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Die Erfindung betrifft ein Lese- bzw. Tischprojektionsgerät bestehend aus einem zweiteiligen Koffer mit vorzugsweise rechteckigem Querschnitt für Tisch oder Wandprojektionen mit oder ohne Reflexspiegel, wobei die beiden Kofferhälften, die durch ein quer zur Längsrichtung des Koffers auf einer Schmalseite desselben angeordnetes Scharnier verbunden sind, in Achsrichtung des Scharniers gesehen trapezförmig gestaltet sind.
Aus mehreren Teilen bestehende kofferartige Lese- bzw. Tischprojektionsgeräte sowohl für Auflicht- als auch für Durchlichtprojektionen unter Verwendung von Reflexspiegeln sind bekannt. Der hiefür erforderliche Aufwand für die Beleuchtungs- und Projektionseinrichtung ist zum Teil recht erheblich. Die Unterbringung der Teile im Koffergerät und die Aufstellung des Gerätes in Betriebsbereitschaftslage erfordern mehrere, oft zeitraubende Handgriffe und schliesslich eine grosse Stellfläche sowohl für das Gerät selbst als auch für den Bildschirm. Bei Verwendung von Reflexionsspiegeln behindern diese infolge ihrer Grösse und der damit verbundenen sperrigen Spiegelhalterungen die Sichtfreiheit ; auch behindert der Reflexspiegel das Arbeiten des unmittelbar am Lesegerät Sitzenden.
Zweck der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein kleines, transportables, in Betriebsbereitschaftslage niedriges, schmales Lese- bzw. Tischprojektionsgerät der eingangs genannten Art zu schaffen, welches durch seine kleine Stellfläche wenig Platz benötigt und geringe Sichtbehinderung aufweist, eine für den Benutzer bequeme Bedienungsweise gewährleistet und bei dem der die Projektionsfläche bildende Projektionsschirm von der Grösse des Gerätes unabhängig ist.
Schliesslich soll insbesondere eine optimale Betrachtung des Projektionsbildes von Mikrofiches möglich sein.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Scharnier an der oberen Schmalseite des Koffers angeordnet ist und dass die die Beleuchtung bzw. Projektionseinrichtung tragende Kofferhälfte, an welcher gegebenenfalls auch der Reflexspiegel angebracht ist, nach Hochklappen um maximal 1800 annähernd senkrecht über der die stromversorgenden Teile, wie Transformator, elektrische Schalteinrichtung u. dgl., enthaltenden Kofferhälfte zu liegen kommt, wobei die Stellfläche der als Fuss des Lesegerätes dienenden Kofferhälfte nur ein Bruchteil der Grundfläche der hochzuklappenden Kofferhälfte ist. Nach Hochklappen der die Beleuchtungs- bzw.
Projektionseinrichtung tragenden Kofferhälfte, an welcher auch der Reflexspiegel beweglich befestigt ist, um 1800, kommt diese über die die stromversorgenden Teile, wie Transformator, elektrische Schalteinrichtung od. dgl., enthaltenden Kofferhälfte zu liegen, wodurch gewährleistet ist, dass der Schwerpunkt so tief liegt, dass bei aufgeklapptem Lesegerät kein gefährliches Kippmoment entstehen kann.
Weiteren Merkmalen der Erfindung zufolge ist vorzugsweise eine Wand der Grundfläche gegenüber einer trapezförmigen Stirnwand der hochzuklappenden Kofferhälfte mittels Scharnier ausschwenkbar ausgebildet, wobei zweckmässig der Reflexspiegel an der schwenkbaren Wand mittels Scharnier angelenkt und nach Ausschwenken der Wand in eine Gebrauchslage schwenkbar ist, in welcher der von der Beleuchtungseinrichtung kommende Strahlengang um weniger als 900 gegen unten reflektiert wird.
Mit dem Gerät nach der Erfindung werden die oben genannten Ziele erreicht, wobei sich noch folgende weitere Vorteile ergeben : Eine optimale Betrachtungseinrichtung des Projektionsbildes bei steilem Blickwinkel, eine in deutlicher Sehweite liegende Mikrofilmebene, an welcher die Verschiebbarkeit z. B. des Mikrofiches in anatomisch bequemer Weise unter Aufstützen der die Mikrofiches bedienenden Arme auf der Tischplatte erfolgen kann und schliesslich auf Grund der kleinen Stellfläche eine leichte Drehbarkeit des betriebsbereiten Lesegerätes um die vertikale Achse, z. B. um 900 bei Übergang von Hoch- auf Querformat des zu projizierenden Bildes.
Weitere Merkmale und Vorteile sind aus dem nachstehend an Hand der Zeichnungen beschriebenen Ausführungsbeispiel der Erfindung ersichtlich. Es zeigen Fig. l ein Lesegerät in nicht betriebsbereitem, d. h. geschlossenem Zustand ; Fig. 2 dieses Lesegerät in betriebsbereitem Zustand mit horizontaler Projektionsebene und Fig. 3 das gleiche Lesegerät mit vertikaler Projektionsebene.
Die beiden kofferartigen Hälften--l und 2--des im Grundriss rechteckigen und in der Seitenansicht trapezförmigen Lesegerätes sind durch ein auf der schmalen Oberseite befindliches Scharnier--3-miteinander verbunden, welches rechtwinkelig zu den Kofferlängsseiten verläuft. Die Kante--4--, in welcher die beiden Kofferhälften--l und 2--aneinanderstossen, stellt gemäss Fig. l eine von rechts nach links schräg von oben nach unten verlaufende Linie dar. Entsprechend Fig. 2 befinden sich im Inneren der hochgeklappten
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befestigt.
Die Breitseiten der Kofferhälfte --2-- weisen gegenüber den senkrechten bzw. annähernd senkrecht verlaufenden Aussenkanten dieser Kofferhälfte je einen von links oben nach rechts unten schräg verlaufenden Schlitz --8-- für die Dia- bzw. Mikrofichesführung auf. An der Tragplatte--7--ist unterhalb des Objektives --5-- ein Schlitz--9--vorgesehen, welcher die Lage der Dias oder Mikrofiches--6--anzeigt, wozu neben dem Schlitz--9--Marken--10--, z. B. Buchstaben oder Zahlen in senkrechter Folge angeordnet sind. Durch diese Anzeigeeinrichtung kann mit einem Blick sowohl die vertikale als auch horizontale Lage des eingestellten Bildes bequem abgelesen werden.
Zum Verriegeln der beide Kofferhälften--l und 2--in der Nichtgebrauchslage dienen an den Seitenwänden des Gerätes vorgesehene Verriegelungsbolzen--11--und Rasten--12--.
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--2'---15--derReflexspiegel--16--befestigt.
In der Kofferhälfte --1--, welche während der Arbeitsbereitschaftslage (Fig. 2) den Fuss des Lesegerätes bildet, sind vorzugsweise an der der Standfläche-l'--nächstgelegenen Stelle die stromversorgenden Teile - -17--, z. B. Transformator, elektrische Schalteinrichtungen u. dgl. untergebracht.
Um die Standfestigkeit der im arbeitsfähigen Zustand befindlichen Kofferhälfte--l--zu erhöhen, ist an der Grundfläche --1'-- dieser Kofferhälfte-l-ein ausziehbares Stützmittel --18-- vorgeschen (Fig.3) Ist das Lesegerät für die Projektion in Tischebene vorgesehen, so befindet sich in Arbeitsbereitschaftsstellung vor dem Lesegerät unter dem Reflexspiegel --16-- in Höhe der Tischplatte (gemäss Fig. 2) ein biegbarer bzw. rollbarer Projektionsschirm-19--, der im zusammengerollten Zustand in einem der in den Kofferhälfte-l und 2-- vorgesehenen Hohlräume --20, 21--, welche auch noch für andere der Projektion dienende Zubehörteile verwendbar sind, untergebracht ist.
Gemäss dem weiteren Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 kann das Lesegerät auch für Wandprojektion
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angeordneten Projektionsschirm--19--gelangen.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele, vielmehr können die Einzelheiten geändert werden, ohne vom Grundgedanken der Erfindung abzuweichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lese- bzw. Tischprojektionsgerät bestehend aus einem zweiteiligen Koffer mit vorzugsweise rechteckigem Querschnitt, für Tisch- bzw. Wandprojektion mit bzw. ohne Reflexspiegel, wobei die beiden Kofferhälften, die durch ein quer zur Längsrichtung des Koffers auf einer Schmalseite desselben angeordnetes Scharnier verbunden sind, in Achsrichtung des Scharniers gesehen trapezförmig gestaltet sind,
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ist und dass die die Beleuchtung bzw.
Projektionseinrichtung tragende Kofferhälfte (2), an welcher gegebenenfalls auch der Reflexspiegel (16) angebracht ist, nach Hochklappen um maximal 1800 annähernd senkrecht über der die stromversorgenden Teile (17), wie Transformator, elektrische Schalteinrichtung u. dgl., enthaltenden Kofferhälfte (1) zu liegen kommt, wobei die Stellfläche (1') der als Fuss des Lesegerätes dienenden Kofferhälfte
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