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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verschwenken und Absetzen eines Tonarmes mittels eines mit einem Handrad versehenen Schraubenbolzens, für Plattenspieler, bei denen die Platte durch einen seitlichen Schlitz in das Gehäuse einführbar ist.
Vorrichtungen dieser Art sollen es ermöglichen, mehr oder weniger kurze Ausschnitte aus einem auf Schallplatte festgehaltenen Tonwerk auszuwählen und gegebenenfalls auch wiederholt zu Gehör zu bringen, wie es z. B. für Musik- oder Sprachstudien wünschenswert sein kann.
Zu diesem Zweck ist eine Feineinstellung des Tonarmes erforderlich. Dafür bietet sich ein Schraubentrieb mit Bewegungsschraube an. Bei Verwirklichung dieses Gedankens treten zwei Schwierigkeiten auf. Die erste entsteht daraus, dass der Tonarm keine Parallelverschiebung, sondern eine Schwenkbewegung ausführt, so dass sich sowohl der Winkel zwischen dem Tonarm und der feststehend gedachten Achse einer Bewegungsschraube als auch der Abstand der Schwenkachse des Tonarmes von dem Punkt, wo dieser die gedachte Schwenkachse kreuzt, im Verlauf der Schwenkbewegung ändern. Daraus ergibt sich, dass ein Bewegungsgetriebe, das etwa ein starr mit dem Tonarm verbundenes Muttergewinde aufwiese, undenkbar ist.
Die zweite Schwierigkeit liegt darin, dass beim Einrücken einer Kupplung, die z. B. Zahnräder oder Schrauben enthält, eine ruckartige Verschiebung entsteht, da die zum Eingriff bestimmten Teile im allgemeinen in diesem Augenblick nicht in der richtigen Eingriffsstellung stehen. Bei einem so empfindlichen Organ wie einem Tonarm mit seiner Abnehmernadel sollte aber jede Stossbelastung vermieden werden.
Bekanntgeworden ist eine Vorrichtung, bei der an der Verlängerung des Tonarmes an der dem Tonkopf abgewendeten Seite eine messerscharfe Schneide unbeweglich relativ zum Tonarm angeordnet ist, die mit den Gewinderillen eines Schraubenbolzens zum Eingriff gebracht werden kann (brit. Patentschrift Nr. 696, 075).
Dadurch ist die erstbezeichnete Schwierigkeit umgangen, wenn auch vielleicht nicht in besonders vollkommener Weise, zumal die Schneide unter wechselndem Winkel in das Gewinde eingreift, dem Profil der Gewinderille also keinesfalls richtig angepasst sein kann. Die zweite der aufgezeigten Schwierigkeiten besteht bei der erwähnten Lösung nach wie vor.
Ziel der Erfindung ist es, eine Schwenk- und Absetzvorrichtung zu schaffen, die die beschriebenen Nachteile vermeidet. Erreichbar ist dieses Ziel dadurch, dass der Tonarm an seinem dem Tonkopf abgewandten Ende an seiner Oberseite ein Auflager aufweist, welches mit dem vertikal zu seiner Längsachse federnd verschwenkbaren Schraubenbolzen, der an seinen Enden in einem feststehenden Rahmen drehbar und vertikal verschiebbar gelagert ist, bei gesenkter Lage des Schraubenbolzens kämmt, und dass mindestens eine der Lagerstellen als Langloch ausgebildet ist.
Hiebei kann das Auflager aus weichem, nachgiebigem Material wie Samt, Filz od. dgl. bestehen.
Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung ergibt sich, wenn der Schraubenbolzen an mindestens einem Ende ein seine Verdrehung sperrendes Element z. B. ein Zahnrad aufweist, und dieses zur Herstellung und Festlegung der Spiellage des Plattenspielers mit einem fest angeordneten Zahn od. dgl., in Eingriff bringbar ist.
Zur Sicherung des Eingriffes zwischen dem Zahn und dem Zahnrad kann eine Feder, die sich an dem Schraubenbolzen abstützt, vorgesehen sein, und vorteilhafterweise kann der Schraubenbolzen durch einen mit einer Taste versehenen Hebel absenkbar sein.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist ein durch den nach abwärts bewegten Schraubenbolzen betätigbarer elektrischer Kontakt vorgesehen, der zum Einschalten einer im Innern des Plattenspielers angeordneten Mikroleuchte eingerichtet ist.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, alle einander näherbaren Teile der Vorrichtung an einem beweglichen vertikal verschwenkbaren Rahmen anzuordnen.
Schliesslich ist es auch möglich, in einem beweglichen, vertikal verschwenkbaren Rahmen einen den Gewindebolzen mittels eines Getriebes antreibenden Mikromotor und zwei Tasten zur Steuerung des Motors in die gewünschte Bewegungsrichtung sowie die Mikroleuchte vorzusehen.
Im folgenden ist die Erfindung an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform, die in den Zeichnungen veranschaulicht ist, näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 die Vorrichtung in Betriebsstellung, Fig. 2 dieselbe in Ruhestellung, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung, Fig. 4 eine gedrängtere Ausführung und Fig. 5 eine vervollkommnete Form der Vorrichtung mit Servomotor und elektrischer Steuerung.
Die wesentlichen Teile an der erfindungsgemässen Vorrichtung sind ein als Stellschraube dienender Schraubenbolzen --1--, der oberhalb des rückwärtigen, dem Tonkopf abgewendeten Teil--2-des Tonarmes angeordnet ist, und ein Polster --18-- aus weichem, elastischem Material wie etwa Samt, Filz, bürstenähnlich angeordneten Borsten od. dgl., das auf der Oberseite des Teiles--2--des Tonarmes vorgesehen ist, und das mit dem Schraubenbolzen--l--in ähnlicher Weise in Eingriff gebracht werden kann wie ein Muttergewinde.
Der Schraubenbolzen--l--kann abwärts bewegt und dadurch dem Tonarmteil-2--angenähert werden. Mit dem Schraubenbolzen drehfest verbunden sind ein Zahnrad --8-- zum Feststellen und mindestens ein Rändelrad--7--zum Verstellen. In das Zahnrad--8--greift von oben her ein feststehender Zahn --9-- ein, der den Schraubenbolzen an einer Drehbewegung hindert. Diese Sperrung wird freigegeben, wenn der Schraubenbolzen, entgegen der Kraftwirkung einer ihn nach oben drückenden Feder abwärts bewegt wird.
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