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Die Erfindung betrifft eine intermittierende Bandtransporteinrichtung für ein Aufnahme- oder Wiedergabegerät, insbesondere Filmprojektor, mit mindestens einer von einer pneumatischen Druckquelle steuerbaren Kolben-Zylindereinheit für das Bandfortschaltwerk und mit einer einen den in einem Strahlengang angeordneten Informationsträger beleuchtenden Lichtstrahl periodisch unterbrechenden Verschlussblende.
Aus der deutschen Patentschrift Nr. 674683 wurde ein derartiges kinematographisches Gerät bekannt. Die in diesem Gerät angeordnete Steuereinrichtung zum Antrieb des Filmfortschaltwerkes bzw. des Verschlusses arbeitete nach dem Prinzip einer Dampfmaschine. Eine mehrere Exzenter tragende Kurbelwelle wurde über Pleuelstangen, welche einerseits mit dem Exzenter gelenkig verbunden waren, anderseits in Steuerzylinder angeordnete Kolben trugen, in Drehbewegung versetzt, sobald von einer Druckquelle Gas in die Steuerzylinder zugeführt wurde. Die Pleuelstangen wiesen gegebenenfalls mehrere Kolben auf. In den von den Kolben gebildeten Zwischenräumen wurden Leitungen abgezweigt, die mit weiteren Steuerzylindern verbunden waren.
In Abhängigkeit von der Stellung des Kolbens im Hauptzylinder konnte somit das Strömungsmittel in die Nebenzylinder zur Steuerung der in diesen Zylindern angeordneten Kolben abgeleitet werden. Da jedoch die Bewegungsübertragung über eine Kurbelwelle erfolgte, wurde die Einrichtung nicht nur laut und platzaufwendig, sondern auch hinsichtlich der übertragungszeit zwischen Steuerdruck und davon abgeleiteten Greifer- bzw.
Verschlussbewegung sehr träge.
Gemäss der Erfindung wird zur Vermeidung der oben erwähnten Nachteile bei einem Gerät der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass an die Druckquelle der Eingang eines Strömungsimpulse abgebenden Fluidics angeschlossen ist, dessen Ausgang in an sich bekannter Weise über Strömungsleitungen mit dem Zylinder für das Bandfortschaltwerk verbunden ist, und dass zwecks Synchronisierung des Bandfortschaltwerkes und der Verschlussblende der Antrieb der Verschlussblende mit einer der Zu- oder Ableitungen des Fluidics zum Steuern der vom Fluidic abgegebenen Strömungsimpulse durch die Blende oder umgekehrt verbunden ist.
In der Zeitschrift"Funktechnik"Nr. 14, Jahrgang 1971, wird auf Seite 515 ein"Fluidic"als Schaltelement in der Steuerungs- und Regeltechnik definiert, wobei dieses Schaltelement auf strömungstechnischer Basis arbeitet und keine beweglichen Teile hat. Ist nun ein solches Fluidic mit dem Zylinder für den intermittierenden Antrieb verbunden, so können alle mechanischen Elemente, die bisher zur Steuerung der Antriebseinrichtung vorgesehen waren, entfallen. Dadurch arbeitet diese Einrichtung nicht nur wesentlich leichter als die bisher bekannten Einrichtungen, sondern es kann auch beispielsweise der Einschaltzeitpunkt für an das Fluidic angeschlossene Steuereinrichtungen genau erfasst werden.
Es ist zwar aus zahlreichen Literaturstellen die Anwendung von Fluidics allgemein zum Steuern von Antriebskolben, im besonderen sogar in Verbindung mit Tonbandgeräten beim Konstanthalten der Drehzahl der Tonwelle bekanntgeworden. Bei der erfindungsgemässen Einrichtung wird jedoch speziell das Problem der Synchronisation zwischen intermittierendem Bandantrieb und Verschlussantrieb mit Hilfe derartiger Fluidics auf einfachste Weise gelöst.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich, wenn das Fluidic einen weiteren Ausgang aufweist, der über Strömungsleitungen mit einer Steuereinrichtung für den Verschlussblendenantrieb verbunden ist, wobei eine die Strömungsimpulse erzeugende Einrichtung von von den Strömungsleitungen abgezweigte Rückkopplungsleitungen gebildet ist, deren Ausmündung zwischen dem Eingang des Fluidics und der von den beiden Strömungsleitungen gebildeten Leitungsverzweigung gegenüberliegend angeordnet sind. Die über die Rückkopplungsleitung zurückgeführte Steuerströmung trifft also vor der Leitungsverzweigung auf die Hauptströmung und lenkt diese in den andern Strömungskanal um, wo sich der Vorgang nun aber über die andere Rückkopplungsleitung wiederholt.
Es erfolgt somit automatisch ein wechselweises Umschalten der Hauptströmung in die beiden vom Fluidic ausgehenden Leitungen.
Bei solchen Geräten lässt sich aber in einfacher Weise die Bandantriebsgeschwindigkeit steuern, wenn eine Einrichtung zum Steuern der Dauer der Strömungsimpulse vorgesehen ist. Diese Einrichtung ist gemäss einer Weiterbildung der Erfindung von an die Rückkopplungsleitungen über Ventile anschliessbare Leitungen gebildet, wobei die Ventile von einem am Gerät vorgesehenen Betriebsartenschalter steuerbar sind. Durch Variation der Länge der Rückkopplungsleitungen kann praktisch jede beliebige Bandantriebsgeschwindigkeit erzielt werden. Die Länge der Rückkopplungsleitung kann beispielsweise, wie dies einer erfindungsgemässen Ausführungsform entspricht, durch zusätzliche, an die Rückkopplungsleitung zuschaltbare Leitungen variiert werden.
Dabei ist es zweckmässig, dass am Beginn einer jeden zuschaltbaren Leitung ein Ventil angeordnet ist, welches von einem Betriebsartenschalter steuerbar ist. Ein Umschalten des Bandantriebes von einer schnellen auf eine langsamere Geschwindigkeit kann beispielsweise derart erfolgen, dass durch den Betriebsartenschalter ein in der der gewünschten Bandantriebsgeschwindigkeit zugeordneten Rückkopplungsleitung angeordnetes Ventil geöffnet, gleichzeitig aber in der der vorherigen schnellen Bandgeschwindigkeit zugeordneten Rückkopplungsleitungen angeordnete Ventile gesperrt werden.
Bei Filmprojektoren ist jedoch zu beachten, dass die Bildfrequenz nicht weit unter 50 Hz sinkt, was bei einer Zweiflügelblende einer Bandgeschwindigkeit von etwa 24 Bildern/sec entspricht, da sonst das menschliche Auge einen ruckartigen Bewegungsablauf wahrnehmen würde. Da bei der oben beschriebenen Ausführungsform der Erfindung nach jedem die Verschlussbewegung steuernden Strömungsimpuls ein den Greifertransport
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bewirkender Strömungsimpuls folgt, ist eine gegenseitige Abhängigkeit zwischen den die Dauer der Strömungsimpulse steuernden Rückkopplungsleitungen bzw. deren Länge gegeben.
Wird also die Schaltfrequenz beim Bildtransport herabgesetzt, wird gleichzeitig auch die Durchlaufperiode der Verschlussblende verzögert, so dass bei zu grossem Herabsetzen der Filmantriebsgeschwindigkeit bei der Betrachtung der projizierten Filmbilder kein ineinandergehender Bewegungsablauf wahrgenommen werden würde.
Gemäss einer andern vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass an die Druckquelle ein weiterer Eingang des Fluidics angeschlossen ist, der, wie an sich bekannt, gegenüber der zwischen dem ersten Eingang und dem Ausgang gebildeten Strömung um etwa 900 versetzt angeordnet ist, wobei die den zweiten Eingang des Fluidics und die Druckquelle verbindende Leitung mit dem Antrieb für die Verschlussblende zum wahlweisen Unterbrechen der Strömung verbunden ist. Durch das Unterbrechen der die Bandfortschalteinrichtung steuernden Strömung kann jede Bandfortschaltgeschwindigkeit erzielt werden, wobei allerdings bei Filmprojektoren die bereits erwähnte Bildfrequenz von 50 Hz nicht unterschritten werden soll.
Gemäss einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass jeder der die Dunkelphasen im Strahlengang erzeugenden Teile der Verschlussblende mit einer Strömungsunterbrechungseinrichtung verbunden ist. Falls der Verschluss mit konstanter Geschwindigkeit angetrieben wird, ist die Schaltfrequenz des Greifers einzig von der Anzahl der auf den Dunkelphasen der Verschlussblende in Arbeitsstellung geschalteten Strömungsunterbrechungseinrichtungen abhängig. Falls keine der Strömungsunterbrechungseinrichtungen eingeschaltet ist, wird das Band nicht weitergeschaltet.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Die Fig. l zeigt ein erfindungsgemässes Ausführungsbeispiel in einem Filmprojektor, wobei der Film vom intermittierend angetriebenen Greifer mit unterschiedlicher Geschwindigkeit transportiert werden kann. In Fig. 2 wird ebenfalls ein Filmprojektor dargestellt, wobei die Steuerung vom Greiferantrieb beispielsweise über die Verschlussblende erfolgt. Die Fig. 3 zeigt eine mögliche Ausführungsform einer Steuerblende aus Fig. 2.
In der Fig. l werden rein schematisch Einzelteile eines Filmprojektors dargestellt, in welchen eine
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vorgesehen, die über Leitungen--7, 8--mit einer gemeinsamen Druckquelle --9-- verbunden sind. Der Verschluss --2-- ist derart ausgebildet, dass beim Verschieben entlang der Filmtransportrichtung abwechselnd eine lichtdurchlässige und eine lichtundurchlässige Zone in den Projektionsstrahlengang schaltbar ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Anzahl der lichtdurch- bzw. undurchlässigen Zonen auf zwei beschränkt.
Der Verschluss könnte aber auch ohne weiteres eine, drei oder jede beliebige Anzahl solcher Zonen aufweisen.
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lichtundurchlässig ist, im Projektionsstrahlengang geschaltet ist.
Der Greifer --4-- ist auf einer Drehscheibe --13-- exzentrisch gelagert. Gleichzeitig wird diese Drehscheibe --13-- von einer im Zylinder --6-- angeordneten Druckfeder --14-- über Kolben --15-und Kolbenstange--16--, welche ebenfalls mit der Drehscheibe gelenkig verbunden ist, in einer Stellung gehalten, in welcher der Greifer --4-- gerade für einen neuen Transporthub bereitgestellt ist. Eine solche Bandantriebseinrichtung wurde beispielsweise in der deutschen Auslegeschrift 1245720 beschrieben, wo auch auf die Wirkungsweise solcher Einrichtungen näher eingegangen wird.
Die entweder im Projektor vorgesehene oder an den Projektor anschliessbare Druckquelle --9-- versorgt die beiden Leitungen-7, 8- mit einer, vorzugsweise gasförmigen Strömung. Eine von der Druckquelle - 9-ausgehende Leitung ist mit einem Eingang eines Fluidics-17-verbunden. Dieses Fluidic-17-- weist eine düsenförmige Verengung--18--auf, an der eine Leitungsverzweigung --19-- angeschlossen ist, die den Ursprung der Leitungen--7 und 8--bildet.
Mit jeweils einer der Leitungen--7 und 8--ist eine Rückkopplungsleitung --7a, 7b, 7c, bzw. 8a, 8b, 8c-verbunden, die gegenüberliegend in der Verengung --18-- in das Fluidic-17-einmünden. In den Rückkopplungsleitungen sind von einem nicht dargestellten Betriebsartenschalter steuerbare Ventile --20a, 20b bzw. 21a und 21b--vorgesehen, wobei die Ventile
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20b-den--7-- gelenkt wird. über einen Verstärker-22-, bzw. Ventil --23-- wird nun die Strömung in den Zylinder --12-- geleitet, wodurch sich der Verschluss-bezogen auf die Fig.
l-nach aufwärts bewegt und
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Bewegung des Kolbens --54-- wird gleichzeitig der Greifer --55-- mit der Filmperforation in Eingriff gebracht, während durch die anschliessende Bewegung des Kolbens --56-- eine Verschiebung der gesamten Steuereinrichtung --48-- und somit auch des Greifers --55-- entlang der Filmtransportrichtung bewirkt wird.
Der Hub des Kolbens --56-- entspricht dem Abstand zweier benachbarter Perforationslöcher des Filmes,
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--55-- genau49-wird keine Strömung zugeführt, die in den Zylindern angeordneten Federeinrichtungen führen die Kolben bei gleichzeitigem Aussereingriffbringen des Greifers mit der Perforation in die Ausgangslage zurück. Der Vorgang beginnt von neuem, wenn der nächste Blendensektor die Leitungen-37 bzw. 38-unterbricht.
In Fig. 3 wird eine Sektorenblende dargestellt, mit welcher bei einer eben beschriebenen Einrichtung ein Filmtransport mit mehreren Schaltfrequenzen durchgeführt werden kann. Wie die Zeichnungen zeigen, befinden
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43a61c--wahlweise verschiebbar sind. Diese Lamellen liegen in ihrer äussersten Einstellung in der Bahn der Leitungen-37 und 38-und unterbrechen diese kurzzeitig.
Die Lamellen sind derartig ausgebildet, dass beim Antrieb in Richtung des Pfeiles --62-- die Leitung --37-- etwas früher unterbrochen wird, als die Leitung--38--. Dadurch wird auch der den Eingriff des Greifers-55-steuernde Kolben-54-vor dem, den Transporthub steuernden Kolben --56-- bewegt.
Wenn, wie in Fig. 3 dargestellt, die Lamelle-61a-die Strömungsleitungen-37 und 38-passiert hat, wird erst die Leitung --38-- geöffnet, wodurch sich der Greifer--55--von der Perforationslochkante abhebt, bis auch die Leitung --37-- geöffnet wird, was ein Ausschalten des Greifers --55-- aus der Perforationsbahn zur Folge hat.
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entspricht. Falls alle drei Lamellen in einer unwirksamen Lage gehalten werden, erfolgt keine Weiterschaltung des Filmes, das im Bildfenster stehende Bild wird bei weiterhin laufender Verschlussblende projiziert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Intermittierende Bandtransporteinrichtung für ein Aufnahme- oder Wiedergabegerät, insbesondere Schmalfilmprojektor, mit mindestens einer von einer pneumatischen Druckquelle steuerbaren Kolben-Zylindereinheit für das Bandfortschaltwerk und mit einer einen den in einem Strahlengang angeordneten Informationsträger beleuchtenden Lichtstrahl periodisch unterbrechenden Verschlussblende, dadurch ge- k e n n z e i c h n e t, dass an die Druckquelle (9,30) der Eingang eines Strömungsimpulse abgebenden Fluidics
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des Bandfortschaltwerkes (4,55) und der Verschlussblende (2,43) der Antrieb (5,43) der Verschlussblende mit einer der Zu- oder Ableitungen (7 ; 37,38) des Fluidics (17 ;
35,36) zum Steuern der vom Fluidic abgegebenen Strömungsimpulse durch die Blende oder umgekehrt verbunden ist.
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