<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen Kettenförderer mit insbesondere aus Rundgliedern gebildeten Kettensträngen, an denen Förderelemente, wie Becher, Kratzer od. dgl., befestigt sind.
Bekannt sind Kettenförderer der vorstehenden Art mit jeweils zwei Kettensträngen, die sämtliche
Förderelemente tragen.
Diese Kettenförderer haben sich in zahlreichen Fällen bewährt, sie vermögen jedoch dann nicht voll zu befriedigen, wenn sehr grosse Förderleistungen erbracht werden sollen oder bei mittlerer Förderleistung eine
Erhöhung des Achsabstandes zwischen den Kettenrädern erwünscht ist. Der Grund hiefür besteht darin, dass der
Vergrösserung der Abmessungen der einzelnen Kettenglieder von der Fertigung her Grenzen gesetzt sind. Dies gilt vor allem für Rundgliederketten, deren Glieder durch Biegen und Zusammenschweissen der zueinander hin gebogenen Enden von Rundmaterialabschnitten hergestellt werden. Man hat versucht, den aus übergrossen
Kettengliedern resultierenden Nachteilen aus dem Wege zu ehen, indem man die einzelnen Förderelemente nicht an zwei, sondern an mehr als zwei Kettensträngen aufhängte.
An Kettenförderern mit drei
Rundglieder-Kettensträngen gemachte Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass es ausserordentlich schwierig ist, die von den Förderelementen in den Kettenförderer eingeleiteten Lasten gleichmässig auf die einzelnen Kettenstränge zu verteilen, und dass zwar eine Steigerung der Förderleistung möglich ist, diese indessen nicht den Erwartungen entspricht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kettenförderer zu schaffen, der es gestattet, ungeachtet der Verwendung von insbesondere aus Rundgliedern vergleichsweise kleiner Abmessungen bestehenden
Kettensträngen grosse Förderleistungen zu erbringen oder bei mittleren Förderleistungen eine Erhöhung des
Achsabstandes der Kettenräder vorzunehmen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der neue
Kettenförderer 2n Kettenstränge aufweist, wobei "n" grösser oder gleich 2 ist, und dass jedes Förderelement mit nur zwei Kettensträngen verbunden ist.
Der erfindungsgemässe Kettenförderer bietet den Vorteil, dass mit ihm trotz Verwendung von
Kettensträngen aus Kettengliedern bewährter Grösse erheblich grössere Förderleistungen erzielbar sind, als dies bisher möglich war. Selbstverständlich können statt einer Erhöhung der Förderleistung bei gleichbleibenden Gliedabmessungen auch die Achsabstände der Kettenräder für die Kettenstränge erhöht werden oder aber unter Wahrung der Förderleistung und des Achsabstandes Kettenstränge mit Kettengliedern kleinerer Abmessungen zum Einsatz gelangen. In jedem Fall erhält man an den Verbindungsstellen zwischen den Förderelementen und den Kettensträngen eindeutige Kraftverhältnisse und ein ungleichmässiger Verschleiss, der unter Umständen zur Überbeanspruchung eines einzigen Kettenstranges führen kann, wird verhindert.
Massgeblich für den erzielten Vorteil ist das neuartige Lösungsprinzip, demzufolge die Förderelemente auf verschiedene Kettenstrangpaare verteilt oder, anders ausgedrückt, mehrere Kettenförderer auf gemeinsamen Wellen angeordnet werden.
Regelmässig und vorzugsweise ist die Anzahl der Förderelemente ein Vielfaches von n und jedes n-te Förderelement mit dem gleichen Kettenstrangpaar verbunden.
Für die Art der Zuordnung von Kettensträngen und Förderelementen bieten sich vornehmlich zwei Möglichkeiten an. Bei einer ersten Ausführungsform ist der Abstand zwischen den Kettensträngen der den einzelnen Förderelementen zugeordneten Kettenstrangpaare gleich gross. Diese Lösung eignet sich vor allem für Fälle, in denen die Breite der Förderelemente begrenzt ist und ein symmetrischer Angriff der Kettenstränge an den Förderelementen bei einem Teil der Förderelemente zu einem zu geringen Abstand der Angriffspunkte der Kettenstränge an diesen Förderelementen führen würde. Bei einer zweiten Ausführungsform sind die Kettenstränge der einzelnen Kettenstrangpaare symmetrisch zur gemeinsamen Mittellinie aller Kettenstrangpaare angeordnet.
Dieser Lösung ist bei Kettenförderern mit Förderelementen, die hinreichend breit sind, der Vorzug zu geben, da es bei ihnen möglich ist, den Abstand zwischen den Kettensträngen auch des innersten Kettenstrangpaares noch hinreichend gross zu halten, um in die Förderelemente eingeleitete Drehmomente auffangen zu können.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand zweier, in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen : Fig. l die Rückansicht eines Teiles eines als Becherwerk ausgebildeten erfindungsgemässen Kettenförderers ; Fig. 2 die Seitenansicht des Becherwerks gemäss Fig. l ; Fig. 3 eine Fig. l entsprechende Rückansicht eines zweiten Becherwerks nach der Erfindung und Fig. 4 die Seitenansicht des Becherwerks gemäss Fig. 3.
In Fig. l sind mit--11 bis 14-- allgemein vier Kettenstränge bezeichnet, die aus horizontalen und vertikalen Rundgliedern-15 bzw. 16--bestehen. Von den vier Kettensträngen bilden jeweils die Kettenstränge--11 und 13 bzw. 12 und 14--ein Kettenstrangpaar.
Das Kettenstrangpaar--11, 13-- ist über in Paaren von Flanschen--17, 18-gelagerte Bolzen - -19, 20-- mit Bechern --21-- verbunden, während das Kettenstrangpaar--12, 14-über in Paare von Flanschen--22, 23--gelagerte Bolzen-24, 25-mit Bechern--26-in Verbindung steht. Die Bolzen --19 und 20 bzw. 24 und 25--greifen durch aufeinanderfolgende Vertikalglieder--16--der ihnen zugeordneten Kettenstränge. Die Abmessungen der Bolzen-19 und 24--sind so gewählt, dass sie den lichten Innenraum der ihnen zugeordneten Vertikalglieder annähernd voll ausfüllen, während die Bolzen-20 und 25--in den ihnen zugeordneten Vertikalgliedern grösseres Spiel haben.
Zur Sicherung der Bolzen-19, 20,24, 25--in ihrer Lage dienen Sicherungsstifte--27-.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
3Kettenstrangpaar-28, 31-- ist mit Bechern --32-- und das Kettenstrangpaar --29-- mit Bechern --33-- verbunden. Zur Verbindung der Kettenstränge mit den Bechern dienen die gleichen Hilfsmittel wie bei dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel. Die Verbindungsmittel tragen daher die gleichen Bezugszeichen.
Ein Vergleich der Fig. l und 3 macht deutlich, dass infolge der grossen Breite der Becher-32, 33-der Abstand zwischen den inneren Kettensträngen --29 und 30-noch grosser gehalten werden kann als der Abstand zwischen den Kettensträngen --11 und 13--, und dass aus diesem Grunde einer symmetrischen Anordnung der Kettenstränge an den Bechern nichts im Wege steht. Dies ist bei Bechern-21, 26-geringerer Breite nicht ohne weiteres möglich, da ein gewisser Mindestabstand zwischen den ein Kettenstrangpaar bildenden Kettensträngen erforderlich ist, um in die Becher eingeleitete Drehmomente sicher aufnehmen zu können.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen Kettenförderer mit zwei Kettenstrangpaaren.
Selbstverständlich ist es möglich, auch Kettenförderer mit sechs oder gar acht Kettenstrangpaaren zu erstellen, bei denen dann jeweils jeder dritte oder vierte Becher an ein- und demselben Kettenstrangpaar befestigt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kettenförderer mit insbesondere aus Rundgliedern gebildeten Kettensträngen, an denen Förderelemente,
EMI2.2