DE60883C - Verfahren zum Züchten von Champignons - Google Patents

Verfahren zum Züchten von Champignons

Info

Publication number
DE60883C
DE60883C DENDAT60883D DE60883DA DE60883C DE 60883 C DE60883 C DE 60883C DE NDAT60883 D DENDAT60883 D DE NDAT60883D DE 60883D A DE60883D A DE 60883DA DE 60883 C DE60883 C DE 60883C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mushrooms
growing mushrooms
crushed
nutrient solution
peat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT60883D
Other languages
English (en)
Original Assignee
O. HERFURTH in Berlin W., Grofsgörschenstrafse 22
Publication of DE60883C publication Critical patent/DE60883C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G18/00Cultivation of mushrooms
    • A01G18/40Cultivation of spawn
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G18/00Cultivation of mushrooms
    • A01G18/20Culture media, e.g. compost
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G18/00Cultivation of mushrooms
    • A01G18/50Inoculation of spawn

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Mushroom Cultivation (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Eine der beliebtesten Pilzsorten ist der Champignon, welcher infolge seines feinen, gewürzigen Aromas und seines sehr hohen Nährwerthes sich hervorragend von vielen anderen unterscheidet. Man hat diesen Pilz deshalb, da die Natur ihn nur zu gewissen Zeiten wachsen läfst, demzufolge auch nicht in solchen Mengen zu Tage fördern kann, als die stets gröfser werdende Nachfrage verlangt, mit Erfolg durch Vereinigung von präparirtem Pferdedünger mit dem Champignon -Micelium (Pilzbrut) in warmfeuchten, dunklen Räumen gezüchtet. Es erfordert jedoch eine derartige Cultivirung eine grofse, ausgedehnte Anlage, da die derart vorgerichteten Beete schon nach mäfsigen Erträgnissen im Verlaufe einiger Wochen ziemlich unproductiv geworden sind; ferner stehen auch die aufgewendete Mühe und die Kosten in keinem Verhärtnifs zu dem sich bei dieser Cultur ergebenden Gewinn, denn durch die Präparation des gewöhnlichen Pferdedüngers gehen allein etwa 8/5 desselben verloren. Der verfaulende Pferdemist erzeugt ferner einen intensiven, sehr unangenehmen Geruch und die Anlage wird dadurch nicht gerade sauber und appetitlich; aufserdem entwickeln sich eine Unmenge von verschiedenen Insecten, gegen die sich sehr schwer ankämpfen läfst und welche mit Vorliebe den wachsenden Champignon anfressen, wodurch derselbe zwar nicht ganz verdorben wird, aber hinsichtlich Menge und Aussehen ganz bedeutend, verliert. 1 Diese Uebelstände sollen nun durch die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Cultivirungsweise beseitigt werden, bei der die Champignons auf bedeutend kleinerem Raum in.gröfseren Mengen anhaltend wachsen und infolge dessen verhältnifsmäfsig billig abgegeben werden können.
Durch viele Versuche ist es gelungen, einen Ersatz für präparirten Pferdedünger und somit eine neue, eigenartige Cultur des Champignons zu schaffen. Nach den chemischen Analysen enthalten 100 Theile frischen Pferdemistes von gut gefütterten Arbeitspferden 75 Theile Wasser, 0,7 Theile Stickstoff, 0,3 Theile Phosphorsäure, 2 Theile Kali. Die fehlenden Bestandtheile liegen in dem flüchtigen Ammoniak, welches sich im frischen Pferdemist durch seinen stechenden Geruch . bemerkbar macht, aber, wenn nicht gebunden, zu einem grofsen Theil verdunstet.
Verschiedene Versuche haben nun unter Beachtung dieser Zusammensetzung des Pferdedüngers für die Nährstofflösung des Champignons als am geeignetsten eine Auflösung von 0,8 g Chilisalpeter, 0,4 g schwefelsaurem Ammoniak, 1 g phosphorsaurem Kali in 1 1 Regen- oder destillirtem Wasser ergeben. Mit dieser Flüssigkeit werden sodann 300 g zerriebener Torfmull und 50 g zerkleinertes Roggenstroh, gehörig mit einander vermengt, durch Brausegiefskannen drei- bis viermal hinter einander überbraust. Der hierdurch feucht gewordene Mull wird mit Holzschaufeln tüchtig gewendet, ist nach 2 bis 3 Tagen vollständig durchzogen und kann dann auf Gestelle aufgelegt werden.
In die so vorbereitete Masse wird nun das Micelium (Pilzbrut) in Stücken eingelegt und gehörig mit Müll bedeckt, worauf noch grünes Moos, Bast- oder Strohmatten aufgelegt werden,
damit der mit der Nährstofflösung durchsogene Mull nicht so leicht austrocknet. Nach ungefähr 8 bis io Tagen fängt bereits die Brut an, sich zu entwickeln, sie zieht feine, weifse, schimmelähnliche Fäden auf der Oberfläche und es zeigen sich weifse, kleine Punkte, die Champignons in ihrem Anfangsstadium. Sobald diese sichtbar werden, mufs die Moos-, Bast- oder Strohmattendecke abgenommen und die Substanz mit feiner, steinfreier, sandiger Erde 2 bis 3. cm hoch bedeckt werden. Die . Champignons entwickeln sich nun.sehr schnell und die ausgebildeten werden täglich abgenommen, während immer neue nachwachsen. Hierbei entnehmen die Champignons der Torfmullsubstanz ihre Flüssigkeit -bezw. Nährstofflösung. Um nun eine andauernd gleichmäfsige Production zu erzielen, mufs obige Nährstofflösung, 16 bis 18° R. warm, alle 2 bis 3 Tage durch L-förmige, in die Beete eingeführte "und für gewöhnlich verkorkte Glasröhren der Substanz von frischem zugeführt werden. So produciren diese Beete 6 bis 7 Monate lang vollständig gleichmäfsig und brauchen erst nach dieser Zeit einmal umgearbeitet und mit neuer Torfmullsubstanz versorgt zu werden.
Zu beachten ist hierbei noch, dafs die ganze Anlage in einer feuchten, gleichmäfsigen Wärme von 18 bis 20° erhalten und dieselbe vor dem Tageslicht geschützt wird; Lampenlicht hingegen übt keinen nachtheiligen Einflufs aus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zum Züchten von Champignons, welches darin besteht, dafs der in zerriebenem Torfmull und zerkleinertem Roggen-.stroh oder dergleichen aufgenommenen Pilzbrut die Nahrung durch eine Nährstofflösung zugeführt wird, gebildet aus einer Mischung von Chilisalpeter, schwefelsaurem Ammoniak, phosphorsaurem Kali (oder auch für das eine oder andere eine ähnliche, die gleiche Wirkung zeigende chemische Substanz) und Regen- oder destillirtem Wasser.
DENDAT60883D Verfahren zum Züchten von Champignons Expired - Lifetime DE60883C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE60883C true DE60883C (de)

Family

ID=334984

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT60883D Expired - Lifetime DE60883C (de) Verfahren zum Züchten von Champignons

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE60883C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2750009A1 (de) Verfahren zur herstellung eines gegenstandes, der sich fuer das zuechten von baum-pilzen eignet, und das dabei erhaltene produkt
DE102009009240A1 (de) Aufwuchsmedium für Pflanzen und Verfahren zur Herstellung eines solchen Aufwuchsmediums
WO2021019010A1 (de) Mittelwald, verfahren zu dessen begründung und verfahren zu dessen überführung in einen wirtschaftsdauerwald
DE69009885T2 (de) Desodorierende Zusammensetzung zur Spirella-Überwachung.
DE2949122A1 (de) Verfahren zur herstellung eines natuerlichen duengemittels
DE60883C (de) Verfahren zum Züchten von Champignons
DE3336249A1 (de) Material zur wachstumsfoerderung, verfahren zur herstellung eines derartigen materials und verwendung von materialien dieser art
WO1993010061A1 (de) Biologisch reines drei-phasen-naturstoff-düngemittel und verfahren zu seiner herstellung
DE866343C (de) Verfahren zur Herstellung eines bakterienhaltigen Duengemittels
DE202009002237U1 (de) Kultursubstrat für Pflanzen
DE832897C (de) Verfahren zur Herstellung gaertnerischer Erden
DE2843928A1 (de) Bodenverbesserungsmittel und seine verwendung
DE102012006458A1 (de) Sameneinlegebadzusammensetzung zum Impfen von Samen, Verfahren zum Impfen von Samen sowie deren Verwendung
DE805205C (de) Verfahren zur Untergrundbewaesserung von Gewaechshaeusern
EP0751705A1 (de) Unkrautunterdrückungsmittel, verfahren zu seiner herstellung sowie verwendung zur unkrautbekämpfung
DE3045994A1 (de) Bodenverbesserungsmittel
DE865318C (de) Naehrboden zum Zuechten von Champignons
DE618792C (de) Duengung und Bodenverbesserung
Clark Living organisms in the soil
DE490545C (de) Anzuchttopf aus gepresster Erde, Dung o. dgl.
DE9114087U1 (de) Biologisch reines Drei-Phasen-Naturstoff-Düngemittel
DE820901C (de) Aufzucht von Kulturpflanzen ohne Boden und Anordnung zu ihrer Ausuebung
DE567705C (de) Verfahren zur Behandlung von Samenpflanzen
DE69208060T2 (de) Entsorgung von unbrauchbarem, behandeltem Saatgut
DE1592565B2 (de) Duengemitteltablette fuer langzeiternaehrung von pflanzen