<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf ein Aufnahme- und Wiedergabegerät für bandförmigen, einen Vorspann gegenüber dem Band unterschiedlichen Reflexionsvermögens aufweisenden Informationsträger, der von einem Vorratswickel zu Aufnahme- und/oder Wiedergabeeinrichtungen und von dort zu einem, vorzugsweise von einer Aufwickelspule gebildeten, Speicher längs einer vorbestimmten Bahn transportierbar ist, an der eine Lichtquelle und ein das Licht dieser Lichtquelle in elektrische Signale entsprechend der Lage des Bandes umformender lichtelektrischer Wandler vorgesehen ist, an dem eine Steuereinrichtung für die Betriebsart des Gerätes anschliessbar ist. Der Begriff "Licht" sei hiebei im allgemeinsten Sinne verstanden, so dass auch elektromagnetische Wellen ausserhalb des sichtbaren Spektrums unter diesen Begriff fallen.
Geräte der eingangs genannten Art werden beispielsweise in den deutschen Offenlegungsschriften Nr. 1964014 und Nr. 1964728, aber auch in der franz. Patentschrift Nr. 2. 025. 978 beschrieben. Hiebei wird die Lage eines Films im Durchlicht abgetastet und daraus ein Steuersignal gewonnen.
Durch die Erfindung sollen die bekannten Geräte verbessert werden und dies geschieht erfindungsgemäss einfach dadurch, dass dem lichtelektrischen Wandler in an sich bekannter Weise das vom Band reflektierte Licht zugeführt ist, wobei, wie ebenfalls bekannt, dem lichtelektrischen Wandler mindestens ein Schwellwertschalter nachgeschaltet ist, von denen einer einen Schwellwert zwischen den Werten der Ausgangssignale des lichtelektrischen Wandlers bei Reflexion des Lichtes vom Vorspannband bzw. vom Informationsträger aufweist, und dass der Ausgang des Schwellwertschalters wahlweise mit Hilfe eines Betriebsartenschalters einer Steuereinrichtung für Einfädeleinrichtungen des Gerätes und einer für die Rückwickeleinrichtung zuleitbar ist.
An sich wäre zu vermuten, dass die lichtelektrische Abtastung im Durchlicht und mittels der reflektierten Strahlung einander äquivalent sein müsste. überraschenderweise hat sich aber gezeigt, dass dem nicht so ist. Für gewöhnlich weist nämlich der Film einen Vorspann auf, der eine Reflexionsfähigkeit besitzt, die von der des Films abweicht. Auf diese Weise lassen sich bei Verwendung des reflektierten Lichtes drei verschiedene Signale gewinnen. Während beim Einfädeln der Wechsel von einem Signal "0" (kein Film vorhanden) zu einem Signal "l" (Film bzw. Vorspann vorhanden) von Bedeutung für die Beendigung des Einfädelvorganges ist, ist es beim Rückwickeln zweckmässig, wenn der Übergang von dem dem Film zugeordneten Signal zu dem dem Vorspann zugeordneten Signal erkennbar wird, damit der Rückwickelantrieb rechtzeitig abgeschaltet werden kann.
Die Gewinnung dreier Signale ist bei Durchlicht nicht bzw. praktisch nicht möglich, weil bei undurchsichtigem Vorspann der Übergang zum Film dann nicht erkennbar ist, wenn die ersten Filmszenen verhältnismässig dunkel sind, wogegen bei durchsichtigem Vorspann der Unterschied im Signal des lichtelektrischen Wandlers bei nicht vorhandenem Film und bei Vorhandensein dieses Vorspannes zu gering ist.
Es ist zwar aus der Papierindustrie bekanntgeworden, einem zum Abtasten der vom Papier reflektierten Lichtsignale angeordneten lichtelektrischen Wandler einen Schwellwertschalter nachzuschalten. Der Schalter dient dazu, eine Anzeige- und/oder Steuereinrichtung zu betätigen, wenn die Qualität des Papiers unterhalb einer bestimmten Qualitätsgrenze fällt. Diese Geräte dienen somit einem völlig andern Zweck, wobei darüber hinaus die bei Aufnahme- oder Wiedergabegeräten vorherrschenden Probleme zum Steuern des Bandantriebes beim Einfädeln oder Rückwickeln des Bandes nicht gegeben sind.
Da, wie schon erwähnt, für das Umschalten beim Einfädeln bzw. beim Rückwickeln ein Spannungssprung massgeblich ist, der jedoch jeweils andere Schwellwerte aufweist, wird vorteilhafterweise der Schwellwert des dem lichtelektrischen Wandler nachgeschalteten Schwellwertschalters je nach der Betriebsart umschaltbar sein.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich an Hand der nachfolgenden Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles.
Ein Schmalfilmprojektor--l--ist zur Aufnahme von Kassetten --2-- eingerichtet. In diesen Kassetten --2-- befindet sich ein Filmwickel--3-, von dem der Filmanfang mittels einer Ausfädeleinrichtung --4-- abnehmbar und in Filmführungen des Projektors--l-einfädelbar ist. Der Film --5-- gelangt sodann durch eine schematisch angedeutete Bildbühne--6--und von dieser über eine ortsfeste Filmführung --7-- zu einer Umlenkrolle--8--, von der aus er über nicht dargestellte, an sich
EMI1.1
Gegenstand der Erfindung und deshalb nicht dargestellt.
Zur Steuerung der Ausfädeleinrichtung --4-- und der Reibrolle --11-- sind im dargestellten Ausführungsbeispiel je ein Elektromagnet--12 bzw. 13-vorgesehen. Diese Magnete-12, 13-werden über eine Umschalteinrichtung--14--angesteuert, die ihrerseits vom Betriebsartenschalter-10-willkürlich schaltbar ist. Je nach der Stellung des Betriebsartenschalters --10-- wird entweder der Magnet - oder der Magnet --13-- oder keiner der beiden erregt.
Überdies ist eine automatische Steuerung der beiden Magnete-12, 13-vorgesehen. Es ist ja notwendig, die Ausfädeleinrichtung --4--- aus der Kassette--2--zu bringen, sobald der Film-5-- mindestens die Filmbühne --6-- passiert hat, und es ist anderseits zweckmässig, die Reibrolle-11-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
ortsfesten Führung --7-- und der Umlenkrolle--8--passiert, erhält infolge der meist sehr starken Reflexionsfähigkeit des Vorspannbandes der lichtelektrische Wandler--16--einen starken Lichtimpuls, und sendet ein entsprechend starkes Spannungssignal aus, das den Schwellwert eines Schwellwertschalters-17--
EMI2.2
von der Oberfläche des Films reflektierte Strahlungsanteil,
worauf auch das Ausgangssignal des lichtelektrischen Wandlers --16-- unter den Schwellwert des Schwellwertschalters --17-- fällt. Somit wird der Umschalteinrichtung --14-- kein weiteres Signal mehr zugeführt.
In gleicher Weise funktioniert die dargestellte Einrichtung im Falle, dass der Betriebsartenschalter-10-- auf"Rückwickeln"geschaltet ist. In diesem Falle wird der Magnet --13-- erregt und die Reibrolle-11in die Kassette --2-- eingeschwenkt. Dies bleibt so lange, bis der Filmanfang die freie Strecke zwischen der
EMI2.3
--16-- mehrMagneten - diesmal des Magneten--13---führt.
Herkömmlicherweise weisen Filmvorspannbänder einen höheren Reflexionsgrad auf. Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich aber auch möglich, ein erfindungsgemässes Gerät--l--mit einem Vorspannband von gegenüber dem Film geringerer Reflexion zu betreiben, in welchem Falle der Schwellwertschalter --17-- zum Ansprechen auf das von der Anwesenheit des Vorspannbandes gewonnene Ausgangssignal auf einem niedrigeren Schwellwert eingestellt sein müsste. Gegebenenfalls können auch zwei Schwellwertschalter vorgesehen sein, von denen der eine auf das vom Vorspannband herrührende Signal, der andere auf das vom Film stammende Signal anspricht.
Eine unter Umständen auftretende Schwierigkeit kann darin bestehen, dass nicht alle der verwendeten Filme einen Vorspann besitzen. In diesem Falle wäre es besonders wichtig, wenn wenigstens die Einrichtung zum
EMI2.4
erhalten, wenn kein Vorspannband vorgesehen ist, kann im Rahmen der Erfindung der Betriebsartenschalter - mit dem Schwellwertschalter --17-- über eine Leitung --18-- verbunden sein, wobei der Schwellwertschalter --17-- beim Einstellen des Betriebsartenschalters --10-- auf "Einfädeln" auf einen niedrigeren, dem Reflexionsgrad des Films selbst entsprechenden Schwellwert eingestellt wird. Gleichgültig, ob
EMI2.5
während der gesamten Vorführung des Films--5--ein Signal über den Schwellwertschalter --17-- erhält, spielt keine Rolle.
Zum Rückwickeln jedoch wird der Schwellwertschalter --17-- vom Betriebsartenschalter - wieder auf einen höheren Schwellwert umgeschaltet.
Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche verschiedene Ausführungsbeispiele möglich. An Stelle der Ausfädeleinrichtung oder zusammen mit ihr kann beispielsweise eine an sich bekannte Einfädeleinrichtung zum Zuführen des Films --5-- zur Aufwickelspule --9-- geschaltet werden. Auch ist es selbstverständlich möglich, Lichtquelle--15--und lichtelektrischen Wandler--16--an beliebigen Stellen der Filmbahn anzuordnen. Gegebenenfalls kann dann auch eine Verzögerungseinrichtung für das Ausgangssignal des lichtelektrischen Wandlers--16--, beispielsweise ein RC-Glied im Stromkreis vorgesehen sein.
Zum Umschalten des Schwellwertschalters --17-- auf verschiedene Schwellwerte kann auch ein besonderer Schalter zum willkürlichen Umschalten von Hand aus vorgesehen sein oder auch ein im Bereich der Austrittsöffnung der Kassette --2-- vorgesehener lichtelektrischer Wandler, dessen Ausgangssignal bei Austritt des Films aus der Kassette ein Vergleichsmass für den Vergleich mit dem etwas später auftretenden Signal am lichtelektrischen Wandler --16-- ergibt. Diese beiden lichtelektrischen Wandler können dann in einer an sich bekannten Vergleichsschaltung, beispielsweise einer Wheatstone'schen Brücke, angeordnet sein. Zum Speichern des Signals des bei der Kassette angeordneten lichtelektrischen Wandlers bis zum Auftreten des Signals des Wandlers --16-- ist zweckmässig ein RC-Glied vorgesehen.