun die früher offene Auspufföffnung 64, 67 geschlossen, die früher geschlossene Auspufföffnung 66 geöffnet und gleichzeitig die Verbindung der Kammer 11 durch Kanal 72, Schieberkammer 76 und Öffnung 64 hergestellt wird (Stellung Fig. 5).
Nunmehr treiben die Gase aus der Kammer 11 den Kolben 3 wieder vor bzw. stellen den Verschluss wieder her, wobei die Luft vor dem Kolben 8 sowie die expandierten Gase der Kammer 10 durch Öffnung 66 auspuffen können. Am Ende der Schliessbewegung stellt der Finger 47 die Schieber 35, 28 und 68 zurück und bringt so
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PATENT-ANSPROCHE
1. Ausführungsform der Vorrichtung nach dem Stamm-Patente Nr. 25414 zum selbsttätigen Öffnen und Schliessen der Geradezugverschlüsse von Feuerwaffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaskammer (10 und 11) zum Aufsammeln der das Schliessen und Öffnen des Verschlusses bewirkenden Gasmengen in gesonderten, je durch Ventilkante (4* bzw.
5*) mit dem Laufinnern in Verbindung stehenden Gehäusen (2* und 2) untergebracht sind, die durch einen achsial verschiebbaren Zylinder (58), in dem sich der Rückstosskolben (3) bewegt, miteinander in Verbindung stehen, der an den Endbewegungen des Rückstosskolbens (3) teilnimmt und durch an seinem Ende angeordnete Verteitungsönhungen die nötige Verbindung des Zylinderinnern mit der bezüglichen Gaskammer und der Aussenluft herstellt.