AT308456B - Verfahren zur Herstellung von zur Umpflanzung bestimmten Pflanzen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von zur Umpflanzung bestimmten PflanzenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Umpflanzung (Verpflanzung) von Stauden oder Sträuchern stösst auf Schwierigkeiten, weil dabei bestimmte, im allgemeinen kurze jahreszeitliche Zeiträume eingehalten werden müssen. Dies ist der Grund dafür, dass Rosenstöcke, deren Umpflanzung zwingend während einiger Frühlings- oder Herbsttage vorgenommen werden muss, wegen der Kürze dieser Zeiten und wegen ihrer ungünstigen jahreszeitlichen Lage in kälteren oder schneereicheren Gegenden nicht gezogen werden können. Die Erfindung schafft hier dadurch eine Verbesserung, dass die Pflanze nach ihrem Ausgraben reichlich mit Wasser gewaschen wird, worauf das oberirdische Äste- und Zweigsystem der Pflanze beschnitten und das Wurzelsystem durch Entfernen von ungefähr 4/5 seines Umfanges verstümmelt und die so aufbereitete Pflanze einige Zeit in einem mit biologischem Serum gefüllten Behälter aufbewahrt wird, dass hernach das Wurzelsystem der Pflanze in eine Umhüllung, z. B. ein Rohr oder ein Netz von etwa 85 mm Durchmesser und 180 mm Höhe eingesetzt und diese Umhüllung mit einem mit einer Nährlösung befeuchteten Gemisch neutraler Materialien gefüllt und das Ganze in einen Sack aus Kunststoff gesetzt und dieser um den Hals der Pflanze zugebunden und die so zubereitete Aufbereitungspackung schliesslich in einem kühlen und dunklen Raum für einen kurzen Zeitraum aufbewahrt wird. Bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens gelingt es, Rosenstöcke und andere Pflanzen nach ihrem Ausgraben aufzubewahren, bis sich für ihre Einpflanzung günstige klimatische Bedingungen einstellen. Zum besseren Verständnis wird nun das erfindungsgemässe Verfahren in beispielsweiser Anwendung auf einen Rosenstock genau beschrieben, ohne dass aber damit eine Beschränkung auf diese Pflanzenart verbunden sein soll. Vielmehr ist das erfindungsgemässe Verfahren für jede Strauch- oder Staudenpflanze anwendbar. Der erste Verfahrensschritt besteht im Waschen der Pflanze nach ihrem Ausgraben. Hiedurch wird am Ballen anhaftende Erde restlos beseitigt. Für diesen Waschvorgang ist es vorteilhaft, mehrere Rosenstöcke zu bündeln und ihre Wurzeln mit einem Druckwasserstrahl zu bearbeiten. Nach dem Waschen wird der Rosenstock verstümmelt, wobei nicht nur in üblicher Weise seine Krone, also sein oberirdisches System, sondern auch der Umfang seiner Wurzeln beschnitten werden, letzteres in der Weise, dass die verbleibenden Wurzelstücke genügend kurz sind, um später in ein Rohr von 85 mm Durchmesser und 180 mm Höhe eingeführt werden zu können. Diese Verstümmelung des Wurzelballens ist wichtig, denn sie entfernt etwa 4/5 des Umfanges des Wurzelsystems. Nach dieser Beschneidung erfolgt als nächster erfindungsgemässer Verfahrensschritt das Eintauchen des Rosenstockes mit seinen Wurzeln in einen mit einem biologischen Serum gefüllten Behälter. Der Zeitraum des Eintauchens kann etwa 1 h betragen. Dieses Eintauchen soll bis zum "Hals" der Pflanze erfolgen, und das Serum soll vorzugsweise aus einer wässerigen Lösung eines Zuckers, z. B. Glukose, Saccharose, Lactose usw. sowie an Aminosäuren gebundene Mineralien bestehen. Dem Serum können ausserdem weitere Stoffe, wie Wachstumshormone und wachstumsfördernde Bestandteile, wie Enzyme, Vitamine, beigefügt sein. Nach einem Aufenthalt in diesem Serum von etwa 1 h, wird der an seinem Wurzelsystem verstümmelte Rosenstock in eine Umhüllung eingeführt, die z. B. aus einem Papperohr, einem Baumwollnetz oder einem Netz aus synthetischem Material besteht, und in der sich eine feste Mischung von neutralen Stoffen, wie Vermiculite, Torf, Siliziumsand, Bimsstein, Holzfasern u. dgl., befindet. Es ist jedoch zu bemerken, dass diese neutrale Mischung vorher mit einer Nährlösung zu befeuchten ist, wie sie bei der erdlosen Kultivierung von Pflanzen üblich ist. Um eine Verdampfung bzw. Austrocknung der Nährmittel zu verhindern, wird die aus Pflanze und Umhüllung bestehende Einheit in einen Sack aus einem dichten Kunststoff eingeführt, den man um den Hals der Pflanze zubindet. Der Rosenstock befindet sich nun in aufbereitetem Zustand, in dem er viele Monate, ja sogar mehrere Jahre verbleiben kann, unter der Voraussetzung, dass er zunächst für einen kurzen Zeitraum von etwa 10 bis 14 Tagen in einem dunklen und verhältnismässig kühlen Raum, z. B. im Keller, untergebracht wurde, und dass die neutrale Mischung, in die der Wurzelballen eingebettet wurde, wiederholt mit Nährlösung getränkt wird. Nachdem auf diese Weise der Rosenstock über mehrere Wochen oder über viele Monate hinweg konserviert wurde, kann er mit günstigen Aussichten auf ein weiteres Gedeihen am vorgesehenen Ort eingepflanzt werden. In diesem Fall genügt es, ein ausreichend grosses Loch zu graben und den Rosenstock samt der die Wurzeln umfassenden Hülle einzusetzen. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Aufbereitung von zur Umpflanzung bestimmten Pflanzen, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Pflanze nach ihrem Ausgraben reichlich mit Wasser gewaschen wird, worauf das oberirdische Äste-und Zweigsystem der Pflanze beschnitten und das Wurzelsystem durch Entfernen von ungefähr 4/5 seines Umfanges verstümmelt und die so aufbereitete Pflanze einige Zeit in einem mit biologischem Serum gefüllten Behälter aufbewahrt wird, dass hernach das Wurzelsystem der Pflanze in eine Umhüllung, z.B. ein Rohr oder ein Netz, von etwa 85 mm Durchmesser und 180 mm Höhe eingesetzt und diese Umhüllung mit einem mit einer Nährlösung befeuchteten Gemisch neutraler Materialien gefüllt und das Ganze in einen Sack aus <Desc/Clms Page number 2> Kunststoff gesetzt und dieser um den Hals der Pflanze zugebunden und die so zubereitete Aufbereitungspackung schliesslich in einem kühlen und dunklen Raum für einen kurzen Zeitraum aufbewahrt wird. EMI2.1 verstümmelte Pflanze während etwa 1 h in ein Serum getaucht wird, das aus einer wässerigen Lösung eines Zuckers, mineralischer Stoffe, Aminosäuren, Wachstumshormone und wachstumsfördernden Stoffen besteht. EMI2.2
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