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In Kanalisationsschächten, Wasserreservoirs oder Kläranlagen, ferner an Hauswänden, Industriekaminen od. ähnl. Objekten ist im allgemeinen eine Einrichtung vorgesehen, die das Begehen derselben ermöglichen. So sind beispielsweise in Kanalisationsschächten Steigeisen angebracht, welche in die Wand des Schachtes einzementiert eine Leiter oder Treppe bilden, über welche auf bequeme Weise in den Schacht hinuntergestiegen werden kann.
Da das herkömmliche Befestigen dieser Steigelemente durch Einzementieren nicht nur umständlich und zeitraubend, sondern auch kostspielig ist, hat man schon vorgeschlagen, solche Steigelemente mittels Konsolen in der Schachtwand versenkten Dübeln festzuschrauben. Dadurch kann schon weitgehend die grosse Oxydationsund Durchrostungsgefahr beim Einzementieren der Enden der Steigelemente verringert werden, insbesondere, wenn die Konsolen aus einem Material hergestellt sind, welches eine grosse Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit, aggressive Gase und Chemikalien besitzt.
Oftmals ist es jedoch zweckmässiger, anstatt einzelne Steigelemente an der Wand anzubringen, eine vollständige Leiter in dieser zu verankern. Sofern eine solche Leiter eine genügend grosse Eigenstabilität besitzt, verringert sich dadurch die Anzahl der notwendigen Verankerungspunkte ganz wesentlich. Ein Nachteil bei Verwenden fertig ausgebildeter Leitern besteht jedoch darin, dass die Befestigungspunkte derselben starr sind, wodurch eine hohe Präzision beim Anbringen der Verankerungen an der Schachtwand notwendig ist. Ausserdem ist für jeden Schacht eine in der Grösse an diesen angepasste Leiter zu verwenden, was seitens des Lieferanten eine grosse Lagerhaltung bedingt.
Es ist das Ziel der Erfindung, eine Steigeinrichtung vorzuschlagen, welche diese Nachteile nicht mehr aufweist, sondern in idealer Weise an sämtliche Arten und Grössen von Schächten, Wänden oder Kaminen angepasst werden kann. Die vorgeschlagene, in einem Mauerwerk verankerbare Steigeinrichtung weist eine Anzahl in Bohrungen des Mauerwerkes einzusetzende, hülsenförmige Verankerungselemente sowie Steigelemente, als Längsholme ausgebildete Trägerelemente für diese und Befestigungselemente auf.
Gemäss der Erfindung ist sie dadurch gekennzeichnet, dass die Steigelemente und die Befestigungselemente im Bereiche ihrer freien Enden mit einer Aussenverzahnung versehen sind, dass die Trägerelemente eine Anzahl verschiebbarer und festklemmbarer Verbindungselemente tragen, deren jedes mit einer Sackbohrung zur Aufnahme eines freien Endes eines Steigelementes oder des trägerseitigen Endes eines Befestigungselementes versehen ist, und dass die Aussenverzahnung der andern Enden der Befestigungselemente in die hülsenförmigen Verankerungselemente einpressbar sind.
Auf diese Weise wird es ermöglicht, an Ort und Stelle eine dem Objekt angepasste Leiter zusammenzubauen, ohne dass in bezug auf Festigkeit oder Korrosionsanfalligkeit irgendwelche Nachteile in Kauf genommen werden müssten. Eine grosse Stabilität der Steigeinrichtung kann dadurch erzielt werden, dass die Aussenverzahnung aus Ringrippen gebildet ist, deren dem Ende des Steig- bzw. Befestigungselementes zugekrhrte Flanken in Einführrichtung konisch ausgebildet sind.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der vorgeschlagenen Steigeinrichtung dargestellt, und es zeigen : Fig. 1 eine in einem Schacht angebrachte Steigeinrichtung in perspektivischer Ansicht, Fig. 2 einen Schnitt durch die Befestigung der Steigelemente an den Trägerelementen, und Fig. 3 einen Schnitt durch ein Befestigungselement.
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Anordnungsschema bereits eingegossen worden sein-in diesem Fall werden nicht benötigte Verankerungselemente mit einem Pfropfen--6--verschlossen-oder die Verankerungselemente können nachträglich eingesetzt werden, wobei sie an ihrem Umfang mit widerhakenartigen Ringrippen-7ausgerüstet sein können, wie es beispielsweise in Fig. 3 dargestellt ist.
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Aussenverzahnung vorgesehen sein, der in das Ende eines jeden Befestigungselementes-3--hineingepresst ist, wie es in Fig. 1 dargestellt ist.
Die Befestigungselemente --3-- sind mittels Verbindungselementen--10--an den Trägerelementen --2-- befestigt. Entsprechend ausgebildete Verbindungselemente--11--dienen zur Befestigung der Steigelemente--l--an den Trägerelementen--2--. In Fig. 2 ist ein solches Verbindungselement--11-im Schnitt dargestellt. Es besitzt eine Sackbohrung--12--, welche leicht konisch verlaufend ausgebildet ist, welche Bohrung--12--zur Aufnahme des einen Endes eines Steigelementes--l--dient. Jedes der Steigelemente--l--ist an seinen Enden mit einer Aussenverzahnung in Form von Ringrippen--13-
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widerstandsfähigen, aber doch etwas elastischen Kunststoff hergestellt.
Wird für die Steigelemente-l-für die Trägerelemente-2-und für die Befestigungselemente - Stahlrohr verwendet, welches mit einem Polyäthylenüberzug versehen ist, so lässt sich eine ausgezeichnete und dauerhafte Isolierung der gesamten Steigeinrichtung gegenüber dem Mauerwerk erzielen.
Mit der vorgeschlagenen Steigeinrichtung ist die Möglichkeit geschaffen, die Begehbarkeit von mit ihr versehenen Objekten auf Jahre hinaus mit absoluter Sicherheit zu gewährleisten. Es besteht keinerlei Bruchgefahr infolge korrosiver Angriffe und auch ein Ausreissen oder Ausbrechen der Befestigungselemente ist völlig ausgeschlossen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, mittels geeigneter Werkzeuge die Steigeinrichtung unbeschädigt zu demontieren. Bei der Montage der vorgeschlagenen Steigeinrichtung ist weder ein Arbeiten mit Hammer und Meissel noch irgendwelche Mörtelarbeit notwendig, so dass die Montage von ungeschulten Kräften in kürzester Zeit erfolgen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. In einem Mauerwerk verankerbare Steigeinrichtung, welche eine Anzahl in Bohrungen des Mauerwerkes einzusetzende, hülsenförmige Verankerungselemente sowie Steigelemente, als Längsholme ausgebildete
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versehen sind, dass die Trägerelemente (2) eine Anzahl verschiebbarer und festklemmbarer Verbindungselemente (10, 11) tragen, deren jedes mit einer Sackbohrung (12) zur Aufnahme eines freien Endes eines Steigelementes oder des trägerseitigen Endes eines Befestigungselementes (3) versehen ist und dass die Aussenverzahnung der andern Enden der Befestigungselemente in die hülsenförmigen Verankerungselemente (5) einpressbar sind.
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