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Magnettongerät
Die Erfindung bezieht sich auf ein Magnettongerät, bei welchem der Tonträger in einer Kassette untergebracht ist und welches mit einem bei leerem Kassettenraum die mit der Kassette und den Spulen zusammenwirkenden Teile des Gerätes verdeckenden Deckel versehen ist.
Bei solchen Geräten und insbesondere bei Geräten, in denen die den Tonträger enthaltende Kassette ausschliesslich durch ihre Bewegung in einer Richtung parallel zu ihrer Hauptebene in Arbeitsstellung gebracht wird, ist es zweckmässig, eine der Hauptseiten der Kassette für die Dauer des Betriebes sichtbar werden zu lassen, damit der Benützer die auf ihr vermerkten Angaben, wie beispielsweise die Titel der einzelnen Aufnahmen ablesen kann und damit das häufig in der Kassettenwandung vorgesehene Fenster, durch welches beobachtet werden kann, wie weit das Band aufbzw. abgerollt ist, freigelegt wird.
Um nun zu verhindern, dass bei leerem Kassettenraum Staub zu den mit der Kassette und den Spulen zusammenwirkenden Teilen des Gerätes gelangt bzw. dass diese Teile gegebenenfalls beschädigt werden, ist der Deckel vorgesehen, welcher am Gerät bzw. an dessen Gehäuse angelenkt ist. Beim Einlegen der Kassette ist es bei diesen bekannten Geräten somit erforderlich, zunächst den Deckel abzunehmen, worauf die Kassette eingelegt werden kann.
Es ist auch bekannt (deutsche Patentschrift Nr. 353905) bei Filmkassetten Schiebedeckel anzubringen, die beim Einlegen der Filmkassette automatisch zurückgeschoben werden. Jedoch dienen solche Vorrichtungen dazu, das vom Licht geschützte Filmmaterial innerhalb der Kassette erst in der Kamera für die Belichtung freizugeben. Ein Fenster in der Kassette, wie es beispielsweise bei Tonbandkassetten zweckmässig ist, um die Aufwicklung des Bandes zu beobachten, ist bei solchen Vorrichtungen selbstverständlich nicht vorgesehen, weil die Belichtung das Filmmaterial verderben würde. Eine Gefahr des Verschmutzens bzw. einer mechanischen Beschädigung des Antriebsmechanismus ist bei solchen Vorrichtungen von vornherein nicht gegeben.
Zweck der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, welche die Teile des Mechanismus, die mit der Kassette zusammenarbeiten, verdeckt und schützt, wenn sich die Kassette nicht im Gerät befindet, und die ganz oder teilweise verschwindet, wenn sich die Kassette in Arbeitsstellung befindet, so dass der Teil einer Kassettenhauptseite, der die Angaben über die Aufnahmen, die in dieser Kassettenstellung vom Gerät abgenommen werden, trägt, sowie andere Informationsmittel, insbesondere das in der Kassettenwandung vorgesehene Fenster, durch welches beobachtet werden kann, wie weit das Band abgerollt ist, sichtbar werden. Dabei soll gleichzeitig das Einbringen der Kassette erleichtert werden.
Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass der Kassettenraum, in den die Kassette in an sich bekannter Weise mit einer Schmalseite voran eingeschoben wird, mit einem von zumindest einer Feder bei leerem Kassettenraum in der Schliessstellung gehaltenen in Nuten des Kassettenraumes geführten Schiebedeckel nach aussen abgeschlossen ist, welcher vorzugsweise Anschläge aufweist, die an der Innenseite mit der Schmalseite der Kassette zusammenwirken, so dass er beim Einschieben gegen die Wirkung der Feder zurückgeschoben wird. Auf diese Weise wird ein leichtes Einschieben der den Tonträger enthaltenden Kassette ermöglicht und es ist hiebei gesichert, dass nach Entnahme der Kassette der Schiebedeckel stets in seine die Antriebsteile des Gerätes schützende Lage
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zurückkehrt.
Die Art der zur Rückführung des Deckels verwendeten Feder bzw. Federn kann hiebei verschieden sein, es werden jedoch zweckmässig zwei an zwei Seiten des Deckels angreifende Federn vorgesehen sein, um eine Verkantung des Deckels zu vermeiden. Selbstverständlich ist es möglich, dass die eine Schmalseite der Kassette beim Einschieben derselben selbst gegen den Deckel stösst und diesen verschiebt. Um aber sichtbare und unschöne Beschädigungen, Zerkratzungen u. dgl. zu vermeiden, sind vorzugsweise an der Innenseite des Schiebedeckels mit der Schmalseite der Kassette zusammenwirkende Anschläge vorgesehen.
Weitere Kennzeichen und Vorteile der Erfindung ergeben sich an Hand der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles. Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht eines erfindungsgemässen Gerätes, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1. Fig. 3 stellt einen Schnitt entlang der Linie III-III der Fig. 1 bei leerem Kassettenraum dar, während Fig. 4 eine Draufsicht auf das erfindungsgemässe Gerät ist.
Das erfindungsgemässe Gerät-l-weist an seiner Vorderseite --3-- eine den Blick auf eine
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Aussparung-4-auf,- und mit ihrem andern Ende --9-- am Gehäuse des erfindungsgemässen Gerätes --1-befestigt sind (Fig. 1, 3). Für den Fall, dass auch eine verschiebbare Grundplatte --14-- vorgesehen ist (vgl. Fig. 2, 3), ist es selbstverständlich auch möglich, dass diese Federn--7--auch an dieser Grundplatte, welche mit dem Schiebedeckel--5--verbunden ist, angreifen. Auch genügt es unter Umständen, wenn nur eine einzige Feder --7-- vorgesehen ist, welche dann in der Mitte des Schiebedeckels --5-- oder der Grundplatte--14--angreift.
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--10-- befestigt,--1-- anstösst, wobei der Schiebedeckel --5-- im Sinne eines Öffnens verschoben wird.
Hiebei wird der Schiebedeckel --5-- aus der in Fig. 3 dargestellten Stellung in die in Fig. 2 gezeigte Stellung bewegt, bei der die Aussparung --4-- vollständig freiliegt, so dass fast die ganze Kassette und vor allem Achsen--11--der Bandauf-und-abwickelspule und das für gewöhnlich in der Kassettenwandung vorgesehene Fenster --12-- sichtbar werden. Dies erlaubt dem Benutzer, beispielsweise die gewöhnlich auf der Kassette vermerkten Titel der einzelnen Aufnahmen abzulesen und zu beobachten, wie weit das Band auf-oder abgerollt ist. Selbstverständlich muss der Tonträger nicht unbedingt von einem Magnettonband gebildet sein. Aus praktischen Gründen sind aber bisher nur derartige Tonträger in Kassetten auf den Markt gekommen.
Gemäss einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist das Gerät --1-- eine bewegliche Grundplatte--14--auf, die mit dem Schiebedeckel--5--verbunden ist, so dass beim Einschieben der Kassette --2- die Bewegung von der Grundplatte auf den Deckel oder umgekehrt übertragen wird (Fig. 2, 3). Zu ihrer Schiebebewgung bewegt sich dabei die Grundplatte--14--, beispielsweise durch entsprechend geformte Nuten od. dgl. gleichzeitig in Richtung auf die Kassette -2-- zur bzw. von dieser weg, und es werden durch diese zweite Bewegungskomponente die auf der Grundplatte vorgesehenen Antriebsaggregate in Eingriff mit dem in der Kassette --2-- enthaltenen Bandspulen od. dgl. gebracht.
Zur Übertragung der Schiebebewegung weist die Grundplatte --14-- zweckmässig zwei Dorne --15-- auf, welche in Hülsen--16--gleiten. Die Hülsen sind mittels Flanschen - 18-- am Gerätechassis--17--gefuhrt und können gegebenenfalls die anschläge --10-ersetzen. In diesem Fall sind dann die Hülsen--16-- mit dem Schiebedeckel--5--verbunden. Es ist aber auch möglich, dass die in den Kassettenraum einzuführende Kassette --2-- zunächt gegen
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letzten Abschnitt der Bewegung des Schiebedeckels die Anschläge--10--die Hülsen--16--bei ihrer Bewegung mitnehmen.
Falls die Anschläge --10-- über die gesamte Breite der Aussparung --4-- durchgehend und über die gesamte Schmalseite der Kassette --2-- reichend ausgebildet sind, wird ein zusätzlicher Schutz des erfindungsgemässen Gerätes--l--gegen Verstauben erzielt. Im übrigen ist jedoch die Ausbildung der Anschläge -10-- der Grundplatte --14-- bzw. des Schiebedeckels --5-- im einzelnen für das Wesen der Erfindung ohne Belang.