DE805205C - Verfahren zur Untergrundbewaesserung von Gewaechshaeusern - Google Patents

Verfahren zur Untergrundbewaesserung von Gewaechshaeusern

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DE805205C
DE805205C DEF423A DEF0000423A DE805205C DE 805205 C DE805205 C DE 805205C DE F423 A DEF423 A DE F423A DE F0000423 A DEF0000423 A DE F0000423A DE 805205 C DE805205 C DE 805205C
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DE
Germany
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soil
peat
gravel
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clay
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Expired
Application number
DEF423A
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English (en)
Inventor
Dr Anton Fruhstorfer
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ANTON FRUHSTORFER DR
Original Assignee
ANTON FRUHSTORFER DR
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G9/00Cultivation in receptacles, forcing-frames or greenhouses; Edging for beds, lawn or the like
    • A01G9/24Devices or systems for heating, ventilating, regulating temperature, illuminating, or watering, in greenhouses, forcing-frames, or the like
    • A01G9/247Watering arrangements
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/25Greenhouse technology, e.g. cooling systems therefor

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Cultivation Of Plants (AREA)
  • Hydroponics (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Untergrundbewässerung von Gewächshäusern sowie wasserdichte Beete zur Ausführung dieses Verfahrens.
Eine der Arbeiten im Gewächshaus und im Garten, die am meisten Zeit in Anspruch nimmt, ist die Bewässerung der Kulturen. Es ist daher verständlich, daß der Gärtner versucht, diese Arbeit zu mechanisieren. So finden sich in den Gewächshäusern Regenanlagen, die die Feuchtigkeit von oben spenden. Nicht alle Pflanzen vertragen jedoch nasse Blätter in der feuchtwarmen Gewächshausatmosphäre. Empfindlich sind Tomaten und die meisten Blumen, die bei häufiger Benetzung faulen.
Es sind auch bereits Versuche, besonders im Ausland, unternommen worden, die auf die Wassergabe aus dem Untergrund abzielen. Hierbei wird zuerst Kies, dann Boden in ein wasserdichtes Tischoder Bankbeet gebracht und in der Kiesschicht ein konstanter Wasserspiegel unterhalten. Der Boden saugt dann das Wasser nach oben und versorgt so die Pflanzen. Der Erfolg blieb jedoch in allen Fällen aus. Die Pflanzen wuchsen nur in den ersten Wochen befriedigend, um dann zurückzubleiben, zu kränkeln und schließlich einzugehen. Man führte dies darauf zurück, daß die Struktur des Bodens bei dieser Untergrundbewässerung verfällt und hielt diese Bewässerungsform daher für nicht durchführbar.
Es wurde demgegenüber gefunden, daß die bisher auftretenden Störungen des Pflanzenwuchses darauf zurückzuführen sind, daß durch den bei einer
Untergrundbewässerung nicht zu vermeidenden VVasserüberschuß der Luftsauerstoff ausgeschaltet wird. Als Folge zeigten sich Faulungserscheinungen, die für die Pflanzenwurzeln schädlich und in manchen Fällen tödlich sein können. Diese Wirkung tritt jedoch nur bii faulungsfähigen Erdgemischen auf, also bei solchen, die abbaufähige organische Stoffe enthalten, von denen luftscheue Bakterien leben können. Solche faulungsfähigen Erdgemische ίο sind z. B. die meist verwendete Lauberde, Komposterde, mit Stallmist versetzte Erde und jede belebte Bodenkrume aus Acker und Garten.
Erfindungsgemäß gelingt es, die bisher bei der Untergrundbewässerung auftretenden Störungen dadurch zu vermeiden, daß auf die Kiesunterlage mit konstantem Wasserspiegel ein nicht faulungsfähiges Erdgemisch mit hoher Krümelstabilität aufgebracht wird. Als solches Erdgemisch hat sich insbesondere eine Mischung von schwerem Ton, ζ B. Untergrundton, und Torf, ζ. Β. Hochmoortorf, bewährt. Dabei wird vorzugsweise solcher Ton verwendet, dessen Krümel unter Wasser lange Zeit zerfallfest bleiben und damit dem Erdgemisch eine konstante Krümelstruktur geben. Durch dieSchwerzersetzlichkeit der Torfsubstanz ist bei dem neuen j Erdgemisch erreicht, daß die luftscheuen Bakterien j bei Wasserüberschuß keine Nahrungsgrundlage | finden. Damit wird die Entstehung pflanzen- i schädigender und strukturzersetzender Faulungs- > produkte vermieden. Man erhält ein ideales Erdgemisch, das auch bei lang andauernder Unter- j grundbewässerung weder fault noch die Struktur verliert und das den Pflanzen, auf lange Zeit einen gesunden Standort gewährt.
Die Pflanzennährstoffe und/oder die Spurenelemente, Hormone und ähnliche Stoffe, die geeignet sind, das Pflanzenwachstum zu fördern, können dem Torf-Ton-Gemisch in bekannter Weise in fester Form zugesetzt werden. Die gleichen Stoffe können aber auch mittels der Wässerungsflüssigkeit dem Untergrund in gelöster Form zugeführt werden, so daß sie von dort in die Kulturerde hochsteigen, in der sie absorbiert werden.
Die besonderen Vorteile des neuen Verfahrens liegen darin, daß die Bewässerung von Gewächshäusern o. dgl. nunmehr mechanisiert werden kann. Eine besondere Bedienung der in der neuen Weise bewässerten Anlagen ist nach Einstellung des richtigen Wasserspiegels in dem Bewässerungsgerät nicht mehr erforderlich. Der Kulturboden bleibt lange Zeit frisch und gesund, da er keine faulungsfähigen Stoffe enthält. Die Pflanzen können mit der optimalen W'asser- und Nährstoffmenge versorgt werden. Eine Über- oder Unterdosierung der Nährstoffe schadet nicht, da das Bodengemisch durch seine Sorptionseigenschaften als Speicher wirkt. Dies unterscheidet das neue Verfahren auch grundsätzlich von der Hydrokultur, bei der die dem Boden eigentümlichen Fähigkeiten der Sorption und Pufferung fehlt, und bei der daher die richtige Xährstoffkonzentration ständig kontrolliert und eingestellt werden muß.
in Ausführung des neuen Verfahrens wird bei der Herstellung eines wasserdichten Beetes mit Kiesgrundlage, darauf angeordneter Kulturerde und einer Vorrichtung zur Unterhaltung eines konstanten Wasserspiegels, als Kulturerde ein nicht faulungsfähiges Erdgemisch mit hoher Krümelstabilität verwendet, also insbesondere eine Mischung von schwerem Ton und Hochmoortorf sowie Pflanzennährstoffen. Die Ausgestaltung kann dabei auch so getroffen werden, daß auf die Kiesgrundlage des wasserdichten Beetes eine Schicht aus Sand, Torf oder anderen saugfähigen, nicht zersetzlichen Stoffen aufgebracht ist, in die Töpfe eingefüttert sind, welche das Ton-Torf-Nährstoffgemisch enthalten.
Beispiel 1
Ein wasserdichtes Bankbeet mit 25 cm hohem Rand erhält eine Kiesschicht von 4 cm und darauf eine 1 cm starke Schicht von Sand. Durch einen Schwimmerkasten, der seitlich an dem waagerechten Beet angebracht ist und in kommunizierender Verbindung mit dem Beet steht, wird die Kiesschicht geflutet, so daß der Wasserspiegel in Höhe der Sandschicht liegt. Durch den Schwimmer wird dieser Wasserstand konstant gehalten. In das Beet wird dann das nicht faulungsfähige Ton-Torf-Gemisch eingefüllt und in üblicher Weise bepflanzt.
Beispiel 2
Das wasserdichte Bankbeet entspricht der Ausführungsform nach dem ersten Ausführungsbeispiel, jedoch mit dem Unterschied, daß die Sandschicht 5 cm hoch gewählt und das nicht faulungsfähige Gemisch in Töpfe eingefüllt wird. Die Töpfe werden dann in die Sandbettung 4 cm tief eingefüttert.
Beispiel 3
An Stelle eines wasserdichten Bankbeetes in einem Gewächshaus werden andere gärtnerische Kulturräume nach Art der Ausführungsbeispiele 1 und 2 ausgebildet, beispielsweise Frühbeete oder Beete und Kästen im Freiland.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Untergrundbewässerung von Gewächshäusern, in denen in wasserdichten Beeten auf eine Kies- oder Sandschicht mit konstantem Wasserspiegel eine Kulturerdeschicht aufgebracht ist, wobei die Wasserversorgung der Kulturschicht durch Kapillarwirkung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Kies- bzw. Sandgrundlage ein nicht faulungsfähiges Erdgemisch mit hoher Krümelstabilität, insbesondere eine Mischung von schwerem Ton, ζ. B. Untergrundton, Torf, ζ. Β. Hochmoortorf, und Pflanzennährstoffen gebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzennährstoffe und/ oder Spurenelemente, Hormone und ähnliche Stoffe, die geeignet sind, das Pflanzenwachstum zu fördern, dem nicht faulungsfähigen Erdgemisch unmittelbar zugemischt werden.
3· Verfahren nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzennährstoffe und/ oder Spurenelemente, Hormone und ähnliche Stoffe, die geeignet sind, das Pflanzenwachstum zu fördern, der Wässerungsflüssigkeit in aufgelöster Form stoßweise oder kontinuierlich zugesetzt werden.
4. Wasserdichtes Beet mit einer Kiesgrundlage, darauf angeordneter Kulturerde und einer Vorrichtung zur Unterhaltung eines konstanten Wasserspiegels zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Kiesgrundlage eine stärkere Schicht aus Sand, Torf oder einem anderen saugfähigen, nicht zersetzlichen Stoff aufgebracht ist, in welche die Töpfe eingefüttert sind, welche mit dem Gemisch aus Ton, Torf sowie gegebenenfalls Nährstoffen gefüllt sind.
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DEF423A 1949-12-11 1949-12-11 Verfahren zur Untergrundbewaesserung von Gewaechshaeusern Expired DE805205C (de)

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DE (1) DE805205C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2747331A (en) * 1952-07-02 1956-05-29 Tno Hydroponics
US2855725A (en) * 1956-06-25 1958-10-14 Charles H Carothers Method and means for automatically growing improved quality plants
DE20008132U1 (de) 2000-05-05 2000-08-10 Hofreiter, Josef, 86568 Hollenbach Pflanzbehälter

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2747331A (en) * 1952-07-02 1956-05-29 Tno Hydroponics
US2855725A (en) * 1956-06-25 1958-10-14 Charles H Carothers Method and means for automatically growing improved quality plants
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