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Filmprojektor für Normal- und Zeitlupengang
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Ausserdem kann der erfindungsgemässe Filmprojektor mit Normal- und Zeitlupengang durch Drucktasten, Magnettonband-, oder andere Schaltimpulse über Relais derart gesteuert werden, dass der erste Schaltimpuls den Projektor zum Laufen bringt und jeder darauffolgende Impuls eine Gangumschaltung be- werkstellig. Damit bei Magnettonbandsteuerung die Gangumschaltungen immer in der richtigen Reihenfolge stattfinden, wird das Umschaltgetriebe vor Beginn der Vorführung in die vorgesehene Anfangsstellung gebracht, wofür besondere Drucktasten und Kontrollämpchen vorgesehen sind.
Ein solcher elektrisch gesteuerter Filmprojektor mitNormal- undZeitlupengang ist für Vorwärts- und Rückwärtsprojektion, Stillstandsprojektion und automatische Rückstellung des Gangumschaltgetriebes ausrüstet, so dass besondere Drucktasten und Kontrollämpchen in Wegfall kommen.
Die dafür erforderlichen Schaltfunktionen sind :
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<tb>
<tb> 1. <SEP> Einschalten <SEP> des <SEP> Projektors <SEP> im <SEP> Vorwärtsla. <SEP> uf <SEP> mit <SEP> Normalgang,
<tb> 2. <SEP> Umschalten <SEP> von <SEP> Normal-auf <SEP> Zeitlupengang <SEP> und <SEP> umgekehrt,
<tb> 3. <SEP> Umschalten <SEP> von <SEP> Vorwärts- <SEP> auf <SEP> Rückwärtslaufmit <SEP> Normalgang <SEP> und <SEP> umgekehrt,
<tb> 4. <SEP> Umschalten <SEP> von <SEP> Normal-auf <SEP> Zeitlupengang <SEP> und <SEP> umgekehrt <SEP> im <SEP> Rückwärtslauf,
<tb> 5. <SEP> Umschalten <SEP> aus <SEP> dem <SEP> Vorwärts- <SEP> oder <SEP> Rückwärtslauf <SEP> auf <SEP> Stillstandsprojektion,
<tb> 6. <SEP> Automatische <SEP> Rückstellung <SEP> des <SEP> Umschaltgetriebes <SEP> in <SEP> die <SEP> Anfangsstellung.
<tb>
Es wurde hiebei noch berücksichtigt, dass, wenn der Motor in der Umschaltzeit zwischen Vorwärts- und Rückwärtslauf und bei Stillstandsprojektion stillsteht, neben einer Rückstellung des Gangumschaltge- triebes in die Ausgangsstellung, auch die Wärmestrahlung der Projektorlampe reduziert werden soll. All diese Schaltvorgänge werden erfindungsgemäss durch nur zwei verschiedene Schaltimpulse ausgelöst.
Die Erfindung wird durch mehrere Ausführungsbeispiele an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigen Fig. 1 und 2 das Umschaltgetriebe eines Projektors mit einfachem Greifersystem, die Fig. 3-5 das Umschaltgetriebe eines Projektors mit Schwinghebelgreifer und Kreisexzenterantrieb, Fig. 6 das Getriebe eines Filmprojektors mit Schrittmotorantrieb, Fig. 7 einschaltschema für Hand- oder Fussbetätigung wahlweise für die automatische Filmsteuerung eines Projektors nach den Fig. l - 4 und Fig. 8 ein Schaltschema gemäss Fig. 7, jedoch für einen Projektor nach Fig. 6.
Fig. 9 ein Schaltschema für vollautomati- sche Magnettonbandsteuerung eines Projektors nach den Fig. 1-4, Fig. 10 ein Schaltschema für vollautomatische Magnettonbandsteuerung eines Projektors mit Schrittmotor nach Fig. 6.
Die Fig. 11-14 zeigen das Schaltschema einer Relaissteuerung, u. zw. Fig. 11 als Beispiel das Schaltschema einer Relaissteuerung für Vorwärts- und Rückwärtsprojektion in Normal- und Zeitlupengang sowie für Stillstandsprojektion, Fig. 12 eine Variante für die Verringerung der Wärmestrahlung durch Umschaltung der Lampenspannung, Fig. 13 die Schaltung eines Fernbedienungskabels mit zwei Drucktasten, Fig. 14 als Beispiel die Schaltung für einen Impulsgeber mit zwei Frequenzen.
Die Fig. 1 und 2 zeigen als Ausführungsbeispiel das Laufwerk eines Projektors nach der Erfindung mit einem einfachen Greifer, es können aber ebensogut andere Greifersysteme verwendet werden. Das ganze Greifersystem, im Beispielsfalle als gesonderte Baugruppe zusammengefasst, wurde mit allen zusammengehörenden Teilen auf einer gemeinsamen Grundplatte 1 montiert und kann an der Welle 2 mit dem Trieb 3 und dem Zahnrad 4 zusammen mit der Dreiflügelblende 29 auf bekannte Weise angetrieben werden.
Der Trieb 3 steht mit dem Zwischenrad 5 in Eingriff und treibt über das Zahnrad 6 die auf derselben Welle 8 befestigte Zahntrommel 7, welche den Film 49 auf bekannte Weise transportiert. Die beiden Wellen 2 und 8 sind zwischen der Grundplatte 1 und der Platine 9 fest gelagert, während die Achse des Zahnrades 5 auf einem um die Welle 8 drehbaren Segment 10 montiert ist. Auf dem Segment 10, welches zunächst durch eine Feder 13 in seiner dargestellten Lage gehalten wird, sind noch die Zahnräder 11 und 12 angebracht.
Wird das Segment 10 durch den Zugmagneten M, wie später noch an Hand der Schaltschemen beschrieben werden soll, umgeschwenkt, so werden statt der Zahnräder 3, 5 und 6 die Zahnräder 3, 11, 12 und 6 miteinander in Eingriff gebracht und der Film 49 wird im Verhältnis von beispielsweise 3 : 1 langsamer transportiert.
Das Antriebsrad 4 ist mit dem Trieb 3 starr auf der Welle 2 befestigt und steht mit dem auf einer Montageplatte 18 montierten Trieb 14, welcher mit dem Trieb 15 und dem Exzenter 16 starr verbunden ist, dauernd in Eingriff. Der Greifer 17 wird in bekannter Weise durch den Exzenter 16 betätigt. Die Montageplatte 18 kann sich um die Welle 2 drehen, wird aber vorerst durch eine Klinke 19 und eine Feder 20 in ihrer ursprünglichen Lage festgehalten. Die Montageplatte 18 trägt noch das Zahnrad 21, das mit dem Zahnrad 15 im Eingriff steht und mit dem Exzenter 22 starr verbunden ist. Wird das untere Getriebe, wie bereits beschrieben, durch den Zungenmagnet M auf
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Langsamlauf geschaltet, so wird gleichzeitig das Gestänge 23 die Klinke 19 lösen.
Der Exzenter
22 wird durch die Feder 20 an die auf der Grundplatte 1 drehbar montierte Rolle 24 gedrückt und so die Montageplatte 18 abwechselnd um einige Millimeter nach rechts und links verdrehen. Der ebenfalls auf der Montageplatte 18 montierte Greifer 17 folgt dieser Bewegung, so dass die Greifer- spitzen 26 bei einem Übersetzungsverhältnis der Zahnräder 15 und 16 von 1 : 3, statt jedesmal nur einmal von drei Greiferbewegungen in die Perforation des Filmes 49 eingreifen zu können. Hiemit ist auch die Bildzahl/sec im Verhältnis 3 : 1 reduziert. Da der Greifer 17 dieselbe Anzahl von Bewegun- gen wie vorher ausführt, bleibt die Filmfortscbaltgeschwindigkeit unverändert bei Verzögerung der Bild- folge.
Wird ein Greifersystem mit Leerlauf verwendet, so werden im Zeitlupengang die Greiferspitzen
26 den Film 49 jeweils nur einmal bei sechs oder neun Greiferbewegungen um ein Bild weiter trans- portieren. Der auf der Grundplatte 1 montierte Kontaktsatz S2 sorgt dafür, dass die Umschaltung auf einen andern Gang nur im richtigen Moment erfolgen kann, so dass der Film durch die Greiferspitzen 26 nicht beschädigt werden kann.
Die Fig. 3 und 4 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem ein häufig verwendeter Schwing- hebelgreifer mit Kreisexzenterantrieb gewählt wurde.
Mit einer Welle 27, die mit einer Riemenscheibe 28 angetrieben werden kann, sind eine Flü- gelblende 29 mit Exzenter 30. Kreisexzenter 31 und einem Zahnrad 32 starr verbunden. Eine
Schnecke 34 treibt das Schneckenrad 35 und das auf einer gemeinsamen Achse 51 befestigte
Filmtransportrad 50 an, ist aber, im Gegensatz zu den bisherigen Projektoren dieser Art, nicht mit der
Welle 27 starr verbunden, sondern drehbar darauf befestigt. Die Schnecke 34 wird ihrerseits über die damit fest verbundenen Zahnräder 36 oder 37 angetrieben. Auf einer zweiten Welle 38 sind ein
Zahnrad 39 und ein Kreisexzenter 33 fest angebracht. Die Kupplung 40 wird von der Welle 38 mitgenommen, kann aber mittels des Kupplungsarmes 44 seitlich verschoben werden und wechselweise eines der beiden, je mit einem Konus 43 versehenen Zahnräder 41 oder 42, mitnehmen.
In der in
Fig. 3 dargestellten Ausgangsstellung wird der Kupplungsarm 44 durch einen Hebel 45 und eine Fe- der 52 gehalten.
Die Welle 27 hat eine konstante Drehzahl von beispielsweise 960 Umdr/min, wodurch bei einem Untersetzungsverhältnis der Zahnräder 32 und 39 von 1 : 3 die Drehzahl an der Welle 38 mit 320 Umdr/min ebenfalls konstant ist. Das Zahnrad 41 wird durch die Kupplung 40 mitgenommen und treibt im Verhältnis 1 : 3 über das Zahnrad 37 die Schnecke 34 mit 950 Umdr/min an, womit der Filmtransport über die Zahntrommel 50 für 16 Bilder/sec läuft. Auch der Greifer 48 wird von der Welle 27 gesteuert, der den Film mit 16 Bilder/sec fortschaltet.
Wird durch den Zugmagneten M der Kupplungsarm 44 hochgehoben, so wird das Zahnrad 41 aus-und das Zahnrad 42 eingekuppelt und die Schnecke 34 wird sich, bei gleich grossen Zahnrädern 36 und 42 jetzt mit 320 Umdr/min drehen, womit der Filmtransport auf ein Drittel reduziert ist.
Zu gleicher Zeit wird durch den hochgehobenen Kupplungsarm 44 auch der Hebel 45 frei. Die Welle 27 kann sich nun in den Lagern 46 axial verschieben und wird durch die Feder 47 soweit nach rechts und links verschoben, wie es der Hebel 45 in Verbindung mit dem Kreisexzenter 33 zulässt, wodurch die'Greiferspitzen 48, wie in dem ersten Beispiel bei drei Umläufen der Blende 29, den Film nur einmal fortschalten werden, was einer Bildzahl/sec von 5 1/3 entspricht.
Der Kontaktsatz S2 dient wieder dazu, eine eventuelle Beschädigung des Filmes während des Umschaltens zu verhindern. Dass die Gangumschaltung auch mit einer magnetischen Kupplung, oder, wie die Teilansicht in Fig. 5 deutlich zeigt, v n Hand bewerkstelligt werden kann, braucht nicht weiter erläutert zu werden. Fig. 6 zeigt noch ein letztes Beispiel, bei dem der Filmtransport vollkommen vom übrigen Getriebe mechanisch getrennt ist und durch ein Malteserkreuz erfolgt.
In dieser Anordnung kann das Malteserkreuz 61 auch durch ein beliebiges Greifersystem ersetzt werden. Mit der Welle 63 sind ein Antriebsrad 53, eine Nockenscheibe 54, ein Zahnrad 55 und eine Dreiflügelblende 56 starr verbunden. Die Welle 63 kann durch das Antriebsrad 53 so angetrieben werden, dass die Drehzahl z. B. konstant 960 Umdr/min beträgt. Durch die Zahnräder 55 und 57 mit einem Verhältnis 1 : 3 ist die Drehzahl an der Welle 58 konstant 320 Umdr/min. Auf der Welle 58 ist ebenfalls eine Nockenscheibe 54 und eine Kurvenscheibe 59 befestigt.
An den beiden Nockenscheiben liegen doppelpolige Umschaltkontakte USl und US2, an der Kurvenscheibe 59 noch ein Kontaktsatz S2, womit die Steuerung des Filmtransportes mittels des Schrittmotors SM besorgt wird. Da der Kraftbedarf an der Welle 63 nur für die Umdrehung der Flügelblende 56 und die Betätigung der Kontakte US1. US2 und S2 und nicht für den Filmtransport dient, kann der Antriebsmotor sehr klein sein.
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Der Filmtransport geschieht durch den Schrittmotor SM, welcher genau so arbeitet, wie die in der Fernmeldetechnik gebräuchlichen Schrittmotoren für Motorwähler. Mit dem Schrittmotor SM kann der Mitnehmer 60 des Malteserkreuzes 61 direkt oder mit einem Greifersystem über Zahnräder gekup- pelt werden. Da der Schrittmotor SM bei jeder Betätigung der Kontakte US1 oder US2 zwei Schritte macht, was einer halben Umdrehung des Rotors entspricht, kann der Mitnehmer 60 bei Verwendung eines vierteiligen Malteserkreuzes 61 vorteilhaft mit zwei Mitnehmerstiften 62 und bei einem sechs- oder achtteiligen Malteserkreuz mit drei oder vier Mitnehmerstiften 62 versehen werden.
Wenn dem Schrittmotor SM die Impulse über den Umschalter US1 zugeführt werden, wie an Hand der Fig. 8 und 10 noch erklärt werden soll, so macht bei jeder Umdrehung der Welle 63 der Schrittmotor SM jeweils eine halbe Umdrehung und die Filmfortschaltungfindet 960 mal pro Minute statt, was 16 Bilder/sec entspricht. Kommen die Impulse dagegen über den Umschalter US2, so bekommt der Schrittmotor SM nur bei jeder dritten Umdrehung der Welle 63 einen Impuls und schaltet den Film nur mit 5 1/3 Bilder/sec.
Da Malteserkreuzgetriebe als eine der ältesten Filmantriebearten allgemein bekannt sind, erübrigt es sich hier, weitere Darlegungen zu geben.
Die elektrische Steuerung eines Projektors nach der Erfindung kann verschiedenartig wie folgt ausgeführt werden :
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<tb>
<tb> A. <SEP> für <SEP> Handbetätigung <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Druckknopf <SEP> am <SEP> Projektor,
<tb> B. <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Fernbedienungskabel <SEP> mit <SEP> Hand- <SEP> oder <SEP> Fusskontakt,
<tb> C. <SEP> automatisch <SEP> vom <SEP> Film <SEP> selbst <SEP> gesteuert,
<tb> D. <SEP> vollautomatisch <SEP> vom <SEP> Magnettonband <SEP> gesteuert <SEP> und <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Film <SEP> synchronisiert.
<tb>
Fig. 7 zeigt ein Beispiel für die elektrische Steuerung eines Filmprojektors der beiden ersten beschriebenen Ausführungsbeispiele, wobei alle Schaltgeräte als Teil des Projektors im Projektorgehäuse untergebracht sein können. Das Schaltschema ist in der Anfangsstellung dargestellt, die geöffneten Kontakte S2 können aber am Anfang ebensogut geschlossen sein wie in den Fig. 1, 3 und 4 angegeben. Die Speise- Gleichspannung für das Schrittschaltrelais SR und den Zugmagneten M liefert der Gleichrichter Gl.
Wenn der Projektor eingeschaltet wird, leuchtet das grüne Kontrollämpchen gr auf und zeigt damit
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men St angeschlossen werden kann, erfolgen.
Eine automatische Steuerung kann dadurch erreicht werden, dass der Film 49 stellenweise neben dem Bildstreifen metallisiert wird und an dem mit Dl parallelgeschalteten Gleitkontakt SK vorbeigeführt wird. Sobald der Stromkreis für das Schrittschaltrelais SR durch Dl, St bzw. SK geschlossen wird, zieht der Zugmagnet M an und schaltet das Getriebe, wie in den Fig. l und 3 dargestellt, um. Bei der Umschaltung wird über S4 das grüne Kontrollämpchen gr erlöschen und das rote Kon- trollämpchen rt aufleuchten. Durch nochmalige Betätigung von Dl schaltet das Schrittschaltrelais SR und damit das Getriebe wieder auf die Ausgangsstellung zurück und das grüne Lämpchen gr leuchtet von neuem auf. Dieser Vorgang kann beliebig bis zum Ende des Filmes wiederholt werden.
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rät T.
Bei diesem Beispiel wurden für die elektrische Steuerung ausschliesslich Relais verwendet, obwohl auch eine elektrische Steuerung möglich ist. An den Klemmen St kann für die vollautomatische Magnetophonbandsteuerung, statt einem Fernbedienungskabel, ein für die Steuerung von Stehbildwerfern handelsübliches Dia-Steuergerät S und das Tonbandgerät T mit der am Projektor befindlichen Steckdose T8 angeschlossen werden.
Sobald der Projektor mit dem Kabel Kl'an das Lichtnetz angeschlossen und mit dem Schalter Sl eingeschaltet ist, sowie das Magnetophonband und der Film eingelegt sind, ist die Anlage vorführbereit.
Der vom Film gesteuerte Schalter S12 ist im Stand bei eingelegtem Film dargestellt, er ist, wenn sich kein Film mehr in der Filmbühne befindet, umgeschaltet, so dass der Projektor nur mit eingelegtem Film zum Laufen gebracht werden kann.
Die Arbeitsbereitschaft kann durch Aufleuchten der mit der Projektionslampe L in Reihe geschalteten Pauselampe LP und durch die Kontrollämpchen grl und gr2 angezeigt werden. Leuchtet statt grl rt auf. so genügt ein Tastendruck auf D3, um das grüne Lämpchen grl aufleuchten und das rote rt erlöschen zu lassen. Brennt gr2 nicht, so bekommt das Tonbandgerät keinen Strom und kann durch'D4 eingeschaltet werden.
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Wird das Tonbandgerät nun auf übliche Weise eingeschaltet, so geht alles weitere vollautomatisch vor sich, vorausgesetzt, dass vorher Magnetophonband und Film miteinander synchronisiert und auf dem
Tonband mit dem Dia-Steuergerät S die notwendigen Impulse auf bekannte Weise gegeben wurden.
Das Tonband läuft jetzt und wird z. B. mit einem Prolog beginnen, bis der erste Tonbandimpuls über das
Steuergerät S den Stromkreis minus, Relais R2, S12, S7, St und plus kurzzeitig schliesst. Das Re- lais R2 zieht an und die Projektionslampe L und der Projektormotor Mo bekommen Spannung, wodurch der Projektor anläuft und die Pauselampe durch Kurzschliessen der Kontakte S8 erlöscht.
Da das Relais R2 durch die Haltekontakte S7 gehalten wird, läuft der Projektor solange weiter, bis am Ende des Filmes der Schalter S12 umgeschaltet wird. Spätestens bei der ersten Umdrehung des Exzenters 22 in Fig. 2 oder des Kreisexzentels 33 in Fig. 3 wird sich S2 schliessen, wodurch das
Relais Rl ebenfalls angezogen wird.
Über S4 bekommt dann auch das Schrittschaltrelais SRI Spannung, dessen Kontakte S5 ge- schlossen werden, wodurch der Zugmagnet das Getriebe auf Langsamlauf umschaltet, wie an Hand der
Fig. l und 3 beschrieben wurde. Um bei der kurzen Kontaktdauer von S2, etwa 20ms, zu verhin- dern, dass das Schrittschaltrelais SRI mehrmals hintereinander Spannung bekommt, wird das Relais Rl über die Haltekontakte S3 so lange, wie der Magnetophonbandimpuls anhält, gehalten. Über S6 vom
Schrittschaltrelais SRI wird gleichzeitig das grüne Kontrol1 mpchen grl erlöschen und das rote
Lämpchen rt aufleuchten.
Nach Beendigung des ersten Impulses fallen die Relais Rl und R2 wieder ab, S5 bleibt aber ge- schlossen bis beim zweiten Impuls R2 und SRI wieder angezogen werden, wodurch der Magnet M durch Öffnen der Kontakte S5 abfällt und der Projektor auf Schnellauf umschaltet, was durch erneutes
Aufleuchten von grl angezeigt wird. Durch den dritten Impuls wird auf dieselbe Weise S5 geschlos- sen und beim vierten Impuls wieder geöffnet und so weiter, bis der Schalter am Ende des Filmes durch
Abfallen des Relais R2 den Projektor ab-und die Pauselampe LP einschaltet. Das Tonband läuft aber noch so lange weiter, bis der nächste Impuls über den jetzt umgeschalteten Schalter S12 das Schritt- schaltrelais SR2 anzieht und das Tonbandgerät über S10 und 11 abschaltet, wobei auch gr2 er- löscht. Hiemit ist die Vorführung zu Ende.
Die elektrische Steuerung von Projektoren mit Schrittmotorantrieb nach Fig. 6 weicht nur geringfügig von den hievor beschriebenen Steuerungen ab. Einige Beispiele werden in den Fig. 8 und 10 veranschau- licht.
Wie in Fig. 6 gezeigt wird, werden die Umschaltkontakte USlundUS2 durch Nockenscheiben mit verschiedenen Drehzahlen im Verhältnis 3 : 1 betätigt. Das Schrittschaltrelais SR in Fig. 8 oder SRI in Fig. 10 führt die Spannung, anstatt an den Magneten M wie in den Fig. 7 und 9, abwechselnd an die beiden Umschalter US1 und US2. Die hiedurch in längeren oder kürzeren Zeitintervallen ankommen- den Impulse beeinflussen den Lauf des Schrittmotors SM, was die erstrebte Änderung der Bildzahl/sec zur Folge hat.
Das in den gegebenen Beispielen angenommene Verhältnis zwischen Normal- und Zeitlupengang von 3 : 1 hat sich für einen Normalgang von 16 Bilder/sec als günstig erwiesen, kann aber auch anders gewählt werden. Bei einem Normalgang von 24 Bilder/sec kann das Verhältnis bis auf 5 : 1 erhöht werden.
Bei der in Fig. 11 gezeigten Ausbildung der Projektorsteuerung sind die Relais mit Rl - R5 bezeich- net. Bei der Kontaktbezeichnung bedeutet die erste Ziffer das betreffende Relais und der darauffolgende
Buchstabe a, r oder u Arbeit-, Ruhe- oder Umschaltkontakt. Die übrigen Bezeichnungen sind geläu- fig und brauchen wohl keine nähere Erklärung. Die Relais Rl und R2 sind mit je zwei a-, einem r-und zwei u-Kontakten ausgestattet, sie sind gegenseitig verriegelt und dienen in erster Linie der Mo- torrichtungsumkehrung. R3 hat neben einem a- und r- Kontakt noch einen Hochstrom- a-Kontakt für die
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Die Steuerung des Projektors funktioniert wie folgt :
Der Gleichrichter Gll in Fig. 11 liefert die erforderliche Relafssteuerspannung. Beim Einlegen des Filmes in den Projektor wird der im Filmkanal befindliche Endumschalter Su umgeschaltet, wodurch eine Verbindung zwischen Gll und den beiden Drucktasten Dl und D2 hergestellt wird.
Um ein bequemeres Einlegen des'Filmes in den Projektor oder eine automatische Filmeinfädelung zu ermöglichen, kann der Projektormotor M mittels einer Drucktaste D3, unabhängig von der Relaisbetätigung, in Vorwärtsrichtung eingeschaltet werden. Wenn der Film eingelegt ist, kann mit der Projektion durch Betätigung von Dl begonnen werden. Dl schliesst den Stromkreis Dl, 2ul, lu2, Rl, wodurch R1 angezogen wird. Der Haltekontakt lal wird über 4u und Su Relais Rl, das sonst
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infolge der erfolgten Umschaltung von lu2 abfallen würde, gehalten. la2 schaltet den Motor Mo auf Vorwärtslauf und R3 wird über lu2 und 3r angezogen, womit die Projektionslampe L über 3a2 eingeschaltet wird.
R3 wird solange über 3al gehalten, bis der Endschalter Su am Ende des Filmes den Stromkreis unterbricht. Über 3a2 kann, wie in Fig. 11 dargestellt, mit Vorteil noch eine Pauselampe Lp angeschlossen werden, welche bei ausgeschalteter Projektionslampe L brennt und beim Einschalten der Projektionslampe L erlischt. Das Schrittschalterelais R5 wird über lu2 und den von der Hauptwelle des Projektors gesteuerten Kontakt S2 ebenfalls angezogen. Der-Widerstand rl ist so bemessen, dass bei geöffnetem S2 das Relais R5 nicht ansprechen kann, jedoch das durch kurz- zeitiges Schliessen der Kontakte S2 bereits angezogene Relais, solange Dl geschlossen bleibt, festhalten kann.
Der Kontakt S2 dient dazu, dass die Gangumschaltung nur in einer bestimmten Lage des Greifers erfolgen kann. Der Magnet Mu bekommt über 5r2 und Su Spannung und schaltet das Gangumschaltgetriebe, das hier nicht gezeichnet ist, z. B. auf Zeitlupengang. Mu wird dabei so lange gehalten, bis ein zweiter Impuls 5r2 durch R5 wieder in die ursprüngliche Lage zurückschaltet. Hiemit ist der erste Schaltvorgang von etwa 20ms beendet und der Projektor beginnt mit der Vorwärtsprojektion im Zeitlupengang.
Der zweite Stromimpuls Dl schliesst den Stromkreis Dl, 2ul, lu2, S2 und R5 zieht an, das durch Abfallen von Mu, denn die Kontakte 5r2 haben sich wieder geöffnet, das Ganggetriebe auf Normalgang umschaltet. Der dritte Impuls bewirkt auf dieselbe Weise eine nochmalige Umschaltung auf Zeitlupengang usw.
Wird statt Dl die Taste D2 betätigt, so wird zunächst durch Schliessen des Stromkreises D2, 'lul, Oa2 Relais R4 angezogen, womit 4u den Stromkreis von Rl unterbricht und Rl fällt ab. Zwar erfolgt durch Abfallen von lu2 auch eine Unterbrechung des Stromkreises von R4, welcher aber durch oa 2/C2 erst mit Verzögerung abfällt. Durch den Abfall von Rl ist auch der Motor Mo zum Stillstand gekommen. Zu gleicher Zeit wird über 4u Spannung an 5rl gelangen, so dass, wenn in diesem Moment 5rl geschlossen wäre, der Projektor also auf Zeitlupengang geschaltet war, R5 angezogen und automatisch in die Anfangsstellung zurückgeschaltet wird.
Nach Ablauf der Verzögerungszeit fällt R4 ab und schliesst, vorausgesetzt, dass D2 länger als die Abfallverzögerungszeit betätigt wird, den Stromkreis D2, lul, 2u2, R2 und R2 zieht an. Der Projektormotor Mo wird nun über 2a2 auf Rücklauf geschaltet. Alle weiteren Funktionen verlaufen über R2 genau so wie vorhin im Vorwärtslauf über Rl, so dass auch die Rücklaufprojektion im Zeitlupengang beginnt und jede darauffolgende Betätigung von D2 eine Umschaltung von Zeitlupen- auf Normalgang und umgekehrt bewerkstelligt.
Um auf den Vorwärtsgang zurückzuschalten, braucht nur Dl erneut betätigt zu werden, wodurch R4 angezogen und über 4u das Abfallen von R2 bewirkt, um nach Ablauf der Verzögerungszeit den Stromkreis von Rl zu schliessen, welcher seinerseits den Motor Mo in Vorwärtslauf umschaltet usw., wie dies bei der ersten Betätigung vorhergehend bereits beschrieben wurde.
Wird Dl oder D2 bei laufendem Projektormotor kürzer als die Abfallverzögerungszeit des Relais R4 beträgt, betätigt, wird der Motor Mo wohl aus- jedoch nicht mehr in umgekehrter Richtung eingeschaltet und der Motor bleibt stehen. Da die Projektionslampe L noch so lange brennt. bis der Film zu Ende ist, erzielt man auf diese Weise einen Stillstand der Projektion.
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Um eine übermässige Erwärmung des Filmes bei Stillstandsprojektion oder während des Umschaltens von Vorwärts- und Rückwärtslauf zu vermeiden, wurde ein Wärmeschutzfilter F vorgesehen, das bei stillstehendem Motor und brennender Projektionslampe von einem Zugmagnet Mf in den Lichtstrom der Lampe gebracht wird, d. h. nur wenn beide Relais Rl und R2 abgefallen und R3 angezogen ist, weil dann der Magnetstromkreis Mf, Oal, Ir, 2r, 3al, Su geschlossen ist. Damit Filter F beim Wiedereinschalten des Motors nicht zu früh aus dem Lichtstrom der Lampe gebracht wird, ist der Zugmagnet Mf durch Oa 1/C3 abfallverzögert.
AnStelle des vom Magneten Mf betätigten Wärmeschutzfilters F kann auch ein Relais R6 mit dem Zweck, die Lampenspannung auf eine niedrigere Spannung umzuschalten, verwendet werden (Fig. 12).
Statt mit beiden Drucktasten Dl und D2 kann ebenso gut dieSteuerung über ein Fernbedienungskabel mit zwei Drucktasten D4 und D5 (Fig. 13) erfolgen, für dessen Anschluss ein Stecker Stl und nine Steckdose Kd (Fig. 11) vorgesehen ist.
Die Relaissteuerung mit zwei Impulsen, welche auch für andere Systeme verwendet werden kann, ist
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besonders wichtig, weil dadurch erst eine sinnvolle und verhältnismässig einfache Magnettonbandsteuerung möglich wird. Es stehen erfindungsgemäss zwei Wege offen, um eine Zweiimpulsmagnettonbandsteuerung zu verwirklichen, einmal durch einen Impulsgeber mit zwei verschiedenen Frequenzen und Aufzeichnung auf einer Tonspur, welche bei der Wiedergabe durch eine Frequenzweiche getrennt werden und durch einen Impulsgeber mit einer Frequenz und zwei Tonspuren mit zwei Impulsverstärkerkanälen. Eine einfache und daher preiswerte Lösung eines Impulsgebers mit zwei Frequenzen ist in Fig. 14 dargestellt.
Im Beispielsfalle wurden zwei weit auseinanderliegende Frequenzen, 100 Hz, und 10 KHz gewählt, damit die Frequenzweiche sehr einfach gehalten werden kann, es können aber ebenso gut andere, für eine Magnettonband-Aufzeichnung geeignete Frequenzen gewählt werden. Die 100 Hz Frequenz wird von einem Brükkengleichrichter G12 (Fig. 11) bezogen. Die 10 KHz Frequenz liefert ein an sich bekannter Wien RC
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sen ist. Eine Betätigung von D8 unterbricht durch Öffnung von 8r die Löschspannung und schliesst gleichzeitig mit 8a den Schwingkreis r2/C6-rll/C5, Tl und T2, dessen 10 KHz Generatorfrequenz an T2/rl0 abgegriffen und über 6u2 zum Tonkopf K geführt wird, um auf dem Magnettonband aufgezeichnet zu werden.
Zu gleicher Zeit wird die Generatorfrequenz durch T3 verstärkt und C15 und Gleichrichter Oa4/C13 über St2/2 und KD/2 (Fig. ll) an Dl gelangen, wo er alle Funktionen von Dl übernimmt, unter anderem Einschalten des Projektors, durch Einschalten von Relais Rl, Gang- umschaltung usw.
Bei Betätigung von D7 wird die Löschspannung durch Öffnen von 7u unterbrochen und 7a schliesst den Stromkreis K, 6ul, 7u, C12überSt2/5undKD/5 (Fig. 11) G12, womit die von G12 gelieferte, mit 100 Hz schwingende Gleichspannung zum Tonkopf K gelangt.
Diese 100 Hz Frequenz gelangt auch über 7a, C4, Tl, T2 und T3 über die Drossel Dr der Fre- quenzweiche Oa3, St 2/4, KD/4 (Fig. 11) an D2 und übernimmt alle Funktionen von D2. Wird
D6 in die Wiedergabestellung zurückgeschaltet, so werden die auf dem Magnettonband gespeicherten Impulse von 100 Hz und 10 KHz über 6ul und C16 durch Tl und T2 verstärkt an die Frequenzweiche D2/C15 gelangen, wo der 100 Hz Frequenzimpuls durch die kleine Kapazität C15 gesperrt nur von Dr und die 10 KHz, wofür Dr ein grosser Widerstand bedeutet, von C15 durchgelassen wird.
Da für die Speicherung der beiden Steuerfrequenzen nur eine Spur benötigt wird, ist hiemit eine voll- automatische Magnettonbandsteuerung mit gleichzeitiger Tonwiedergabe, die auch bei Rückwärts- und Stillstandsprojektion nicht unterbrochen wird, verwirklicht worden. Die in den Zeichnungen getrennten Steuergruppen, Relaissteuerung (Fig. 11) und Impulsgeber (Fig. 14), können ebenso gut vereinigt im Projektorgehäuse untergebracht werden. Das hat den Vorteil, dass bei Verwendung von Stereo-Tonbandgeräten der Tonkopf wegfallen kann, wobei nur die beiden Tonkopfanschlüsse a-a bei der Aufnahme an die Eingangsklemmen und bei der Wiedergabe an die Ausgangsklemmen des Tonbandgerätes angeschlossen werden brauchen. Bei Mono-Tonbandgeräten wäre dann der Tonkopf als Zusatzgerät daran zu befestigen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Filmprojektor für Normal-und Zeitlupengang, dadurch gekennzeichnet, dass für die Änderung der Bildwechselfrequenz ein durch elektrische Impulse gesteuertes Getriebe vorgesehen ist, das mindestens zwei Wellen mit verschiedenen, jedoch konstanten Drehzahlen aufweist und mit der schnelllaufenden Welle (2, 27, 63) (Fig. l - 6) eine Umlaufblende (29,56) sowie die Steuerorgane für die Bildwechselfrequenz bei Normallauf starr verbunden sind und mit der langsamlaufenden Welle die Steuerorganze für die Bildwechselfrequenz beim Zeitlupengang kraftschlüssig verbunden sind.
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